Hochschule Kaiserslautern

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Hochschule Kaiserslautern
Logo
Gründung 1971
Trägerschaft staatlich
Ort Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken
Bundesland Rheinland-PfalzRheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Präsident Hans-Joachim Schmidt
Studierende 6.202 WS 2016/17[1]
Professoren 148
Website www.hs-kl.de

Die Hochschule Kaiserslautern (kurz HSKL oder HS KL, ehemals Fachhochschule Kaiserslautern) mit den drei Studienorten Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken ist eine deutsche Hochschule für angewandte Wissenschaften und Gestaltung mit einem ausgeprägten Profil in der angewandten Forschung und Entwicklung und der akademischen Weiterbildung. Sie ist mit rund 6.202 Studierenden (davon 1.942 weiblich), 482,5 Beschäftigte (davon 180 weiblich und 148 Professorinnen und Professoren)[2] eine der großen Hochschulen in Rheinland-Pfalz und steht für eine über 160-jährige Tradition in der Ingenieurausbildung.

Chronik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühester Vorläufer der heutigen Hochschule bildet der bereits im Jahr 1844 gegründete Lehrstuhl für praktische Mechanik an der Kreisgewerbeschule. Nach den weiteren Stationen der Höheren Technischen Staatslehranstalt (1922) und der Staatlichen Ingenieurschule Kaiserslautern (1942 gegründet, 1943 geschlossen), wurde sie 1959 als Staatl. Ingenieurschule für Maschinenwesen neu gegründet. Diese wurde 1969 mit der Pfälzischen Ingenieurschule für Bauwesen zur Staatlichen Ingenieurschule für Bau- und Maschinenwesen zusammengeschlossen.[3] Im Jahr 1971 wurde diese dann in die neu gegründete Fachhochschule Rheinland-Pfalz eingebracht. Im Jahr darauf wurde der Fachbereich Textiltechnik durch die Übernahme der ehemaligen Staatlichen Ingenieurschule für Textiltechnik Lambrecht erweitert und die Werkkunstschule des Bezirksverbandes Pfalz als Fachbereich Innenarchitektur und Grafik/Design eingegliedert.[3]

1989 wurden die Fachbereiche Textiltechnik, Schuh- und Ledertechnik sowie Chemietechnik aus Kaiserslautern nach Pirmasens verlegt.[3] Als Konversionsprojekt, bei dem ehemalige militärische Anlagen einer zivilen Nutzung zugeführt wurden, entstand 1994 der Studienort Zweibrücken mit den Fachbereichen Betriebswirtschaft, Informatik und Mikrosystemtechnik.

Im Zuge der Verselbstständigung der Einheiten der Fachhochschule Rheinland-Pfalz entstand 1996 die Fachhochschule Kaiserslautern mit den drei Studienorten Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken.

Im September 2014 erfolgte eine Umbenennung zu Hochschule Kaiserslautern.[4] Seit Januar 2015 verwendet die Hochschule ein neues Logo, das mit dem Umriss des Bundeslandes Rheinland-Pfalz den geographischen Standort der Hochschule aufgreift und den Positionierungsansatz: historisch gewachsen, regional verwurzelt und gut vernetzt unterstreichen soll. Die Farbgebung des Logos wurde aus den Farben der Region entwickelt und auf die Fachbereiche der Hochschule übertragen. Mit dem Logo möchte man die Verbundenheit der drei Studienorte symbolisieren und die Verbundenheit der Hochschule zur Region unterstreichen. Zudem wolle man dadurch auch zeigen, dass die Hochschule regional sowie weltoffen ist.[5]

Fachbereiche und Studiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hochschule Kaiserslautern besteht aus fünf Fachbereichen:

Sämtliche Präsenzstudiengänge sind über das eigene Kooperative Studienmodell KOSMO auch dual studierbar.

