EQ. Emotionale Intelligenz

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EQ. Emotionale Intelligenz (engl. Originaltitel: Emotional Intelligence: Why It Can Matter More Than IQ) ist ein 1995 in den Vereinigten Staaten erschienenes Buch des klinischen Psychologen und Wissenschaftsjournalisten Daniel Goleman. Goleman hat in diesem Buch einem breiten Publikum das Konzept der emotionalen Intelligenz vorgestellt. Die Persönlichkeitspsychologen John D. Mayer und Peter Salovey haben dieses theoretische Konstrukt in den 1990er Jahren entwickelt, um auf die Schlüsselrolle hinzuweisen, die Kompetenz im Umgang mit Gefühlen beim Erreichen beruflicher Ziele und für das persönliche Lebensglück spielt.

Inhalt[Bearbeiten]

Das emotionale Gehirn[Bearbeiten]

Gefühle werden von der Amygdala (rot) generiert. In Alarmsituationen übernimmt sie oft die Kontrolle über andere Teile des Gehirns.

Das menschliche Verhalten wird sowohl vom Verstand als auch von Gefühlen angetrieben; beide sind eng verknüpft. Gefühle sind ein Produkt der Evolution; da diese sich langsam vollzieht und mit einem beschleunigten gesellschaftlichen Wandel nicht Schritt hält, erscheinen Gefühle archaisch; das emotionale Repertoire, auf das Menschen bei der Bewältigung von Problemen noch heute zurückgreifen, ist auf die Anforderungen des Pleistozän zugeschnitten.[1] Gefühle sind quintessenzielle Handlungsimpulse: Wut führt zu Angriff, Angst zur Flucht, Glück begeistert zum Tun, Überraschung führt zu Erkunden, Abscheu zum Ausspucken und Traurigkeit zu Anpassung an den Verlust und zu Neuorientierung.[2] Neurologisch werden die Gefühle vom limbischen System repräsentiert, der Verstand vom ‒ entwicklungsgeschichtlich sehr viel jüngeren ‒ Neocortex. Die Beziehungen zwischen beiden Systemen sind hochkomplex; so entstand die Mutterliebe z. B. erst mit dem Neocortex. Auch die heutige Subtilität und Komplexität von Gefühlen (z. B. Gefühle über Gefühle) hat sich erst mit dem Neocortex entfaltet.[3]

Entwicklungsgeschichtlich waren blitzschnell wirkende Gefühle für den Menschen eine sinnvolle Verhaltensmaßgabe (z. B. Angst/Flucht).[4] Wie Joseph LeDoux beschrieben hat, sind die Gefühle innerhalb des limbischen Systems insbesondere in der Amygdala repräsentiert, die als emotionaler Wächter fungiert und in bestimmten als Alarm empfundenen Situationen die Kontrolle über das Gehirn an sich reißt, bevor der Verstand einsetzen kann; LeDoux spricht von „präkognitiver Emotion“, die zum Handeln führt, bevor die Situation komplett überblickt wird.[5] Die Amygdala arbeitet allerdings, wie Goleman es formuliert, „schlampig“ und vereinnahmt das Gehirn oft auch dann, wenn die tatsächliche Situation dem als alarmierend erinnerten Szenario nur vage ähnelt, was dazu führen kann, dass das emotional motivierte Verhalten der Situation nicht angemessen ist.[6]

Zu einer Kontrollübernahme der Amygdala kommt es freilich nur in emotionalen Notfällen. Im Normalfall wird ihre Funktion vom präfrontalen Cortex entweder schnell nachgebessert, oder der präfrontale Cortex arbeitet mit der Amygdala von vornherein zusammen, was ein hohes Maß an Verschaltung voraussetzt, sodass die neokortikale Antwort weitaus langsamer ist als der „Alleingang“ der Amygdala.[7] Der präfrontale Cortex spielt eine Schlüsselrolle in der Feinregulierung der Gefühle und ist, weil dem Fühlen hier Denken vorausgeht, auch die Voraussetzung für eine erhöhte Komplexität des Fühlens.[8]

Wie António Damásio aufgewiesen hat, sind eine fruchtbare Zusammenarbeit des präfrontalen Cortex mit der Amygdala und damit der Zugang zu emotionalem Lernen unverzichtbare Voraussetzungen für die Leistungsfähigkeit des Verstandes.[9]

Die Natur der emotionalen Intelligenz[Bearbeiten]

Intelligenz im traditionellen Sinne ist kein zuverlässiger Prädiktor für Erfolg (Fortkommen, Prestige, Glück) im Berufs- und Privatleben;[10] sie eignet sich bestenfalls als Prädiktor für Erfolg in der Schule oder als Hochschullehrer.[11] Howard Gardner hat 1983 darum angeregt, das traditionelle Intelligenzkonzept zu erweitern und nicht nur sprachliche und mathematische Kompetenzen, sondern darüber hinaus eine ganze Bandbreite weiterer „Intelligenzen“ zu berücksichtigen (Theorie der multiplen Intelligenzen).[12] Gardners Konstrukte einer „interpersonalen“ und einer „intrapsychischen“ Intelligenz werden mit einem nicht empirisch-wissenschaftlichen Terminus oft auch als „Charakter“ bezeichnet.[13] Auf ihrer Grundlage haben John D. Mayer und Peter Salovey 1990 eine grundlegende Definition für emotionale Intelligenz formuliert. Diese umfasst fünf Einzelkompetenzen:[14]

  • emotionale Selbstwahrnehmung
  • emotionale Selbstregulation
  • Fähigkeit zu Selbstmotivation und Belohnungsaufschub
  • Empathie
  • soziale Kompetenz

Emotionale Selbstwahrnehmung[Bearbeiten]

Menschen unterliegen persönlichen Wahrnehmungs- und Verhaltensgewohnheiten und nehmen Gefühle mit unterschiedlich großer Aufmerksamkeit wahr, wobei Frauen ihren Gefühlen tendenziell größere Beachtung schenken als Männer.[15] In seltenen Fällen fehlt das Vermögen, Gefühle bewusst wahrzunehmen und zu bezeichnen, vollständig (Alexithymie).[16] Nach John D. Mayer umfasst emotionale Selbstwahrnehmung nicht nur die Wahrnehmung eines Gefühls, sondern auch die bewusste Wahrnehmung eventueller Gedanken und Urteile über das Gefühl.[17]

Emotionale Selbstwahrnehmung ist eine fundamentale Voraussetzung der emotionalen Selbstregulation und der Impulskontrolle.[18] Damásio hat bemerkt, dass sie dem Menschen als „Bauchgefühl“ auch unerlässlich ist, wenn er Entscheidungen zu fällen hat; reine Rationalität hilft hier oft nicht weiter.[19]

Emotionale Selbstregulation[Bearbeiten]

Wie u. a. John Bowlby und Donald Winnicott hervorgehoben haben, ist die Fähigkeit, sich bei unlustvollen Gefühlen Linderung zu verschaffen, eine der grundlegendsten Lebensfähigkeiten überhaupt. Zwar kann der Mensch nicht steuern, welche Gefühle ihn ereilen, er kann aber beeinflussen, wie lange sie anhalten und ob sie eskalieren („Selbstregulation“).[20] Ein effizientes Präventivmittel gegen die Eskalation von Wut z. B. ist das frühzeitige Reframing des auslösenden Reizes; einen bereits begonnenen Wutanfall kann der Tobende abkürzen und beenden, indem er sich von weiteren potenziellen Wutreizen abschottet.[21] Auch Sorgen ‒ eigentlich ein eufunktionales Gefühl, mit dem der Mensch sich auf mögliche Notsituationen vorbereitet ‒ können sich chronifizieren. Wie man sich wirkungsvoll dagegen hilft, haben u. a. Lizabeth Roemer und Thomas Borkovec beschrieben.[22] Ähnliches gilt für Traurigkeit und Melancholie. Letztere ist eskalierte Traurigkeit, die durch Ablenkung oder durch Reframing unter Kontrolle gebracht werden kann.[23]

Selbstmotivation und Belohnungsaufschub[Bearbeiten]

Emotionale Intelligenz ist eine erlernbare Meta-Befähigung, die bestimmt, wie effizient andere Fähigkeiten (z. B. roher Intellekt) genutzt werden können.[24] Wut, Angst, Sorgen und Traurigkeit beeinträchtigen, wenn sie eskalieren, die Verstandesleistung.[25] Gefühle sind den Leistungen und Erfolgen eines Menschen jedoch nicht grundsätzlich abträglich. Im Gegenteil: Enthusiasmus, Eifer und Ausdauer machen Erfolge z. B. auf akademischem, intellektuellem, künstlerischem oder sportlichem Gebiet überhaupt erst möglich; selbst ein gesundes Maß an Sorge kann zur Selbstmotivation beitragen.[26] Besonders machtvolle Determinanten für intrinsisch motiviertes, selbstvergessenes Tun („Flow“) und für persönlichen Erfolg sind die Fähigkeit, Impulse zu kontrollieren und auf Belohnung zu warten, sowie Hoffnung und Optimismus bzw. diejenige Form von Selbstvertrauen, die Albert Bandura als Self-efficacy bezeichnet hat.[27] All diese Fähigkeiten sind erlernbar.[28]

Empathie[Bearbeiten]

Empathie ist die Fähigkeit, die Gefühle anderer wahrzunehmen; diese werden zum größten Teil nonverbal kommuniziert.[29] Empathie basiert auf Selbstwahrnehmung; je offener Menschen für ihre eigenen Gefühle sind, umso eher sind sie in der Lage, die Gefühle anderer korrekt zu „lesen“.[30] Eine starke Determinante dafür, wie viel Empathie ein Mensch entfaltet, ist das Maß an Rapport (Attunement), das er in der frühen Kindheit erfahren hat.[31] Bereits Säuglinge verhalten sich empathisch.[32] Empathie setzt voraus, dass man ruhig ist und nicht von Gefühlen überschwemmt wird.[33] Wie u. a. Robert Rosenthal nachgewiesen hat, sind empathische Menschen emotional ausgeglichen, kontaktfreudig, beliebt und kompetent im Umgang mit dem anderen Geschlecht.[34] Empathie steht in keinem direkten Zusammenhang zur Intelligenz eines Menschen, kann sich auf den akademischen Erfolg aber indirekt auswirken, weil empathische Schüler z. B. bei Lehrern besonders beliebt sind.[35] Wie der amerikanische Psychologe Martin Hoffman argumentiert hat, bildet Empathie den Ausgangspunkt von Altruismus und Moral.[36]

Soziale Kompetenz[Bearbeiten]

Soziale Kompetenz basiert auf der Fähigkeit, andere mit Gefühlen von Wohlbefinden, Zuversicht und Begeisterung anzustecken.

Mit wie viel Glück und Erfolg ein Mensch zwischenmenschliche Beziehungen führt, wie effektiv er mit anderen interagiert und ob er gemocht und akzeptiert wird, hängt maßgeblich davon ab, wie gut er Gefühle handhabt. Das Fundament sozialer Kompetenz ist die Fähigkeit, mit den Gefühlen anderer Menschen umzugehen.[37] Voraussetzungen für diese Fähigkeit sind Selbstkontrolle, Empathie und die Fähigkeit, in der richtigen Situation die richtigen Gefühle auf die richtige Art und Weise auszudrücken, wobei in vielen Fällen die jeweilige Kultur entscheidet, was „richtig“ ist.[38] Gefühle spielen im sozialen Umgang deshalb eine so zentrale Rolle, weil sie hochgradig ansteckend sind. Als liebenswert und charmant wird ein Mensch empfunden, der leicht mit anderen Menschen in Attunement gelangt und sie mit dem Gefühl von Wohlbefinden ansteckt.[39] Howard Gardner und Thomas Hatch haben „interpersonale Intelligenz“ als die Summe folgender Einzelkompetenzen definiert:[40]

  • Gruppen organisieren, entscheiden und durchsetzen, was in der Gruppe gemacht wird;
    Leadership ist u. a. die Fähigkeit, die eigene Stimmung (von Machbarkeit und Enthusiasmus) zuverlässig auf andere zu übertragen[41]
  • Lösungen verhandeln, vermitteln, Konflikte verhüten oder lösen
  • persönliche Verbindungen herstellen
  • die Gefühle, Motiven und Sorgen anderer wahrnehmen und verstehen (soziale Analyse)

