Eco (Währung)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
  • Mitgliedsstaaten der WAMZ

Eco ist der Name der von der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) mit der Vertragsrevision von 1993 erneut beschlossenen gemeinsamen westafrikanischen Währung, die bereits im Jahre 2005 die bisher bestehenden Währungen ablösen sollte. Pläne für eine Währungsunion wurden bereits mehrfach verschoben, da vor allem die frankophonen Staaten der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion wenig Motivation zeigen, den CFA-Franc BCEAO aufzugeben und der Westafrikanischen Währungszone (WAMZ) beizutreten. Nur wenige Staaten waren in der Lage, die vereinbarten Konvergenzkriterien zu erfüllen.

Die geplante Einführung der Währung im Januar 2015 ist mittlerweile nicht mehr sicher.[1] Mitglieder der „Eco-Zone“ sind die Länder Ghana, Nigeria, Guinea, Gambia und Sierra Leone. Liberia ist am 16. Februar 2010 beigetreten.

Seit einigen Jahren gibt es bereits für den elektronischen Bankverkehr sowie bei Reiseschecks den „WAUA“ (West African Units Accounts) als gemeinsame Währung (vgl. ECU).

Konvergenzkriterien[Bearbeiten]

  • Preisniveaustabilität: Inflationsrate von weniger als 10 Prozent - erfüllten zwischen 2001 und 2012 von keinem bis drei Mitgliedsstaaten
  • Haushaltsdefizit: weniger als vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts ohne Kredite - erfüllten zwischen 2001 und 2012 von keinem und vier Mitgliedsstaaten
  • Finanzierung durch Zentralbank: nicht mehr als 10 Prozent der Steuereinnahmen des Vorjahres - erfüllten zwischen 2001 und 2012 von einem bis allen Mitgliedsstaaten
  • Finanzrücklagen: mindestens in der Höhe von drei Monaten Importe - erfüllten zwischen 2001 und 2012 von drei bis fünf Mitgliedsstaaten[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Again, hope dims for Eco’s takeoff in 2015
  2. Primary Convergence Criteria. WAMI-IMAO, 2012 abgerufen am 8. August 2014