Coupe de France 2014/15

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seit der Saison 2007/08

Der Wettbewerb um die Coupe de France in der Saison 2014/15 war die 98. Ausspielung des französischen Fußballpokals für Männermannschaften.

Titelverteidiger En Avant Guingamp scheiterte im Halbfinale am Zweitligisten AJ Auxerre, der im Endspiel Paris Saint-Germain unterlag. Für Paris war es der neunte Gewinn in diesem Wettbewerb, für Auxerre die zweite Niederlage bei seiner sechsten Finalteilnahme. Diese Endspielpaarung hatte es zwölf Jahre zuvor schon einmal gegeben; seinerzeit hatte sich die AJA gegen PSG durchsetzen können.

Während die Dritt- und die Zweitligavereine ebenso wie elf Teilnehmer – seit dieser Saison nicht mehr ausschließlich die regionalen Pokalsieger –[1] aus sieben der französischen überseeischen Gebiete bereits in den von den regionalen Untergliederungen des Landesverbands Fédération Française de Football (FFF) organisierten Qualifikationsrunden in den Wettbewerb eingreifen müssen – die Drittligisten in der 5., die beiden letztgenannten Gruppen in der 7. Runde –, beginnt für die Erstligisten – und gegebenenfalls einen unterklassigen Titelverteidiger – der Wettbewerb erst mit dem Zweiunddreißigstelfinale (Beginn des Hauptwettbewerbs). Nur in dieser Runde werden die dafür qualifizierten 64 Vereine landesweit in vier regionale Lostöpfe à 16 Mannschaften aufgeteilt, worin jeweils annähernd gleichviele Teams gleicher Ligazugehörigkeit vertreten sein werden. Ab dem Sechzehntelfinale fällt auch diese Vorsortierung weg und der Wettbewerb wird ausschließlich nach dem klassischen Pokalmodus ausgetragen: Spielpaarungen werden ohne Setzlisten aus sämtlichen noch im Wettbewerb befindlichen Klubs ausgelost und jeweils lediglich ein Spiel ausgetragen, an dessen Ende ein Sieger feststehen muss (und sei es durch Verlängerung und Elfmeterschießen), der sich dann für die nächste Runde qualifiziert, während der Verlierer ausscheidet. Auch das Heimrecht wird für jede Begegnung durch das Los ermittelt, allerdings mit der Einschränkung, dass Klubs, die gegen eine mindestens zwei Ligastufen höher spielende Elf anzutreten haben, automatisch Heimrecht bekommen.[2]

Die unterklassigen Vereine kämpfen zudem wiederum um den mit Geldpreisen verbundenen Titel als erfolgreichster Außenseiter. Dieser derzeit hauptsächlich von PMU gesponserte Nebenwettbewerb trägt die offizielle Bezeichnung Classement des Petits Poucets (auf Deutsch: „Däumlingswertung“). Als Klub aus der neunten Ligastufe scheiterte der FC Lille Sud am Einzug in das Zweiunddreißigstelfinale, in dem bei dieser Austragung überhaupt nur noch fünf Sechstligisten vertreten waren, die darin sämtlich besiegt worden sind.
Gleich drei überseeische Mannschaften hatten sich diesmal für die 8. Runde qualifiziert: die AS Saint-Louis aus Réunion, die US Matoury aus Guayana und der Club Franciscain aus Martinique. Von diesen erreichte Letzterer nach 22 Jahren sogar wieder einmal den Hauptwettbewerb. Erfolgreichste Amateurmannschaft war die US Concarneau; der bretonische Viertligist schied erst im Viertelfinale gegen den Titelverteidiger aus.

Die Erstligisten ließen frühzeitig kräftig Federn: lediglich sieben von ihnen erreichten das Achtelfinale, in dem auch noch vier Viertligisten vertreten waren; in der Runde der letzten acht Mannschaften standen nur noch vier Ligue-1-Klubs und ebenso viele unterklassige Teams.

Zweiunddreißigstelfinale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiele vom 3. bis 5. Januar 2015
L1, L2 bzw. D3 stehen für die Zugehörigkeit zur ersten bis dritten Liga, CFA bzw. CFA2 für die beiden landesweiten Amateurligen, DH („Division d’Honneur“) für die sechste, regionale Ligenstufe. Ergebnisse: n. V. = nach Verlängerung, i. E. = im Elfmeterschießen.

(a) Dem Reglement zufolge hätte eigentlich der Sechstligist Club Franciscain Heimrecht haben müssen, zumal er bei der Auslosung auch als erster gezogen worden war. Aufgrund eines „Gummiparagraphen“ im Pokalstatut legt bei überseeischen Teilnehmern jedoch der Verband den Austragungsort fest. Auch eine Petition, dann statt in Nantes wenigstens im Großraum Paris zu spielen, wo eine größere Zahl von Menschen von den Antillen lebt, wurde abschlägig beschieden.[3]
(b) Dinan Léhon hat auf sein Heimrecht verzichtet.

Sechzehntelfinale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiele vom 20. bis 23. Januar 2015

Achtelfinale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiele vom 10. bis 12. Februar 2015

Viertelfinale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiele vom 3. bis 5. März 2015

Halbfinale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiele am 7./8. April 2015

Finale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiel am 30. Mai 2015 im Stade de France von Saint-Denis

Mannschaftsaufstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paris: Nicolas DouchezGregory van der Wiel, Thiago Silva Mannschaftskapitän, David Luiz, MaxwellMarco Verratti, Lucas Moura (Ezequiel Lavezzi, 73.), Blaise Matuidi, Thiago MottaZlatan Ibrahimović, Edinson Cavani
Trainer: Laurent Blanc

Auxerre: Donovan LéonThomas Fontaine, Karim Djellabi, Ruben Aguilar, Sébastien Puygrenier MannschaftskapitänFrédéric Sammaritano, Amara Baby (Julien Viale, 82.), Rémi Mulumba (Alexandre Vincent, 86.), Grégory Berthier (Livio Nabab, 80.), Jamel Aït Ben IdirCheick Fantamady Diarra
Trainer: Jean-Luc Vannuchi

Schiedsrichter: Antony Gautier (Ligue Nord-Pas-de-Calais)

Tore[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1:0 Cavani (65.)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belege und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aus La Réunion, Martinique, Guadeloupe und Französisch-Guayana sind 2014/15 erstmals je zwei Mannschaften an der 7. Runde teilnahmeberechtigt, aus Neukaledonien, Französisch-Polynesien und Mayotte weiterhin je eine.
  2. Beschluss der FFF-Bundesversammlung von Anfang April 2011
  3. Artikel „Et vogue la galère“ in France Football vom 23. Dezember 2014, S. 34