Laar (Grafschaft Bentheim)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Laar (Grafschaft Bentheim)
Laar (Grafschaft Bentheim)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Laar (Grafschaft Bentheim) hervorgehoben
Koordinaten: 52° 37′ N, 6° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Grafschaft Bentheim
Samtgemeinde: Emlichheim
Höhe: 9 m ü. NHN
Fläche: 51,01 km2
Einwohner: 2168 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 43 Einwohner je km2
Postleitzahl: 49824
Vorwahl: 05947
Kfz-Kennzeichen: NOH
Gemeindeschlüssel: 03 4 56 012
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstr. 24
49824 Emlichheim
Webpräsenz: www.laar-vechte.de
Bürgermeister: Gerhard Trüün (CDU)
Lage der Gemeinde Laar (Grafschaft Bentheim) im Landkreis Grafschaft Bentheim
Landkreis Grafschaft Bentheim Niedersachsen Königreich der Niederlande Landkreis Emsland Nordrhein-Westfalen Bad Bentheim Ohne Samern Schüttorf Schüttorf Quendorf Isterberg Engden Nordhorn Wietmarschen Georgsdorf Osterwald Lage (Dinkel) Halle (bei Neuenhaus) Uelsen Getelo Wielen Itterbeck Wielen Ringe Emlichheim Laar (Grafschaft Bentheim) Wilsum Gölenkamp Esche (Grafschaft Bentheim) Neuenhaus HoogstedeKarte
Über dieses Bild

Laar ist eine Gemeinde im Landkreis Grafschaft Bentheim in Niedersachsen und gehört der Samtgemeinde Emlichheim an.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laar liegt nordwestlich von Nordhorn in unmittelbarer Nähe zur Grenze mit den Niederlanden in der Grafschaft Bentheim. Die Vechte fließt durch den Ort. Die Gemeinde gehört der Samtgemeinde Emlichheim an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Emlichheim hat. Mit 51 km² ist Laar die flächenmäßig größte Gemeinde innerhalb der Samtgemeinde.

In der Gemeinde Laar liegt das Naturschutzgebiet Laarsche Bruch.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Laar grenzt im Süden an die Gemeinden Wielen und Wilsum, im Osten an die Gemeinde Emlichheim, im Norden an die niederländische Gemeinde und Stadt Coevorden und im Westen an die niederländische Gemeinde und Stadt Hardenberg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Laar besteht aus sechs Ortsteilen: Agterhorn, Echteler, Eschebrügge, Heesterkante, Laar und Vorwald.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht seit der Gebietsreform 1974 aus den Ortsteilen Agterhorn, Echteler, Eschebrügge, Heesterkante, Laar und Vorwald. Das Wahrzeichen der Gemeinde ist die Mühle im Zentrum von Laar.

Der Ort Laar war von jeher verknüpft mit dem Haus Laar, das 1227 als Besitz des Grafen von Bentheim Balduin I. erstmals erwähnt und das in diesem Jahr bei kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem Burggrafen von Coevorden und dem Bischof von Utrecht zerstört wurde.

Auf Gemeindegebiet entsteht seit 2009 der Europark, ein grenzüberschreitendes Industriegebiet zwischen Coevorden und Emlichheim, unter anderem mit einem Hafen und einem öffentlichen Bahnterminal sowie dem Containerumschlagplatz EuroTerminal. Dieses Güterverkehrszentrum (GVZ) soll in der 3. Ausbaustufe 350 Hektar Ansiedlungsfläche umfassen.

Laar hat eine Grundschule und einen angrenzenden Kindergarten. Größter Sportverein ist der SV Grenzland Laarwald.

Namensgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Namen Laar könnte man erklären mit dem altniederländischen Wort laar = Lichtung oder leere Stelle im Wald.[2] Es existiert auch die Deutung als „grasreicher Platz in tiefer Lage“.[3]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Agterhorn, Echteler, Eschebrügge, Heesterkante und Vorwald eingegliedert.[4]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl Laar ein kleiner Ort ist, gibt es drei Kirchengemeinden: die evangelisch-reformierte Kirche, die katholische Kirche und die evangelisch-altreformierte Kirche. Der altreformierte Pastor Jannes van Raalte, ein gebürtiger Niederländer, bekämpfte schon früh den Nationalsozialismus, was zu einer mehrjährigen Haft in Dachau führte.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Laar setzt sich aus 13 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

  • CDU: 11 Sitze
  • Grafschafter Bürger-Forum (gbf): 1 Sitz
  • FDP: 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl vom 11. September 2011)

Kommunalwahl 2016:

  • CDU-FDP-Gruppe Laar: 12 Sitze
  • Fraktionslos: 1 Sitz

[5]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum ehrenamtlichen Bürgermeister wurde in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates im November 2016 Gerhard Trüün (CDU) wiedergewählt.[6]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Laar (Grafschaft Bentheim) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerrit Jan Beuker: Der Laarer Pastor Erich Karl Stuntz – Leben und Wirken eines reformierten Pastors im Bentheimer Land während der Weimarer Republik und der NS-Zeit, in: Studiengesellschaft für Emsländische Regionalgeschichte (Hrsg.): Emsländische Geschichte 22, Haselünne 2015, S. 102–157.
  • Gerrit Jan Beuker: Art. Raalte, Jannes van, in: Studiengesellschaft für Emsländische Regionalgeschichte (Hrsg.): Emsländische Geschichte 22, Haselünne 2015, S. 244–276.
  • Ernst Kühle: Laar. In: Der Grafschafter. S. 948, Folge 236, Dez. 1972
  • Ernst Kühle: Laar. In: Der Grafschafter. S. 965, Folge 237, Jan. 1973
  • Ernst Kühle: Laar. In: Der Grafschafter. S. 973, Folge 238, Feb. 1973

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Laar, etymologische Begriffserklärung auf Niederländisch
  3. Hermann Abels: Die Ortsnamen des Emslandes, in ihrer sprachlichen und kulturgeschichtlichen Bedeutung. Ferdinand-Schöningh-Verlag, Paderborn 1929.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 255.
  5. https://emlichheim.more-rubin1.de/gremien_pers.php
  6. gn-online: Wer ist wo Bürgermeister?