Wolfgang Kermer

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Wolfgang Kermer (* 18. Mai 1935 in Neunkirchen (Saar)) ist ein deutscher Kunsthistoriker, Kunstpädagoge, Autor, Herausgeber und Hochschullehrer. Von 1971 bis 1984 war er Rektor der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolfgang Kermer ist Sohn des österreichischen Kapellmeisters Franz Kermer (1893–1936).[1] Bereits im Alter von einem Jahr verlor er durch die Spätfolgen einer Verletzung aus dem Ersten Weltkrieg seinen Vater, der in der österreichischen Armee gedient hatte. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Neunkirchen/Saar, wo er während des Kriegs die Bachschule und danach das Gymnasium am Krebsberg besuchte. Ende 1944 erfolgte eine zeitweilige Übersiedlung nach Montabaur, nachdem die Familie bei einem Fliegerangriff ihr Zuhause verloren hatte. Seit seinem sechsten Lebensjahr erhielt er Klavierunterricht, was ihn lange Zeit zwischen Musik und bildender Kunst schwanken ließ.

Im Alter von 19 Jahren debütierte er als Maler und Zeichner mit einer Einzelausstellung in der Stadtbücherei Neunkirchen.[2] 1955 und 1956 nahm er an den von Wilhelm Weber im Museum der Stadt Homburg organisierten Ausstellungen „Die Jungen im Lande“ teil.[3] Im Abstimmungswahlkampf um das Saarstatut war er, kurz vor dem Abitur, für die Eingliederung des Saarlandes in die Bundesrepublik Deutschland aktiv.[4] Die Begegnung mit Vercors' Novelle Le silence de la mer schuf ihm nach eigenem Bekunden seit seiner Gymnasialzeit eine Art „Lebens-Leitbild“.[4]

Nach dem Abitur 1956 am Gymnasium am Krebsberg in Neunkirchen studierte er am Hochschulinstitut für Kunst- und Werkerziehung der Staatlichen Schule für Kunst und Handwerk in Saarbrücken bei Peter Raacke, Oskar Holweck und als Gast bei Otto Steinert sowie an der Universität des Saarlandes bei Josef Adolf Schmoll genannt Eisenwerth und wechselte im Jahr 1957 an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, wo er bei Hannes Neuner, Christoff Schellenberger und Rudolf Yelin Kunst- und Werkerziehung, Malerei und Grafik studierte. Ein Stipendium der französischen Regierung ermöglichte ihm im Jahr 1959 das Studium der Kunstgeschichte an der École du Louvre in Paris. Nach der Prüfung in Werktechnik 1959 legte er zwei Jahre später an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart das Staatsexamen für das Künstlerische Lehramt an Gymnasien ab. Das Studium der Philosophie und Erziehungswissenschaften beendete er 1962 mit staatlichen Prüfungen ebenfalls in Stuttgart.

Nachdem seine Zeichnungen und Radierungen beim „Pfalzpreis für Graphik 1958“ in Kaiserslautern[5] und in der Ausstellung „Junge Künstler“ im Württembergischen Kunstverein Stuttgart 1960[6] positive Resonanz fanden, wurde er im Oktober desselben Jahres entsprechend dem Beschluss der Künstlermitglieder unter dem Vorsitz von August Clüsserath in die von Boris Kleint gegründete neue gruppe saar aufgenommen und nahm von 1961 bis 1963 an deren Ausstellungen in Saarbrücken, Tübingen und Zweibrücken teil. Sowohl das damalige Ministerium für Kultus, Unterricht und Volksbildung in Saarbrücken als auch Privatsammlungen erwarben Beispiele seiner dem Informel nahestehenden Arbeiten. Dem Verband Bildender Künstler und Künstlerinnen Württemberg (VBKW) gehörte er ab 1961 einige Jahre an.

1961 bis 1962, einer Zeit, in der die Frankfurter Zimmergalerie Franck,[7] das Graphische Kabinett Saarbrücken[8] sowie der Bücherdienst Eggert in Stuttgart[9] Einzelausstellungen von Kermers graphischen Arbeiten zeigten und Beispiele seiner Malerei in der Ausstellung des Württembergischen Kunstvereins „Deutscher Kunstpreis der Jugend 1962“[10] vertreten waren, war er künstlerischer und wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Maximilian Debus am Lehrstuhl für Zeichnen und Modellieren der TH Stuttgart und unterrichtete innerhalb der Grundlehre für Gestaltung und Entwerfen insbesondere die Fächer Schrift und Aktzeichnen für angehende Architekten. Nach seiner künstlerischen Tätigkeit – mit Druckgrafik war Kermer zuletzt in der 1962 gestarteten, in 28 Städten der Bundesrepublik gezeigten Wanderausstellung „Neue Deutsche Graphik“ präsent,[11] mit Malerei zusammen mit Horst Linn 1964 in der Galerie Elitzer Saarbrücken[12] sowie bei den Jahresausstellungen des Künstlerbundes Baden-Württemberg[13] und des Saarländischen Künstlerbundes[14] – wandte er sich ganz der Kunstgeschichte zu. Für zwei Jahre, 1963 bis 1965, war er als wissenschaftliche Hilfskraft für die fotografische Arbeit am Kunsthistorischen Institut der Eberhard Karls Universität Tübingen zuständig, assistierte bei dieser Gelegenheit unter anderem dem türkischen Kunsthistoriker und Gastprofessor Mazhar Şevket İpşiroğlu. Am 17. Februar 1966 wurde er nach Ablegung des Rigorosum mit der Dissertation Studien zum Diptychon in der sakralen Malerei: von den Anfängen bis zur Mitte des sechzehnten Jahrhunderts: mit einem Katalog an der Universität Tübingen mit dem Prädikat magna cum laude zum Dr. phil. promoviert. Ein Jahr später veröffentlicht, hat die von ihm erbrachte erste Bestandsaufnahme überlieferter und verloren gegangener Denkmäler bis in die Gegenwart Referenzcharakter.[15]

Seit 1966 lehrte er Kunstgeschichte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, ab 1970 als Dozent, ab 1972 als Professor und Lehrstuhlinhaber.[16] Von 1971 bis 1972 war er Vorsitzender des Landesverbands Württemberg im Bund Deutscher Kunsterzieher. In einer durch die Studentenproteste und die 68er-Bewegung ausgelösten, hochschulpolitisch virulenten Zeit übernahm Kermer, der zuvor schon in Selbstverwaltungsgremien mitgewirkt und auf Landesebene die Hochschule in verschiedenen Gremien vertreten hatte, ab 1971, mit 36 Jahren damals einer der jüngsten Hochschulrektoren in der Bundesrepublik, die Leitung der Stuttgarter Akademie und wurde unter Mitwirkung sämtlicher Hochschulgruppen 1973, 1976 und 1980 in einem Amt bestätigt, das er – längste Amtszeit eines Stuttgarter Akademierektors – bis 1984 innehatte. „Ein unbequemer Rektor“, schrieben die Stuttgarter Nachrichten anlässlich der Vorlage seines Rechenschaftsberichts für das Jahr 1972, in dem Kermer seine Vorstellungen zur Akademiereform zusammenfasste und „vom Kultusministerium endlich Taten“ verlangte, nachdem „die rechtlichen Grundlagen der Akademieverfassung [..] von den Verwaltungsgerichten immer wieder in Zweifel gezogen“ wurden.[17] „Man müsse sich [..] klar darüber sein“, so Kermer, „dass die Kunsthochschule ihr - auch mitverschuldetes - isoliertes Dasein aufgeben müsse“. Es sei ein „Mentalitätswandel dahingehend zu stimulieren, dass für die nächste Zukunft nicht nur eine Modernisierung der Verwaltungsorganisation oder Struktur vonnöten sei, sondern dass curriculare Veränderungen auf die Dauer bedeutender seien als strukturelle oder organisatorische“. Wenn auch „verschiedene Vorstellungen dieser Art [..] nicht kurzfristig zu verwirklichen“ seien, „wäre es falsch, Leitlinien wie die Aktivierung der Studienreform, stärkere Öffnung der Akademie nach außen, Verbesserung der Funktionsfähigkeit der Akademie, Ermöglichung eines Interessenausgleichs zwischen allen der Akademie angehörenden Gruppen, Schaffung neuer fachlicher Einheiten, Beschleunigung der Vorarbeiten für eine Neuordnung der Lehrkörperstruktur sowie eine sachlich fundierte Haushalts- und Entwicklungsplanung außer acht zu lassen“.[18]

In diesen Jahren inhaltlicher und organisatorischer Neustrukturierung, der Umsetzung zweier in kurzem zeitlichen Abstand aufeinander folgenden Kunsthochschulgesetze sowie der Einführung von Diplomstudiengängen,[19] begründete er im Zuge verstärkter Öffentlichkeitsarbeit[20] auch die Schriftenreihen Akademie-Mitteilungen (1972–1978) sowie Beiträge zur Geschichte der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart (1975–2004), zu denen später noch die WerkstattReihe (1996–2006) hinzukam.

Er war sowohl Herausgeber wie verantwortlicher Schriftleiter dieser Publikationsorgane und lieferte zugleich Beiträge als Autor. 1975 gründete er die Akademie-Sammlung, die er bis 1997 nebenamtlich betreute und deren erste Bilanz er 1985 in Form einer ganzjährigen Präsentation von Hauptwerken im Ministerium für Wissenschaft und Kunst in Stuttgart aufzeigte.[21] 1975 kuratierte er den gemeinsamen Ausstellungsauftritt der neu gebildeten Fachgruppe „Freie Kunst“ im Großen Haus der Staatstheater Stuttgart mit Werken der Professoren Herbert Baumann, Gunter Böhmer, Paul Uwe Dreyer, Uli Günther, Rudolf Haegele, Rudolf Hoflehner, Alfred Hrdlicka, Erich Mansen, K. R. H. Sonderborg und Hans Gottfried von Stockhausen. „Karl Rössing zum 80. Geburtstag“ lautete die 1977 an der Akademie durchgeführte Ausstellung von Hauptexponenten der „Rössing-Schule“ wie Robert Förch, Wolfgang Gäfgen, Dieter Groß, Christine Heuer, Heinrich Heuer, Friedrich Meckseper, Walter Rabe, Malte Sartorius, Walter Schöllhammer, Günter Schöllkopf, Hans Peter Willberg.[22] Zu den von Wolfgang Kermer ausgerichteten Veranstaltungen[23] zählen insbesondere auch die in mehreren Jahren Willi Baumeister gewidmeten Ausstellungen, die sich verschiedenen Facetten seiner Tätigkeit zuwandten: Willi Baumeister: Lithographien und Radierungen, gedruckt von Erich Mönch (1975), Hommage à Baumeister (1979), Willi Baumeister: Typographie und Reklamegestaltung (1989 und 1990). Kermer sah in diesen Veranstaltungen, wie er dies gelegentlich des 100. Geburtstags des Künstlers 1989 in einem Interview mit der Kunstzeitschrift Zyma nannte, „auch eine Art Wiedergutmachung seitens der Akademie, an der [...] Baumeister nach dem Krieg einen schwierigen Stand hatte“.[24] Eine Reihe von Veröffentlichungen über Baumeister, darunter solche über seine Kunstlehre und seine Vorstellungen zur Reform der Künstlerausbildung (1971 und 1979), ein Werkverzeichnis der typografischen und werbegrafischen Arbeiten sowie eine Dokumentation über die Entlassung aus dem Frankfurter Lehramt durch die Nationalsozialisten 1933 (1989), über sein Kreativitätsmodell „Der schöpferische Winkel“ (1992), die Tagebücher (1996), Baumeisters Wirken im Rahmen der Stuttgarter Werkbundausstellung „Die Wohnung“ 1927 (2003) sowie die Resonanz seiner Schüler (1979 und 2006) markieren einen Schwerpunkt der wissenschaftlichen Arbeit Kermers.

Innerhalb der von ihm Anfang der achtziger Jahre organisierten Reihe internationaler Künstlerbegegnungen mit Richard Hamilton, Roland Goeschl, Arnulf Rainer und Oswald Oberhuber realisierte er 1981 in Verbindung mit Walter Pichler eine erstmals sämtliche Architekturprojekte des österreichischen Künstlers umfassende Werkschau an der Akademie. Die von ihm initiierte und in dieser Form erstmalige Ausstellung sowie die Publikation Werkstatt: die Werkstätten und ihre Lehrer dokumentierten im Jahre 1982 in Reaktion auf die vom Rechnungshof Baden-Württemberg vorgeschlagene (und schließlich durch Regierung und Landtag abgelehnte) Schließung von Werkstätten ein umfangreiches, von Bernhard Pankok begründetes Ausstattungspotential der Stuttgarter Akademie in Geschichte und Gegenwart. Im Jahre 1985 gelang es Kermer in Verbindung mit dem Frankfurter Kunstverein die in der Wiener Albertina gestartete Ausstellung von Zeichnungen Anton Koligs, „für Wien eine Sensation, um so mehr jetzt für Stuttgart“,[25] an die Stuttgarter Akademie zu holen, an welcher der österreichische Künstler von 1928 bis 1943 eine Professur für Malerei innehatte. Zum Gedenken an den 50. Jahrestag der Nazi-Aktion „Entartete Kunst“ ließ Kermer in der Geschichtsreihe der Akademie 1987 den von Werner P. Heyd recherchierten Band „Gottfried Graf und die ‚entartete Kunst‘ in Stuttgart“[26] erscheinen: „Die Stuttgarter Kunstakademie beginnt, ihre Vergangenheit zu bewältigen“, bemerkten die Stuttgarter Nachrichten.[27] Einschlägige Literatur über die Verhältnisse an den Stuttgarter Kunstinstituten suche man bislang „vergeblich“, und „Publikationen wie die 1951 in der Deutschen Verlagsanstalt erschienene ‚Schwäbische Kunst im 19. und 20. Jahrhundert‘ oder die Jubiläumsschrift zum 200-Jahr-Jubiläum der Stuttgarter Kunstakademie 1961 lesen sich, als hätte das Dritte Reich nie stattgefunden“. Aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der Akademie nach dem Zweiten Weltkrieg konzipierte er 1996 eine große, in der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart und 1997 im Klingspor-Museum in Offenbach am Main gezeigte Ausstellung über die Buchgestalter der Akademie und deren Vorgängereinrichtungen.[28] Die von einer reich illustrierten Buchdokumentation begleiteten Veranstaltungen umfassten Werkbeispiele, deren Bogen von Albrecht Ade, Willi Baumeister über Gunter Böhmer, Walter Brudi, Johann Vincenz Cissarz, Heinz Edelmann, Paul Haustein, Hans Meid, Bernhard Pankok bis hin zu Karl Rössing, F. H. Ernst Schneidler, Peter Steiner und Horst Wöhrle reichte.

Zum personellen und fachlichen Ausbau der Hochschule während der Rektoratszeit Kermers trugen wesentlich die Berufungen von Alfred Hrdlicka, Paul Uwe Dreyer, Jürgen Rose, Heinz Mohl, Arno Votteler, Albrecht Ade, Rudolf Schoofs, Jürgen Brodwolf und Wolfgang Gäfgen bei. Er „hegte seit langem den Wunsch, Beuys... nach Stuttgart zu holen“, doch lehnte Joseph Beuys die Übernahme einer Professur an der Stuttgarter Akademie ab.[29] Zu den bemerkenswerten studienmäßigen Erweiterungen während der Rektoratszeit Kermers gehören die Einführung des Studienfachs „Animationsfilm“ und dessen werkstattmäßige Ausstattung durch Albrecht Ade (1980), die Gründung eines „Instituts für Innenarchitektur und Möbeldesign“ (heute „Weißenhof-Institut Interdisziplinäres Forum für Architektur, Raum + Möbel“) durch Arno Votteler (1980) sowie die Einrichtung einer zunächst unter der vorläufigen Bezeichnung „Verbreiterungsfach Werken“ gestarteten Ausbildungskomponente anstelle eines von den angehenden Kunsterziehern zu studierenden wissenschaftlichen Beifachs,[30] ein Studienangebot, das sich im weiteren Verlauf insbesondere durch Sotirios Michou zu seiner heutigen Form unter der Bezeichnung „Intermediales Gestalten“ entwickelte.

Im Zuge partnerschaftlicher Verbindungen mit ausländischen Kunstinstitutionen (Melbourne, Seoul, Wien und Paris) organisierte Kermer unter anderem auch die Akademieausstellungen Druckgraphik australischer Kunststudenten (1978), Kunstausbildung in Korea: Studienarbeiten des College of Fine Arts der Seoul National University (1979), Der junge Kokoschka sowie Brâncuşi photographe (beide 1984). Mit der Einführung sog. Debütanten-Ausstellungen, deren erste er 1978 ausrichtete und deren Tradition sich bis heute ungebrochen fortsetzt, wurden neue Wege der Nachwuchsförderung beschritten.[31]

Sein seit Ende der 1970er Jahre dem zuständigen Ministerium unterbreiteter Vorschlag, geeignete Gebäude (u. a. von Le Corbusier und Jeanneret, Mies van der Rohe, Oud, Stam) der zum Verkauf stehenden Weißenhofsiedlung zur Erweiterung des Akademie-Campus zu erwerben und dadurch weit gestreute „Nebenstellen“ zu vermeiden, scheiterte an der ablehnenden Haltung des Landes, obwohl die Stadt Stuttgart unter Oberbürgermeister Manfred Rommel diesen Plan ausdrücklich unterstützt hatte.[32]

In einer Rückschau auf seine langjährige Tätigkeit als Rektor, über die er, bis dahin für die Akademie unüblich, mit mehreren Berichten öffentlich Rechenschaft ablegte und die er nach vier Amtsperioden 1984 unter freiwilligem Verzicht auf eine weitere Kandidatur beendete,[33] schrieb Kermer 1998:

„Viele haben an der inhaltlichen und organisatorischen Neustrukturierung mitgewirkt, direkt oder indirekt; auch Kritik, an der kein Mangel war, konnte hilfreich sein. ‚Gestalten‘, lautete die Devise in einem von Niederlagen und persönlicher Ernüchterung keineswegs freien Entwicklungsprozeß, nicht ‚verwalten‘.“[34]

Als Rektor wie als Hochschullehrer unternahm er es, aus der „offiziellen“ Erinnerung der Akademie verdrängte Künstlerlehrer[35] auch in seinen Lehrveranstaltungen ins Bewusstsein zu bringen und auf die in Akademieveröffentlichungen der 1950er und 1960er Jahre (ein eklatantes Beispiel für Verdrängung liefert die Festschrift zur Zweihundertjahrfeier der Akademie 1961) versäumte Aufarbeitung der NS-Vergangenheit korrigierend hinzuwirken und die Erinnerung insbesondere auch an die Verfolgten unter den ehemaligen Akademieabsolventen wach zu halten. 1987 machte er erstmals mit einem biographischen Artikel auf das Schicksal der von den Nazis ermordeten jüdischen Stuttgarter Malerin Alice Haarburger aufmerksam, wodurch der im Stuttgarter „Handel“ aufgetauchte künstlerische Nachlass größtenteils vor einer unwürdigen Auflösung bewahrt werden konnte. Bei der Eröffnung einer Ausstellung anlässlich des 125. Geburtstags der in Reutlingen geborenen Künstlerin übergab Kermer 2016 zwei Haarburger-Bilder aus seinem Besitz an das dortige Städtische Kunstmuseum Spendhaus als Geschenk.[36]

