Guillon-les-Bains

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Guillon-les-Bains
Guillon-les-Bains (Frankreich)
Guillon-les-Bains
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département Doubs
Arrondissement Besançon
Kanton Baume-les-Dames
Gemeindeverband Doubs Baumois
Koordinaten 47° 19′ N, 6° 24′ OKoordinaten: 47° 19′ N, 6° 24′ O
Höhe 286–561 m
Fläche 4,72 km2
Einwohner 104 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 22 Einw./km2
Postleitzahl 25110
INSEE-Code

Guillon-les-Bains ist eine Gemeinde im französischen Département Doubs in der Region Bourgogne-Franche-Comté.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guillon-les-Bains liegt auf 298 m, fünf Kilometer südöstlich von Baume-les-Dames und etwa 29 Kilometer ostnordöstlich der Stadt Besançon (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im Jura, im Tal des Cusancin, zwischen den Höhen des Bois du Saussoi im Norden und des Mont d’Adam im Süden.

Die Fläche des 4,72 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des französischen Juras. Der nördliche Teil des Gebietes wird vom Tal des Cusancin eingenommen. Der Fluss strömt hier durch ein 150 m tief in die umgebenden Plateaus eingeschnittenes Tal von Osten nach Westen und besitzt eine maximal 300 m breite, flache Talniederung. Auf beiden Seiten wird das Tal von steilen Hängen flankiert, die an verschiedenen Orten von Kalkfelswänden und markanten Vorsprüngen überragt werden. Die nördliche Grenze verläuft im Bois du Saussoi (bis 500 m), der den westlichsten Ausläufer der Lomontkette bildet. Nach Süden erstreckt sich das Gemeindeareal über den Steilhang auf die angrenzende, leicht gewellte Hochfläche von Passavant. Mit 561 m wird am Mont d’Adam die höchste Erhebung von Guillon-les-Bains erreicht.

Nachbargemeinden von Guillon-les-Bains sind Villers-Saint-Martin und Lomont-sur-Crête im Norden, Cusance und Montivernage im Osten, Adam-lès-Passavant im Süden sowie Pont-les-Moulins im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mineralquelle von Guillon wurde bereits im 18. Jahrhundert genutzt. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Ort zu einem überregional bekannten Thermalbad. Um eine Verwechslung mit anderen Gemeinden desselben Namens zu vermeiden, wurde Guillon im Jahr 1922 offiziell in Guillon-les-Bains umbenannt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortskern ist geprägt von Häusern im traditionellen Stil der Franche-Comté, die im 18. und 19. Jahrhundert erbaut wurden.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 97
1968 93
1975 87
1982 103
1990 100
1999 118

Mit 104 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) gehört Guillon-les-Bains zu den kleinsten Gemeinden des Département Doubs. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich abgenommen hatte (1881 wurden noch 201 Personen gezählt), wurde seit Mitte der 1970er Jahre wieder ein leichtes Bevölkerungswachstum verzeichnet.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Guillon-les-Bains im 19. Jahrhundert hauptsächlich vom Kurbad lebte, ist das Dorf heute vorwiegend durch die Landwirtschaft (Ackerbau, Obstbau und Viehzucht) geprägt. Daneben gibt es einige Betriebe des lokalen Kleingewerbes. Viele Erwerbstätige sind auch Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft liegt abseits der größeren Durchgangsstraßen an einer Departementsstraße, die von Pont-les-Moulins nach Cusance führt. Eine weitere Straßenverbindung besteht mit Montivernage.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Guillon-les-Bains – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien