Carlo Furno

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Wappen

Carlo Kardinal Furno (* 2. Dezember 1921 in Bairo Canavese, Provinz Turin, Italien) ist ein emeritierter Kurienkardinal der römisch-katholischen Kirche und emeritierter Kardinal-Großmeister des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem.

Leben[Bearbeiten]

Carlo Furno wuchs in Aglié Canavese in der Provinz Turin auf. Nach der Grundschule in Aglié besuchte er das Kleine Seminar in Ivrea und studierte ab 1938 am Diözesanseminar in Ivrea Philosophie und Katholische Theologie und empfing am 25. Juni 1944 das Sakrament der Priesterweihe. Anschließend arbeitete er drei Jahre lang als Gemeindeseelsorger in Ozegna, ehe er zwecks weiterführender Studien freigestellt wurde. 1948/49 studierte er Theologie am Päpstlichen Athenaeum der Salesianer in Turin. Am Päpstlichen Römischen Priesterseminar in Rom wurde er 1953 nach dem Studium des Kanonischem Rechts als auch des Zivilrechts zum Doktor beider Rechte (Dr. iur. utr.) promoviert.

Nach seiner Ausbildung an der Päpstlichen Diplomatenakademie trat er in den diplomatischen Dienst des Vatikans ein. Er war Attaché und Sekretär der Apostolischen Nuntiatur in Kolumbien (1953/57) und Ecuador (1954/57) und Sekretär der Apostolischen Delegation in Jerusalem (1957/62). Von 1962 bis 1973 arbeitete Carlo Furno in der Ersten Sektion des Vatikanischen Staatssekretariates in Rom und nahm ab 1966 zusätzlich einen Lehrauftrag an der Päpstlichen Diplomatenakademie wahr.

1973 ernannte ihn Papst Paul VI. zum Titularerzbischof von Abari und zum Apostolischen Nuntius in Peru. Die Bischofsweihe empfing Carlo Furno am 16. September 1973 durch Kardinal Paolo Bertoli; Mitkonsekratoren waren Kurienerzbischof Agostino Casaroli und der Bischof seiner Heimatdiözese Ivrea, Luigi Bettazzi. Sein bischöfliches Motto war Ardere et lucere.

Von 1978 bis 1982 war er Apostolischer Nuntius im Libanon, von 1982 bis 1992 versah er die gleiche Aufgabe in Brasilien. 1992 wurde er Apostolischer Nuntius in Italien.

Papst Johannes Paul II. nahm ihn am 26. November 1994 als Kardinaldiakon mit der Titeldiakonie Sacro Cuore di Cristo Re in das Kardinalskollegium auf und übertrug ihm in der Folgezeit bei mehreren Anlässen die Leitung Päpstlicher Delegationen.

Carlo Kardinal Furno wurde von Papst Johannes Paul II. am 21. Dezember 1995 zum Kardinal-Großmeister des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem ernannt. Von 1997 zum Erzpriester der Patriarchalbasilika Santa Maria Maggiore. Am 24. Februar 2005 wurde er zunächst unter Beibehaltung seiner Titeldiakonie, die pro hac vice zur Titelkirche erhoben wurde, zum Kardinalpriester ernannt. Im Jahr 2006 optierte er schließlich auf die Titelkirche Sant’Onofrio. Das Amt des Erzpriesters übte Furno bis zu seinem altersbedingten Rücktritt im Jahre 2004 aus. Sein Rücktrittsgesuch als Kardinal-Großmeister des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem nahm Papst Benedikt XVI. am 27. Juni 2007 an.

Am Konklave 2005 sowie am Konklave 2013 nahm er nicht teil, da er die Altersgrenze von 80 Jahren bereits überschritten hat.

Ehrungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Carlo Furno – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Eintrag zu Carlo Furno auf catholic-hierarchy.org, gesehen am 11. September 2014 (englisch)
Vorgänger Amt Nachfolger
Giuseppe Kardinal Caprio Croix de l Ordre du Saint-Sepulcre.svg Kardinal-Großmeister des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem
1995–2007
John Patrick Kardinal Foley
Ugo Kardinal Poletti Erzpriester der Basilika Santa Maria Maggiore
1997–2004
Bernard Francis Kardinal Law
Luigi Poggi Apostolischer Nuntius in Italien
1992–1994
Francesco Colasuonno
Carmine Rocco Apostolischer Nuntius in Brasilien
1982–1992
Alfio Rapisarda
Alfredo Bruniera Apostolischer Nuntius im Libanon
1978–1982
Luciano Angeloni
Luigi Poggi Apostolischer Nuntius im Peru
1973–1978
Mario Tagliaferri