Ernst Hilbich

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Ernst Hilbich (1966)

Ernst Herbert Hilbich (* 16. März 1931 in Siegburg) ist ein deutscher Schauspieler. Er lebt mit seiner Ehefrau Lotti Krekel in Köln. Hilbich begann seine Karriere am Düsseldorfer „Kom(m)ödchen“, wo er von 1958 bis 1971 wirkte.

Werdegang[Bearbeiten]

Hilbich wollte schon nach Schulabschluss Schauspieler werden; sein Vater war jedoch der Auffassung, er solle erst einen „normalen“ Beruf erlernen, was er auch tat. Während seiner Lehre in Troisdorf trat er in der Werksjugendgruppe als Kleinkünstler auf.

Er arbeitete zunächst als Elektromechaniker und spezialisierte sich dann auf die bei Wanderbühnen anfallenden Elektroarbeiten. Über Umwege und verschiedene Jobs als Inspizient, Requisiteur und Chauffeur kam er dann zum Schauspielberuf. Er hatte mehrere Engagements vor allem an Landestheatern, so beispielsweise am Stadttheater in Konstanz und als Operettenbuffo in Hildesheim, bis er 1958 zum Kommödchen kam.

Seine ersten Rollen beim Fernsehen hatte er in zwei Folgen der Krimi-Serie Stahlnetz von Regisseur Jürgen Roland, nämlich 1962 in Spur 211 und 1963 in Das Haus an der Stör mit Rudolf Platte.

Später trat er sehr oft in den Unterhaltungssendungen des deutschen Fernsehens auf, so etwa in Rudi Carrells Show Am laufenden Band und der Sendung Zum Blauen Bock. Unvergessen war er auch dort mit dem Karnevals-Schlager Heut’ ist Karneval in Knieritz an der Knatter. Im Jahr 1978 stand er als Schneider Wibbel auf der Bühne des Millowitsch-Theaters in Köln.

Er spielte in der WDR-Fernsehserie Die Anrheiner die Rolle des Jupp Adamski.

In zahlreichen unterhaltsamen Kinostreifen konnte das Publikum ab den 70er Jahren Hilbichs komödiantisches Talent erleben, das er mit profilierten Nebenrollen zum Ausdruck brachte. So sah man ihn beispielsweise 1971 in Die tollkühnen Penner, ein Jahr später mimte er den Herrn „Schnecke“ in Willi wird das Kind schon schaukeln oder war als „Dr. Heidemann“ in Betragen ungenügend! zu sehen. Es folgten Auftritte in Filmen wie beispielsweise Unsere Tante ist das Letzte (1973), Geld oder Leber! (1986), Zärtliche Chaoten (1987), A. D. A. M. (1988) oder Late Show (1999). In der Fernsehserie Mission Terra lieh er dem Roboter Mikrolino seine Stimme.

Augsburger Puppenkiste[Bearbeiten]

Ernst Hilbich lieh vielen Figuren der Augsburger Puppenkiste seine Stimme. So zum Beispiel dem Vogel Zapp in der Produktion Drei Dschungeldetektive, dem Baby Hübner in der Serie Katze mit Hut oder dem Raben Noro in Der Prinz von Pumpelonien. Außerdem synchronisierte er Lülü in "Lülü das Burggespenst" und den kleinen Maulwurf Siegfried in "Raub der Mitternachtssonne", sowie den Raben Marlox in Zauberer Schmollo. Seine bekannteste Synchronisation für die Puppenkiste bleibt jedoch die des von Paul Maar erfundenen Sams in den Jahren 1977 (Eine Woche voller Samstage) und 1980 (Am Samstag kam das Sams zurück).

Weitere Arbeiten[Bearbeiten]

Neben seiner umfangreichen Arbeit für die Augsburger Puppenkiste ist der beliebte Schauspieler und Kabarettist auch für den Hörfunk, wie beispielsweise in dem letzten Paul-Temple-Mehrteiler Paul Temple und der Fall Alex von Francis Durbridge (1967), sowie Jugend-Hörbuchproduktionen wie Pitje Puck, Fünf Freunde, Flitze Feuerzahn, Die drei Fragezeichen oder für TKKG tätig und veröffentlichte neben Stimmungsliedern auch Lieder mit Texten von Wilhelm Busch.

Nach 27 gemeinsamen Jahren heiratete er 2003 die Kölner Schauspielerin Lotti Krekel.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]