Getelo

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Getelo
Getelo
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Getelo hervorgehoben

Koordinaten: 52° 28′ N, 6° 51′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Grafschaft Bentheim
Samtgemeinde: Uelsen
Höhe: 60 m ü. NHN
Fläche: 20,24 km2
Einwohner: 531 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 26 Einwohner je km2
Postleitzahl: 49843
Vorwahl: 05942
Kfz-Kennzeichen: NOH
Gemeindeschlüssel: 03 4 56 006
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ringstr. 84
49843 Getelo
Website: www.uelsen.de
Bürgermeister: Hartmut Menken (Freie Wählergemeinschaft Getelo (FWG))
Lage der Gemeinde Getelo im Landkreis Grafschaft Bentheim
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Über dieses Bild

Getelo ist eine Gemeinde im Landkreis Grafschaft Bentheim in Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Getelo liegt nordwestlich von Nordhorn an der Grenze zu den Niederlanden. Die Gemeinde gehört der Samtgemeinde Uelsen an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Uelsen hat.

Gemeindegliederung (Ortsteile)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Getelo
  • Getelomoor

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Itterbeck Uelsen
Nachbargemeinden
Tubbergen
(Niederlande)
Halle

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die hochdeutsche „Geiß“ ist vor allem aus Grimms Märchen „Der Wolf und die sieben Geißlein“ bekannt. Die niederdeutsche Variante „Gete, Jete“ für „Geiß, Ziege“ ist in „Gietelo“ (Gelderland/Niederlande), 13. Jahrhundert „Ghettlo“, belegt, das an „Getelo“, 1188 Ghetlo anklingt. Im zweiten Teil steckt „-lo(h)“ („Wald“). In den Ostniederlanden enden zahlreiche Ortsnamen auf „lo“ z. B. Almelo, Hengelo, Markelo und Venlo, manchmal auch mit zwei „oo“ wie Hoenderloo und Dwingeloo.

Der Ortsname bedeutet also „Ziegenwald“, wohl im Sinne von „Ziegenzucht, -hütung“.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner Quelle
1885 351 [3]
1910 480 [4]
1925 519 [3]
1933 521 [3]
1939 548 [3]
1950 647 [5]
1956 623 [5]
1973 559 [6]
1975 0597 ¹ [7]
Jahr Einwohner Quelle
1980 585 ¹ [7]
1985 598 ¹ [7]
1990 662 ¹ [7]
1995 656 ¹ [7]
2000 651 ¹ [7]
2005 656 ¹ [7]
2010 671 ¹ [7]
2015 564 ¹ [7]
2018 535 ¹ [7]

¹ jeweils zum 31. Dezember

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat von Getelo besteht aus 8 Ratsmitgliedern.[8] Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 501 und 1000.[9] Der Rat wird bei den Kommunalwahlen für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Stimm- und Sitzberechtigt im Rat ist außerdem der Bürgermeister.[8]

Die letzte Kommunalwahl am 11. September 2016 ergab direkt nach der Wahl die folgende Sitzverteilung:[8]

Freie Wählergemeinschaft Getelo (FWG): 9 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Derzeitiger Bürgermeister Getelos ist Hartmut Menken (FWG), der die Nachfolge des bisherigen Bürgermeisters Lukas Scholte-Hagen (FWG) im November 2019 antrat. Scholte-Hagen hatte sein Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt. Seine Stellvertreter sind Gerwin Wolbink (FWG) und Günter Grote (FWG).[8]

  • 2001–2011: Jan-Hindrik Schipper
  • 2011–2019: Lukas Scholte-Hagen
  • seit 2019: Hartmut Menken

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Getelo
Blasonierung: „In Silber über sieben roten Hügeln in der Anordnung 4 : 2 : 1 ein bewurzelter schwarzer Eichbaum mit zehn grünen Blättern.“[10]
Wappenbegründung: Die Samtgemeinde Uelsen schreibt hierzu auf ihrer Webseite:[10]

