Agliè

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Agliè
Kein Wappen vorhanden.
Agliè (Italien)
Agliè
Staat: Italien
Region: Piemont
Metropolitanstadt: Turin (TO)
Koordinaten: 45° 22′ N, 7° 46′ OKoordinaten: 45° 22′ 0″ N, 7° 46′ 0″ O
Höhe: 315 m s.l.m.
Fläche: 13 km²
Einwohner: 2.631 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 202 Einw./km²
Postleitzahl: 10011
Vorwahl: 0124
ISTAT-Nummer: 001001
Volksbezeichnung: alladiesi
Schutzpatron: San Massimo di Riez
Website: aglieonline.it

Agliè (piemontesisch Ajé) ist eine Gemeinde mit 2631 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015) in der italienischen Metropolitanstadt Turin (TO), Region Piemont.

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Madonna delle Grazie, Santa Maria und San Grato. Nachbargemeinden sind San Martino Canavese, Torre Canavese, Bairo, Vialfrè, Cuceglio, San Giorgio Canavese und Ozegna. Der Schutzpatron des Ortes ist San Massimo.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt 34 km von Turin entfernt auf einer Höhe von 315 m über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 13,28 km².

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ursprüngliche Name des Ortes ist Alladio (daher auch die Bezeichnung der Einwohner als Alladiesi). Er war bereits im 12. Jahrhundert als wichtiger Festungsort bekannt. Im 17. Jahrhundert wurde die Festung von dem Fürsten Filippo di Agliè zu einem Palast umgebaut, der 1706 bei der französischen Invasion zerstört wurde. 1756 wurde die Ruine von Karl Emanuel III., Herzog von Savoyen, nach Plänen von Ignazio Birago zu einer Sommerresidenz der Savoyen-Herrscher umgebaut.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Agliè: der Sommerpalast
  • Der Sommerpalast (siehe Geschichte), der eine eindrucksvolle Fassade sowie ausgedehnte Gärten besitzt. Er beherbergt auch ein Museum.
  • Die Villa Meleto, das Landhaus von Guido Gozzano, die ebenfalls ein Museum beherbergt.
  • Die Pfarrkirche aus dem Jahr 1775, ebenfalls nach Plänen von Ignazio Birago erbaut.

Kommunale Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde verfügt über zwei Bibliotheken, einen Kindergarten, eine Grundschule und eine weiterführende Schule. Ferner gibt es eine Apotheke.

Drehort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sommerpalast diente in der italienischen Telenovela Elisa di Rivombrosa als Kulisse für das Schloss Rivombrosa.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Carlo Kardinal Furno (1921–2015), Kardinal und Kardinal-Großmeister des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, Ehrenbürger von Agliè (2011)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Agliè – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.