Karlstadt

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Karlstadt (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Karlstadt
Karlstadt
Deutschlandkarte, Position der Stadt Karlstadt hervorgehoben
Koordinaten: 49° 58′ N, 9° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Main-Spessart
Höhe: 163 m ü. NHN
Fläche: 98,18 km2
Einwohner: 14.808 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 151 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97753
Vorwahlen: 09353, 09359, 09360, 09396Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: MSP
Gemeindeschlüssel: 09 6 77 148
Stadtgliederung: 10 Stadtteile[2]
Adresse der
Stadtverwaltung:
Zum Helfenstein 2
97753 Karlstadt
Webpräsenz: www.karlstadt.de
Bürgermeister: Paul Kruck (Freie Wählergemeinschaft e. V.)
Lage der Stadt Karlstadt im Landkreis Main-Spessart
Hessen Baden-Württemberg Würzburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Miltenberg Landkreis Bad Kissingen Landkreis Kitzingen Landkreis Würzburg Forst Lohrerstraße Rechtenbach Esselbach Ruppertshüttener Forst Ruppertshüttener Forst Partensteiner Forst Partensteiner Forst Langenprozeltener Forst Herrnwald Haurain Hafenlohr Fürstlich Löwensteinscher Park Frammersbacher Forst Frammersbacher Forst Frammersbacher Forst Forst Aura Forst Aura Gemeindefreies Gebiet Burgjoß Gemeindefreies Gebiet Burgjoß Schollbrunn Bischbrunn Thüngen Partenstein Mittelsinn Hasloch Neuhütten (Unterfranken) Rechtenbach Rechtenbach Hafenlohr Hafenlohr Lohr am Main Lohr am Main Zellingen Wiesthal Urspringen Rothenfels Roden (Unterfranken) Rieneck Retzstadt Obersinn Obersinn Obersinn Neustadt am Main Neuendorf (Unterfranken) Marktheidenfeld Triefenstein Kreuzwertheim Karsbach Karlstadt Karbach (Unterfranken) Himmelstadt Gräfendorf Gössenheim Gemünden am Main Frammersbach Frammersbach Fellen Eußenheim Erlenbach bei Marktheidenfeld Birkenfeld (Unterfranken) Aura im Sinngrund Aura im Sinngrund Arnstein (Unterfranken) Burgsinn Steinfeld (Unterfranken) Landkreis SchweinfurtKarte
Über dieses Bild

Karlstadt ist die Kreisstadt des unterfränkischen Landkreises Main-Spessart und liegt rund 30 Kilometer nördlich von Würzburg im mainfränkischen Weinbaugebiet.

Im mainfränkischen Dialekt heißt Karlstadt Karscht bzw. Karscht am Mee. Die Bewohner werden Flaak bzw. Karschter Flaak genannt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karlstadt besteht aus dem Hauptort und neun[2] weiteren Stadtteilen, auf die sich zwölf Orte[3] verteilen:

Jeder Stadtteil (einschließlich Karlstadt) besitzt eine Gemarkung. Außerdem gibt es die Gemarkung Gainfurter Markung.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadt
Lohr am Main
Stadt
Gemünden am Main
Gemeinden
Gössenheim
und
Eußenheim
Gemeinde
Steinfeld
Nachbargemeinden Stadt
Arnstein
Gemeinde
Urspringen
Markt
Zellingen
und
Gemeinde
Himmelstadt
Markt
Thüngen

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Grundwort im Namen Karlstadt ist das mittelhochdeutsche Wort stat (Stadt). Der Name wurde von der Ursiedlung Karlburg übernommen.[4]

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[4]

  • 1219 Karlstat
  • 1225 Karlestat
  • 1248 Karlstat
  • 1575 Carolstat
  • 1747 Carlstadt
  • 1801 Karlstadt

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor der Gebietsreform in Bayern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Gambach eingegliedert.[5] Am 1. Januar 1978 kam Stetten hinzu. Heßlar, Karlburg, Laudenbach, Mühlbach, Rohrbach, Stadelhofen und Wiesenfeld folgten am 1. Mai 1978.[6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2014[7]
Wahlbeteiligung: 67,90 %
 %
40
30
20
10
0
34,17 %
25,71 %
20,85 %
19,28 %

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtrat von Karlstadt hat (ohne Bürgermeister) 24 Mitglieder.

