Harlingen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Harlingen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Gemeinde Harlingen
Flagge der Gemeinde Harlingen
Flagge
Wappen der Gemeinde Harlingen
Wappen
Provinz Friesland Friesland
Bürgermeister W. R. Sluiter
Sitz der Gemeinde Harlingen
Fläche
 – Land
 – Wasser
387,68 km²
26,60 km²
361,08 km²
CBS-Code 0072
Einwohner 15.821 (1. Jan. 2014[1])
Bevölkerungsdichte 41 Einwohner/km²
Koordinaten 53° 10′ N, 5° 26′ O53.1666666666675.4333333333333Koordinaten: 53° 10′ N, 5° 26′ O
Bedeutender Verkehrsweg A31, N393
Vorwahl 0517
Postleitzahlen 8856–8872
Website www.harlingen.nl
Lage von Harlingen in den Niederlanden

Harlingen ( anhören?/i) (friesisch und niederdeutsch: Harns) ist eine Hafenstadt in der niederländischen Provinz Friesland.

Der Name Harlingen beruht vermutlich auf den Herrensitz Harlinga und hat nichts mit dem ostfriesischen Landstrich Harlingen zu tun. Am 1. Januar 2014 hatte die Stadt 15.821 Einwohner.

Typisch: Zugbrücken in Harlingen
Typisch: Mit dem Boot zur Kirche in Harlingen

Lage und Wirtschaft[Bearbeiten]

Wirtschaftlich ist Harlingen vorwiegend von Landwirtschaft, Schifffahrt, Seefischerei und Tourismus abhängig. So gibt es Fährverbindungen zu den Westfriesischen Inseln Terschelling und Vlieland. Ungefähr acht Kilometer südlich von Harlingen beginnt der Abschlussdeich, der das Wattenmeer vom IJsselmeer trennt. Die Häfen ermöglichen der Seeschifffahrt den Zugang zur Provinz Friesland. Der neue Fischereihafen wird auch von den großen Kuttern aus Urk benutzt. Vor allem Muscheln werden an Land gebracht. Harlingen hat noch einige kleine Schiffswerften, wo jedoch nur noch Yachten neu gebaut werden.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 777 gründete Gustavus Forteman in Almenum die erste Christenkirche Frieslands. Um 1157 wurde das Kloster Ludingakerke von Eilwardus Ludinga gegründet. Die Mönche legten Grachten an, um den Handel zu stärken. Dadurch gewann das westlich von Almenum liegende, aus zwei „terpen“ (Warften) entstandene Harlingen so an Bedeutung, dass es im Jahr 1234 das Stadtrecht erhielt [2]. Die Stadt kannte eine Blütezeit, als sie sich wirtschaftlich auf Holland orientierte. Ehemals lag der Ort westlicher, aber das Meer riss mehrfach Land weg, so dass sich der Ort langsam verlagerte. 1543 und 1565 erfolgten Erweiterungen nach Norden, die den Noorderhafen zum Binnenhafen machten. 1574 mussten auf Befehl des Statthalters des Herzogs von Alba, Caspar de Robles, die Deiche an der friesischen Küste erhöht werden. 1579 wurde die Stadt wegen des Zuzugs flämischer Mennoniten nach Osten erweitert. Aufgrund des verstärkten Seehandels mit den Anrainern von Nord- und Ostsee folgte 1598 eine Erweiterung der Stadt nach Süden. 1644 wurde die friesische Kriegsflotte in den Zuiderhafen verlegt. Die Handelsschifffahrt beherrschte jedoch weiter Harlingen. Es gab Liniendienste zu den Westfriesischen Inseln, in die ganze Provinz und die Häfen der Zuiderzee bis nach Amsterdam.
Auch heute werden in den Häfen der Stadt eine große Anzahl von Waren umgeschlagen, zum Beispiel Holz, Kies und Vieh.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Touristisches[Bearbeiten]

Die Innenstadt Harlingens ist wegen der malerischen alten Häuser mit Treppengiebeln (1600–1800), der Grachten und Häfen sehenswert. Die reformierte Kirche und das Rathaus datieren aus dem 18. Jahrhundert.

Das Stadtmuseum Hannemahuis hat einen Raum, der an den aus Harlingen gebürtigen Schriftsteller Simon Vestdijk erinnert.

Der Hafen ist vor allem durch das Wattenmeer auch bei Seglern beliebt. In der Saison herrscht hier ein reger Betrieb an Traditions- und Plattbodenschiffen, unter anderem die sogenannten skûtsjes. Da sich der Hafen bis in die Innenstadt ausstreckt, bietet dies alles auch einen malerischen Blick für die „Landratten“.

Samstags findet ein Wochenmarkt in Harlingen statt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Harlingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 12.04.2014Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
  2. Geschichte auf www.harlingen.nl