Douglas W. Diamond

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Douglas Warren Diamond (* Oktober 1953) ist ein US-amerikanischer Ökonom. Er ist Merton H. Miller Distinguished Service Professor of Finance an der University of Chicago. Seine Erklärung der Existenz von Banken ist ein Standardwerk seines Fachs.

Leben[Bearbeiten]

Diamond studierte Volkswirtschaftslehre an der Brown University (A.B. 1975) in Providence, Rhode Island und der Yale University (M.A. 1976 und M. Phil. 1977) in New Haven, Connecticut. Danach wurde er Lehrbeauftragter. 1988 erwarb er einen Ph.D.

Diamond kam 1979 als Instructor an die an die Booth School of Business der University of Chicago. Er wurde Assistent (1980 bis 1983) und Associate Professor (1983 bis 1986). 1987/88 war er Professor für Finance an der Yale School of Organization and Management. Im Anschluss war er Professor für Finance und von 1993 bis 2000 Theodore O. Yntema Professor of Finance in Chicago. 1997 war er Gastprofessor für Finance an der Hong Kong University of Science and Technology. Darüber hinaus war er Gastdozent an der Universität Bonn (1993) und bei der Bank of Japan (1999). Er ist seit 2000 Merton H. Miller Distinguished Service Professor of Finance und seit 2010 Co-Direktor des Fama-Miller Center for Research in Finance. 1999 wurde er zudem wissenschaftlicher Mitarbeiter am National Bureau of Economic Research. Er betreute zahlreiche Ph.D. Studenten u.a. Efraim Benmelech, Catherine M. Schrand und Kevin Francis Rock.

2001/02 war er Präsident der Western Finance Association (2006 war er Distinguished Speaker) und 2003 der American Finance Association (zuvor bereits im Board of Directors). Von 1988 bis 2001 war er Herausgeber des Journal of Business. Von 1988 bis 1996 bzw. von 2000 bis 2003 war er Mitherausgeber des Journal of Finance und von 1995 bis 2001 des Journal of Banking and Finance. Ferner gehörte er von 1989 bis 1993 dem Editorial Board des Journal of Financial Intermediation an und war von 1993 bis 1997 Auslandsredakteur der Review of Economic Studies. 2005 präsentierte er die Princeton Lectures in Finance am Bendheim Center for Finance. 1990 und 2008 war er wissenschaftlicher Berater des Federal Reserve Board. Weitere Verpflichtungen hatte er in den Boards in Richmond, New York und Chicago. Derzeit ist er Mitherausgeber des Journal of Financial Services Research (seit 1993) und Mitglied im Board of Directors des Center for Research in Security Prices.

Zu seinen Schwerpunkten gehören u.a. Finanzintermediäre, die Finanzkrise, Liquidität, Bankenregulierung, Einlagensicherung und Finanzschulden. Er wurde mit Stipendien durch u.a. die National Science Foundation und das Garn Institute of Finance gefördert.

Diamond ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • mit Philip H. Dybvig: Bank Runs, Deposit Insurance, and Liquidity, in: Journal of Political Economy, 1983, Vol. 91, No. 3, S. 401–419.
  • Financial Intermediation and Delegated Monitoring, in: Review of Economic Studies, 1984, Vol. 51, No. 3, S. 393–414.
  • Monitoring and Reputation: The Choice Between Bank Loans and Directly Placed Debt, in: Journal of Political Economy, 1991, Vol. 99, No. 4, S. 689–721.
  • mit Raghuram Rajan: Liquidity Risk, Liquidity Creation and Financial Fragility: A Theory of Banking, in: Journal of Political Economy, 2001, Vol. 109, No. 2, S. 287–327.
  • mit Ranghuram Rajan: Fear of fire sales, illiquidity seeking, and credit freezes, in: Quarterly Journal of Economics, 2011, Vol. 126, No. 2, S. 557–591.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. UZH verleiht Ehrendoktor an Kulturhistoriker Peter Burke und an neun weitere Persönlichkeiten. Universität Zürich, 27. April 2013.