CSU SPD GRÜNE FWG Gesamt
2002 10 7 2 5 24 Sitze
2008 8 6 3 7 24 Sitze
2014 8 5 5 6 24 Sitze

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Industrie, Handwerk und Gewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwenk-Zementwerk Karlstadt

Die Eisenwerke Düker, das Zementwerk Schwenk Karlstadt und das Furnierwerk Kohl bestimmen den Süden der Stadt. Das Zementwerk Schwenk bezieht den nötigen Kalkstein aus einem Steinbruch auf der anderen Mainseite, der mit dem Werk über einen Bandförderer verbunden ist, der über eine Hängebrücke über dem Main führt. Neben diesen drei großen Industriebetrieben sind auch zahlreiche Handwerksbetriebe in Karlstadt angesiedelt. Weiterer großer Arbeitgeber ist das Landratsamt Main-Spessart. Die meisten Einwohner pendeln jedoch in das 25 Kilometer entfernte Würzburg oder in das ca. 18 km entfernte Lohr am Main.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sendeturm „Langer Karl“ östlich der Stadt dient zur Verbreitung von Radio Charivari auf 88,6 MHz mit 50 Watt ERP.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besonders in den Sommermonaten ist die Altstadt ein beliebtes Ziel von Radtouristen, die sowohl über den Werntal-Radweg als auch über den Maintal-Radweg nach Karlstadt gelangen. Übernachtungsmöglichkeiten bieten drei Hotels, einige Pensionen und ein Campingplatz am Mainufer.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1996 findet im Juli am Saupurzel ein "Umsonst & Draussen"-Festival statt, das mit einer Schaumparty verbunden ist.

Weinbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nur noch geringe wirtschaftliche, aber hohe kulturelle Bedeutung hat der Weinbau. Auch wenn in Karlstadt nur noch sehr wenig Menschen vom Weinbau leben, ist er für die Selbstwahrnehmung und die lokale Lebensart weiterhin wichtig. Karlstadter Lagen sind der Roßtal (Großlage) und Im Stein Einzellage. Daneben gibt es weitere Lagen in zahlreichen Ortsteilen, vor allem in Stetten (Stettener Stein) sowie auch am Übergang von Karlstadt zu Gambach.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 549 Kindergartenplätze mit 548 Kindern
  • Volksschulen: fünf mit 63 Lehrkräften und 1147 Schülern
  • Johann-Schöner-Gymnasium: ca. 80 Lehrkräfte und 1119 Schüler (Stand 2010)
  • Johann-Rudolph-Glauber-Realschule: 613 Schüler (Stand 2012)
  • Staatliche Berufsschule Main-Spessart
  • Förderschule
  • Städtische Sing- und Musikschule: 18 Lehrkräfte und 499 Schüler (Stand Schuljahr 2012/2013)[8]
  • Jugendkulturzentrum „Piranha“ mit etwa 10 000 Besuchern im Jahr

Seit dem 7. Juli 2007 tragen alle vier Schulen in Karlstadt den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Karlstadt sind drei Vereine aktiv. Der TSV Karlstadt bietet Basketball, Handball, Volleyball, Tennis, Leichtathletik und Schwimmen an. Fußball wird vom FV 1920 Karlstadt geboten. Seit wenigen Jahren bietet auch der FV Fatihspor Karlstadt Fußball an. Erfolgreichster Fußballclub ist aber der TSV Karlburg vom gleichnamigen Stadtteil, der momentan in der Landesliga spielt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger:

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Stadtteile. Stadt Karlstadt, abgerufen am 5. Oktober 2017.
  3. Stadt Karlstadt in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 5. Oktober 2017
  4. a b Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 115 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 491.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 762.
  7. http://wahl.karlstadt.de/Wahlen/Wahl2014/Stadtrat/677148_000052/index.html Karlstadt – Ergebnis zur Stadtratswahl 2014
  8. Jahresbericht 2012 der Stadtverwaltung Karlstadt. Abgerufen am 14. Juli 2013 (PDF; 4,1 MB).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Karlstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien