Friedrich Maase

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Friedrich Maase (um 1941)

Friedrich Maase (* 1. Januar 1878 in Meiderich; † 10. September 1959 in Düsseldorf) war ein deutscher Rechtsanwalt, Pazifist und Oppositioneller. Er war Opfer des Nationalsozialismus, überlebte die Konzentrationslager Sachsenhausen und Flossenbürg und sagte später als Zeuge im 1958/59 geführten Strafprozess gegen die NS-Kriegsverbrecher Gustav Sorge und Wilhelm Schubert aus. Maase war zeitlebens kulturell und politisch engagiert; unter anderem widersetzte er sich nach 1945 der von Bundeskanzler Adenauer betriebenen Politik der Wiederbewaffnung Deutschlands und galt zu dieser Zeit als maßgeblich in mehreren politischen Organisationen. Er war zudem Präsident des Demokratischen Kulturbundes Deutschlands und Mitgründer der Heinrich-Heine-Gesellschaft.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft, Ausbildung und frühe Berufszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrich Maase wurde 1878 als eines von sechs Kindern,(eine seiner Schwestern war Hedda Eulenberg ) des Volksschullehrers und späteren Musikdirektors Wilhelm Maase (1850–1932) und seiner Ehefrau Maria geb. Langer in Meiderich (heute Duisburg-Meiderich) geboren.[1] Um 1879 verlegte die Familie ihren Wohnsitz nach Düsseldorf, wo Friedrich Maase aufwuchs.

Straßenszene in der Düsseldorfer Innenstadt um das Jahr 1906 (hier die Einkaufsstraße Schadowstraße)

Nach seiner schulischen Ausbildung studierte er Jura und wurde 1901 an der Universität Rostock mit der Dissertation Gefahrtragung beim Kauf für die Zeit des Schwebens einer Bedingung zum Dr. jur. promoviert. Anschließend ließ Maase sich als Rechtsanwalt in Düsseldorf nieder,[1] das sich damals zur Wirtschaftsmetropole entwickelte und als „Schreibtisch des Ruhrgebiets“ etablierte – aber auch als kultureller Mittelpunkt. Am Ersten Weltkrieg nahm er als Soldat des Reichsheeres teil. Kurz nach Beginn der Novemberrevolution von 1918/19, am zweiten Tag nach Ausrufung der Republik, ernannte ihn der Düsseldorfer Arbeiter- und Soldatenrat am 10. November 1918 zum Bevollmächtigten für die Beziehungen zwischen der Düsseldorfer Polizei und der in Düsseldorf stationierten Reichsheer-Garnison.[2] Über seine Tätigkeit in dieser Funktion ist in der einschlägigen Sekundär-Literatur nichts verzeichnet.[3]

Er war Förderer der weltlichen Einheitsschulen und setzte sich in der Weimarer Republik in Übereinstimmung mit seinem langjährigen Freund Johann Fladung[4] für die Entkirchlichung der Schule ein. Maase war Mitbegründer und 1. Vorsitzender des 1920 in Elberfeld gegründeten Bundes der freien Schulgesellschaften, der den Freidenkern nahestand. Zudem gehörte er dem Vorstand des Deutschen Monistenbundes an und war Mitglied sowie zeitweise Vorsitzender der Deutschen Friedensgesellschaft.[1] Außerdem war er Mitglied des 1907 gegründeten Freimaurer-Reformbundes Zur aufgehenden Sonne.[5]

Maase war eingeschriebenes Mitglied der SPD und des Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold.[6] Obwohl seine Anwaltskollegen mehrheitlich der Zentrumspartei nahestanden, wählten sie ihn in Vorstand und Ehrengericht der Anwaltskammer Düsseldorf.[7]

Politische Verfolgung durch das Nazi-Regime[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der „Machtergreifung“ durch die Nationalsozialisten Ende Januar 1933 wurde Maase vorübergehend in Haft genommen und zudem als erster Rechtsanwalt in Düsseldorf aus der dortigen Anwaltskammer ausgeschlossen, weil er als Kommunist galt.[7] Im August 1933 belegte ihn der von den Nationalsozialisten neu eingesetzte preußische Justizminister Hanns Kerrl (NSDAP) mit einem Vertretungsverbot für seine Anwaltspraxis, und im September 1933 entzog ihm der Oberlandesgerichtspräsident in Düsseldorf die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amts- und Landgericht Düsseldorf, „weil er sich im kommunistischen Sinne betätigt habe“.[6]

KZ Sachsenhausen – Häftlings­kolonnen vor dem Lagertor zum „Schutzhaft­lager“ (Foto aus der NS-Zeit, ca. 1936–1944)

