Fickmühlen

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Stadt Geestland
Koordinaten: 53° 38′ 21″ N, 8° 47′ 6″ O
Höhe: 6 m ü. NHN
Fläche: 5,35 km²[1]
Einwohner: 165 (1. Jan. 1973)[1]
Bevölkerungsdichte: 31 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Eingemeindet nach: Bederkesa
Postleitzahl: 27624
Vorwahl: 04745
Fickmühlen (Niedersachsen)

Lage von Fickmühlen in Niedersachsen

Lage von Fickmühlen in der Ortschaft Bad Bederkesa

Fickmühlen (niederdeutsch Fickmöhlen) ist ein Ortsteil der Ortschaft Bad Bederkesa in der Stadt Geestland im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fickmühlen liegt im nördlichen Elbe-Weser-Dreieck ca. 20 km nordöstlich von Bremerhaven. Das Dorf befindet sich an der Landesstraße 119 zwischen Bad Bederkesa und Neuenwalde im Süden des Flögelner Holzes.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flögeln
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Bad Bederkesa
Drangstedt

(Quelle:[2])

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher lag der Ort in der Börde Ringstedt und im Amt Bederkesa. Während der Franzosenzeit wurde Fickmühlen der Commune Bederkesa zugeordnet, die im Kanton Beverstedt im Département des Bouches du Weser (Département der Wesermündungen) war. Von 1859 bis 1885 gehörte der Ort zum Amt Lehe und anschließend zum Kreis Lehe (1885–1932) beziehungsweise zu den Landkreisen Wesermünde (1932–1977) oder Cuxhaven. Das Dorf bekam 1840 den Status einer Landgemeinde. Diese schloss auch das Gut mit ein. 1876 wurde die gleichnamige Gemarkung gebildet.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Niedersachsen, die am 1. März 1974 stattfand, wurde die zuvor selbständige Gemeinde Fickmühlen ein Ortsteil des Fleckens (Bad) Bederkesa in der Samtgemeinde Bederkesa,[3] die zum 1. Januar 2015 aufgelöst wurde, da sich ihre Mitgliedsgemeinden mit der Stadt Langen zur neuen Stadt Geestland zusammenschlossen.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1910 1925 1933 1939 1950 1956 1961 1970 1973
Einwohner 115 153 135 139 255 215 187 172 165
Quelle [5] [6] [7] [8][9] [1]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsrat und Ortsbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fickmühlen wird auf kommunaler Ebene vom Ortsrat der Ortschaft Bad Bederkesa vertreten.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Entwurf des Kommunalwappens von Fickmühlen stammt von dem Heraldiker und Wappenmaler Gustav Völker, der zahlreiche Wappen im Landkreis Cuxhaven geschaffen hat.[10]

Wappen von Fickmühlen
Blasonierung:Geteilt, oben in Rot ein wachsender silberner Kranich mit goldenem Schnabel, unten in Silber ein halbes rotes Mühlrad.“[10]
Wappenbegründung: Der Kranich ist dem Wappen des Adelsgeschlechtes „von der Lieth“ entlehnt, dem vom 14. bis zum 18. Jahrhundert das „Gut Fickmühlen“ gehörte. Das Mühlrad weist auf die Wassermühle hin, nach der der Ort benannt ist.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herrenhaus Gut Valenbrook

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grünflächen und Naherholung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Durch den Ort führt die blaue Radwanderroute „Geest- und Moorroute“

