Gustav von Kahr

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Gustav von Kahr im Jahr 1920

Gustav Kahr, seit 1911 Ritter von Kahr (* 29. November 1862 in Weißenburg in Bayern; † 30. Juni 1934 im KZ Dachau) war ein deutscher Jurist und Politiker. Er amtierte vom 16. März 1920 bis 11. September 1921 als bayerischer Ministerpräsident und Außenminister. Bekannt wurde er vor allem durch sein separatistisches Handeln als diktatorisch legitimierter Generalstaatskommissar 1923 und seine Rolle bei der Niederschlagung des darauf folgenden Hitlerputsches.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühe Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kahr der Sohn des Präsidenten des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs Gustav von Kahr und dessen Frau Emilie, geborene Rüttel (1839-1911).

Nach dem Besuch einer Lateinschule in Landshut wurde Kahr von 1877 bis 1881 am Maxgymnasium in München unterrichtet, das er mit dem Abitur verließ.[1] Von Oktober 1881 bis September 1882 gehörte er dem 2. bayerischen Infanterie-Regiment "Kronprinz" als Einjähriger Freiwilliger an.

Vom Wintersemesters 1882 an studierte Kahr bis 1885 Rechtswissenschaften in München. Während des Studiums war er Mitglied der Studentenverbindung Akademischer Gesangverein München. Nach dem Bestehen der 1. juristischen Staatsprüfung durchlief Kahr den juristischen Vorbereitungsdienst beim Amtsgericht München I (ab 1. Oktober 1885), beim Landgericht München (ab 1. Oktober 1886) und beim Bezirksamt München (ab 1. April 1887) sowie bei dem Rechtsanwalt Gmeinhardt in München (1. April bis 30. September 1888). Parallel hierzu war er vom 1. April bis 15. November 1888 freiwillig beim Bezirksamt München I tätig.

Zum 12. Januar 1889 trat Kahr als Akzessist in den Staatsdienst bei der Regierung von Oberbayern, für die er bei der Kammer des Innern arbeitete. Zum 16. Mai 1890 wechselte er als Bezirksamtsassessor nach Erding. Zum 1. Oktober 1895 wurde Kahr in das bayerische Staatsministerium des Innern einberufen. Dort wurde er zum 16. November 1897 zum Regierungsassessor befördert. Kahrs Hauptbetätigungsfeld im Jahrzehnt vor der Jahrhundertwende war die Organisation der Erhaltung von Volkskunst und gefährdeter Baudenkmäler. Zusammen mit Kurat Frank und dem Bildhauer Wadere wurde Kahr Mitbegründer des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege.

Nach knapp fünfjähriger Tätigkeit im Staatsministerium wurde Kahr zum 16. Juli 1900 als Bezirksamtmann nach Kaufbeuren versetzt, bevor er im Jahr 1902 in das Staatsministerium des Innern zurückkehrte. Dort durchlief er fortan rasch die Stationen des Ministerialdienstes bis hin zum Staatsrat: Er wurde nacheinander zum Regierungsrat (1. November 1902), Oberregierungsrat (1. Dezember 1904) und Ministerialrat (1. August 1907) befördert. Zum 1. Februar 1912 wurden ihm derTitel und Rang eines Geheimen Rats zugebilligt (Exzellenz). Zum 1. Oktober 1912 wurde Kahr zum Staatsrat im oberen Dienst und Ministerialdirektor ernannt.

Auch während seiner Jahre im Staatsministerium widmete Kahr sich vornehmlich der Hege und dem Schutz gefährdeten Kulturgutes.

Regierungspräsident, Ministerpräsident des Freistaats, wieder RP[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Ersten Weltkrieg nahm Kahr nicht als Reserveoffizier teil, da sein Minister Max Freiherr von Soden-Frauenhofen ihn als für die Sicherung der Ernährung tätigen Mitarbeiter nicht freigeben wollte. 1916/1917 war Kahr als Oberkonsistorialpräsident vorgesehen.

