Franz Deutsch

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Franz Deutsch (* 25. August 1928 in Graz, Steiermark; † 28. Juli 2011 ebenda) war ein österreichischer Radrennfahrer.

Franz Deutsch gilt als die „schillerndste Figur der Nachkriegsjahre im österreichischen Radsport“.[1] Er war zunächst als Fußballspieler beim SK Sturm Graz aktiv.[1] Nachdem er 1949 Zweiter der Österreich-Rundfahrt hinter Richard Menapace geworden war, konzentrierte er sich auf den Radsport. Zehnmal startete er bei der heimischen Rundfahrt: 1951 und 1952 gewann er diese Rundfahrt und entschied insgesamt zwölf Etappen für sich, was bis heute Rekord ist (Stand 2017). Bei der Internationalen Friedensfahrt gewann er zwei Etappen (1952 und 1953). Dabei legte er 1953 von Görlitz nach Berlin solo zurück, ein Rekord, der erst 2003 mit einer 200-Kilometer-Solofahrt von dem polnischen Rennfahrer Bartosz Huzarski gebrochen wurde.[2]

Später gestand Deutsch, er habe sich mit „sechs Bier mit jeweils einem Underberg“ „gedopt“. Sein Sportkollege Max Bulla nannte ihn deshalb den „Dulliöh-Sieger, aufgeputscht mit Wein und Bier“.[1]

Franz Deutsch verstarb am 28. Juli 2011 im Alter von 82 Jahren.[3]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1950
1951
1952
1953
1954
1956
1957

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Wolfgang Wehap: Biografisches Rad-Lexikon Steiermark. Sonderedition Ausstellung „Radkult“ Loeben, S. 29 f. (PDF; 5,1 MB)
  2. Friedensfahrt: Pole Huzarski siegt nach 200-km-Solo. In: rad-net.de. 15. Mai 2003; abgerufen am 12. August 2017.
  3. Zweifacher Ö-Rundfahrt-Sieger Franz Deutsch gestorben. relevant.at, 29. Juli 2011; abgerufen am 12. August 2017.