Doppelhaushälfte (Fernsehserie)

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Serie
Originaltitel Doppelhaushälfte
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2022
Länge 25-30 Minuten
Episoden 8 in 1 Staffel (Liste)
Stab
Regie Barbara Kronenberg,
Dennis Schanz,
Christoph Mushayija Rath
Drehbuch Dennis Schanz,
Christoph Mushayija Rath,
Paulina Lorenz,
Oliver Grüttner
Premiere 15. März 2022 auf ZDFneo
Deutschsprachige
Premiere
8. März 2022 auf ZDFmediathek
Besetzung

Doppelhaushälfte ist eine deutsche Miniserie des Senders ZDFneo, die erstmals 2022 ausgestrahlt wurde. In der ZDFmediathek ist die erste Staffel seit dem 8. März 2022 verfügbar, im Fernsehprogramm des Senders wurde sie erstmals am 15. März 2022 ausgestrahlt.[1]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Pärchen Theo Kröger und Mari Sawadi zieht mit Maris Tochter Zoe aus Berlin in eine Doppelhaushälfte vor den Toren der Stadt, um der Hektik der Großstadt zu entfliehen. In der anderen Doppelhaushälfte wohnen Andi und Tracy Knuppe mit ihrem Sohn Rocco, in deren Garten eine Deutschlandflagge gehisst ist. Die Serie zeigt die Vorurteile, das Misstrauen und die Auseinandersetzungen die im Alltag der Patchwork-Familie aus der Stadt und der alteingesessenen Dorf-Familie entstehen.

Produktionsnotizen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Serie wurde vom 26. Mai 2021 bis zum 22. Juli 2021 in Kleinmachnow gedreht.[1]

Folgenübersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folge Name Erstausstrahlung Einschaltquoten[2]
1 Chancengleichheit 15. März 2022 1,06 Millionen
2 Gut für die Nachbarschaft 15. März 2022 1,01 Millionen
3 Schall und Rauch 22. März 2022 0,75 Millionen
4 Brian 22. März 2022 0,54 Millionen
5 Vorrundenaus 29. März 2022 0,77 Millionen
6 Die Kamera 29. März 2022 0,65 Millionen
7 Mediation 5. April 2022 0,87 Millionen
8 SchöneBunteFelde 5. April 2022 0,67 Millionen

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martina Kalweit gibt der Serie in ihrer Bewertung bei tittelbach.tv insgesamt 4,5 von 6 Sternen. Die Serie mache „einfach Spaß“. Das wirkliche Leben werde in den Blick genommen, hinter den vordergründigen Themen würden auf der zweiten Erzählebene grundlegende gesellschaftliche Probleme durchgespielt. Es werde hierbei nicht vor derben Übertreibungen zurückgeschreckt, jede Episode der Serie würde „feinen Dialog-Witz mit Eskalationen ins Grobe“ vereinen, wobei die Pointen gut gesetzt seien.[3]

Im Tagesspiegel schreibt Thomas Gehringer, dass die Serie viel Tempo, Slapstick und intelligenten Humor biete. „Je größer die gegenseitige Unkenntnis, je ausgeprägter die Vorurteile und je unerschrockener die Serie mit vermeintlichen Tabus und Sprachverboten umgeht, desto lustiger wird’s.“ Trotz Witz und Slapstick würde keine der Hauptfiguren derart lächerlich geraten, dass man nicht mitfühlen könnte bei ihren Missgeschicken. Der Kritiker lobt Milan Peschel als tragikomischen Kleinbürger und Minh-Khai Phan-Thi als schlagfertige Frauenfigur mit Berliner Dialekt. Es funktioniere auch, dass Rassismus als Quelle für Komik diene, da hier keine Witze auf Kosten der Opfer resultierten, sondern die „vorbildliche Vielfalt dieser Diversity-Comedy für kluge und komische Momente“ eingesetzt würden.[4]

Oliver Armknecht gibt der Serie in seiner Kritik auf film-rezensionen.de insgesamt 7 von 10 Punkten. Die Serie mache sich „einen Spaß aus einer anderen Form des Culture Clashes, wenn ambitionierte Political-Correctness-Pinkel auf polternde Prolls treffen“, wobei keine Seite eindeutig gut oder schlecht dargestellt werde. Alle der tendenziell überzeichneten Figuren können einem auf die Nerven gehen, Klischees würden „dankbar aufgenommen und bis zur Schmerzgrenze eskaliert“. Die Serie würde vor grobem Humor nicht zurückschrecken. Teilweise haben die Episoden etwas Beliebiges an sich, man habe nicht das Gefühl einer Entwicklung. Es würde auch nicht jeder Gag sitzen und zuweilen zu lang am Leben gehalten. Für Armknecht überwiege allerdings der positive Gesamteindruck der amüsanten Serie, „das gut aufgelegte Ensemble, das keine Scheu vor erbärmlichen Situationen hat“ sei ein Grund hier einmal einzuschalten.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Doppelhaushälfte bei crew united, abgerufen am 4. April 2022.
  2. Manuel Weis: Staffelabschluss - Starke Quoten für "Doppelhaushälfte" nach "Friesland". In: dwdl.de. DWDL.de, 6. April 2022, abgerufen am 19. Juni 2022.
  3. Martina Kalweit: Serie „Doppelhaushälfte“. In: tittelbach.tv. 2022, abgerufen am 4. April 2022.
  4. Thomas Gehringer: Gelungene Comedy bei ZDFneo: Berlin vs. Brandenburg. In: tagesspiegel.de. Der Tagesspiegel, 15. März 2022, abgerufen am 5. Mai 2022.
  5. Oliver Armknecht: Doppelhaushälfte – Staffel 1. In: film-rezensionen.de. 22. März 2022, abgerufen am 11. Juni 2022.