Um nach dem Berufsverbot seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, nahm Maase im November 1934 eine Stelle als Geschäftsführer bei der Firma Autogenwerk Sirius GmbH in Düsseldorf an, die er bis zu seiner Inhaftierung im September 1939 ausübte. Während dieser Zeit saß er bereits vom 30. Mai 1935 bis zum 2. Juli 1935 im Polizeigefängnis Düsseldorf in Untersuchungshaft wegen des Verdachts auf „Vorbereitung zum Hochverrat“.[6] Am 3. September 1939, zwei Tage nach dem Überfall des NS-Regimes auf Polen, wurde Maase als Pazifist und ehemaliger Vorsitzender der Friedensgesellschaft wegen politisch „linker Überzeugungen“[8] – wie andere Regime-Kritiker in der „A-Kartei“ der Gestapo in diesem Tagen – in Haft genommen.[1][6] Im Polizeigefängnis Düsseldorf traf er auf den Professor für Sozialwissenschaften Benedikt Schmittmann, der bereits zu Beginn des Polenüberfalls am 1. September verhaftet worden war. Beide wurden am 8. September als sogenannte „Schutzhäftlinge“ in das KZ Sachsenhausen abtransportiert, wo sie am 10. September registriert wurden.[1] Der damals 62-jährige Maase und der 67-jährige Schmittmann waren zu der Zeit die ältesten Häftlinge im Polizeigefängnis in Düsseldorf. Sie hielten daher dort sowie auf dem Transport zum und im KZ Sachsenhausen zusammen.[9]

Maase (Häftlingsnummer 8010) musste mitansehen, wie Schmittmann im KZ Sachsenhausen am 13. September 1939 von den zur KZ-Wachmannschaft gehörenden SS-Männern Gustav Sorge, Wilhelm Schubert und Josef Wloka gemeinsam durch Fußtritte grausam ermordet wurde.[10] Am 5. April 1940 wurde Maase vom KZ Sachsenhausen in das KZ Flossenbürg verlegt, wo er bis zum 9. November 1940 inhaftiert war.[1][6] Unmittelbar nach der Haftentlassung fertigte er ein Gedächtnisprotokoll über seine Zeit in KZ-Haft an.[9] Dieses Protokoll bildete später die Grundlage seiner Zeugenaussage im Strafprozess am Bonner Landgericht gegen Sorge und Schubert.[9][11]

Politische Aktivitäten und Verfolgung nach 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs nahm Maase seine Anwaltstätigkeit in Düsseldorf alsbald wieder auf. Im März 1946 wurde er vom Oberlandesgerichtspräsidenten zum Notar in Düsseldorf ernannt. Bald darauf wurde ihm der Vorsitz des Kreishilfsausschusses beim Oberstadtdirektor in Düsseldorf übertragen, der Wiedergutmachungsfragen bearbeitete. Maase selbst wurde als politisch Verfolgter anerkannt, weil er wegen Widerstandes gegen das NS-Regime inhaftiert war.[6]

Bundeskanzler Konrad Adenauer bei seiner Rede zu den Pariser Verträgen im Deutschen Bundestag am 25. Februar 1955

Er engagierte sich in der Nachkriegszeit gegen die Wiederbewaffnung (Remilitarisierung) Deutschlands und für die Vereinigung der westlichen und östlichen Besatzungszonen Deutschlands als neutraler Staat. Zu einem geplanten Volkskongress in Remscheid meldete er sich als Referent zu dem Thema „Deutsche Einheit und Kultur“. Der Kongress wurde verboten; in der Folge wurde Maase telefonisch über seinen Ausschluss aus der SPD informiert.[7] Mitte September 1951 hatte die Volkskammer der – 1949 aus der Sowjetischen Besatzungszone hervorgegangenen – Deutschen Demokratischen Republik (DDR) auf Vorschlag des Ministerpräsidenten Otto Grotewohl den Bundestag der – ebenfalls 1949 und aus den drei westlichen Besatzungszonen hervorgegangenen – Bundesrepublik Deutschland (BRD) aufgefordert, freie, gleiche und geheime Wahlen in ganz Deutschland sowie den Abschluss eines Friedensvertrages und den Abzug aller Besatzungstruppen zu ermöglichen.[12] In diesem Sinne engagierte Maase sich gemeinsam mit den Politikern Wilhelm Elfes und Joseph Wirth im Arbeitskreis für deutsche Verständigung – für einen gerechten Friedensvertrag, der von der Adenauer-Regierung als kommunistische Tarnorganisation diffamiert wurde. Unter anderem leitete er den Kongreß für Deutsche Verständigung – für einen gerechten Friedensvertrag, der am 30. März 1952 in der Kaiser-Friedrich-Halle in Mönchengladbach stattfand.[13] Weitere Redner waren unter anderem die Politikerin Katharina von Kardorff-Oheimb und Wilhelm Elfes, der das Hauptreferat hielt. Zusammen mit Elfes und von Kardorff-Oheimb reiste Maase im Frühjahr 1952 zu Gesprächen mit der politischen Führung der DDR nach Ost-Berlin.[14]

