Fastnacht in Franken

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Seriendaten
Originaltitel Fastnacht in Franken
Produktionsland DeutschlandDeutschland Deutschland
Jahr(e) seit 1987
Länge 210 Minuten
Ausstrahlungs-
turnus
einmal jährlich
Genre TV-Prunksitzung
Titelmusik Es lebe unsre Fasenacht
Moderation

Co-Moderation:

Erstausstrahlung 20. Februar 1987 auf Bayerisches Fernsehen

Fastnacht in Franken heißt die seit 1987 stattfindende Prunksitzung des Fastnacht-Verbandes Franken. Seit 1987 wird sie vom Bayerischen Fernsehen als Live-Sendung ausgestrahlt (immer am Freitag in der Woche vor Weiberfastnacht) und ist dort seit 1991 die erfolgreichste Sendung überhaupt.

Sitzungspräsidenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wissenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesendet wurde die „Kultsendung“, wie Edmund Stoiber sie 2004 bezeichnete, im ersten Jahr aus dem oberfränkischen Lichtenfels. Ein Jahr später kam die Veranstaltung aus den Mainfrankensälen in Veitshöchheim, wo sie bis heute noch stattfindet. 100 bis 150 der insgesamt 550 Karten sind dabei Ehrengästen vorbehalten. Bei jährlich bis zu 10.000 Kartenvorbestellungen wurde 1997 beim Fastnacht-Verband Franken ein Verlosungsverfahren eingeführt, um größtmögliche Gerechtigkeit walten zu lassen. 1991 fiel die Fastnacht in Franken wegen des Zweiten Golfkrieges aus. Das Finale der Sendung bildet seit der ersten Sitzung das Lied "Feierabend" von Peter Alexander, das von den Hainis (später Gebrüder Narr) umgedichtet wurde. Seit 2008 singen die "Parodis" den Schlusstitel, da die Gebrüder Narr ihren Abschied von der Bühne nahmen.

Rekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sendung belegte 2004 bei 3,52 Millionen Zuschauern mit Abstand den ersten Platz der erfolgreichsten Sendungen aller Dritten Programme und brach mit diesem Erfolg einen Zuschauerrekord. Seither steigerten sich die Quoten weiter. Im Jahre 2006 konnte die „TV-Fastnacht“ mit 5,3 Millionen Zuschauern (2,07 Mio. in Bayern) und einem Marktanteil von 44,9 % (in Bayern) eine neue Höchstmarke setzen, die sämtliche im Fernsehen übertragen Fastnachtsendungen übertrumpfen konnte. Mit einem Marktanteil von 30 % und 8,13 Mio. Zuschauern blieb Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht 2006 jedoch die meistgesehene Prunksitzung im Deutschen Fernsehen. Im Jahr 2008 konnte der Rekord nochmals ausgebaut werden. In Bayern sahen durchschnittlich 1,87 Mio. Zuschauer zu; das entsprach einem Marktanteil von 45,1 %. Deutschlandweit sahen sogar bis zu 4,7 Mio. Zuschauer zu. Bundesweit gehört die Sendung vom 25. Januar 2008 zu den erfolgreichsten BR-Sendungen der letzten 20 Jahre.[2] 2009 verfolgten die Sendung bundesweit 3,55 Mio. Zuschauer (Marktanteil 12,1 % deutschlandweit), in Bayern sahen die Sendung vom 13. Februar 2009 2,06 Mio. Zuschauer, ein Marktanteil von 45,7 %.[3] 2010 wurde die Sendung von 3,95 Mio. bundesweit gesehen davon waren 2,32 Mio. der Zuschauer aus Bayern. Bundesweit lag der Marktanteil bei 13,0 %, in Bayern schaute sich fast jeder Zweite die Sendung an (47,3 %), was bisher die höchste Quote darstellt.[4]

Die Sitzung im Jahr 2015 brach wiederum den Rekord der bayerischen Zuschauerquote. Mit 2,37 Mio. Menschen vor dem Fernseher in Bayern wurde ein Marktanteil von 48,1 % erreicht - ein noch nie erreichter Wert. Bundesweit schauten 2015 3,9 Mio. Menschen zu - nur 2010 waren ein wenig mehr dabei.[5] 2016 sahen sich bundesweit 3,9 Millionen Menschen die Prunksitzung des Fastnacht-Verbandes Franken an. Bayernweit verfolgten 2,33 Millionen Menschen die hochkarätige Livesendung mit anspruchsvollem Humor. Damit ist "Fastnacht in Franken" 2016 die zweiterfolgreichste Sendung gemeinsam mit der Fastnacht 2010.[6]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Traditionelle Karnevalisten kritisieren, dass das Konzept von Fastnacht in Franken seit der Regieübernahme durch den Bayerischen Rundfunk kaum mehr etwas mit Fasching zu tun habe. Stattdessen würden die Akteure fast ausschließlich aus den Reihen fernsehbekannter Kabarettisten und Comedians rekrutiert, sodass Mitglieder der Faschingsvereine immer seltener zum Zug kämen.[7]

Laut Berichten der Main-Post gibt es seit einigen Jahren v.a. durch den Präsidenten des FVF, Bernhard Schlereth, Bestrebungen, die TV-Prunksitzung vom BR in das Programm der ARD zu hiefen. Dies stößt bei Akteuren und Zuschauern auf breite Kritik, da der vor allem die fränkische Färbung verloren gehen würde.[8]

Langjährige Teilnehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauchredner Sebastian Reich
Norbert Neugirg, Kabarettist und Schauspieler, als Feierwehr-Kommandant

Teilnehmer, die mindestens viermal in der Sendung aufgetreten sind:

Teilnehmer, die bislang höchstens dreimal in der Sendung aufgetreten sind:

  • Christine Beck
  • Frankensima (1998, 1999, 2000)
  • Ute Hofmann (2003)
  • Werner Hofmann (2011)
  • Monika Keidel (1995)
  • Die Fünftakter (2002)
  • Minnesänger Wolframs-Eschenbach
  • Doris Paul (1996–1997)
  • Schneesënger (2004)
  • Manfred Stark (1998–1999)
  • Hans Zabel (1995)
  • Rudi Zott (1999)
  • Fredi Breunig (2010 mit Martin Wachenbrönner; 2016)
  • Circus Bavaricus (2008)
  • Erlabrunner Narreköpf (2013)
  • Alexander Göttlicher (2015)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fastnacht in Franken - alle Mitwirkenden
  2. Quotenmeter.de: Fränkische Fastnacht bricht sämtliche Rekorde.
  3. dwdl.de: Sensationelle Quoten für "Fastnacht in Franken".
  4. "Fastnacht in Franken" toppt eigene Traumquoten
  5. Zuschauerzahlen 2015 - Rekordquote für Fastnacht in Franken
  6. [1]
  7. Georg Kümmel: Karnevalist als Casting-Opfer. In: Wertheimer Zeitung vom 13. Januar 2012
  8. http://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Fastnacht-in-Franken;art736,9109902#kommentare