FK Velež Mostar

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Velež Mostar
Basisdaten
Name Fudbalski klub "Velež" Mostar
Sitz Mostar, Bosnien und Herzegowina
Gründung 26. Juni 1922
Präsident Berin Alagić
Erste Mannschaft
Trainer Dragan Kanatlarovski
Stadion Stadion Vrapčići
Plätze 7.000
Liga Prva Liga FBiH
2016/17 11. Platz
Heim
Auswärts

Der FK Velež Mostar ist ein bosnisch-herzegowinischer Fußballverein aus der Stadt Mostar. Er spielt aktuell in der zweithöchsten Spielklasse des Landes, der Prva Liga FBiH.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein aus der Herzegowina wurde 1922 als Arbeiterklub gegründet und galt als Sinnbild für die Stadt und für den Zusammenhalt zwischen den dort lebenden Völkern. Er ist nach dem die Stadt im Osten überragenden Höhenzug Velež benannt. Dem von kroatischen Fans dominierte Stadtrivalen Zrinjski Mostar wurde 1945, wie allen Kultur- und Sportvereinen mit nationaler Symbolik, jegliche Arbeit untersagt. Velež stieg 1953 in die 1. Jugoslawische Liga auf. Die größten Erfolge des Vereins waren der Gewinn des jugoslawischen Pokals 1981 und 1986. Der Klub nahm zwar auch an europäischen Wettbewerben teil, schaffte es dabei aber höchstens bis ins Viertelfinale.

Als der Bosnienkrieg ausbrach, kam die Entwicklung des Klubs zum Stillstand. Nach dem Krieg spielte Velež zunächst in unteren Ligen. Das Schlimmste für die Fans, Spieler und Funktionäre war aber, dass sie nicht mehr im heimischen Stadion Bijeli Brijeg auf der Westseite der Stadt spielen durften, weil der Kroatische Sportklub Zrinjski das Stadion seit dem Krieg für sich beansprucht. Velež musste daraufhin in das Stadion „Vrapčići“, gelegen in dem gleichnamigen Vorort von Mostar, umziehen.

2006 gelang Velež der erneute Aufstieg in die Premijer Liga.

Fans[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen den Fans des HŠK Zrinjski Mostar, die überwiegend Kroaten sind, und denen des von Bosniaken dominierten FK Velež Mostar besteht eine Rivalität. Das Aufeinandertreffen dieser beiden Mannschaften wird auch als Mostar Derby bezeichnet. In Mostar kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Ausschreitungen zwischen Bosniern muslimischer und kroatischer Herkunft. Dies wurde teilweise auch auf die Nationalmannschaften übertragen. Bei der Fußball-Europameisterschaft 2008, als Kroatien gegen die Türkei spielte, kam es zu Krawallen.[1]

Logohistorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eintrittskarte des UEFA-Cup-Spieles Velež Mostar gegen Borussia Dortmund

Europapokalbilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
1973/74 UEFA-Pokal 1. Runde TschechoslowakeiTschechoslowakei 1. FC Tatran Prešov 3:5 2:4 (A) 1:1 (H)
1974/75 UEFA-Pokal 1. Runde SowjetunionSowjetunion Spartak Moskau (a)3:3(a) 1:3 (A) 2:0 (H)
2. Runde OsterreichÖsterreich SK Rapid Wien 2:1 1:1 (A) 1:0 (H)
Achtelfinale EnglandEngland Derby County 5:4 1:3 (A) 4:1 (H)
Viertelfinale NiederlandeNiederlande FC Twente Enschede 1:2 1:0 (H) 0:2 (A)
1981/82 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde LuxemburgLuxemburg Jeunesse Esch 7:2 1:1 (A) 6:1 (H)
2. Runde Deutschland Demokratische Republik 1949DDR 1. FC Lokomotive Leipzig 2:2
(0:3 i. E.)
1:1 (A) 1:1 n.V. (H)
1986/87 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde Ungarn 1957Ungarn Vasas Budapest 5:4 2:2 (A) 3:2 (H)
2. Runde Bulgarien 1971Bulgarien FK Witoscha Sofia 4:5 0:2 (A) 4:3 (H)
1987/88 UEFA-Pokal 1. Runde SchweizSchweiz FC Sion 5:3 5:0 (H) 0:3 (A)
2. Runde Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Borussia Dortmund 2:3 0:2 (A) 2:1 (H)
1988/89 UEFA-Pokal 1. Runde Zypern RepublikZypern APOEL Nikosia 6:2 1:0 (H) 5:2 (A)
2. Runde PortugalPortugal Belenenses Lissabon 0:0
(4:3 i. E.)
0:0 (H) 0:0 n.V. (A)
3. Runde SchottlandSchottland Heart of Midlothian 2:4 0:3 (A) 2:1 (H)

Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 28 Spiele, 12 Siege, 8 Unentschieden, 8 Niederlagen, 47:40 Tore (Tordifferenz +7)

Auswahl ehemaliger Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele ehemalige Spieler waren jugoslawische Nationalspieler Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien.

Einzelnachweis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein Toter bei Ausschreitungen in Bosnien. In: Sport.de.msn.com. 28. Oktober 2009, abgerufen am 11. Dezember 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]