Bundeskanzler Konrad Adenauer suchte in den frühen 1950er Jahren die von ihm betriebene Politik der Wiederbewaffnung und der militärischen Westintegration der jungen BRD, die 1955 in den Pariser Verträgen und dem Deutschlandvertrag gipfelte, durch das politische Strafrecht abzusichern.[15] Maase, Elfes und andere wurden deswegen 1952 von Bundeskanzler Adenauer als Vertreter der Bundesregierung und persönlich unter dem Vorwurf der „Gründung und Förderung einer verfassungsfeindlichen Vereinigung gemäß § 90a Abs. 1 StGB bzw. einer kriminellen Vereinigung in staatsgefährdender Absicht gemäß §§ 94 Abs. 1, 129 Abs. 1 StGB“[15] angezeigt. Oberbundesanwalt Carlo Wiechmann bezichtigte Elfes und Maase der Kontaktschuld, das Verfahren wurde jedoch nach vier Jahren mangels Beweisen eingestellt.[15] Wegen seiner Unterstützung für den Bund demokratischer Juristen (BdJ) 1955 betrieb das nordrhein-westfälische Justizministerium die Strafverfolgung von Friedrich Maase, die jedoch von den zuständigen Behörden abgelehnt wurde, sowie seinen Ausschluss aus der Rheinischen Notarkammer, der ebenfalls von dieser abgelehnt wurde.[16]

Maase leistete unter anderem dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) juristischen Beistand, wie zum Beispiel gegen SS-Veteranentreffen.[17] Er kandidierte in Nordrhein-Westfalen bei der Bundestagswahl 1953 erfolglos für die Gesamtdeutsche Volkspartei, im Einvernehmen mit der 9-Punkte-Erklärung der Partei von 1953.[18] Bei der folgenden Bundestagswahl 1957 kandidierte er ebenfalls ohne Erfolg für den Bund der Deutschen, Partei für Einheit, Frieden und Freiheit.

Kulturelles Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maase gehörte – neben seinem Schwager, dem Schriftsteller Herbert Eulenberg, sowie Hanns Heinz Ewers, Hermann Harry Schmitz und anderen – zum literarisch-künstlerischen Stammtisch „Rosenkränzchen“, der von 1909 bis 1911 in Düsseldorf bestand und der seinen Namen nach dem Ort der Treffen, dem gleichnamigen Weinlokal in der Straße Altestadt in der Düsseldorfer Altstadt hatte.[19] Er hielt Kontakt zur Künstlerszene in Düsseldorf, unter anderem ließ er sich 1923 von Gert H. Wollheim porträtieren.[20] 1932 zählte Maase zusammen mit Max Apel, Walter A. Berendsohn, Hans Hartmann, Wilhelm Hauser, Louis Satow und Max Seber zum neuen Herausgeberkreis der Zeitschrift Ethische Kultur, die liberale und sozialistische Positionen vertrat und das Publikationsorgan der Deutschen Gesellschaft für ethische Kultur darstellte.[21][22] Alle sieben Herausgeber dieses Jahrgangs des Monatsblattes für ethisch-soziale Neugestaltung (Titelzusatz) waren Mitglieder des Freimaurer-Reformbundes Zur aufgehenden Sonne.[22]

In der Nachkriegszeit engagierte Maase sich wiederum nicht nur politisch, sondern auch kulturell. So erteilte er 1947 Unterricht in Philosophie an der Volkshochschule und organisierte die Jugendweihen in Düsseldorf.[23]

