Fickmühlen

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Fickmühlen
Stadt Geestland
Wappen von Fickmühlen
Koordinaten: 53° 38′ 16″ N, 8° 47′ 5″ O
Höhe: 3 m ü. NHN
Fläche: 86 ha
Einwohner: 190 (18. Aug. 2014)
Bevölkerungsdichte: 221 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Eingemeindet nach: Bederkesa
Postleitzahl: 27624
Vorwahl: 04745
Fickmühlen (Niedersachsen)
Fickmühlen

Lage von Fickmühlen in Niedersachsen

Lage von Fickmühlen in der Ortschaft Bad Bederkesa
Lage von Fickmühlen in der Ortschaft Bad Bederkesa

Fickmühlen (niederdeutsch Fickmöhlen) ist ein Ortsteil der Ortschaft Bad Bederkesa der Stadt Geestland im Landkreis Cuxhaven.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf befindet sich zwischen Bad Bederkesa und Neuenwalde an der Landesstraße 119 im Süden des Flögelner Holzes. Nordöstlich liegt die Gemeinde Flögeln.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher lag der Ort in der Börde Ringstedt und im Amt Bederkesa. Während der Franzosenzeit wurde Fickmühlen der Commune Bederkesa zugeordnet, die im Kanton Beverstedt im Département des Bouches du Weser (Département der Wesermündungen) war. Von 1859 bis 1885 gehörte der Ort zum Amt Lehe und anschließend zum Kreis Lehe (1885–1932) beziehungsweise zu den Landkreisen Wesermünde (1932–1977) oder Cuxhaven. Das Dorf bekam 1840 den Status einer Landgemeinde. Diese schloss auch das Gut mit ein. 1876 wurde die gleichnamige Gemarkung gebildet.

Eingemeindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 1. März 1974 war Fickmühlen ein Ortsteil des Fleckens (Bad) Bederkesa in der Samtgemeinde Bederkesa,[1] die zum 1. Januar 2015 aufgelöst wurde, da sich ihre Mitgliedsgemeinden mit der Stadt Langen zur neuen Stadt Geestland zusammenschlossen.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1910: 115 Einwohner[3]
  • 1925: 153 Einwohner[4]
  • 1933: 135 Einwohner[4]
  • 1939: 139 Einwohner[4]
  • 1961: 187 Einwohner[5]
  • 1970: 172 Einwohner[5]
  • 1971: 165 Einwohner[6]
  • 2014: 190 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsrat und Ortsbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fickmühlen wird auf kommunaler Ebene vom Ortsrat der Ortschaft Bad Bederkesa vertreten.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Entwurf des Fickmühlener Wappens stammt von dem in Isernhagen geborenen und später in Hannover lebenden Heraldiker und Wappenmaler Gustav Völker, der auch die Wappen von Altluneberg, Appeln, Axstedt und vielen anderen Ortschaften im Landkreis Cuxhaven entworfen hat.[7]

Wappen von Fickmühlen
Blasonierung:Geteilt, oben in Rot ein wachsender silberner Kranich mit goldenem Schnabel, unten in Silber ein halbes rotes Mühlrad.“[7]
Wappenbegründung: Der Kranich ist dem Wappen des Adelsgeschlechtes „von der Lieth“ entlehnt, dem vom 14. bis zum 18. Jahrhundert das „Gut Fickmühlen“ gehörte. Das Mühlrad weist auf die Wassermühle hin, nach der der Ort benannt ist.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herrenhaus Gut Valenbrook
  • Das Rittergut Valenbrook gilt als Sehenswürdigkeit und gehörte früher zum Besitz der Burg Elm.[8]
  • Durch den Ort führt die blaue Radwanderroute „Geest- und Moorroute“ der Samtgemeinde.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fickmühlen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fritz Hörmann u. a.: Flurnamensammlung Wesermünde – Die Flurnamen des Grundsteuerkatasters von 1876. Hrsg.: Kulturstiftung der Kreissparkasse Wesermünde (= Sonderveröffentlichungen der „Männer vom Morgenstern“ Heimatbund an Elb- und Wesermündung e. V. Band 27). Männer vom Morgenstern Verlag, Bremerhaven 1995, ISBN 3-931771-27-X (archive.org [PDF; 431 kB; abgerufen am 24. September 2018] S. 7).
  2. Niedersächsische Staatskanzlei (Hrsg.): Gesetz über die Neubildung der Stadt Geestland, Landkreis Cuxhaven. Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt (Nds. GVBl.). Nr. 26/12. Hannover 8. November 2012, S. 430 (niedersachsen.de [PDF; 454 kB; abgerufen am 25. September 2018]).
  3. Uli Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900. In: www.gemeindeverzeichnis.de. 24. Mai 2018, abgerufen am 25. September 2018.
  4. a b c Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Siehe unter 23. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  5. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 248.
  6. Fickmühlen. In: Internetseite Genealogisches Orts-Verzeichnis. Abgerufen am 25. September 2018.
  7. a b Landkreis Wesermünde (Hrsg.): Wappen des Landkreises Wesermünde. Grassé Offset Verlag, Bremerhaven/Wesermünde 1973, ISBN 3-9800318-0-2.
  8. Valenbrook – Unsere Geschichte. In: Internetseite Rittergut Valenbrook. Abgerufen am 25. September 2018.