Menschen, die nonverbale Signale nicht kompetent lesen und die ihre eigenen Gefühle so ausdrücken, dass andere sie nicht gut lesen können, haben oft zwischenmenschliche Probleme; man fühlt sich mit ihnen nicht behaglich.[42] So neigen Außenseiter, die sich schwer tun, in einer bestehenden sozialen Gruppe Aufnahme und Akzeptanz zu finden, oft dazu, viel Aufmerksamkeit zu beanspruchen, ohne zuvor die emotionale Agenda dieser Gruppe erkundet und sich angeeignet zu haben.[43] Als weitere Problemgruppe benennt Goleman „soziale Chamäleons“, die die Gefühle anderer Menschen zwar geschickt zu managen verstehen (Schauspieler, Juristen, Verkäufer, Diplomaten, Politiker), diese Fähigkeit häufig aber nicht in Balance mit den eigenen Bedürfnissen und Gefühlen zu halten vermögen.[44]

Emotionale Intelligenz in der Praxis[Bearbeiten]

Partnerschaft und Ehe[Bearbeiten]

In modernen Gesellschaften, in denen Ehen nicht durch äußeren Druck zusammengehalten werden, wird die emotionale Intelligenz der Partner zur Hauptdeterminante des Gelingens und der Stabilität des Zusammenlebens.[45] Partnerschaften scheitern, wenn es an emotionaler Selbstwahrnehmung, Selbstkontrolle, Empathie und der Fähigkeit, sich selbst und den anderen zu beruhigen, mangelt.[46]

Da Jungen und Mädchen unterschiedliche emotionale Sozialisationen erleben, zeigen sie später auch als Ehemänner und -frauen charakteristisch ungleiche Verhaltenstendenzen.[47] Ein klassisches Szenario trennungsgefährdeter Partnerschaften bildet die Frau, die vom Mann mehr Kommunikation und Engagement fordert, und der Mann, der sich vor diesen Forderungen zurückzieht.[48] Alarmzeichen sind Angriffe gegen die Person (anstatt gegen ein Verhalten), Verachtung, Hinhaltetaktiken und Mauern.[49]

In schlechten, von einer Trennung bedrohten Beziehungen haben die Partner hartnäckig chronifizierte Erwartungen an den schlechten Charakter des Partners. Diese werden auch dann nicht mehr korrigiert, wenn der Partner sich tatsächlich freundlich und kooperativ verhält, sodass er sich in einer ständigen No-Win-Situation befindet.[50] Sein Verhalten wird überwachsam pausenlos beobachtet, wobei – dem Prinzip des Confirmation Bias folgend – alles im Sinne der pessimistischen Grunderwartung interpretiert wird und dann Gefühlsüberschwemmungen auslöst, für die immer geringere und subtilere Schlüsselreize genügen.[51]

Der Königsweg zur Reduktion solcher Spannungen und Konflikte führt über das bewusste Gegensteuern drohender Gefühlsüberschwemmungen, über Empathie und Reframing. Menschen wollen vor allem angehört und verstanden werden, selbst wenn man ihre Perspektive nicht teilt. Die Wut, mit der ein Standpunkt vorgetragen wird, sollte nicht als persönlicher Angriff, sondern als Ausdruck davon gedeutet werden, wie wichtig dem anderen diese Sache ist. Auch die Übernahme von Verantwortung für gemachte Fehler hilft.[52]

Berufsleben[Bearbeiten]

In der Berufswelt hat unzureichende emotionale Intelligenz Konsequenzen wie verminderte Produktivität, versäumte Fristen, Fehler, Pannen und das Abwandern unzufriedener, aber eigentlich unverzichtbarer Mitarbeiter. Dass interpersonale Fähigkeiten für den Unternehmenserfolg günstiger sind als ein rücksichtsloses Durchmanagen, hat sich seit den 1980er Jahren in vielen Firmen als Common sense durchgesetzt.[53]

Drei Aufgabenfelder stellen nach Golemans Einschätzung für die Personalführung moderner Unternehmen besondere Herausforderungen dar: soziale Harmonie als Voraussetzung effizienter Teamarbeit,[54] die Toleranz der Mitarbeiter gegenüber Minderheiten (Kunden, Kollegen, Geschäftspartner)[55] und ‒ ganz zentral ‒ der Umgang mit Kritik. Da der Erfolg eines Unternehmens empfindlich von den Leistungen der Mitarbeiter abhängt, ist die Rückmeldung der Personalführung an die Mitarbeiter für das Unternehmen eine Überlebensfrage.[56] Während effiziente, empathische Kritik Perspektiven und Spielraum für Verbesserungen aufweist, artikulieren emotional inkompetente Manager und Vorgesetzte Kritik als Abwertung der Persönlichkeit des Kritisierten. Häufig erfolgt die Kritik viel zu spät, nämlich wenn Schaden nicht mehr repariert werden kann und der Vorgesetzte aus Frustration „überkocht“. Umgekehrt können viele Mitarbeiter mit Kritik nicht gut umgehen; sie lassen sich von Gefühlen überschwemmen und wissen Kritik nicht zu absorbieren, d. h. zu nutzen, sondern fühlen sich ungerecht behandelt und demoralisiert, werden defensiv, mauern und weichen aus der Verantwortlichkeit zurück.[57]

Gefühle und Gesundheit[Bearbeiten]

Der Psychologe Arthur Stone (Stony Brook University) hat beobachtet, dass bei Verheirateten oft genau 3-4 Tage nach einem Ehestreit eine Erkältung zum Ausbruch kommt.

Goleman beschäftigt sich auch mit den gesundheitlichen Konsequenzen des Umgangs mit Gefühlen, wobei zwei Fragen im Mittelpunkt stehen:

  • Menschen handhaben ihre Gefühle mehr oder weniger gut. Welche Folgen hat dies für ihre Gesundheit?
  • Inwiefern sind diese Zusammenhänge für die medizinischen Dienstleister (Ärzte usw.) von Belang?

Es gibt eine an die Positive Psychologie angelehnte populäre Rhetorik, nach der eine „positive Einstellung“ angeblich alle Krankheiten zu heilen vermag.[58] Goleman hält solche Pauschalisierungen für schädlich, weil sie dem Kranken das Gefühl geben, seine Krankheit selbst verschuldet zu haben.[59]

Dass zwischen den Gefühlen und der Gesundheit komplexe, aber starke Zusammenhänge bestehen, konnte in zahlreichen medizinischen Studien jedoch nachgewiesen werden.[60] Besonderes Verdienst kommt dabei der Psychoneuroimmunologie zu, die viele Einsichten in das Zusammenspiel zwischen den Gefühlen und dem Immunsystem geliefert hat.[61] Obwohl noch nicht restlos geklärt ist, wie stark und auf welchem Wege Stress und andere negative Gefühle das Immunsystem beeinträchtigen, steht dieser Zusammenhang an sich heute außer Zweifel.[62] Unbewältigter Stress und Depressionen steigern ‒ vermutlich indirekt ‒ die Anfälligkeit für eine Vielzahl von Infektionskrankheiten wie z. B. Erkältungen[63] und Herpes[64], und können eventuell sogar die Fähigkeit des Körpers mindern, sich gegen die Metastasierung von Tumoren zu wehren.[65] Schlecht gehandhabte, chronische Wut, Stress, Depressionen und gewohnheitsmäßiger Pessimismus sind Prädiktoren für Infarkte[66] und andere Herzerkrankungen.[67] Infarktpatienten[68], Dialysepatienten[69], Querschnittgelähmte[70] und alte Menschen mit Schenkelhalsfraktur[71] haben bessere Überlebens- bzw. Rehabilitationsaussichten, wenn sie eine Depression vermeiden oder austherapieren können. Auch harmonische zwischenmenschliche Beziehungen, in denen man emotional aufgefangen wird, sind als krankheitspräventive bzw. heilungsfördernde Faktoren beschrieben worden.[72]

Goleman fordert von Gesundheitsdienstleistern darüber hinaus mehr Empathie, wobei er nicht nur eine humane Medizin im Sinn hat, sondern auch auf die massive medizinische Relevanz hinweist, welche die emotionale Befindlichkeit des Patienten besitzt.[73]

Fenster der Gelegenheit[Bearbeiten]

Elternhauserziehung[Bearbeiten]

Der Erwerb emotionaler Intelligenz beginnt früh in der Kindheit, wobei emotional intelligente Eltern, die z. B. auch als Paar gut funktionieren, gewöhnlich ebensolche Kinder aufziehen, während weniger privilegierte Kinder zu einer Vielzahl von Problemen tendieren.[74]

Eltern, die mit ihren eigenen Gefühlen kompetent umgehen, sind in der Lage, ihr Kind zu lehren, mit seinen eigenen und den Gefühlen anderer Menschen kompetent umzugehen.[75] Sie begegnen den Gefühlen des Kindes mit Respekt, weisen das Kind, wenn sein Verhalten unangemessen ist, aber in alternative, bessere Formen des Gefühlsausdrucks ein.[76] Charakteristisch für solcherart erzogene Kinder ist, dass sie sich selbst gut beruhigen können, ausgeglichen sind, wenig Spannungen mit ihren Eltern haben, ihnen viel Wärme zeigen und von anderen Menschen generell gemocht werden.[77] Überdies bringen sie alle Voraussetzungen mit, die man braucht, um gut zu lernen: Selbstwirksamkeitserwartung, Neugier, Zielstrebigkeit, Selbstkontrolle, Fähigkeit, mit anderen Menschen in Beziehung zu treten, Kommunikationsfähigkeit und Kooperationsfähigkeit.[78]

Zu den schädlichsten Erfahrungen, die ein Kind machen kann, zählt die emotionale Vernachlässigung, durch die das Grundvertrauen in Frage gestellt wird und durch die eine lebenslang pessimistische Grundhaltung erzeugt werden kann.[79] Wie die Psychologin Martha Erickson (University of Minnesota) nachgewiesen hat, erzeugt emotionale Vernachlässigung für das Kind noch gravierendere Langzeitfolgen als z. B. Misshandlung.[80] Letztere ‒ oft eine tragische Familientradition[81] ‒ blockiert jedoch ebenfalls das Erlernen von Empathie und vermindert damit drastisch die schulischen und persönlichen Zukunftsaussichten des Kindes.[82]

Trauma und Traumabewältigung[Bearbeiten]

Von Nutzen ist das Konzept der emotionalen Intelligenz auch für das Verständnis und die Therapie psychischer Traumata. Traumata lassen sich sowohl auf neurophysiologischer als auch auf emotionaler Ebene beschreiben. Massive Veränderungen des limbischen Systems und der Verbindungen dieses Systems zur Hypophyse und zur Steuerung der körpereigenen Opioide (Endorphine)[83] bringen hier bestimmte emotionale Symptome hervor, unter denen eine Hypervigilanz bzw. exzessive Schreckbarkeit sowie eine Gefühlstaubheit (besonders für Freude) besonders charakteristisch sind.[84] Psychologisch handelt es sich um die Chronifizierung einer Furchtreaktion, die auch nach Beendigung des traumatisierenden Erlebnisses durch Bagatellreize stereotyp immer wieder ausgelöst wird,[85] wobei sich besonders solche Extremerfahrungen als traumatisch qualifizieren, in denen der Betroffene nichts zur Kontrolle der Situation beitragen kann und vom Eindruck der eigenen Hilflosigkeit überwältigt wird.[86] Goleman macht hier einen bedeutsamen Unterschied in der Bewertung des traumatisierenden Potentials von Naturkatastrophen und Gewalttaten. Letztere seien schädlicher als Naturkatastrophen (...), weil die Opfer der Gewalt das Gefühl haben, intentional als Zielscheibe der Böswilligkeit ausgewählt worden zu sein. Dadurch werden Annahmen über die Vertrauenswürdigkeit von Menschen und die Sicherheit der interpersonalen Welt zerstört (...) mit einem Schlag wird die soziale Welt zu einem gefährlichen Ort, an dem Menschen zu potentiellen Bedrohungen der eigenen Sicherheit werden[87].

Im Unterschied zu gewöhnlicher Furcht, die durch Konditionierung erlernt wird und sich über die Zeit von allein wieder verliert, ist bei der Traumabewältigung meist ein umfangreicher, therapeutisch begleiteter Lernprozess notwendig, dessen Ziel vor allem darin besteht, dass Bagatellreize nicht mehr mit Panikattacken beantwortet werden.[88]

Plastizität des persönlichen Temperaments[Bearbeiten]

Ein schüchternes Kind. Im Lichte des Konzepts der emotionalen Intelligenz ist Temperament kein unveränderliches Schicksal.

Das Temperament eines Menschen, so der aktuelle Forschungsstand, ist bereits bei seiner Geburt angelegt und nachweisbar. Schon Neugeborene zeigen individuelle Neigungen zu Heiterkeit oder Schwermut, zu Beherztheit oder Schüchternheit.[89] Es gibt z. B. furchtanfällige Säuglinge, deren Amygdala schon zum Zeitpunkt der Geburt übererregbar war, sodass minimale Reize genügen, um Gefühle von Unlust oder Furcht hervorzubringen. Später werden aus solchen Kindern oft ängstliche und schüchterne Erwachsene. Wie der Psychologe Jerome Kagan in einer Langzeitstudie nachgewiesen hat, kann ein solches Temperament des Kindes durch Erziehungseinflüsse jedoch massiv beeinflusst und verändert werden, wobei kompetente Eltern ihr Kind unlustvollen Reizen mit sanftem Druck immer wieder aussetzen, bis dieses lernt, seine Gefühle zu regulieren und derartige Reize nicht mehr zu fürchten.[90]

Emotionale Bildung[Bearbeiten]

Goleman hält die gesellschaftliche Tragweite unzureichender emotionaler Bildung für immens. Sie begünstigt nach seiner Überzeugung und nach dem Urteil der Wissenschaftler, die er zitiert, u. a. folgende Probleme:

Obwohl in allen Fällen auch biologische, familiäre, soziale und wirtschaftliche Faktoren beteiligt sind, entscheidet sich die Frage, welche individuellen Menschen einem Risiko zum Opfer fallen, letztlich an der Resilienz des Einzelnen.[97]

Goleman beklagt, dass nachträgliche Schadensbegrenzung meist die einzige Antwort ist, mit der die Gesellschaft solchen Problemen begegnet. Im Zentrum des letzten Hauptteils seines Buches steht ein Plädoyer für Prävention, wobei Goleman insbesondere die Schulen im Sinn hat. An vielen amerikanischen Schulen wurden bereits zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Buches Modellprogramme zur emotionalen Bildung durchgeführt. Obwohl diese Programme unterschiedliche Namen tragen ‒ wie Self Science, Social Development, Life Skills, Social and emotional learning und Personal intelligences ‒, haben sie ein gemeinsames Ziel: im Rahmen der normalen Bildung die soziale und emotionale Kompetenz von Kindern zu erhöhen.[98]

Erscheinen und Rezeption[Bearbeiten]

Das Buch erschien Anfang September 1995 im New Yorker Verlag Bantam Books, einem Tochterunternehmen der Verlagsgruppe Random House, und war danach 18 Monate lang in der Bestsellerliste der New York Times. Es wurde in 40 Sprachen übersetzt und in einer Gesamtauflage von mehr als 5 Mio Kopien verkauft.[99] Das TIME Magazine nahm den Titel in seine Liste der 25 einflussreichsten Betriebswirtschaftsbücher auf.[100] 1998 veröffentlichte Goleman ein Folgewerk Working With Emotional Intelligence, in dem er die Ideen, die er in EQ. Emotionale Intelligenz vorgestellt hatte, auf die Geschäftswelt anwandte.

In Deutschland warf Stefana Sabin Goleman übergroßen Glauben an die Erzieh- und Veränderbarkeit des Individuums vor.[101] Der Psychologe Rolf Degen hielt das Buch – ebensowie das gesamte Konzept der emotionalen Intelligenz – schlicht für unwissenschaftlich.[102]

Ausgaben[Bearbeiten]

Englische Originalausgabe

  •  Emotional Intelligence. Why It Can Matter More Than IQ. 1 Auflage. Bantam, New York 1995, ISBN 0-553-09503-X. Gebundene Ausgabe
  •  Emotional Intelligence. Why It Can Matter More Than IQ. 1 Auflage. Bloomsbury, London 1996, ISBN 0-7475-2622-2. Taschenbuch
  •  Emotional Intelligence. Why It Can Matter More Than IQ. Macmillan Audio, 2001, ISBN 1559276428. Audiobuch, gekürzt, vom Autor gelesen
  •  Emotional Intelligence. Why It Can Matter More Than IQ. Macmillan Audio, 2005, ISBN 1593977808. Audiobuch, ungekürzt, vom Autor gelesen

In deutscher Sprache

  •  EQ. Emotionale Intelligenz. dtv, 1997, ISBN 3-423-36020-8. Taschenbuch; übersetzt von Friedrich Griese
  •  EQ. Emotionale Intelligenz. Rusch, 1998, ISBN 3907595254. Audiobuch (Cassetten)
  •  EQ. Emotionale Intelligenz. HÖR Verlag, 2001, ISBN 3895848964. Audiobuch, stark gekürzt, gelesen von Edgar M. Böhlke

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Alle Verweise auf EQ. Emotionale Intelligenz beziehen sich, sofern nicht anders vermerkt, auf die englische Originalausgabe (Emotional Intelligence, 1995).

  1. Emotional Intelligence (1995), S. 3‒5
  2. Emotional Intelligence (1995), S. 6f
  3. Emotional Intelligence (1995), S. 10‒12
  4. Emotional Intelligence (1995), S. 21
  5. Emotional Intelligence (1995), S. 14‒18, 24; Joseph LeDoux: Emotional Memory Systems in the Brain, in: Behavioral Brain Research, Band 58, Heft 1‒2, 20. Dezember 1993, S. 69 79; Joseph LeDoux: Emotion, Memory and the Brain, Scientific American, Juni 1994; Joseph LeDoux: Emotion and the Limbic System Concept, in: Concepts in Neuroscience, Band 2, 1992, S. 169 199
  6. Emotional Intelligence (1995), S. 21‒24
  7. Emotional Intelligence (1995), S. 24f
  8. Emotional Intelligence (1995), S. 25f
  9. Emotional Intelligence (1995), S. 27f; António R. Damásio: Descartes' Irrtum - Fühlen, Denken und das menschliche Gehirn, München: List, 1994. ISBN 3-471-77342-8
  10. George E. Vaillant: Adaptation to Life, Boston: Little, Brown, 1977; J. K. Felsman, G. E. Vaillant: Resilient Children as Adults: A 40-Year Study, in: E. J. Anderson, B. J. Cohler (Hrsg.): The Invulnerable Child, New York: Guilford Press, 1987; Emotional Intelligence (1995), S. 34
  11. Emotional Intelligence (1995), S. 42
  12. Howard Gardner: Frames of Mind: The theory of multiple Intelligences, New York, 1983; Emotional Intelligence (1995), S. 38 40
  13. Emotional Intelligence (1995), S. 36
  14. John D. Mayer, Peter Salovey: Emotional intelligence (PDF; 350 kB), in: Imagination, Cognition, and Personality, Band 9, 1990, S. 185-211; Emotional Intelligence (1995), S. 38, 43f
  15. Emotional Intelligence (1995), S. 48 50
  16. Emotional Intelligence (1995), S. 50f
  17. Emotional Intelligence (1995), S. 47
  18. Emotional Intelligence (1995), S. 46f
  19. Emotional Intelligence (1995), S. 53; António R. Damásio: Descartes' Irrtum - Fühlen, Denken und das menschliche Gehirn, München: List, 1994. ISBN 3-471-77342-8
  20. Emotional Intelligence (1995), S. 57
  21. Emotional Intelligence (1995), S. 58‒63; Diane Tice, Roy Baumeister: Controlling Anger: Self-induced emotion change and self-justification, in: Daniel Wegner, James Pennebaker (Hrsg.): Handbook of Mental Control, Band 5, Englewood Cliffs, New Jersey: Prentice-Hall, 1993; Dolf Zillmann: Mental Control of Angry Aggression, in: Daniel Wegner, James Pennebaker (Hrsg.): Handbook of Mental Control, Band 5, Englewood Cliffs, New Jersey: Prentice-Hall, 1993; Redford Williams, Virginia Williams: Anger Kills, New York: Times Books, 1993
  22. Emotional Intelligence (1995), S. 65‒69; Lizabeth Roemer, Thomas Borkovec: Worry: Unwanted Cognitive Activity That Controls Unwanted Somatic Experience, in: Daniel Wegner, James Pennebaker (Hrsg.): Handbook of Mental Control, Band 5, Englewood Cliffs, New Jersey: Prentice-Hall, 1993
  23. Emotional Intelligence (1995), S. 70‒75; Susan Nolen-Hoeksma: Sex Differences in Control of Depression, in: Daniel Wegner, James Pennebaker (Hrsg.): Handbook of Mental Control, Band 5, Englewood Cliffs, New Jersey: Prentice-Hall, 1993.
  24. Emotional Intelligence (1995), S. 34, 36
  25. Emotional Intelligence (1995), S. 78f, 83f
  26. Emotional Intelligence (1995), S. 79f
  27. Emotional Intelligence (1995), S. 81‒95
  28. Emotional Intelligence (1995), S. 89
  29. Emotional Intelligence (1995), S. 96f
  30. Emotional Intelligence (1995), S. 96; John D. Mayer, Melissa Kirkpatrick: Hot Information-Processing Becomes More Accurate With Open Emotional Experience, University of New Hampshire, unveröffentlichtes Manuskript, Oktober 1994; Randy Larsen u. a.: Cognitive Operations Associated With Individual Differences in Affect Intensity, Journal of Personality and Social Psychology, Band 53, 1987
  31. Emotional Intelligence (1995), S. 100‒102
  32. Emotional Intelligence (1995), S. 98
  33. Emotional Intelligence (1995), S. 104
  34. Emotional Intelligence (1995), S. 104; Robert Rosenthal et al.: Sensitivity to Nonverbal Communication: The PONS Test, The Johns Hopkins University Press, 1979, ISBN 0801821592
  35. Emotional Intelligence (1995), S. 97
  36. Emotional Intelligence (1995), S. xii, 105; Martin Hoffman: Empathy, Social Cognition, and Moral Action, in: W. Kurtines, J. Gerwitz (Hrsg.): Moral Behavior and Development: Advances in Theory, Research, and Applications, New York: John Wiley and Sons, 1984
  37. Emotional Intelligence (1995), S. 112, 121, 124
  38. Emotional Intelligence (1995), S. 112‒114
  39. Emotional Intelligence (1995), S. 114‒117
  40. Emotional Intelligence (1995), S. 118; Howard Gardner, Thomas Hatch: Multiple intelligences to to school: Educational implications of the theory of multiple intelligences, Educational Researcher, Band 18, Heft 8, 1989, S. 4‒9
  41. Emotional Intelligence (1995), S. 117
  42. Emotional Intelligence (1995), S. 117; Marshall Duke und Stephen Nowicki haben für dieses Handicap den Ausdruck dyssemia geprägt (Marshall Duke, Stephen Nowicki: Helping The Child Who Doesn't Fit In, Atlanta: Peachtree Publisher, 1992; vgl. en:Dyssemia); vgl. auch Byron Rourke: Nonverbal Learning Disabilities, New York: Guilford Press, 1989
  43. Emotional Intelligence (1995), S. 123
  44. Emotional Intelligence (1995), S. 119f; Mark Snyder: Impression Management: The Self in Social Interaction, in: L. S. Wrightsman, K. Deaux (Hrsg.): Social Psychologie in the ‘80s, Monterey: Brooks/Cole, 1981
  45. Emotional Intelligence (1995), S. 129f
  46. Emotional Intelligence (1995), S. 140
  47. Emotional Intelligence (1995), S. 130‒132; Leslie Brody, Judith Hall: Gender and Emotion, in: Michael Lewis, Jeannette Haviland (Hrsg.): Handbook of Emotions, New York: Guilford Press, 1993; Deborah Tannen: You Just Don’t Understand: Women and Men in Conversation, Ballentine Books, 1990, ISBN 0345372050
  48. Emotional Intelligence (1995), S. 130
  49. Emotional Intelligence (1995), S. 134‒136, 140‒142
  50. Emotional Intelligence (1995), S. 137, 144f
  51. Emotional Intelligence (1995), S. 137‒140; John Gottman: What Predicts Divorce: The Relationship Between Marial Processes and Marital Outcomes, Hillsdale, New Jersey: Lawrence Erlbaum Associates, 1993
  52. Emotional Intelligence (1995), S. 143‒146
  53. Emotional Intelligence (1995), S. 159‒163
  54. Emotional Intelligence (1995), S. 155‒159
  55. Emotional Intelligence (1995), S. 155‒159
  56. Emotional Intelligence (1995), S. 150f
  57. Emotional Intelligence (1995), S. 151‒154; Harry Levinson: Feedback to Subordinates, Addendum to the Levinson Letter, Levinson Institute, Waltham, Massachusetts, 1992
  58. Vgl. z. B. Ken Bossone: Why Positive Thinkers Have the Power: How to Use the Powerful Three-Word Motto to Achieve Greater Peace of Mind, 2008
  59. Emotional Intelligence (1995), S. 165f
  60. Howard Friedman, S. Boothby-Kewley: The Disease-Prone Personality: A Meta-Analytic View, American Psychologist, Band 42, 1987
  61. Emotional Intelligence (1995), S. 167; Steven B. Maier u. a.: Psychoneuroimmunology, American Psychologist, Dezember 1994; David Felten u. a.: Noradrenergic Sympathetic Innervation of Lymphoid Tissue, Journal of Immunology, Band 135, 1985
  62. Emotional Intelligence (1995), S. 168, 172; Bruce S. Rabin u. a.: Bidirectional Interaction Between the Central Nervous System and the Immune System, Critical Reviews in Immunology, Band 9, Heft 4, 1989, S. 279‒312; Bruce McEwen, Eliot Stellar: Stress and the Individual: Mechanisms Leading to Disease, In: Archives of Internal Medicine, Band 153, 27. September 1993
  63. Sheldon Cohen u. a.: Psychological Stress and Susceptibility to the Common Cold, In: New England Journal of Medicine, Band 325, 1991; Arthur Stone u. a.: Secretory IgA as a Measure of Immunocompetence, Journal of Human Stress, Band 13, 1987; R. D. Clover u. a.: Family Functioning and Stress as Predictors of Influenza B Infection, Journal of Family Practice, Band 28, Mai 1989
  64. Emotional Intelligence (1995), S. Ronald Glaser, Janice Kiecolt-Glaser: Psychological Influences of Immunity, American Psychologist, Band 43, 1988; H. E. Schmidt u. a.: Stress as a Precipitating Factor in Subjects With Recurrent Herpes Labialis, Journal of Family Practice, Band 20, 1985
  65. Joseph C. Courtney u. a.: Stressful Life Events and the Risk of Colorectal Cancer, Epidemiology, Band 4, Heft 5, September 1993; Seymour Reichlin: Neuroendocrine-Immune Interactions, New England Journal of Medicine, 21. Oktober 1993
  66. Emotional Intelligence (1995), S. 169‒177; Gail Ironson u. a.: Effects on Anger on Left Ventricular Ejection Fraction in Coronary Artery Disease, The American Journal of Cardiology, Band 70, 1992; Redford Williams: The Trusting Heart, New York: Times Books/Random House, 1989; Lyndra H. Powell: Emotional Arousal as a Predictor of Long-Term Mortality and Morbidity in Post M. I. Men, Circulation, Band 82, Heft 4, Supplement III, Oktober 1990; Murray A. Mittleman: Triggering of Myocardial Infarction Onset by Episodes of Anger, In: Circulation, Band 89, Heft 2, 1994; Stephen Manuck, Frederick N. Garland: Coronary-Prone Behavior Pattern, Task Incentive, and Cardiovascular Response, In: Psychophysiology, Band 16, Heft 2, März 1979, S. 136‒142
  67. Emotional Intelligence (1995), S. 176; Robert Anda u. a.: Depressed Affect, Hopelessness, and the isk of Ischemic Heart Disease in a Cohort of U.S. Adults, Epidemiology, Juli 1993
  68. Nancy Frasure-Smith u. a.: Depression Following Myocardial Infarction, Journal of the American Medical Association, 20. Oktober 1993; Chris Peterson u. a.: Learned Helplessness: A Theory for the Age of Personal Control, New York: Oxford University Press, 1993
  69. Howard Burton u. a.: The Relationship of Depression to Survival in Chronic Renal Failure, Psychosomatic Medicine, März 1986
  70. Timothy Elliott u. a.: Negotiating Reality After Physical Loss: Hope, Depression, and Disability, Journal of Personality and Social Psychology, Band 61, Heft 4, 1991
  71. James Strain: Cost Offset From a Psychiatric Consultation-Liaison Intervention With Elderly Hip Fracture Patients, American Journal of Psychiatry, Band 148, 1991
  72. Emotional Intelligence (1995), S. 178f; James House u. a.: Social Relationships and Health, Science, 29. Juli 1988; Carol Smith u. a.: Meta-Analysis of the Association Between Social Support and Health Outcomes, Journal of Behavioral Medicine, 1994; Lisa Berkman u. a.: Emotional Support and Survival After Myocardial Infarction: A Prospective Population Based Study of the Elderly, Annals of Internal Medicine, 15. Dezember 1992; Annika Rosengren u. a.: Stressful Life Events, Social Support, and Mortality in Men Born in 1933, British Medical Journal, 19. Oktober 1993; Janice Kiecolt-Glaser u. a.: Marital Quality, Marital Disruption, and Immune Function, Psychosomatic Medicine, Band 49, 1987; New Light on How Stress Erodes Health, New York Times, 15. Dezember 1992
  73. Emotional Intelligence (1995), S. 165, 182‒185; All Too Often, The Doctor Isn't Listening, Studies Show
  74. Emotional Intelligence (1995), S. 190; Carole Hooven, Lynn Katz, John Gottman: The Family as a Meta-emotion Culture, Cognition and Emotion, Frühjahr 1994
  75. Emotional Intelligence (1995), S. 191; Carole Hooven, Lynn Katz, John Gottman: The Family as a Meta-emotion Culture, Cognition and Emotion, Frühjahr 1994
  76. Emotional Intelligence (1995), S. 191
  77. Emotional Intelligence (1995), S. 192
  78. Emotional Intelligence (1995), S. 192f; T. Berry Brazelton: Head Start: The Emotional Foundations of School Readiness, Arlington, Virginia: National Center for Clinical Infant Programs, 1992
  79. Emotional Intelligence (1995), S. 193‒195
  80. Emotional Intelligence (1995), S. 195; Martha Farrell Erickson u. a.: The Relationship Between Quality of Attachment and Behavior Problems in Preschool in a High-Risk Sample, in: I. Bretherton, E. Waters (Hrsg): Monographs of the Society of Research in Child Development, Band 50, Folge 209, 1985
  81. Emotional Intelligence (1995), S. 199; Cathy Spatz Widom: Child Abuse, Neglect and Adult Behavior, American Journal of Orthopsychiatry, Juli 1989
  82. Emotional Intelligence (1995), S. 196‒198; Mary Main, Carol George: Responses of Abused and Disadvantaged Toddlers to Distress in Agemates: A Study in the Day-Care Setting, Developmental Psychology, Band 21, Heft 3, 1985; Bonnie Klimes-Dougan, Janet Kister: Physically Abused Preschoolers’ Responses to Peer’s Distress, Developmental Psychology, Band 26, 1990; L. R. Huesman, Leonard Eron, Patty Warnicke-Yarmel: Intellectual Function and Aggression, The Journal of Personality and Social Psychology, Januar 1987; Robert Emery: Family Violence, American Psychologist, Februar 1989
  83. Emotional Intelligence (1995), S. 205f; Dennis Charney u. a.: Psychobiologic Mechanisms of Posttraumatic Stress Disorder, Archives of General Psychiatry, Band 50, April 1993
  84. Emotional Intelligence (1995), S. 202f
  85. Emotional Intelligence (1995), S. 203; Joseph E. Ledoux: Indelibility of Subcortical Emotional Memories, Journal of Cognitive Neuroscience, Band 1, 1989, S. 238‒243
  86. Emotional Intelligence (1995), S. 204
  87. Vgl. Goleman, deutsche Ausgabe: EQ, Emotionale Intelligenz, Deutscher Taschenbuch Verlag; Auflage: 2. Auflage. (1. Mai 1997), S.254
  88. Emotional Intelligence (1995), S. 204‒214; Lenore Terr: To Scared to Cry, New York: Harper Collins, 1990; Judith Lewis Herman: Trauma and Recovery, New York: Basic Books, 1992; Mardi Horowitz: Stress Response Syndromes, Northvale, New Jersey: Jason Aronson, 1986
  89. Emotional Intelligence (1995), S. 215‒220; Jerome Kagan: Galen’s Prophecy: Temperament in Human Nature, Westview Press, 1997, ISBN 0813333555; Iris R. Bell u. a.: Failure of Heart Rate Habituation During Cognitive and Olfactory Laboratory Stressors in Young Adults With Childhood Shyness, Annals of Behavior Medicine, Band 16, 1994
  90. Emotional Intelligence (1995), S. 221‒223; Jerome Kagan: Galen’s Prophecy: Temperament in Human Nature, Westview Press, 1997, ISBN 0813333555
  91. a b c d Emotional Intelligence (1995), S. 231f
  92. Emotional Intelligence (1995), S. 234f; Kenneth A. Dodge: Emotion and Social Information Processing in: J. Garber, K. Dodge: The Development of Emotion Regulation and Dysregulation, New York: Cambridge University Press, 1991
  93. Emotional Intelligence (1995), S. 249‒252, 284; Stephen Asher, Sonda Gabriel: The Social World of Peer-Rejected Children, Konferenzpapier, Amerikcan Educational Research Associatio, San Francisco, März 1989; Jeffrey Parker, Steven Asher: Friendship Adjustment, Group Acceptance and Social Dissatisfaction in Childhood, Konferenzpapier, American Educational Research Association, Boston, 1990; Emory L. Cowen: Longterm Follow-Up of Early Detected Vulnerable Children, Journal of Clinical and Consulting Psychology, Band 41, 1973; Kenneth Dodge, Esther Feldman: Social Cognition and Sociometric Status, in: Steven Asher, John Coie (Hrsg.): Peer Rejection in Childhood, New York: Cambridge University Press, 1990; Steven Asher, Gladys Williams: Helping Children Without Friends in Home and School Contexts, in: Children’s Social Development: Informations for Parents and Teachers, Urbana, Champaign: University of Illinois Press, 1987; Stephen Nowicki: A Remediation Procedure for Nonverbal Processing Deficits, unveröffentlichtes Manuskript, Duke University, 1989
  94. Emotional Intelligence (1995), S. 231f, 252‒255; Jeanne M. Tschann: Initiation of Substance Abuse in Early Adolescence, Health Psychology, Band 4, 1994; Katheleen Merikangas u. a.: Familial Transmission of Depression and Alcoholism, Archives of General Psychiatry, April 1985; Howard Moss u. a.: Plasma GABA-like Activity in Response to Ethanol Challenge in Men at High Rish for Alcoholism, Biological Psychiatry, Band 27, Heft 6, März 1990; Edward Khantzian: Psychiatric and Psychodynamic Factors in Cocain Addiction, in: Arnold Washton, Mark Gold (Hrsg.): Cocaine: A Clinician’s Handbook, New York: Guilford Press, 1987
  95. Emotional Intelligence (1995), S. 231f, 239 246; Maria Kovac, David Goldston: Cognitive and Social Development of Depressed Children and Adolescents, Journal of the American Academy of Child and Adolescent Psychiatry, Mai 1991; Daniel Goleman: Childhood Depression May Herald Adult Ills New York Times, 11. Januar 1994; Gregory Clarke: Prevention of Depression in At-Risk High School Adolescents, Konferenzpapier, American Academy of Child and Adolescent Psychiatry, Oktober 1993
  96. Emotional Intelligence (1995), S. 246‒249; Gloria R. Leon u. a.: Personality and Behavioral Vulnerabilities Associated with Risk Status for Eating Disorders in Adolescent Girls, Journal of Abnormal Psychology, Band 102, 1993; P. E. Sifneos: Affect, Emotional Conflict, and Deficit: An Overview, Psychotherapy and Psychosomatics, Band 56, Heft 3, 1991, S. 116‒122
  97. Emotional Intelligence (1995), S. 256, 260; Norman Garmezy: The Invulnerable Child, New York: Guilford Press, 1987
  98. Emotional Intelligence (1995), S. 261f; Daniel Goleman: Managing your feelings, New York Times 7. November 1993; Daniel Goleman: To 3 R’s, some add emotions, New York Times, 10. März 1994; zwei Beispiele für bedeutende Gewaltpräventionsprogramme: Resolving Conflict Creatively Program, PATHS – Parents and Teachers Helping Students
  99. Webseite des Autors;  Stuart Crainer, Des Dearlove: Business, the Universe & Everything. Conversations with the Worlds’ Greatest Management Thinkers. Capstone, 2003, S. 23.
  100. The 25 Most Influential Business Management Books
  101. Sinn und Sinnlichkeit, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. April 1996
  102. Das Dumme an der Emotionalen Intelligenz: Wunschdenken, Gefühlsduselei und Geschäftemacherei statt stichhaltigem Konzept, Psychotherapie, 19. Oktober 2001