Flögeln

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Flögeln
Stadt Geestland
Wappen von Flögeln
Koordinaten: 53° 39′ 52″ N, 8° 48′ 18″ O
Höhe: 5 m ü. NHN
Fläche: 25,26 km²
Einwohner: 631 (5. Mrz. 2018)
Bevölkerungsdichte: 25 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2015
Postleitzahl: 27624
Vorwahl: 04745
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Lage von Flögeln in Geestland
St.-Pauli-Kirche
St.-Pauli-Kirche

Flögeln (niederdeutsch Flögeln) ist eine Ortschaft der Stadt Geestland im Landkreis Cuxhaven in Niedersachsen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name des Dorfes wird in bremischen Urkunden erstmals 1204 als Vlogeling erwähnt.

Von 1971 bis 1986 fanden in der Siedlungskammer von Flögeln umfangreiche archäologische Ausgrabungen durch das Niedersächsische Institut für historische Küstenforschung in Wilhelmshaven statt. Dabei wurden Siedlungen aus dem Zeitraum von der jüngeren Steinzeit (Trichterbecherkultur) über das Mittelalter (die Dornburg) bis in die frühe Neuzeit aufgedeckt. Viele Funde sind im Museum Burg Bederkesa ausgestellt.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum 1. Januar 2015 bildete Flögeln mit den übrigen Gemeinden der Samtgemeinde Bederkesa und der Stadt Langen die neue Stadt Geestland.[1]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1910 488
1933 454
1939 475
1950 762
1968 646
1973 639
1978 638
1983 656
1988 675
1993 673
Jahr Einwohner
1998 681
2003 672
2008 656
2009 632
2010 627
2011 637
2012 615
2013 626
2018 631
0 0

(Quellen: 1910,[2] 1933–1939,[3] 1950,[4] 1968–2013 (jeweils zum 31. Dezember),[5] 2018 laut Infobox)

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsrat von Flögeln setzt sich aus einer Ratsfrau und fünf Ratsherren folgender Parteien zusammen:[6]

(Stand: Kommunalwahl 11. September 2016)

Ortsbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsbürgermeister von Flögeln ist Claus Seebeck (CDU). Sein Stellvertreter ist Volker Meyer (CDU).[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Entwurf des Flögelner Kommunalwappens stammt von dem Heraldiker und Wappenmaler Albert de Badrihaye, der sämtliche Wappen im Landkreis Cuxhaven entworfen hat.[7]

Wappen von Flögeln
Blasonierung: „In Blau über silbernem Wellenfuß zwei abgekehrte silberne Kranichflügel.“[7]
Wappenbegründung: Die Kranichflügel weisen auf den Namen der Gemeinde hin. Nach einer Vermutung von Eduard Rüther hatte auch das im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnte Adelsgeschlecht, de Vlogelingen, ein vom Ortsnamen abgeleitetes, redendes Wappen. Der silberne Wellenfuß deutet auf den Flögelner See.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Modell eines Hauses der Trichterbecherkultur, nach Ausgrabungsergebnissen von Flögeln. Der Grundriss betrug etwa 13 × 5 Meter. Das Haus hatte vermutlich mehrere Räume

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: Liste der Baudenkmale in Flögeln

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heimatmuseum Jan Christopher Hus

Grünflächen und Naherholung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ad. Krönke: Die Herren von Vlöghelinge. In: Männer vom Morgenstern Heimatbund an Elb- und Wesermündung e. V. (Hrsg.): Niederdeutsches Heimatblatt. Nr. 1. Nordwestdeutsche Zeitung, heute Nordsee Zeitung GmbH, Bremerhaven 1930, S. 2–3 (Digitalisat [PDF; 4,4 MB; abgerufen am 13. Oktober 2018]).
  • A. F. Pech: Die Althöfe von Flögeln. In: Flögeln, Geschichten aus der Geschichte eines nordniedersächsischen Geestdorfes. Sonderveröffentlichungen des Heimatbundes der Männer vom Morgenstern, Bremerhaven
  • W. H. Zimmermann: Ein Hortfund mit goldblechbelegter Plattenfibel und Goldarmreif von Eekhöltjen bei Flögeln (Niedersachsen). Germania 54, 1. Halbband, 1976, 1–16
  • W. H. Zimmermann: Die Siedlungen des 1. bis 6. Jahrhunderts nach Christus von Flögeln-Eekhöltjen, Niedersachsen: Die Bauformen und ihre Funktionen. Probleme der Küstenforschung im südlichen Nordseegebiet 19, 360 Seiten, 281 Abbildungen, 10 Falttafeln, Hildesheim 1992
  • Klaus Pülsch: Vom Kirchturm grüsst der Hahn – Ein Lexikon der Flögelner Familien
  • Ernst Andreas Friedrich: Die Siedlungskammer Flögeln, S. 21–34, In: Wenn Steine reden könnten. Band 3, Landbuch-Verlag, Hannover 1995, ISBN 3-7842-0515-1
  • Fritz Hörmann u. a.: Flurnamensammlung Wesermünde – Die Flurnamen des Grundsteuerkatasters von 1876. Hrsg.: Kulturstiftung der Kreissparkasse Wesermünde (= Sonderveröffentlichungen der „Männer vom Morgenstern“ Heimatbund an Elb- und Wesermündung e. V. Band 27). Männer vom Morgenstern Verlag, Bremerhaven 1995, ISBN 3-931771-27-X (Digitalisat (Memento vom 26. Oktober 2007 im Internet Archive) [PDF; 431 kB; abgerufen am 13. März 2019] S. 8).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Flögeln – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Niedersächsische Staatskanzlei (Hrsg.): Gesetz über die Neubildung der Stadt Geestland, Landkreis Cuxhaven. Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt (Nds. GVBl.). Nr. 26/2012. Hannover 8. November 2012, S. 430 (Digitalisat [PDF; 454 kB; abgerufen am 25. September 2018] S. 4).
  2. Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Lehe. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: www.gemeindeverzeichnis.de. 3. Februar 2019, abgerufen am 27. April 2019.
  3. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Wesermünde (→ Siehe unter: Nr. 25). (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Endgültige Ergebnisse nach der Volkszählung vom 13. September 1950. Band 33. W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart/Köln 1950, S. 52, Sp. 1 (Digitalisat [PDF; 26,4 MB; abgerufen am 27. April 2019] Landkreis Wesermünde, S. 61).
  5. Bevölkerungszahlen. In: Internetseite Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN). Abgerufen am 27. April 2019.
  6. a b Der Ortsrat von Flögeln. In: Bürgerinformationssystem der Stadt Geestland. Abgerufen am 31. August 2017.
  7. a b Landkreis Wesermünde (Hrsg.): Wappen des Landkreises Wesermünde. Grassé Offset Verlag, Bremerhaven/Wesermünde 1973, ISBN 3-9800318-0-2.