Gemeinsam mit Hans Böckler und anderen gehörte er 1946 dem Vorstand des Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschlands an, der auf Initiative von Herbert Eulenberg im Mai 1946 in Düsseldorf als Regionalverband für Nordrhein-Westfalen gegründet und 1950 von der Bundesregierung im sogenannten Adenauer-Erlass als verfassungsfeindlich eingestuft wurde.[24] Unter der Auflage der Unabhängigkeit vom Kulturbund der DDR durfte Johann Fladung im April 1951 von Nordrhein-Westfalen aus den bundesweit agierenden „Demokratischen Kulturbund Deutschlands“ (DKBD) aufstellen; auf der Gründungsveranstaltung wurde Maase – neben Ernst Rowohlt, Carl Taube und Günter Herzberg – zu einem der Vorstandsvorsitzenden gewählt.[25][26] Der DKBD geriet ebenfalls rasch unter Verdacht, eine kommunistische Tarnorganisation zu sein, die Spionage für den Osten trieb.[25]

Maase unterstützte 1946/47 den Düsseldorfer Kulturdezernenten Hanns Kralik bei dessen vom Stadtrat vereitelten Bestrebungen, ein erstes Denkmal für den Dichter und Schriftsteller Heinrich Heine in Düsseldorf zu errichten; auch nach Kraliks Ausscheiden aus dem Amt setzte er sich dafür ein.[27] Gemeinsam mit Hans Müller-Schlösser rief Maase 1956 zum 100. Todestag von Heinrich Heine in Düsseldorf die literarische Heinrich-Heine-Gesellschaft ins Leben, die laut Selbstdarstellung das Werk Heines und „die damit verbundenen zeitkritischen Anliegen einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln“ sucht.[28][A 1] Jahrelang wirkte Maase im Kulturausschuss und der Jury des Immermann-Preises der Stadt Düsseldorf, bis 1957 der damalige Kulturdezernent Erwin Menken Maases Neu-Berufung wegen dessen Tätigkeit im „kommunistischen“ Kulturbund verhinderte.[29]

Zeuge im KZ-Prozess in Bonn 1958/59[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seinem letzten Lebensjahr stellte Maase sich dem Landgericht Bonn als Zeuge im Strafprozess gegen die NS-Kriegsverbrecher und ehemaligen SS-Mitglieder Gustav Sorge und Wilhelm Schubert zur Verfügung.[9] Das Hauptverfahren vor dem Landgericht in der damaligen Bundeshauptstadt dauerte vom 13. Oktober 1958 bis zum 6. Februar 1959; es war der „erste große[…] und deswegen viel Aufsehen erregende[…] KZ-Prozeß in der Bundesrepublik Deutschland“.[9] Sorge und Schubert waren bereits 1947 in der sowjetischen Besatzungszone im Sachsenhausen-Prozess zusammen mit 14 weiteren Beschuldigten vor einem sowjetischen Militärgericht wegen Kriegsverbrechen im KZ Sachsenhausen angeklagt und zu lebenslänglicher Haft und der Pflicht zur Zwangsarbeit verurteilt sowie anschließend in einem sowjetischen Straflager inhaftiert worden. Beide waren jeweils 1956 aus der sowjetischen Haft freigekommen und in die Bundesrepublik entlassen worden, wo sie erneut in Haft genommen wurden. Vor dem Landgericht Bonn wurden Sorge und Schubert gemeinsam wegen KZ-Verbrechen angeklagt; der Verfahrensgegenstand beinhaltete unter anderem im KZ Sachsenhausen die Beteiligung an der Massentötung von etwa 10.000 sowjetischen Kriegsgefangenen in der Genickschussbaracke des Konzentrationslagers 1941 sowie die vollendete und versuchte Tötung zahlreicher KZ-Häftlinge. Maase sagte unter anderem zur Ermordung Schmittmanns aus und stützte sich dabei auf das von ihm nach seiner Haftzeit angefertigte und bislang unveröffentlichte Gedächtnisprotokoll, aus dem wiederholt zitiert wurde.[9][11] Das Gericht hörte weitere Zeugen und verurteilte die beiden Angeklagten zu lebenslanger Freiheitsstrafe (LG Bonn, Az 8 Ks1/58).[9]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrich Maase war verehelicht mit Käthe Maase, geborene Vogel (verstorben 1947) und hatte mit ihr drei Kinder. Er war Bruder der Schriftstellerin Hedda Eulenberg (1876–1960), die in zweiter Ehe mit dem Schriftsteller, Dichter und Humanisten Herbert Eulenberg verheiratet war.[30] Sein Sohn Klaus Maase (1903–2001) und dessen Frau Doris Maase (1911–1979, geb. Franck) waren Kommunisten und Widerstandskämpfer gegen den Nazi-Faschismus. Sein Enkel ist der Kulturwissenschaftler und Volkskundler Kaspar Maase (* 1946). Friedrich Maase starb am 10. September 1959 im Alter von 81 Jahren in Düsseldorf an Krebs.[6]

Posthume Wirkung: Heine-Denkmal vor der ULB Düsseldorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maase besaß eine bronzene Heine-Statuette von 46 cm Höhe, bei der es sich um einen Abguss des Werkstattmodells aus Gips handelt, das der Bildhauer Hugo Lederer 1911 für sein Hamburger Heine-Denkmal angefertigt hatte.[31] Das Heine-Denkmal von Lederer wurde 1913 als 2,25 m hohe Statue gegossen und 1926 im Hamburger Stadtpark aufgestellt. 1933 wurde das Denkmal von den Nationalsozialisten – die Heinrich Heine aufgrund seiner jüdischen Abstammung und seiner als literarische „Nestbeschmutzung“ angesehenen Werke anfeindeten – abgerissen und 1943 zur Metallgewinnung für die Rüstungsindustrie eingeschmolzen; seit 1982 befindet sich auf dem Hamburger Rathausmarkt eine Neuschöpfung von Waldemar Otto, die das Lederer-Vorbild zitiert.[32]

Das Heine-Denkmal vor der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf, 2009

Die einzigartige, in Sandgusstechnik erstellte Bronze-Statuette wurde 1965 von dem Düsseldorfer Publizisten und Politiker Otto Schönfeldt aus dem Nachlass von Maase erworben und 1991 an den Düsseldorfer Medizinprofessor Ernst-Adolf Chantelau verkauft. Chantelau schlug 1992 dem damaligen Rektor der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Gert Kaiser vor, eine lebensgroße Kopie der Statuette als Heine-Denkmal auf dem Universitätsgelände aufzustellen. Kaiser hatte sich für die 1988 erfolgte Umbenennung der Universität eingesetzt und damit dem jahrzehntelangen Namensstreit um Heinrich Heine ein Ende gesetzt. Das vorgeschlagene Heine-Denkmal fand Zustimmung bei Universität und Stadt. Mit der Düsseldorfer Fassung von Lederers Heine-Statue wurde der Bremer Bildhauer und Otto-Schüler Stefan Saxen beauftragt, der das Modell im Wachsausschmelzverfahren ausarbeitete. Den Bronzeguss der 1,80 m hohen Plastik übernahm die Düsseldorfer Kunstgießerei Karl-Heinz Schmäke; die Finanzierung des Denkmals erfolgte durch Spenden der Stadtsparkasse Düsseldorf und der Westdeutschen Landesbank. Das Heine-Denkmal wurde im Juni 1994 im Rahmen des jährlichen Campus-Festes der Heinrich-Heine-Universität eingeweiht und vor der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf (ULB Düsseldorf) aufgestellt.[31][33] Es erfreute sich bald großer Beliebtheit.[34]

Die kleine Bronze-Statuette aus Maases früherem Besitz wurde von Chantelau als Dauerleihgabe der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf überlassen und zunächst im Stadtmuseum aufbewahrt.[31][33] Seit März 2008 befindet sich die Statuette auf Dauer im Heinrich-Heine-Institut in Düsseldorf.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gefahrtragung beim Kauf für die Zeit des Schwebens einer Bedingung. H. Winterberg, Rostock 1901 (zugleich Dissertation, Universität Rostock 1901).
  • Weltanschauungsorganisationen als Körperschaften öffentlichen Rechts. In: Aufbau, Erziehungswissenschaftliche Zeitschrift. Nr. 11, März 1930, S. 334–341 (Nachdruck unter gleichem Titel In: humanismus aktuell, Hefte für Kultur und Weltanschauung. Nr. 9. 2001, ISSN 1433-514X S. 37–42.).
  • Hier ruht ein Liebender, um neu zu lieben. Verlag Die Fähre, Düsseldorf 1950 (Nachruf auf Herbert Eulenberg).
  • Einheit, Frieden, Freiheit. Kongreß für deutsche Verständigung für einen gerechten Friedensvertrag am 30. März 1952 in der Kaiser-Friedrich-Halle zu München-Gladbach. Pacht, Hagen 1952, DNB 574947264.
  • Das deutsche Volk fällt die Entscheidung. Für einen Friedensvertrag mit Deutschland – gegen den Generalvertrag. Arbeitskreis für Deutsche Verständigung, Düsseldorf 1952, DNB 574947256.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dong-Ki Lee: Option oder Illusion? Die Idee einer nationalen Konföderation im geteilten Deutschland 1949–1990. 1. Auflage. Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-607-9, S. 93, 95, 178 (zugleich Dissertation, Universität Jena 2009, unter dem Titel: Idee einer nationalen Konföderation im geteilten Deutschland 1949 bis 1990).
  • Veronika Springmann: „Sport machen“. Eine Praxis der Gewalt im Konzentrationslager. In: Wojciech Lenarczyk u. a. (Hrsg.): KZ-Verbrechen. Beiträge zur Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager und ihrer Erinnerung. Metropol, Berlin 2007, ISBN 978-3-938690-50-5, S. 89–102 (zu Friedrich Maase siehe u. a. S. 92–95).
  • Bernd Kortländer: Der „Karl-Immermann-Preis“ der Stadt Düsseldorf 1947–1967. In: Bernd Kortländer (Hrsg.): Literaturpreise. Literaturpolitik und Literatur am Beispiel der Region Rheinland/Westfalen (= Heinrich-Heine-Institut: Archiv, Bibliothek, Museum). Band 7. Metzler, Stuttgart u. a. 1998, ISBN 3-476-01577-7, S. 175–192 (zu Friedrich Maase siehe S. 182, 185).
  • N. N.: Ein Gespräch mit Notar Dr. Friedrich Maase über die Frage der Wiedervereinigung. In: Deutsche Volkszeitung (DVZ). 5. Jahrgang, Nr. 33, 1959, ISSN 0417-2728, S. 4 (zitiert nach/in: Dong-Ki Lee: Option oder Illusion? Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-607-9, S. 178, Fußnote Nr. 6).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Friedrich Maase – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Ilse Fischer: Versöhnung von Nation und Sozialismus? Lothar Erdmann (1888–1939): ein „leidenschaftlicher Individualist“ in der Gewerkschaftsspitze. Biographie und Auszüge aus den Tagebüchern. Dietz, Bonn 2004, ISBN 3-8012-4136-X, S. 468, Fußnote 36 (Kurzbiografie von Friedrich Maase).
  2. Vgl. Stadtarchiv Düsseldorf: Akte 0-1-21-336.0000. Polizeidezernent Dr. Robert Lehr an den Regierungspräsidenten, vom 14. November 1918, betreffend Bildung eines Arbeiter- und Soldatenrates im Stadtkreise Düsseldorf.
  3. Vgl. Stephan Lipski: Der Arbeiter- und Soldatenrat in Düsseldorf (zwischen den Novemberereignissen und dem 2. Rätekongress, November 1918 bis April 1919): vom politischen Organ zur wirtschaftlichen Interessenvertretung. Dissertation. Philosophische Fakultät der Universität Düsseldorf, Düsseldorf 1978, DNB 790837072.
  4. Josef Schleifstein: Vorwort des Herausgebers. In: Hans Fladung eigentlich Johann Fladung, Verf.; Josef Schleifstein (Hrsg.): Erfahrungen. Vom Kaiserreich zur Bundesrepublik. Autobiographie. Röderberg, Frankfurt am Main 1986, ISBN 3-87682-808-2, S. 7–34.
  5. Hans-Detlef Mebes: Freimaurerischer Pazifismus in Freiburg. Teil III: Logenmitglieder und Förderer der „Brudertreue“. Herkunft–Engagement–Einzelschicksale. In: Zeitschrift des Breisgau-Geschichtsvereins Schau-ins-Land. 123. Jahresheft. 2004, S. 122 (online).
