Gevenich (Linnich)

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Koordinaten: 50° 59′ 19″ N, 6° 18′ 35″ O

Gevenich
Stadt Linnich
Höhe: 103 (79–105) m
Fläche: 4,78 km²
Einwohner: 725 (31. Mai 2011)
Bevölkerungsdichte: 152 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Postleitzahl: 52441
Vorwahl: 02462

Gevenich ist ein Ortsteil der Stadt Linnich im Kreis Düren.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt zwischen Glimbach und Kofferen im Norden, Hottorf im Osten und Boslar im Süden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gevenich wird 888 erstmals urkundlich erwähnt und war im Mittelalter ein karolingisches und ottonisches Königsgut. Hier wird die Urkunde des Arnulf von Kärnten vom 13. Juni 888 bemüht, in der Gevenich nicht erwähnt ist. Diese Feststellung ist insofern unrichtig. Die Urkunde selbst gilt als verschollen. Als indirekte Quelle ist sie aber nachvollziehbar. Es handelt sich hierbei um eine Schenkung von 43 königlichen Villen an das Aachener Marienstift. Die Urkunde des Arnulf von Kärnten geht auf eine Urkunde Lothars II. zurück, die allerdings als verschollen gilt.

Die Gründung der Gevenicher Barbarabruderschaft geht auf die Pestepidemie im Jahr 1356 zurück, unter der das Dorf auch im 16. Jahrhundert wiederholt zu leiden hatte.

Gevenich gehörte zur Pfarre Boslar und wurde am 1. März 1804 zur Pfarrei erhoben. Die Dorfbewohner hatten Nutzungsrechte am Buchholzbusch, einem Waldstück, das sich bis in das 19. Jahrhundert noch zwischen Kofferen und Lövenich erstreckte. Ab 1822 wurde Gevenich dem Amt Körrenzig zugeordnet.

Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Dorfbevölkerung angesichts der Fliegerangriffe und heranrückenden Front im November 1944 evakuiert. Das Dorf erlitt an der Rurfront starke Zerstörungen. Im Februar 1945 rückten amerikanische Truppen ein.

1950 und 1951 wurden Volksschule und Kirche neu aufgebaut.

Am 1. Juli 1969 wurde Gevenich nach Linnich eingemeindet.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 99.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]