Angewandte Ingenieurwissenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fachbereich Angewandte Ingenieurwissenschaften, der sich aus den beiden Gebieten Maschinenbau und Elektrotechnik zusammensetzt, bietet derzeit folgende Studiengänge an:

Bachelorstudiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Masterstudiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Elektrotechnik und Informationstechnik
  • Logistik & Produktionsmanagement (fachbereichsübergreifend)
  • Maschinenbau /Mechatronik

Angewandte Logistik- und Polymerwissenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fachbereich Angewandte Logistik- und Polymerwissenschaften bietet derzeit folgende Studiengänge an:

Bachelorstudiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Angewandte Pharmazie (ab WS 12/13)
  • Chemietechnik (ab WS 14/15), Vertiefungsrichtungen: Polymere, Verfahrenstechnik, Kosmetik
  • Kunststoff-, Leder- und Textiltechnik (ab WS 14/15)
  • Produkt- und Prozess-Engineering (auslaufend, bis WS 14/15), Vertiefungsrichtungen: Chemietechnik, Kunststofftechnik, Textiltechnik, Lederverarbeitung und Schuhtechnik
  • Technische Logistik
  • Logistics – Diagnostics and Design
  • Chemie- und Pharmalogistik

Masterstudiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Logistik & Produktionsmanagement (fachbereichsübergreifend)

Der Masterstudiengang Prozess- und Produkt- Qualitätsmanagement befindet sich in Planung.

Bauen und Gestalten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fachbereich Bauen und Gestalten bietet derzeit folgende Studiengänge an:

Bachelorstudiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Architektur
  • Bauingenieurwesen
  • Innenarchitektur
  • Virtual Design

Masterstudiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Architektur
  • Bauingenieurwesen
  • Innenarchitektur

Betriebswirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fachbereich Betriebswirtschaft bietet derzeit folgende Studiengänge an:

Bachelorstudiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Masterstudiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konsekutive Präsenzstudiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Financial Services Management
  • Informationsmanagement
  • International Management and Finance (Double Degree)
  • Mittelstandsmanagement
  • Logistik & Produktionsmanagement (fachbereichsübergreifend)
Weiterbildende berufsbegleitende Präsenzstudiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Financial Sales Management
  • Pension Management
Fernstudiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Vertriebsingenieur (berufsbegleitend)
  • Marketing-Management (berufsbegleitend)
  • Innovations-Management (berufsbegleitend)[6]
  • Motorsport-Management (berufsbegleitend)
  • Sport-Management (berufsbegleitend)
  • Betriebswirtschaft

Informatik und Mikrosystemtechnik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fachbereich Informatik und Mikrosystemtechnik bietet derzeit folgende Studiengänge an:

Bachelorstudiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Masterstudiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Informatik
  • Micro Systems and Nano Technologies
  • Applied Life Sciences

Studienorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studienort Kaiserslautern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Kaiserslautern sind die Fachbereiche „Angewandte Ingenieurwissenschaften“ (AING) und „Bauen und Gestalten“ (BG) mit rund 2700 Studierenden beheimatet[7], die sich dort auf die beiden Standorte Morlauterer Straße und Schoenstraße verteilen. Zukünftig sollen beide Standorte auf dem Gelände der alten Kammgarnspinnerei zusammengeführt werden. Am 13. Juni 2017 wurde der neue Studienort Kaiserslautern, in unmittelbarer Nachbarschaft der Gartenschau Kaiserslautern, eingeweiht.

Studienort Pirmasens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mensa im Innenhof der HS Pirmasens

Am Studienort Pirmasens ist der Fachbereich „Angewandte Logistik- und Polymerwissenschaften“ (ALP) mit rund 700 Studierenden beheimatet.[8] Der kleinste Studienort der Hochschule Kaiserslautern befand sich 1989 zuerst an der Lemberger Straße bevor er später in der ehemaligen US-Schule auf der Husterhöhe, einem aufgelösten amerikanischen Armeestützpunkt, angesiedelt wurde.

Studienort Zweibrücken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Forum, Audimax und O-Gebäude des Studienorts Zweibrücken

Der Studienort Zweibrücken wurde 1994 als „Campus-Hochschule“ gegründet und ist deshalb der jüngste Standort der Hochschule.[9] Auf dem ehemaligen US-Militärgelände auf dem Zweibrücker Kreuzberg wurde zum Teil in den alten Räumen einer amerikanischen Schule, die komplett saniert wurden, als auch in zahlreichen Neubauten das dritte Standbein der Fachhochschule angesiedelt. Der Standort Zweibrücken wurde nach amerikanischen Vorbild gestaltet, so dass die Studierendenwohnheime in direkter Nähe zum Studienort selbst liegen.

In Zweibrücken sind die Fachbereiche „Betriebswirtschaft“ und „Informatik/Mikrosystemtechnik“(BW & I/MST), mit rund 2600 Studierenden, untergebracht. Am Standort Zweibrücken gibt es einen AStA (Allgemeinen Studierendenausschuss). Der AStA verfügt über folgende Referate: Vorsitz, Kultur, Soziales, Finanzen, Sport, Öffentlichkeit, Event, Mobilität, Kiosk, Sponsoring, Organisation, Administration und Internationales. [10]

Die vom Referat Sport betreuten Angebote umfassen einen Sportraum direkt am Campus und eine Auswahl an verschiedenen Aktivitäten wie Yoga, Volleyball, Parkour und Freeletics.[11]

Der Studienort Zweibrücken verfügt über die Fachausschüsse für Studium und Lehre (FSL) in den Fachbereichen Informatik und ALS/MNT. In jedem Ausschuss sind Studierende, Professoren und Assistenten vertreten. Hier sollen die Bedürfnisse und Anregungen der Studierenden umgesetzt werden, sowie auf das Einhalten von entsprechenden Richtlinien geachtet werden. Auch Organisatorisches wird in den einzelnen Ausschüssen gemäß ihrer Bestimmung geplant und umgesetzt.[12]

Der Standort Zweibrücken verfügt über eine eigene Kinderkrippe, welche von Kindern studierender Eltern genutzt werden kann.[13] Zusätzlich gibt es am Campus das sogenannte Eltern-Kind-Arbeitszimmer (ElKaz), welches von Professoren, Mitarbeiter als auch von Studierenden genutzt werden kann, um eine attraktive Möglichkeit zu bieten auch an der Hochschule mit ihren Kindern arbeiten zu können.[14][15]

Beiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pro Semester zahlen alle Studierende einen Studierendenwerksbeitrag und den AStA-Beitrag in Höhe von zusammen 103 €. Im Gegensatz zu den Studierenden an den Standorten Kaiserslautern und Pirmasens fallen für Studierende des Standortes Zweibrücken keine Kosten für ein Semesterticket an, da sie keins erhalten.[16]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hochschule Kaiserslautern Zahlen & Fakten
  2. Zahlen & Fakten - Hochschule Kaiserslautern. Abgerufen am 14. Juni 2018.
  3. a b c http://www.fh-kl.de/fileadmin/allgemein/PM/Downloads_Pressestelle/Chronik_FH_KL.pdf
  4. Hochschule Kaiserslautern: Fachhochschule Kaiserslautern ist jetzt Hochschule Kaiserslautern@1@2Vorlage:Toter Link/www.hs-kl.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. Hochschule Kaiserslautern stellt neues Logo vor
  6. MBA Innovations-Management | MBA Fernstudiengänge. Abgerufen am 24. Mai 2018.
  7. Kaiserslautern - Hochschule Kaiserslautern. Abgerufen am 14. Juni 2018.
  8. Pirmasens - Hochschule Kaiserslautern. Abgerufen am 14. Juni 2018.
  9. Zweibrücken - Hochschule Kaiserslautern. Abgerufen am 14. Juni 2018.
  10. Zweibrücken - Hochschule Kaiserslautern. Abgerufen am 14. Juni 2018.
  11. Zweibrücken - Hochschule Kaiserslautern. Abgerufen am 14. Juni 2018.
  12. Fachausschüsse für Studium und Lehre- FSL - Hochschule Kaiserslautern. Abgerufen am 18. Juni 2018.
  13. Hochschule und Familie - Hochschule Kaiserslautern. Abgerufen am 18. Juni 2018.
  14. Hochschule und Familie - Hochschule Kaiserslautern. Abgerufen am 18. Juni 2018.
  15. Eltern-Kind-Arbeitszimmer - Hochschule Kaiserslautern. Abgerufen am 18. Juni 2018.
  16. Rückmeldung - Hochschule Kaiserslautern. In: www.hs-kl.de. Abgerufen am 14. Juni 2018.

Koordinaten: 49° 27′ 6″ N, 7° 45′ 50″ O