  6. a b c d e f g Gemäß Entschädigungsakte zu Friedrich Maase, archiviert im Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, BR 2182 Nr. 16518.
  7. a b c Margot van den Bergh: Düsseldorf. Sachsenverlag, Dresden 1956, DNB 572246234.
  8. Birgit Boge: Die Anfänge von Kiepenheuer & Witsch. Joseph Caspar Witsch und die Etablierung des Verlags (1948–1959). Harrassowitz, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-447-06001-1, S. 226.
  9. a b c d e f g Winfried Meyer: Gezielte Gegnerliquidierung oder Exzeß der Gewalt? Die Ermordung Benedikt Schmittmanns im KZ Sachsenhausen im Spiegel des Bonner Sorge / Schubert Prozesses. In: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft. Nr. 1. Metropol, Berlin 2002, S. 44–54.
  10. Christian Soyke: „Pistolen-Schubert“ und Co.: Sachsenhausen dokumentiert brutale Gewalt im KZ. Themen der Woche. (Nicht mehr online verfügbar.) In: katholische-sonntagszeitung.de. Katholische Sonntagszeitung für Deutschland, archiviert vom Original am 6. März 2016; abgerufen am 23. Januar 2016 (Ausgabe 15 vom 11./12. April 2015). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.katholische-sonntagszeitung.de
  11. a b Veronika Springmann: „Sport machen“. Eine Praxis der Gewalt im Konzentrationslager. In: Wojciech, Lenarczyk u. a. (Hrsg.): KZ-Verbrechen. Beiträge zur Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager und ihrer Erinnerung. Metropol, Berlin 2007, ISBN 978-3-938690-50-5, S. 89–102 (zu Friedrich Maase siehe u. a. S. 92–95).
  12. Christoph Butterwegge: Friedenspolitik in Bremen nach dem Zweiten Weltkrieg. Steintor, Bremen 1989, ISBN 3-926028-48-3, S. 87 ff, 100 ff (Zitat: „Die Sowjetunion trat den intensiven Bemühungen der Bundesregierung und der Westmächte um eine Wiederaufrüstung entgegen, indem sie diesen Staaten Angebote zur Wiedervereinigung Deutschlands unterbreitete. Berühmtheit erlangte die sog. Stalin-Note vom 10. März 1952, in der freie Wahlen für ein Gesamtdeutschland vorgeschlagen wurden, das neutral, aber mit zur Grenzsicherung erforderlichen Truppen ausgerüstet sein sollte.“).
  13. Friedrich Maase, Düsseldorf (verantwortlich für den Inhalt): Einheit, Frieden, Freiheit. Kongreß für deutsche Verständigung für einen gerechten Friedensvertrag am 30. März 1952 in der Kaiser-Friedrich-Halle zu München-Gladbach. Broschüre. Druckerei u. Pacht-GmbH, Hagen i/W., Betrieb Lage/Lippe, Lage/Lippe 1952, S. 9 (Maase sagte vor über 1000 Delegierten zur Eröffnung unter anderem: „Wir wissen alle – und das ist ja auch der Grund, weshalb und warum Sie so zahlreich hierhergekommen sind – dass die nächsten Monate, vielleicht sogar die nächsten Wochen über das Schicksal Deutschlands entscheiden werden. Es wird die Entscheidung fallen, ob wir ein einiges Deutschland bekommen oder ob die Einigung auf unabsehbare Zeit verhindert wird; ob wir nach West und Ost auseinandergerissen, vielleicht in zwei feindliche Blocks zwangsweise hineingetrieben werden. Ich glaube, Sie sind alle im Innersten durchdrungen von der schicksalhaften Bedeutung der Stunde, die wir jetzt durchleben.“).
  14. Vgl. Bericht über den Besuch der Delegation des Arbeitskreises bei Regierung und Volkskammer der DDR in Ost-Berlin. In: Tägliche Rundschau. 25. April 1952, ZDB-ID 1201483-7.
  15. a b c Gunther Rojahn: Elfes – Mehr als ein Urteil. Aufladung und Entladung eines Politikums. Dissertation, Freie Universität Berlin, Fachbereich Rechtswissenschaft. Berlin 2009 (diss.fu-berlin.de [PDF; abgerufen am 28. August 2015]).
  16. Gemäß Personalakte zu Friedrich Maase des Justizministeriums NRW, archiviert im Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, NW Pe 4824.
  17. Soldatentreffen. Das Gesetz gilt noch. In: Der Spiegel. Nr. 9, 23. Februar 1955, S. 13–14 (online [abgerufen am 28. August 2015]).
  18. Heinemann-Partei: Ein Viertel vom Gehalt. In: Der Spiegel. Nr. 33, 12. August 1953, S. 5–6 (online [abgerufen am 28. August 2015]).
  19. Jasmin Grande: Das Rosenkränzchen (1909–1911). In: Portal Rheinische Geschichte. Landschaftsverband Rheinland (LVR), 2014, abgerufen am 28. August 2015.
