Georg Fuchs (Schriftsteller)

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Johann Georg Peter Fuchs (* 15. Juni 1868 in Beerfelden, Odenwald; † 16. Juni 1949 in München) war ein deutscher Schriftsteller und Theaterleiter. Zu seinem Werk gehören Kommentare, Tragödien, Erlebnisberichte und theoretische Schriften.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Georg Fuchs stammte aus einer evangelisch-lutherischen Pfarrerfamilie, er war ein Bruder von Emil Fuchs. Er studierte Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität Gießen und an der Universität Leipzig. Seit 1890 wohnte er in München und schrieb Musikkritiken für die Münchner Neuesten Nachrichten. 1908 gründete er das Münchner Künstler-Theater. 1910 gründete er in München das Volksfestspiel.

Verschwörung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Maßnahmen um die Auflösung der Einwohnerwehren lernte er Augustin Xavier Richert kennen und wurde von diesem für die Rolle des bayrischen Separatisten verpflichtet. Im Rahmen einer Verschwörung nahm er ab Ende Juli 1922 an monatlichen Besprechungen teil. Geplant war, die Regierung Lerchenfeld-Köfering und ab 8. November 1922 die Regierung Knilling zu stürzen und Bayern durch französische Streitkräfte vom Deutschen Reich zu lösen. Der Bayrische Landtag sollte aufgelöst und eine Regierung mit diktatorischen Vollmachten mit Gustav von Kahr, Ernst Pöhner und Franz Ritter von Epp gebildet werden. Die Finanzierung der Verschwörung ging an den Bund Wiking, die Tarnorganisation der Organisation Consul. Regierungsbaumeister Rudolf Schäfer (* 1885), erhielt 35 Millionen Reichsmark, 28.500 Goldmark inflationsbereinigt.[1] Kapitänleutnant Eberhard Kautter erhielt 55 Millionen Reichsmark, 40.000 Goldmark inflationsbereinigt. Im November 1922 wurde als Oberbefehlshaber Generalstabsoffizier Major a. D. Karl Mayr ernannt. Mayr suchte um eine Verlegung des Putschtermins und weitere finanzielle Unterstützung an. Am 28. Februar 1923 wurde das Anliegen Ernst Röhm, Zeugmeister für die Schwarze Reichswehr in München, vorgetragen, worauf neben anderen Fuchs, der Kapellmeister Hugo Machhaus, Redakteur Völkischer Beobachter, Freikorps Oberland, und der Leiter der Münchner Geschäftsstelle des Blücherbundes, Johann Berger, verhaftet wurden.

In einem Prozess vor dem Volksgericht vom Juni bis Juli 1923 unter dem Vorsitz von Georg Neithardt wurde Fuchs zu 12 Jahren Zuchthaus verurteilt.[2] 1927 wurde er aus dem Zuchthaus entlassen.[3]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • als Herausgeber: Ernst Elias Niebergall: Dramatische Werke, Gesamtausgabe, 1894
  • Till Eulenspiegel, Kommentar, 1899
  • Manfred, Tragödie, 1902
  • Die Schaubühne der Zukunft, 1904
  • Hyperion, 1905
  • Deutsche Form, 1907
  • Die Revolution des Theaters, 1909
  • Wir Zuchthäusler, Erinnerungen des Zellengefangenen Nr. 2911, 1931
  • Sturm und Drang in München um die Jahrhundertwende, 1936

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Blücherbund 1922/23. Entstehung und Abspaltung vom Bund Oberland. In: Historisches Lexikon Bayerns (PDF; 8 kB).
  2. Susanne Meinl, Dieter Krüger: Der politische Weg von Friedrich Wilhelm Heinz. Vom Freikorpskämpfer zum Leiter des Nachrichtendienstes im Bundeskanzleramt. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. Jg. 42, Heft 1, Januar 1994, S. 41 Fn. 10 (siehe auch Friedrich Wilhelm Heinz).
  3. Wilhelm Kosch, Carl Ludwig Lang, Konrad Feilchenfeldt: Deutsches Literatur-Lexikon. Das 20. Jahrhundert. S. 1989.