„Das symmetrisch gestaltete Wappen zeigt im oberen 2/3-Bereich eine aufrecht stehende Eiche mit zehn kräftigen und markanten Blättern, die die Krone bilden. Die oberen sechs Blätter, zu je drei nach links und rechts gespiegelt, stehen symbolisch für die sechs Buchstaben des Ortsnamens Getelo. Sie entwachsen je drei starken Ästen, die wiederum für die drei wesentlichen Besiedlungsbereiche der Gemeinde stehen: Im Norden der Bereich „Holthuise / Krakenhoek“, im Südosten das alte Dorf und im Westen das ausgedehnte Tiefland und relativ spät besiedelte „Getelomoor“, oder, wie es mundartlich genannt wird, „het Get’ler Venn“. Die vier Blätter im unteren Baumkronenbereich sollen so auch sichtbar für die vier Buchstaben Moor oder Venn stehen. Die Eiche ist mit nach unten weisenden, weit ausladenden Wurzeln dargestellt, unterhalb dieses Wurzelbereichs liegen, in drei Ebenen angeordnet, die oben bereits erwähnten „Söben Pölle“, die als fast halbkreisförmige Gestaltungselemente den unteren Wappenbogen ausfüllen. Der darüber lagernde Wurzelbereich der Eiche illustriert das in vielen Generationen gewachsene Bewußtsein, dass die Wurzeln der hiesigen Bevölkerung in jener Vergangenheit ankern, die durch das Vorhandensein der prähistorischen „Söben Pölle“ bezeugt wird.“

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söven Pölle sind Hügelgräber aus der Bronzezeit, ursprünglich waren es etwa 26.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über verschiedene Landes- und Kreisstraßen wird die Bundesstraße 403 in ca. 10 km Entfernung erreicht.

Es besteht eine regelmäßige Rufbusanbindung der Verkehrsgemeinschaft Grafschaft Bentheim (VGB) nach Uelsen, wo es einen Anschluss an die Regionalbuslinie 10 in Richtung Emlichheim sowie Neuenhaus gibt.[11] In Neuenhaus gibt es Anschlüsse an die Bahnlinie RB 56[12] in Richtung Nordhorn und Bad Bentheim sowie an die Regionalbuslinie 30 in Richtung Nordhorn.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Getelo – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2019 (Hilfe dazu).
  2. Jürgen Udolph (Recherche): Der „Ortsnamenforscher“. In: Internetseite NDR 1 Niedersachsen. Archiviert vom Original am 2. Dezember 2016; abgerufen am 2. August 2019.
  3. a b c d Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Grafschaft Bentheim (Siehe unter: Nr. 19). (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  4. Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Grafschaft Bentheim. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: gemeindeverzeichnis.de. 5. Januar 2020, abgerufen am 31. Januar 2020.
  5. a b Statistisches Bundesamt Wiesbaden (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland – Ausgabe 1957 (Bevölkerungs- und Gebietsstand 25. September 1956, für das Saarland 31. Dezember 1956). W. Kohlhammer, Stuttgart 1958, S. 195 (Digitalisat).
  6. Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindeverzeichnis für Niedersachsen. Gemeinden und Gemeindefreie Gebiete. Eigenverlag, Hannover 1. Januar 1973, S. 49, Landkreis Grafschaft Bentheim (Digitalisat [PDF; 21,3 MB; abgerufen am 31. Januar 2020]).
  7. a b c d e f g h i j Gemeindeverzeichnis – Archiv – Regionale Gliederung – Jahresausgaben – Niedersachsen. (Alle politisch selbständigen Gemeinden im EXCEL-Format). In: Webseite Destatis. Statistisches Bundesamt, abgerufen am 31. Januar 2020.
  8. a b c d Über Getelo. In: Webseite Samtgemeinde Uelsen. Abgerufen am 31. Januar 2020.
  9. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG); § 46 – Zahl der Abgeordneten. In: Niedersächsisches Vorschrifteninformationssystem (NI-VORIS). 17. Dezember 2010, abgerufen am 31. Januar 2020.
  10. a b Wappen der Gemeinde Getelo. (PDF; 235 kB) In: Webseite Samtgemeinde Uelsen. Abgerufen am 31. Januar 2020.
  11. Liniennetz. (PDF; 760 kB) In: Webseite Verkehrsgemeinschaft Grafschaft Bentheim. 7. Juli 2019, abgerufen am 31. Januar 2020.
  12. Bentheimer Eisenbahn. In: be-mobil.de. Abgerufen am 31. Januar 2020.