  20. Stephan von Wiese (Hrsg.): Gert H. Wollheim 1894–1974. Monographie und Werkverzeichnis. Ausstellungskatalog Kunstmuseum Düsseldorf. Wienand, Köln 1993, ISBN 3-87909-326-1.
  21. Siehe Angaben zur Zeitschrift Ethische Kultur – Monatsblatt für ethisch-soziale Neugestaltung im ZDB-OPAC: ZDB-ID 545118-8 (vgl. Angabe der Herausgeber auf der Titelseite der Ausgabe vom 15. Januar 1932, 40. Jahrgang, Nr. 1: Ethische Kultur – 40.1932. In: Online-Portal (SPO). Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (BBF) des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung, abgerufen am 15. Januar 2016 (Digitalisat).)
  22. a b Hilde Schramm: Zeitschrift und Gesellschaft ethische Kultur 1931–1936. (PDF, 431 kB) Vierter Exkurs. Rowohlt, 2012, S. 5–10, abgerufen am 23. Januar 2016 (Die insgesamt fünf Exkurse werden von Autorin und Verlag online zum Download angeboten; nach Verlagsangaben erweitern und vertiefen sie die Biographie von Dr. Dora Lux bildungsgeschichtlich und kulturhistorisch: Hilde Schramm: Meine Lehrerin, Dr. Dora Lux. 1882–1959. Nachforschungen. Rowohlt, Reinbek 2012, ISBN 978-3-498-06421-1.).
  23. Peter Baumöller: … es war nicht alles für die Katz … Geschichten aus heißen und kalten Kriegstagen. Druck im FGK, Düsseldorf 1998, ISBN 3-9805861-1-1.
  24. Sylvia Conradt: Das KPD-Verbot: Vor 50 Jahren erklärte das Bundesverfassungsgericht die Kommunistische Partei für verfassungswidrig. In: deutschlandradiokultur.de, „Zeitreisen“. Deutschlandradio Kultur, 16. August 2006, abgerufen am 28. August 2015.
  25. a b Ernst Riggert: Kommunistische Tarnorganisationen in der Bundesrepublik. In: Gewerkschaftliche Monatshefte – 3. H. 10, 1952, S. 616–620 (library.fes.de [PDF; abgerufen am 29. November 2015]).
  26. Ursula Heukenkamp (Hrsg.): Unterm Notdach: Nachkriegsliteratur in Berlin 1945–1949. Erich Schmidt Verlag, Berlin 1996, ISBN 3-503-03736-5, S. 217.
  27. Stadtarchiv der Landeshauptstadt Düsseldorf, Amt 31 IV 3446 (Heinrich-Heine Denkmal) 1926–1953, Blatt 93–163. Vergl. auch Hermann Kopp, Klaus Stein, Klara Tuchscherer (Hrsg.) Hanns und Lya Kralik. Kunst und widerständiges Leben. Essen 2011, Neue Impulse Verlag. S. 104–106
  28. Susanne Schwabach-Albrecht: In Heines Gesellschaft. Heinrich-Heine-Gesellschaft e. V., Düsseldorf 1956–2006. Grupello, Düsseldorf 2006, ISBN 3-89978-054-X.
  29. Akten des Kulturamtes der Stadt Düsseldorf. (PDF, 1,00 MB) Verzeichnis 1951–1965. Stadtarchiv Düsseldorf, S. 136 (Zählung im Dokument), abgerufen am 12. November 2015.
  30. Joseph A. Kruse: Herbert Eulenberg (1876–1949), Schriftsteller. In: Portal Rheinische Geschichte. Landschaftsverband Rheinland (LVR), 2011, abgerufen am 26. August 2015.
  31. a b c Torsten Casimir: Wiedergeburt eines „volksfremden Literaten“. Die Universität hat ihr Heine-Denkmal eingeweiht. In: Rheinische Post. 17. Juni 1994. Zitat: „Chantelau hat sie 1991 von dem Düsseldorfer Otto Schönfeldt erworben; der hochbetagte Vorbesitzer konnte gestern aus Krankheitsgründen nicht zur Einweihung kommen. ‚Mit diesem Modell bin ich auf die Unileitung zugegangen‘ berichtete Chantelau. Man sei sich schnell einig geworden: ‚Die Uni bekommt die Statuette als Dauerleihgabe, dafür lässt sie ein neues Denkmal fertigen‘. Die Wiedergeburt des Hamburger Heine verlief nicht ohne Komplikationen.“
  32. Bezirksamt Hamburg-Mitte: Gedenkstätten in Hamburg – Heinrich-Heine-Denkmal. In: gedenkstaetten-in-hamburg.de. KZ-Gedenkstätte Neuengamme, abgerufen am 20. Januar 2016.
  33. a b Digitales Kunst- und Kulturarchiv (d:kult) >> Heinrich Heine. In: emuseum.duesseldorf.de. Kunst- und Kulturamt Düsseldorf, 1. August 2015, abgerufen am 19. Januar 2016.
  34. Gert Kaiser: Ansprache zur Eröffnung des Heine-Jahres 1997. (heinrich-heine.com [abgerufen am 1. Februar 2017]).

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heute hat die Heinrich-Heine-Gesellschaft e. V. über 1.200 Mitglieder (Stand 2015), arbeitet eng mit dem 1970 gegründeten Heinrich-Heine-Institut in Düsseldorf-Bilk zusammen und hat im Institut auch ihren Vereinssitz.