1917 wurde Kahr vom bayerischen König Ludwig III. zum Regierungspräsident (RP) von Oberbayern ernannt. In dieser Stellung erkannte Kahr als einer der ersten Männer in führender Position die sich anbahnende politische Revolution in Bayern wie in ganz Deutschland.

Der Sturz der Monarchie Ende 1918 erschütterte Kahr zwar, ermöglichte es ihm aber zugleich, sich für eine Neuregelung des Verhältnisses des Freistaates Bayern und des Gesamtstaates einzusetzen. Diese Sorge führte den eigentlich unpolitischen Kahr zwangsläufig in die Politik.

Nach dem Kapp-Putsch wurde der evangelische Monarchist am 16. März 1920 zum Nachfolger des Ministerpräsidenten Johannes Hoffmann gewählt. Kahr stand einer bürgerlichen Rechtsregierung vor und betrieb eine eigenständige Stellung Bayerns innerhalb des Deutschen Reiches. Gestützt auf seine Einwohnerwehr ließ er die Arbeiter- und Soldatenräte auflösen und begründete den Ruf Bayerns als „Ordnungszelle des Reiches“. Nach dem Erlass der Republikschutz-Verordnung im Anschluss an die Ermordung Matthias Erzbergers durch republikfeindliche Extremisten trat er am 12. September 1921 aus Protest zurück, da er die Auflösung der Einwohnerwehr nicht verhindern konnte. Er kehrte auf seinen früheren Posten als Regierungspräsident von Oberbayern zurück. In den Jahren 1920 und 1923 ordnete Kahr im Zuge einer reichsweiten antisemitischen Kampagne aufgrund einer Anregung von Rupprecht von Bayern die Massenausweisung sogenannter Ostjuden an.[2]

Generalstaatskommissar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kahr wurde aus Protest gegen den Abbruch des Ruhrkampfes durch die Reichsregierung am 26. September 1923 von der bayerischen Staatsregierung nach Artikel 64 der Bamberger Verfassung zum Generalstaatskommissar mit diktatorischen Vollmachten ernannt. Noch am selben Tag verhängte er den Ausnahmezustand in Bayern. Die in Bayern stationierten Einheiten der Reichswehr unterstellte er seinem Kommando. Außerdem verbot er das Erscheinen der sozialdemokratischen Zeitung Münchener Post.[3]

Hitler-Ludendorff-Putsch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gustav von Kahr (vorn links) mit Erich Ludendorff (Mitte) im Jahr 1921

Als Kahr am 8. November 1923 im Münchner Bürgerbräukeller vor rund 3.000 Zuhörern eine Rede hielt, wurde die Versammlung von Adolf Hitler, Erich Ludendorff, Hermann Göring und weiteren Nationalsozialisten gestürmt. Hitler feuerte einen Revolverschuss in die Decke, um die Aufmerksamkeit der Zuhörer zu erlangen, rief die „nationale Revolution“ aus und forderte Kahr, Generalleutnant Otto Hermann von Lossow und Polizeioberst Hans Ritter von Seißer zu einer Besprechung auf. In einem Hinterzimmer nötigte er Kahr und die anderen mit der Waffe in der Hand, sich der proklamierten nationalen Erhebung anzuschließen. In den Saal zurückgekehrt, forderten diese die Anwesenden auf, Hitlers Staatsstreich zu unterstützen, der für den nächsten Tag geplant war. Angesichts ihres gegebenen Ehrenwortes, nichts gegen Hitlers Plan zu unternehmen, sah Ludendorff von einer Inhaftierung Kahrs, Lossows und Seißers ab. Die beiden letzteren leiteten im Anschluss sogleich Gegenmaßnahmen ein, um den Staatsstreich niederzuschlagen. Nach einigen Stunden des inneren Ringens wandte sich auch Kahr gegen Hitler und verbreitete um 2.55 Uhr im Rundfunk ein Verbot von NSDAP, Freikorps Oberland und Bund Reichskriegsflagge.

