Hottorf

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Koordinaten: 51° 0′ 3″ N, 6° 20′ 47″ O

Hottorf
Stadt Linnich
Höhe: 99 (98–103) m
Fläche: 5,51 km²
Einwohner: 354 (1. Jan. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 64 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Postleitzahl: 52441
Vorwahl: 02463
Hottorfer Maar

Hottorf ist ein ländlicher Ortsteil der Stadt Linnich im Kreis Düren.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt zwischen Gevenich und Kofferen im Westen und Ralshoven im Osten. Die Pfarrkirche St. Georg befindet sich am südlichen Ortsrand. Im Zentrum gruppieren sich die Häuser um einen „Maar“ genannten Dorfweiher mit einer von Bäumen dicht bewachsenen Insel.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ursprüngliche Namensbedeutung „Holzdorf“ verweist auf die früher vorhandenen Gehölze der Jülicher Börde, insbesondere den Buchholzbusch, der sich bis Mitte des 19. Jahrhunderts noch nördlich bis Lövenich und Katzem erstreckte.

1340 wurde in Hottorf eine Kapelle errichtet. Das Kirchenpatronat hatten zunächst die Herren von Palant und Breitenbend und später die Deutschordenskommende in Siersdorf. Zur Zeit der französischen Herrschaft um 1800 war Hottorf eine eigenständige Mairie. Zwischen Hottorf und der nördlichen Nachbargemeinde Lövenich lag bis zur vollständigen Rodung in der Mitte des 19. Jahrhunderts der Buchholzbusch, der nach alten Buschordnungen seit dem Mittelalter gemeinschaftlich genutzt wurde.

Im Dorf liegt ein ehemaliges Rittergut. Der Meerhof gehörte im 15. Jahrhundert der Familie von Müntz, dann von Horrich. Im 17. Jahrhundert von Oidtmann, ab 1837 von Meer. Zweimal brannte das Gut ab; im 19. Jahrhundert und im Zweiten Weltkrieg. Von der ursprünglichen Anlage sind an den Ecken des Hofes noch zwei runde Türme erhalten. Der Hof ist heute ein Baudenkmal.

Am 24. Februar 1945 wurde Boslar von amerikanischen Soldaten der 102. Infanteriedivision der 9. US-Armee im Zuge der Operation Grenade eingenommen.

Am 1. Juli 1969 wurde Hottorf nach Linnich eingemeindet.[2]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hottorfer Sportverein
  • Kirchenchor St. Cäcilia Hottorf
  • Maarschützen Hottorf e.V. 1985
  • Pferdefreunde St. Georg e.V.

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Goswin Frenken (1887–1944/45), deutscher Philologe, Literaturwissenschaftler und Opfer des Nationalsozialismus

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.linnich.de/unsere_stadt/allgemeines/einwohnerzahlen.php
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 99.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hottorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien