Flughafen Rimini

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Aeroporto di Rimini-Miramare
“Federico Fellini”
Aeroporto Rimini-Miramare.jpg
Kenndaten
ICAO-Code LIPR
IATA-Code RMI
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 8 km südöstlich von Rimini
Straße SS 16
Nahverkehr Bus (Linie 9)
Basisdaten
Eröffnung 1958 (Ziviler Teil)
Betreiber Aeradria S.p.A.
Passagiere 552.922 (2010)
Luftfracht 400 (2010)
Flug-
bewegungen
9.467 (2010)
Start- und Landebahn
13/31 2996 m × 45 m Asphalt

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Der Flughafen Rimini (ital. Aeroporto di Rimini-Miramare “Federico Fellini) ist ein italienischer Verkehrsflughafen an der Adriaküste der Emilia-Romagna bei Rimini. Er ist auch der Flughafen der Republik San Marino.

Lage und Anbindung[Bearbeiten]

Der Flughafen befindet sich rund acht Kilometer südöstlich der Stadtmitte von Rimini bei dem Küstenort Miramare. Unmittelbar südöstlich schließt sich der Urlaubsort Riccione an. San Marino liegt etwa 20 Kilometer landeinwärts. Zwischen dem Flughafen und dem etwa einen Kilometer entfernten Adria-Strand verläuft die Strada Statale 16 Adriatica und die Bahnstrecke Bologna–Ancona. Westlich des Flughafens verläuft parallel zur Küste, zur SS 16 und zur genannten Bahnstrecke die Autobahn A14.

  • Bus: Busse der Linie 9 verbinden den Flughafen und dem Hauptbahnhof Rimini, tagsüber alle 30 Minuten. An der Küstenstraße halten die Busse der Linie 11 etwa alle 200 Meter.
  • Auto: Direkt am Terminal führt die genannte Staatsstraße SS 16 vorbei, die hier den Namen „Via Flaminia“ trägt. In östlicher Richtung zweigen etliche Straßen zur Strandpromenade ab, in nordwestlicher Richtung ist die SS 16 die Ortsumgehung von Rimini mit verschiedenen Abzweigungen in die Innenstadt und zur Autobahnanschlussstelle „Rimini-Süd“, in südöstlicher Richtung gibt es eine Abzweigung zur Anschlussstelle „Riccione“.
  • Bahn: Der Flughafen hat keinen eigenen Bahnanschluss. In Miramare gibt es an der Adria-Bahnstrecke eine Haltepunkt, an dem Regionalbahnen halten. Die Entfernung zum Flughafen beträgt etwas mehr als einen Kilometer.

Fluggesellschaften und Ziele[Bearbeiten]

Bedeutende Nutzer sind saisonal Air Berlin, Air Vallée und VIM Airlines. Von verschiedenen Städten in Deutschland und der Schweiz werden Flüge nach Rimini angeboten. Daneben ist der Charterflugverkehr von Bedeutung, insbesondere der aus Russland.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Flughafen Rimini entstand Anfang der 1930er Jahre als Militärflugplatz. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er als zentrale Sammelstelle für in ganz Italien liegen gebliebenes Kriegsmaterial genutzt. Für das Einsammeln und Ausschlachten setzten die Engländer deutsche Kriegsgefangene ein.

Die zivile Mitnutzung des Flughafens wurde 1958 gestattet. Zu diesem Zweck errichtete man in dem Bereich nordöstlich der Start- und Landebahn entsprechende Abfertigungsanlagen, die im Lauf der Zeit mehrmals ausgebaut und modernisiert wurden. Mit der überdurchschnittlichen Entwicklung des Tourismus an der Adria-Küste bei Rimini verzeichnete der Flughafen in den 1960er Jahren einen für die damalige Zeit enormen Verkehrszuwachs. Mit der Verlagerung der Touristenströme flaute der kommerzielle Flugverkehr in Rimini ab Ende der 1970er Jahre ab. Die Liberalisierung des Luftverkehrs und neue Touristenströme aus Osteuropa brachten in den letzten Jahren eine Trendwende.

Während des Kalten Krieges befand sich auf dem südwestlich der Start- und Landebahn gelegenen militärischen Teil ein Geschwader der italienischen Luftwaffe, das im Rahmen der nuklearen Teilhabe auch für den Einsatz von Atombomben vorgesehen war. Die Bomben wurden in einem US-Depot gelagert. Das Geschwader zog 1995 auf den nordwestlich von Rimini gelegenen Militärflugplatz Cervia um und wurde dort 2010 aufgelöst. In Rimini-Miramare ist heute ein Hubschrauberverband des italienischen Heeres stationiert. 2009 übergab das Verteidigungsministerium den Flughafen an die zivile Luftfahrtbehörde ENAC, behielt sich jedoch die militärische Mitnutzung vor.

Flughäfen in der Region[Bearbeiten]

Die Region Emilia-Romagna verfügt über vier Verkehrsflughäfen in Bologna, Forlì, Parma und Rimini. Wegen mangelnder Rentabilität geraten viele kleinere Verkehrsflughäfen Italiens immer wieder in die Kritik der Luftfahrtbehörde ENAC,[1] so auch die von Parma, Forlí und Rimini. Insbesondere die letzteren beiden Flughäfen gelten als kritisch, weil sie unweit voneinander nahe der Adriaküste liegen und einer von beiden zur Abdeckung dieses Einzugsgebietes genügen würde.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. repubblica.it, 8. November 2010

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Flughafen Rimini – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Siehe auch[Bearbeiten]