Fábio Coentrão

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Fábio Coentrão
4Fábio Coentrão.jpg
Fábio Coentrão, 2012
Personalia
Name Fábio Alexandre da Silva Coentrão
Geburtstag 11. März 1988
Geburtsort Vila do CondePortugal
Größe 179 cm
Position Außenverteidigung (links)
Junioren
Jahre Station
0000–2004 Rio Ave FC
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2004–2007 Rio Ave FC 28 (5)
2007–2011 Benfica Lissabon 52 (2)
2008 → Nacional Funchal (Leihe) 16 (4)
2008 → Real Saragossa (Leihe) 1 (0)
2009 → Rio Ave FC (Leihe) 16 (3)
2011–2015 Real Madrid 55 (1)
2015–2016 → AS Monaco (Leihe) 15 (3)
2016–2017 Real Madrid 3 (0)
2017–2018 → Sporting Lissabon (Leihe) 25 (1)
2018–2019 Rio Ave FC 21 (0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2005 Portugal U18 1 (0)
2006–2007 Portugal U19 10 (5)
2007 Portugal U20 7 (4)
2009 Portugal U21 7 (6)
2010 Portugal U23 1 (0)
2009–2017 Portugal 52 (5)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 22. Mai 2019

Fábio Alexandre da Silva Coentrão (* 11. März 1988 in Vila do Conde) ist ein ehemaliger portugiesischer Fußballspieler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus der Jugend von Rio Ave FC hervorgegangen, gehörte Coentrão bereits mit 16 Jahren zur Profimannschaft, die in der 1. Liga vertreten war. Nach drei Spielzeiten – 2005/06 und 2006/07 in der 2. Liga – wurde er zur Saison 2007/08 von Benfica Lissabon verpflichtet, einem von zahlreichen europäischen Spitzenvereinen, wie Real Madrid, Manchester United, FC Chelsea, der ihn von Talentsichtern beobachten ließ. In Pflichtspielen unberücksichtigt, wurde er über Leihgeschäfte zunächst an den madeirischen Ligakonkurrenten Nacional Funchal abgegeben, spielte bis 31. Dezember 2008 für den spanischen Zweitligisten Real Saragossa und ab 1. Januar 2009 (bis Ende der Saison) für den Erstliga-Aufsteiger Rio Ave.

In der Saison 2009/10 kam Coentrão nicht an dem Argentinier Ángel Di María, der im linken Mittelfeld spielte, vorbei und wurde zur Rückrunde zum linken Verteidiger umgeschult. Auf der Position spielte er dann die gesamte Rückrunde als Stammkraft und entwickelte sich hervorragend, was eine Nominierung zur WM in Südafrika mit sich brachte. Bei der WM spielte er so stark, dass große Klubs wie der FC Bayern München Interesse an ihm zeigten.[1]

Im Juli 2011 wurde Coentrão für 30 Millionen Euro von Real Madrid verpflichtet.[2] In der Spielzeit 2011/12 teilte er sich die Position des linken Außenverteidigers mit Marcelo und kam auf insgesamt 20 Liga- bzw. 33 Pflichtspieleinsätze. Am Saisonende gewann er mit den Königlichen die spanische Meisterschaft. In den folgenden drei Spielzeiten blieb er leistungs- und verletzungsbedingt meist nur Reservist. Eine wichtige Rolle spielte er jedoch in der Saison 2013/14, in der er unter Trainer Carlo Ancelotti in beiden Viertel- und Halbfinalspielen sowie im Endspiel der Champions League in der Startformation stand und zum Titelgewinn beitrug. Ferner stand er in jener Spielzeit in der Madrider Startelf des spanischen Pokalfinales, in dem der FC Barcelona mit 2:1 besiegt wurde.

In der Saison 2015/16 spielte Coentrão auf Leihbasis für die AS Monaco in der französischen Ligue 1.[3] Zur Saison 2016/17 kehrte er zu Real Madrid zurück und gewann erneut die spanische Meisterschaft und Champions League. Mit lediglich sechs Pflichtspieleinsätzen war sein Anteil an diesen Erfolgen jedoch gering. In der Saison 2017/18 spielte Coentrão erneut auf Leihbasis für Sporting Lissabon[4] und gewann den portugiesischen Ligapokal.

Ende August 2018 kehrte Coentrão zum Rio Ave FC zurück.[5] Sein nach der Saison 2018/19 auslaufender Vertrag wurde nicht verlängert. Nachdem ein Wechsel zum griechischen Klub PAOK Thessaloniki gescheitert war, befand sich Coentrão auf Vereinssuche.[6] Am 29. Januar 2020 gab er sein Karriereende bekannt.[7]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfahren durch Einsätze in der U-20-Nationalmannschaft, nahm Coentrão an der Junioren-Weltmeisterschaft 2007 teil, kam dreimal zum Einsatz und schied mit der U-20-Nationalmannschaft bereits im Achtelfinale gegen Chile aus. Am 14. November 2009 gab er sein Debüt in der A-Nationalmannschaft, die in Lissabon mit 1:0 über Bosnien-Herzegowina im WM-Relegations-Hinspiel gewann.

Bei der anschließenden WM stand er in allen Partien der portugiesischen Nationalmannschaft auf dem Platz, ohne eine einzige Minute zu verpassen. Durch eine 0:1-Niederlage gegen Spanien schied er jedoch im Achtelfinale mit seinem Team aus.

Auch bei der Europameisterschaft 2012 gehörte Coentrão zu den Leistungsträgern in der portugiesischen Elf. Er bestritt sämtliche Turnierspiele seiner Mannschaft und trug mit seinen Leistungen wesentlich dazu bei, dass Portugal überraschend das Halbfinale erreichte. Daraufhin wurde er in die Mannschaft des Turniers aufgenommen.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benfica Lissabon
Real Madrid
Sporting Lissabon

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Coentrão ist verheiratet.[8]

Bei der 2007 vom World Soccer Magazine veröffentlichten Liste der 50 größten Fußballtalente, in der Coentrão den 19. Rang belegte, ließ er Spieler wie Toni Kroos, Mesut Özil oder Theo Walcott hinter sich.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Fábio Coentrão – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wunschkandidat Coentrão. In: Süddeutsche Zeitung, 16. Juli 2010.
  2. Coentrão für 30 Millionen zu Real Madrid. In: Focus, 5. Juli 2011.
  3. Official Announcement: Coentrão, Presseerklärung von Real Madrid vom 26. August 2015.
  4. Comunicado Oficial: Coentrão, Presseerklärung von Real Madrid vom 5. Juli 2017.
  5. O regresso de Coentrão, rioavefc.pt, 31. August 2018, abgerufen am 31. August 2018.
  6. Bericht: Coentrão lässt PAOK-Transfer in letzter Minute platzen – Wechsel zu Porto? Abgerufen am 12. September 2019.
  7. Fábio Coentrão anuncia retirada do futebol. Abgerufen am 29. Januar 2020 (portugiesisch).
  8. Fabio Coentrao und Ehefrau Andreia Santos