Eggingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Eggingen
Eggingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Eggingen hervorgehoben
Koordinaten: 47° 42′ N, 8° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Waldshut
Höhe: 459 m ü. NHN
Fläche: 13,95 km2
Einwohner: 1694 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 121 Einwohner je km2
Postleitzahl: 79805
Vorwahl: 07746
Kfz-Kennzeichen: WT
Gemeindeschlüssel: 08 3 37 124
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bürgerstraße 7
79805 Eggingen
Website: www.eggingen.de
Bürgermeister: Karlheinz Gantert (parteilos)
Lage der Gemeinde Eggingen im Landkreis Waldshut
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Über dieses Bild

Eggingen ist eine Gemeinde im Landkreis Waldshut in Baden-Württemberg (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Eggingen liegt zwischen Südschwarzwald und Klettgau direkt an der Grenze zum Schweizer Kanton Schaffhausen auf 430 m bis 680 m Meereshöhe.

Untereggingen liegt an der Wutach, einem Nebenfluss des Rheins.

Obereggingen liegt in einem Seitental der Wutach.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Eggingen besteht aus den ehemaligen Gemeinden Obereggingen und Untereggingen. Zur ehemaligen Gemeinde Obereggingen gehört das Dorf Obereggingen. Zur ehemaligen Gemeinde Untereggingen gehören das Dorf Untereggingen, die Siedlung Schönbrunnen und die Häuser Grafenwiesen, Greutwiesen und Im Heidelbach.[2]

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühe Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eggingen wurde im Jahre 1071 erstmals in einer Urkunde Heinrichs IV. erwähnt. Besiedelt wurde das Gemeindegebiet schon vor 4800 Jahren (Hockergräber). In römischer Zeit befanden sich hier ein frührömisches Militärlager und ein römischer Gutshof. Auf der Burghalde befand sich eine Burg. Die Ruine ist von der Luft aus noch sichtbar. Diese war etwa 75 Meter lang und 25 Meter breit. Vom Bergfried aus war es gut möglich, das Wutachtal zu überwachen. Die Sicht auf die Küssaburg war frei. Mit den Steinen der Burgruine wurden viele Häuser gebaut, nicht nur den Winterweg entlang, sondern auch in der Waldshuter Straße. Die alte Kapelle stand auf einem Felsvorsprung und wurde im Jahr 1454 gebaut und geweiht. Diese war mit dem Turm nach Osten ausgerichtet. Sie stand fast 500 Jahre und fiel einem Erdbeben zum Opfer. 1913 wurde die Kapelle abgerissen und etwa zehn Jahre später die heutige Kapelle gebaut. Das Kreuz der alten Kapelle befindet sich restauriert in der heutigen Kapelle.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutige Gemeinde wurde am 1. Dezember 1971 durch die Vereinigung der Gemeinden Obereggingen und Untereggingen gebildet.[3]

Wappen der früheren Gemeinden

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltungsgemeinschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eggingen hat sich mit der benachbarten Gemeinde Wutöschingen zu einer Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft zusammengeschlossen.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Eggingen hat 10 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis. Die Wahlbeteiligung lag bei 54,1 % (2009: 54,0 %). Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Freie Wähler 58,5 % 6 Sitze   2009: 46,7 % 5 Sitze
CDU 41,5 % 4 Sitze 2009: 44,7 % 5 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bürgermeister von Eggingen ist Karlheinz Gantert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche von Eggingen

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In Obereggingen befindet sich die katholische Pfarrkirche St. Gallus die im Jahr 1869 fertig gestellt wurde – nach dem Großbrand von 1854.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterführung im südlichen Teil Eggingens

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eggingen liegt an der B 314, die die Hochrheinautobahn A 98 mit dem Autobahnkreuz Singen (Hohentwiel) (A 81) verbindet.

Durch den Ortsteil Untereggingen verläuft die bekannte Wutachtalbahn, auf der es Zubringerverkehre zur Museumsbahn nach Weizen gibt. Seit dem 15. Dezember 2014 verkehrt zudem eine Regionalbahn einmal täglich kurz nach 13 Uhr von Waldshut nach Eggingen, der vor allem für Schüler gedacht ist.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Eggingen ist die Monopolzeitung Südkurier mit ihrem Ableger Alb-Bote vertreten. Dazu kommen die Anzeigenblätter "WOM" und "Anzeiger Hochrhein".

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ferdinand Hasenfratz (* 7. Juli 1858 in Untereggingen; † 1. Mai 1943), Heimatdichter
  • Friedrich Haas (* 13. Juli 1896 in Untereggingen; † 8. Mai 1988 in München), Jurist und Politiker (CDU), Senator in Berlin
  • Anton Hilbert (* 24. Dezember 1898 in Untereggingen; † 16. Februar 1986 in Stühlingen), Politiker (CDU), Landtags- und Bundestagsabgeordneter

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2017 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 1049–1050
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 505.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eggingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien