Das weiße Kaninchen

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Filmdaten
OriginaltitelDas weiße Kaninchen
Das Weisse Kaninchen.png
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2016
Länge88 Minuten
AltersfreigabeFSK 12 [1]
Stab
RegieFlorian Schwarz
DrehbuchMichael Proehl,
Holger Karsten Schmidt
ProduktionMichael Smeaton,
Simone Höller
MusikSven Rossenbach,
Florian van Volxem
KameraPhilipp Sichler
SchnittFlorian Drechsler
Besetzung

Das weiße Kaninchen ist ein deutsches Fernseh-Filmdrama, das sich unter der Regie von Florian Schwarz mit Cyber-Grooming auseinandersetzt. Erstausstrahlung war am 28. September 2016 im Ersten, im übrigen Europa am 22. September 2017 auf arte.[2]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die schüchterne dreizehnjährige Sara ist das Netz Treffpunkt und Zufluchtsort. Dort trifft sie auf „Benny“, der sehr einfühlsam erscheint und behauptet, siebzehn Jahre alt zu sein. Sie weiß nicht, dass hinter diesem Benutzernamen, der als Profilbild ein weißes Kaninchen führt, in Wirklichkeit der Lehrer und Familienvater Simon Keller steckt. Dieser wird gezeigt, wie er sich selbst befriedigt, während er im Verborgenen seine jungen Schülerinnen beim Sportunterricht beobachtet.

Sara vertraut sich „Benny“ an, nachdem sie von „Kevin“ – Pseudonym des sechzehnjährigen Julian Kiefer, einer weiteren Internetbekanntschaft – mit einem freizügigen Foto erpresst wird.

Keller alias Benny bietet ihr an, seinem Vertrauenslehrer Keller das eigene Benutzerkonto zu überlassen, damit dieser ihr helfen kann. Sie verabredet sich mit dem Lehrer in einem Park, wo er ihr vorschlägt, den Erpresser bei einem Treffen zu stellen und ihm das Foto abzunehmen.

Keller trifft nach den beiden Jugendlichen am Treffpunkt ein und wird aus der Deckung heraus Zeuge eines sexuellen Übergriffs, kommt Sara aber nicht zur Hilfe, sondern beobachtet das Geschehen bis „Kevin“ gegangen ist. Dann erst geht er zu dem Mädchen, um es zu trösten und schickt es mit einem Taxi nach Hause.

Anschließend folgt er dem Jungen in ein Café und erzwingt mit Gewalt die Herausgabe des Mobiltelefons, auf dem sich auch eine Filmaufnahme der sexualisierten Gewalttat befindet.

Das Café wird von LKA-Sonderermittler Miki Witt überwacht, der sofort einschreitet, das Telefon beschlagnahmt und beide mit aufs Revier nimmt. Keller kann, gestützt von Saras Aussagen, der Ermittlergruppe glaubhaft vermitteln, dass er unter einem Vorwand Kontakt zu dem Kind hergestellt habe, um es vor Übergriffen wie diesem zu schützen und verweist dabei auf seine Funktion als Medienpädagoge. Einzig Witt glaubt ihm nicht, ermittelt auf eigene Faust weiter, bringt den Fall mit einem früheren Mord an einem Kind in Verbindung und setzt Keller massiv unter Druck.

Dieser lockt den Ermittler zu seinem geheimen Ort, einem Pferdehof, wohin Sara sich geflüchtet hat. Dort erschlägt er den Polizisten. Die letzten Einstellungen zeigen Keller, der in seiner Fantasie von Sara getröstet wird, und dann einen stilisiert dargestellten Chatroom, in dem ein Hund-Avatar mit blutiger Schnauze über einem regungslos-blutigen Kaninchen-Avatar kniet.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kölner Medienunternehmen FFP New Media produzierte den Film im Auftrag des Südwestrundfunks. Die Dreharbeiten fanden im Oktober und November 2015 in Berlin statt.[3]

Der Filmtitel nimmt Bezug auf die Figur des weißen Kaninchens in Lewis Carrolls Kinderbuch Alice im Wunderland.[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Preise
Nominierungen

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Das weiße Kaninchen. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Release info. In: IMDb. Abgerufen am (englisch).
  3. Das weiße Kaninchen. In: filmportal.de. Deutsches Filminstitut, abgerufen am 5. Oktober 2016.
  4. zeit.de, abgerufen am 3. Oktober 2016
  5. Creative Energy Filmpreis, Preisträger 2016, abgerufen am 4. Oktober 2016
  6. Festival des Deutschen Films, Die Preisträger /-innen 2016, abgerufen am 4. Oktober 2016
  7. Lena Urzendowsky und Ivo Pietzcker gewinnen Preis des SR. In: Pressemeldung des SR. 5. November 2016, abgerufen am 17. November 2016.
  8. Preisträger. In: grimme-preis.de. Abgerufen am 8. März 2017.
  9. Das weiße Kaninchen beim Fernsehfilmfestival Baden-Baden, abgerufen am 5. Oktober 2016