Franco Modigliani

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Franco Modigliani (2000, im Alter von 82)

Franco Modigliani (* 18. Juni 1918 in Rom; † 25. September 2003 in Cambridge, Massachusetts) war ein italienischer Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund seiner jüdischen Herkunft und seiner antifaschistischen Ansichten verließ er 1939 Italien und emigrierte in die USA. 1960 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. Ab 1962 unterrichtete er am Massachusetts Institute of Technology.

Im Jahr 1976 stand Modigliani der American Economic Association als gewählter Präsident vor.[1]

Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusammen mit Merton H. Miller erarbeitete er das Modigliani-Miller-Theorem zur Unternehmensfinanzierung.

Für die von ihm entwickelte Lebenszyklushypothese erhielt der Wirtschaftsprofessor 1985 den Preis für Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank im Gedenken an Alfred Nobel. Der Neokeynesianer war auch für die amerikanische Notenbank als Berater tätig.

Er kritisierte in den letzten Jahren wiederholt das Konjunkturpaket von Präsident George W. Bush, das kaum Anreize zu Investitionen gebe und die Nachfrage nur ungenügend ankurbele. Auch Italiens Silvio Berlusconi kritisierte er oft. (Zitat: „Sicher gibt es in Italien viel weniger Kommunisten. Aber es gibt viel mehr Berlusconis. Das ist das Problem.“)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Franco Modigliani – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Past and Present Officers. aeaweb.org (American Economic Association), abgerufen am 28. Oktober 2015 (englisch).