Am nächsten Tag, dem 9. November 1923, eskalierte der Hitler-Ludendorff-Putsch, als sich bei einem Handgemenge der in Zwölferreihen vorrückenden Aufständischen – vorne Bewaffnete, dahinter Fahnen, in dritter Reihe die Anführer – am Ende der Residenzstraße auf der Höhe der Feldherrnhalle ein Schuss löste (ob von einem Putschisten oder von einem Landespolizisten abgefeuert, konnte nie geklärt werden). Im anschließenden Schusswechsel kamen 16 Putschisten, vier Polizisten und ein Unbeteiligter ums Leben. Hitler machte für das Misslingen des Putsches Kahr verantwortlich.

Am Hochverratsprozess gegen Hitler und die übrigen Putschisten nahm Kahr als Zeuge teil, wobei er am 26. Februar 1924 aussagte.

Am 17. Februar 1924 trat Ritter von Kahr vom Posten des Generalstaatskommissars zurück. Vom 16. Oktober 1924 bis 31. Dezember 1930 amtierte Kahr als Präsident des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs. Zum 1. Januar 1931 wurde er in den Ruhestand versetzt.

Ermordung im Konzentrationslager Dachau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Abend des 30. Juni 1934 wurde Kahr im Verlauf der Röhm-Affäre von einem NS-Kommando in seiner Wohnung in München festgenommen. Auf dem Weg in das KZ Dachau wurde er von zwei SS-Männern schwer misshandelt. Bei seiner Ankunft im Lager wurde der Kraftwagen, in dem Kahr transportiert wurde, von einem aufgebrachten Mob von mehr als einhundert SS-Männern umringt: Diese stimmten Freudengeschrei an, als der Wagen auf dem Platz vor der Kommandantur eintraf und schrien wiederholt in bedrohlich skandierender Weise „Kahr, Kahr!“. Auf Befehl des Kommandanten des Lagers, Theodor Eicke, wurde Kahr zum Arrestgebäude des Lagers (sogenannter Bunker) gebracht und dort dem Arrestaufseher übergeben. Kurz danach wurde er im Arrestgebäude erschossen.[4] Als wahrscheinlichster Schütze gilt der damalige Oberaufseher des Bunkers Johann Kantschuster.[5] Bald nach dem Mord an Kahr kam die Legende auf, seine Leiche sei kurz nach dem 30. Juni mit Spitzhacken verstümmelt im Dachauer Moor außerhalb gefunden worden, die auch in die Fachliteratur Einzug gehalten hat.[6]

Die Oberstaatsanwaltschaft beim Landesgericht München II nahm im Juli 1934 zunächst Ermittlungen wegen Kahrs Tod auf, die schließlich damit endeten, dass die Bayerische Politische Polizei ihr die am 30. Juni in Dachau erfolgte Erschießung Ende Juli offiziell mitteilte. Zuvor hatte das Reichsjustizministerium am 14. Juli auf eine entsprechende Sammelanfrage des bayerischen Justizministeriums, wie mit den im Münchener Raum am 30. Juni bis 2. Juli vorgekommenen Tötungshandlungen zu verfahren sei, dem bayerischen Justizministerium mitgeteilt, dass der Fall Kahr, wie eine Reihe anderer von den Münchener Staatsanwaltschaften aufgegriffene Fälle, als „rechtens“ anzusehen sei. Infolgedessen bezeichnete das bayerische Justizministerium gegenüber dem Generalstaatsanwalt München die Tötung Kahrs als „eine zur Niederschlagung hoch- und landesverräterischer Angriffe vollzogene Maßnahme“, die „unter das Gesetz über Maßnahmen der Staatsnotwehr vom 3. Juli 1934 (RGBl. I S. 529)“ falle. Daraufhin stellte der zuständige Oberstaatsanwalt beim Münchener Landgericht II das Verfahren wegen der Tötung Kahrs mit der Begründung ein, dass „eine strafbare Handlung nicht vorliegt“.[7]

Im Ausland erregte die Meldung vom Tod Kahrs – der in der deutschen Presse verschwiegen wurde – großes Aufsehen. Da im Allgemeinen davon ausgegangen wurde, dass es sich bei der Tötung Kahrs um einen Racheakt Hitlers für das Verhalten des vormaligen Generalstaatskommissars im Jahr 1923 handelte und dieser somit nicht – wie die meisten anderen Opfer der Säuberungsaktion von 1934 – umgebracht wurde, weil er in der Situation, die im Sommer 1934 bestand, eine aktuelle Bedrohung für das NS-System darstellte, sondern er umgebracht wurde, obwohl er sich aus dem politischen Leben völlig zurückgezogen hatte und keine Gefahr mehr für die Nationalsozialisten darstellte, wurde die an ihm begangene Tat von vielen Presseberichten und Zeitgenossen aus der Masse der am 30. Juni und 1. Juli von den Nationalsozialisten verübten Morde als eine besonders abstoßende – weil nicht einmal durch Staatsraison oder Machtkalkül zu rechtfertigende, sondern (zumindest dem Anschein nach) ausschließlich durch Rachsucht motivierte – Tat herausgehoben. Hieran knüpften Presse und Zeitgenossen zumeist entsprechend vernichtende Urteile über die Personen, die man für die Tötung Kahrs verantwortlich erachtete. So notierte der Schriftsteller Thomas Mann am 6. Juli 1934 in seinem Tagebuch über die Mordaktion die die NS-Regierung in den vergangenen Tagen durchgeführt hatte: „Am kennzeichnendsten vielleicht die scheußliche Ermordung des alten Kahr in München, die einen politisch völlig unnötigen Racheakt für Verjährtes darstellt. Es zeigt sich da, was für ein Kujon dieser Mensch [Hitler] ist, den viele für besser als seine Bande halten, was für ein Vieh mit seinen Hysterikerpfoten, die er für Künstlerhände hält.“[8]

Am 7. Juli 1934 schrieb der NS-Chefideologe Alfred Rosenberg in sein Tagebuch, dass die „Verräter des 9. XI. [19]23“ nach Dachau gebracht worden seien, so dass sie nun „ehrlicher Arbeit nachgehen“ könnten.[9] Und: „So wurde der 9. XI. [19]23 doch noch gesühnt u.[nd] Kahr hat sein längst verdientes Los ereilt.“[9] Ob Theodor Eicke mit oder ohne Befehl Hitlers Kahr ermorden ließ, konnte nie geklärt werden.

Werner Best, der als Leiter des SD-Oberabschnitts Süd in München die am 30. Juni und 1. Juli in München durchgeführten Verhaftungen auf Grundlage von Befehlen, die ihm aus Berlin übermittelt wurden, vornehmen ließ und koordinierte, räumte nach dem Zweiten Weltkrieg zu dem Fall Kahr ein, dass die Verhaftung Kahrs von ihm, Best, oder seinem Stellvertreter Carl Oberg, auf Anweisung der SS/SD-Zentrale in Berlin hin veranlasst worden sei. Er bestritt allerdings, dass ihm ein Befehl zur Erschießung des ehemaligen Generalstaatskommissars bekannt gewesen sei. Stattdessen sei ihm nur der Auftrag erteilt worden Kahr verhaften und im KZ Dachau unterbringen zu lassen. Wenn ein Befehl zur Tötung des Gefangenen vorgelegen habe, dann sei dieser seiner Dienststelle nicht mitgeteilt worden, sondern auf anderen Wege, ohne Einschaltung des Münchener SD-Oberabschnitt von Berlin an die Lagerleitung von Dachau übermittelt worden. Ihm sei bei seinen eigenen Nachforschungen über die Umstände von Kahrs Tod berichtet worden, dass dieser von Angehörigen der Wachmannschaft Dachaus in eigenmächtiger Weise getötet worden sei. Dies soll dem ihm, Best, zugegangenen Mitteilungen, in der Form passiert sein, dass die Ankunft des „Verräters“ Kahr die SS-Mannschaft so erregt habe, dass sie diesen spontan kurz nach seinem Eintreffen im Lager erschossen hätte. Der SD-Chef Heydrich sei ihm, Best, auf die Meldung von der Erschiessung Kahrs, „aufrichtig verärgert“ erschienen, so dass er angenommen habe, „dass sie von ihm [Heydrich] wirklich nicht gewollt war.“[10]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1890 heiratete Kahr Ella Schübeck (1864–1938), eine Tochter des Oberregierungsrates Gustav Schübeck und der Louise Vocke. Aus der Ehe gingen vier Töchter hervor, von denen eine früh starb. Die Tochter Ella heiratete Anton Kerschensteiner, der später Präsident des Landesarbeitsgerichtes in München wurde.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie schon sein Vater erhielt auch Gustav Ritter von Kahr 1911 für seine Verdienste um die Pflege der Volkskunst den Verdienstorden der Bayerischen Krone. Dieser Orden war – ebenso wie der Militär-Max-Joseph-Orden – mit dem persönlichen, nicht vererbbaren bayrischen Ritterstand verbunden, und Kahr erhielt dadurch den Namenszusatz „Ritter von“.

1913 verlieh die Technische Hochschule München Kahr ehrenhalber den Titel Dr.-Ing. und die Münchener Universität den Titel eines Dr. med. h.c.

Nach ihm benannt wurde die Von-Kahr-Straße in München-Untermenzing.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bayerische Gemeindeordnung für die Landestheile diesseits des Rheins, erläutert und mit den Vollzugsvorschriften herausgegeben von Gustav von Kahr, C.H. Beck, 2 Bde., 1896 und 1898.

Quellen und Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellenmaterial[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gustav von Kahr: Reden zur bayerischen Politik. Ausgewählte Reden des bayerischen Ministerpräsidenten Dr. von Kahr. In: Politische Zeitfragen 2 (1920), H. 22–24.
  • Landesausschuss der SPD in Bayern (Hg.): Hitler und Kahr. Die bayerischen Napoleonsgrößen von 1923. Ein im Untersuchungsausschuss des Bayerischen Landtags aufgedeckter Justizskandal. Georg Birk, München 1928.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monographien mit Bezug auf Kahr:

  • Hellmuth Rössler, Günther Franz, Willy Hoppe (Bearb.): Biographisches Wörterbuch zur deutschen Geschichte: R. Oldenbourg, München 1953.
  • Walter Schärl: Die Zusammensetzung der bayerischen Beamtenschaft von 1806-1918 (Münchener historische Studien, Abt. Bayerische Geschichte 1), Kallmünz/Opf. 1955.
  • Elina Kiiskinen: Die Deutschnationale Volkspartei in Bayern (Bayerische Mittelpartei) in der Regierungspolitik des Freistaats während der Weimarer Zeit. München 2005.
  • Karl Rothenbücher: Der Fall Kahr. Mohr, Tübingen 1924 (= Recht und Staat in Geschichte und Gegenwart, Bd. 29).

Aufsätze mit Bezug auf Kahr:

  • Martin Weichmann: „Ruhe und Ordnung um jeden Preis.“ Weißenburger und Weißenburg zwischen Räterepublik und Hitlerputsch. Teil II: Gustav von Kahr und die Einwohnerwehren. In: Villa nostra, 2008, H. 1, S. 5–21.


Biographische Skizzen:

  • Stephan Deutinger: Gustav von Kahr. Regierungspräsident von Oberbayern 1917–1924. In: Die Regierungspräsidenten von Oberbayern im 19. und 20. Jahrhundert. Hrsg. im Auftr. von Regierungspräsident Werner-Hans Böhm durch Stephan Deutinger, Karl-Ulrich Gelberg und Michael Stephan. München 2005, S. 218–231.
  • Anton Kerschensteiner: Dr. Gustav von Kahr. In: Schönere Heimat 51 (1962), S. 496–498.
  • Anton Mößmer: Gustav von Kahr. Ein Lebensbild. In: Freunde des Hans-Carossa-Gymnasiums e.V. Landshut 28 (1988), S. 34–68.
  • Reiner Pommerin: Gustav Ritter von Kahr. In: Kurt G. A. Jeserich, Helmut Neuhaus (Hgg.): Persönlichkeiten der Verwaltung. Kohlhammer, Stuttgart 1991, S. 281–285.
  • Reinhard Schwirzer: Gustav Ritter von Kahr (1862–1934), seine Familie und Weißenburg. In: Villa nostra 2004, H. 2, S. 30–43.
  • Bernhard Zittel: Gustav von Kahr. In: Gerhard Pfeiffer (Hg.): Fränkische Lebensbilder, Bd. 3. Würzburg 1969, S. 327–346.


Kurzeinträge in Nachschlagewerken:

  • Hermann Degener (Hrsg.): Wer ist's?, 9. Ausgabe, Leipzig 1928.
  • Cuno Horkenbach (Hrsg.): Das Deutsche Reich von 1918 bis heute, Verlag für Presse, Wirtschaft und Politik G.m.b.H., Berlin 1930.
  • Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft. Das Handbuch der Persönlichkeiten in Wort und Bild, Bd. 1 (A–K), Deutscher Wirtschaftsverlag, Berlin 1930.
  • Erich Stockhorst: 5000 Köpfe. Wer war was im 3. Reich. Blick + Bild Verlag für politische Bildung, Velbert 1967
  • Bernhard Zittel: Kahr, Gustav Ritter von. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 11, Duncker & Humblot, Berlin 1977, ISBN 3-428-00192-3, S. 29 f. (Digitalisat).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gustav von Kahr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. u.a. mit Hans von Faber du Faur, Robert Piloty, Erich Riefstahl (Maler; 1862-1920) und Carl von Tubeuf; vgl. Jahresbericht über das K. Maximilians-Gymnasium in München für das Schuljahr 1880/81
  2. Ludger Heid: Achtzehntes Bild: Der Ostjude. In: Julius H. Schoeps, Joachim Schlör (Hrsg.): Bilder der Judenfeindschaft. Antisemitismus – Vorurteile und Mythen. Augsburg 1999, S. 248.
  3. The Times, 31. Oktober 1923
  4. Hans-Günther Richardi: Schule der Gewalt: das Konzentrationslager Dachau, 1995, S. 235; Otto Gritschneder: Der Führer hat Sie zum Tode verurteilt … München 1993, S. 136; Johannes Tuchel: Konzentrationslager. Boppard am Rhein 1991, S. 179.
  5. Orth: Der SD-Mann Johannes Schmidt, S. 190.
  6. Heinz Höhne: Mordsache Röhm, Reinbek bei Hamburg 1984, S. 271.
  7. Lothar Gruchmann: Justiz im Dritten Reich 1933–1940: Anpassung und Unterwerfung in der Ära Gürtner, S. 440 und 458f.
  8. Thomas Mann: An die gesittete Welt: politische Schriften und Reden im Exil, 1986, S. 60.
  9. a b Hans-Günther Seraphim (Hrsg.): Das politische Tagebuch Alfred Rosenbergs. 1934/35 und 1939/40. Dokumentation. München 1964, S. 47. (Der Herausgeber war der Bruder von Peter-Heinz Seraphim.)
  10. IfZ: ZS Best 1, Bl. 131: Beantwortung des Fragebogens der Generalstaatsanwalts in München vom 18. Juni 1951 (1 Js gen 1ff/49), S. 15.