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Beplate: Die ehemaligen Mühlen zu Fickmühlen, Elmlohe und Neumühlen. Hrsg.: Männer vom Morgenstern, Heimatbund an Elb- und Wesermündung e. V. (= Jahrbuch der Männer vom Morgenstern. Nr. 71). Eigenverlag, Bremerhaven 1992, ISBN 3-931771-75-X, S. 127–144 (379 S.).
  • Erika Friedrichs (Bearb. und Erg.), August Pech (Aufzeichn.): Familienbuch des Kirchspiels Flögeln: bestehend aus den Dörfern Flögeln und Fickmühlen; vom Beginn der Kirchenbücher 1700 bis 1900. 3. Auflage. Eigenverlag, Bremerhaven 2003, OCLC 255253085 (148 S.).
  • Karl-Otto Ahrens, Sönke Hansen (Red.): Bad Bederkesa in Gegenwart und Vergangenheit: eine Ortskunde. Hrsg.: Männer vom Morgenstern, Heimatbund an Elb- und Wesermündung e. V. (= Sonderveröffentlichungen des Heimatbundes der Männer vom Morgenstern. Band 38). 2. Auflage. Eigenverlag, Bremerhaven 2004, ISBN 3-931771-38-5 (160 S., eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 9. September 2021]).
  • Ernst Beplate: Chronik 850 Jahre Bederkesa. Hrsg.: Flecken Bad Bederkesa. Eigenverlag, Bad Bederkesa 2009, OCLC 1099188316 (135 S., eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 9. September 2021]).
  • Ernst Beplate: Chronik von Fickmühlen. Bad Bederkesa 2012 (125 S.).
    • Heike Schlichting: Rezension zu Ernst Beplates Chronik von Fickmühlen, Meckelstedt – von der Eiszeit bis 1946, Lintig – von der Eiszeit bis 1945. In: Stader Geschichts- und Heimatverein (Hrsg.): Stader Jahrbuch 2012. Eigenverlag, 2012, ISSN 0930-8946, S. 281–283, S. 278 (310 S., Digitalisat [PDF; 2,7 MB; abgerufen am 9. September 2021]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Fickmühlen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindeverzeichnis für Niedersachsen. Gemeinden und Gemeindefreie Gebiete. Eigenverlag, Hannover 1. Januar 1973, S. 47, Landkreis Wesermünde (Digitalisat [PDF; 21,3 MB; abgerufen am 9. September 2021]).
  2. Übersichtskarte Landkreis Cuxhaven. (Nicht mehr online verfügbar.) In: cuxland-gis.landkreis-cuxhaven.de. November 2016, archiviert vom Original am 11. Dezember 2019; abgerufen am 9. September 2021.
  3. Fritz Hörmann, Ude Meyer, Christian Morisse, Eberhard Nehring, Irmgard Seghorn, Egon Stuve, Else Syassen: Flurnamensammlung Wesermünde – Die Flurnamen des Grundsteuerkatasters von 1876. Hrsg.: Kulturstiftung der Kreissparkasse Wesermünde (= Neue Reihe der Sonderveröffentlichungen der Männer vom Morgenstern, Heimatbund an Elb- und Wesermündung e. V. Band 27). Männer vom Morgenstern Verlag, Bremerhaven 1995, ISBN 3-931771-27-X, S. 7 ([Digitalisat (Memento vom 26. Oktober 2007 im Internet Archive) ] [PDF; 431 kB; abgerufen am 23. Oktober 2019]).
  4. Gesetz über die Neubildung der Stadt Geestland, Landkreis Cuxhaven. In: Niedersächsische Staatskanzlei (Hrsg.): Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt (Nds. GVBl.). Nr. 26/2012. Hannover 8. November 2012, S. 430, S. 4 (Digitalisat (Memento vom 10. Juli 2018 im Internet Archive) [PDF; 454 kB; abgerufen am 9. September 2021]).
  5. Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Lehe. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: gemeindeverzeichnis.de. 14. März 2021, abgerufen am 9. September 2021.
  6. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Wesermünde. (Siehe unter: Nr. 23; Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  7. Statistisches Bundesamt Wiesbaden (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland – Ausgabe 1957 (Bevölkerungs- und Gebietsstand 25. September 1956, für das Saarland 31. Dezember 1956). W. Kohlhammer, Stuttgart 1958, S. 192 (Digitalisat).
  8. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 248.
  9. Statistisches Bundesamt Wiesbaden (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland – Ausgabe 1971 (Bevölkerungsstand: 27. Mai 1970, Gebietsstand 1. Januar 1971). W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1971, S. 104 (Digitalisat).
  10. a b Landkreis Wesermünde (Hrsg.): Wappen des Landkreises Wesermünde. Grassé Offset Verlag, Bremerhaven/Wesermünde 1973, OCLC 469321470 (201 S., eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 23. Oktober 2021]).
  11. Valenbrook – Unsere Geschichte. In: Webseite Rittergut Valenbrook. Abgerufen am 9. September 2021.
  12. Grabsteine – Friedhof Fickmühlen (Geestland, Cuxhaven) – Kriegerdenkmal. In: grabsteine.genealogy.net. 2015, abgerufen am 9. September 2021.
  13. Grabsteine – Friedhof Flögeln (Geestland, Cuxhaven) – Kriegerdenkmal. In: grabsteine.genealogy.net. 2010, abgerufen am 9. September 2021.
  14. Gefallenendenkmal – Flögeln, Landkreis Cuxhaven, Niedersachsen. In: Onlineprojekt Gefallenendenkmäler. Oktober 2006, abgerufen am 9. September 2021.