Coupe de France 1924/25

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Der Wettbewerb um die Coupe de France in der Saison 1924/25 war die achte Ausspielung des französischen Fußballpokals für Männermannschaften. In diesem Jahr meldeten 326 Vereine.

Titelverteidiger war Olympique Marseille, der diesmal allerdings das Viertelfinale nicht überstand. Gewinner der Trophäe wurde der Club Athlétique des Sports Généraux Paris, bis kurz nach dem Weltkrieg noch Betriebssportverein der Großbank Société Générale. Dies war nach 1919 der zweite Pokalsieg der „banquiers“ bei ihrer zweiten Finalteilnahme. Für Gegner FC Rouen war es der erste Auftritt auf der wichtigsten Bühne des französischen Fußballs – die wichtigste deshalb, weil es eine einheitliche, landesweite Meisterschaft vor 1932 noch nicht gab und die Gewinner der Coupe de France jener Jahre von den Zeitgenossen häufig als Champions de France bezeichnet wurden. Weder Rouen noch CASG erreichten nach dieser Austragung – jedenfalls bis 2010 – nochmals ein Pokalfinale.

Nach den von den regionalen Untergliederungen des Landesverbands FFF organisierten Qualifikationsrunden wurden bis einschließlich des Sechzehntelfinales die Spielpaarungen von der Pokalkommission festgesetzt, wobei Fragen der Reisedistanzen im großflächigen Frankreich ebenso eine Rolle spielten wie die Qualität der an den jeweiligen Orten vorhandenen Spielstätten und der Infrastruktur. Dabei wurde auch das Heimrecht bzw. im Einzelfall ein zwischen beiden Kontrahenten gelegener Spielort festgelegt. Ab dem Achtelfinale wurden die Paarungen frei ausgelost, und die Partien fanden auf neutralem Platz statt. Endete eine Begegnung nach Verlängerung unentschieden, wurden solange Wiederholungsspiele ausgetragen, bis ein Sieger feststand.[1]

Zweiunddreißigstelfinale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiele am 7., Wiederholungsmatches am 28. Dezember 1924.

(a) Spielabbruch wegen Nebels

Sechzehntelfinale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiele am 11., Wiederholungsmatch am 25. Januar 1925

Achtelfinale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiele am 1. Februar 1925

Viertelfinale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiele am 1. März 1925

Halbfinale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiele am 5. April 1925

Finale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1. Endspiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiel am 26. April 1925 im Stade de Colombes in Colombes vor 20.000 Zuschauern

Mannschaftsaufstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auswechslungen waren damals nicht möglich; die wenigsten Mannschaften in Frankreich besaßen zu dieser Zeit schon einen festen Trainer.

CASG Paris: Alphonse JouPierre Liénert Mannschaftskapitän, Gollet – Raoul Marion, Marcel Marquet, Georges ClugnetJean Barville, André Caillet, Jaroslav Soïka, Henri Tissot, Auger

FC Rouen: William BarnesJules Rault, Jacques CanthelouCharles Witty, André Hérubel, André Blaizot MannschaftskapitänAndré Renault, André Burel, Marcel Boulanger, Alexandre Halotel, Félix Pozo

Schiedsrichter: Marcel Slawick (Paris)

Tore[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

0:1 Boulanger (3.)
1:1 Auger (70.)

Wiederholungsspiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiel am 10. Mai 1925 im Stade de Colombes in Colombes vor 18.000 Zuschauern

Mannschaftsaufstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

CASG Paris: Alphonse JouPierre Liénert Mannschaftskapitän, Gollet – Raoul Marion, Marcel Marquet, Georges ClugnetJean Barville, André Caillet, Jaroslav Soïka, Henri Tissot, Auger

FC Rouen: William BarnesJules Rault, Jacques CanthelouCharles Witty, André Hérubel, André Blaizot MannschaftskapitänAndré Renault, André Burel, Marcel Boulanger, Alexandre Halotel, Félix Pozo

Schiedsrichter: Marcel Slawick (Paris)

Tore[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1:0 Soïka (3.)
1:1 Boulanger (11.)
2:1 Barville (15.)
2:2 Boulanger (20.)
3:2 Liénert (58., per Elfmeter)

Besondere Vorkommnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Schiedsrichter Slawick waren dies nach 1921 bereits sein zweites und drittes Endspiel.[2] Von der Mannschaft, die 1919 für CASG den Pokal gewonnen hatte, war in den beiden Finales dieses Jahres kein einziger Spieler mehr dabei.

Es war das erste, aber nicht das letzte Mal, dass ein Finale wiederholt werden musste. Bis zur Einführung eines Elfmeterschießens zur Gewinnerermittlung (1982 wegen der Weltmeisterschaftsendrunde ursprünglich nur als Ausnahme vorgesehen) sollte dies insgesamt in vier weiteren Endspielen notwendig werden, nämlich 1943, 1959, 1963 und 1965. Nach 1982 gab es dann noch vier Finals (1988, 1997, 2001 und 2007), in denen ein Elfmeterschießen erforderlich war. (Stand: bis einschließlich der Saison 2011/12)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hubert Beaudet: La Coupe de France. Ses vainqueurs, ses surprises. Alan Sutton, Saint-Cyr-sur-Loire 2003, ISBN 2-84253-958-3.
  • L'Équipe, Gérard Ejnès: Coupe de France. La folle épopée. L'Équipe, Issy-les-Moulineaux 2007, ISBN 978-2-915535-62-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. L'Équipe, Ejnès, S. 332/333.
  2. Die Statistik in Frankreich wertet die beiden im selben Jahr geleiteten Spiele allerdings nur als eine Ansetzung, weil die FFF bei Wiederholungsspielen grundsätzlich denselben Referee wie in der ersten Partie nominierte – vgl. L'Équipe/Ejnès, S. 313.