Der freundschaftlichen Verbindung zu Erwin Eisch, dem deutschen „Vater“ der Studioglasbewegung, ist es zu verdanken, dass 1982 Wolfgang Kermers Studioglassammlung als Schenkung an das Glasmuseum Frauenau ging.[37] Anlässlich seines 70. Geburtstags im Jahre 2005 schenkte er der Städtischen Galerie seiner Heimatstadt Neunkirchen (Saar) unter dem Titel „Stuttgarter Begegnungen“ eine umfangreiche Kollektion hauptsächlich graphischer Blätter. Weitere Schenkungen, darunter eine Auswahl eigener Arbeiten, erfolgten 2010 zusammen mit den lange verschollenen graphischen Zyklen des Neunkircher Malers und Graphikers Fritz Arnold und 2011 mit der Ausstellung Stuttgarter Begegnungen III. Die räumliche Erweiterung der Städtischen Galerie im Rahmen des im ehemaligen Neunkircher Bürgerhaus geschaffenen Kulturzentrums KULT ermöglicht seit Dezember 2015 eine Dauerausstellung der Schenkung Kermer in Auswahl.[38]

Nach dem Glasmuseum Frauenau, wo im Jahre 2008 die Ausstellung Moderne Keramik aus Frankreich – Sammlung Kermer vorausging,[39] lieferte das Theodor-Zink-Museum in Kaiserslautern 2014/15 mit der Ausstellung Moderne Keramik aus Frankreich 1970 bis 2000 wiederum mit Werken aus der Sammlung Kermer einen Überblick über die Besonderheit des französischen Keramikschaffens jener Zeit.[40]

Seit seiner Emeritierung 1997 widmet sich Wolfgang Kermer neben der wissenschaftlichen erneut auch wieder experimenteller fotografischer Arbeit, die 1956 mit abstrahierter Fotografik (Fotogramme) begann. Zahlreiche Werke befinden sich im Besitz der Städtischen Galerie Neunkirchen.[41] Einzelausstellungen seiner Fotoarbeiten fanden in Stuttgart (TH Stuttgart, Architekturfakultät, 1961;[42] Institut français de Stuttgart, 1983), Ambérieu-en-Bugey (Médiathèque La Grenette, 2003), Vesoul (Salle des Ursulines, 2005), Bourbonne-les-Bains (Centre Borvo, 2008) sowie in Saarbrücken (Galerie Elitzer, 2012) statt.

Die bereits in Arbeit befindliche kritische Gesamtedition der Schriften Willi Baumeisters musste er 2009 wegen Erkrankung aufgeben.

Wolfgang Kermer ist mit der französischen Malerin und Kunstpädagogin France Kermer verheiratet. Er lebt im rheinland-pfälzischen Kusel und in Cendrecourt im französischen Département Haute-Saône in der Region Bourgogne-Franche-Comté.

Auszeichnungen und Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften (Auszug)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Studien zum Diptychon in der sakralen Malerei: von den Anfängen bis zur Mitte des sechzehnten Jahrhunderts: mit einem Katalog. Stehle, Düsseldorf 1967 DNB 482300930 (Philosophische Dissertation Universität Tübingen [Tag der mündlichen Prüfung: 27. Februar 1966], 302 Seiten Text, 209 Seiten Katalog, 220 Seiten Bilder). Inhaltsverzeichnis: http://digitool.hbz-nrw.de:1801/webclient/DeliveryManager?pid=3725392
  • Herbert Strässer: Plastiken, Skulpturen, Reliefs, Zeichnungen. Buchdruckerei und Verlag Karl Funk, Saarbrücken 1968, OCLC 839000906
  • Glasbilder: Arbeiten der Glaswerkstätte. Staatliche Akademie der bildenden Künste Stuttgart. Stuttgart: Staatliche Akademie der bildenden Künste Stuttgart, 1974
  • Aus der Klasse für allgemeine künstlerische Ausbildung: Professor Hugo Peters. Stuttgart: Staatliche Akademie der bildenden Künste Stuttgart, 1976
  • Gunter Böhmer an der Stuttgarter Kunstakademie. Stuttgart; Bonn; Wien: Edition Cantz, 1987 ISBN 3-922608-47-7
  • Walter Brudi: Graphik, Malerei. (Zusammen mit Georg Kurt Schauer, Peter Steiner und Werner Sumowski.) Stuttgart [u.a.]: Belser, 1987 ISBN 3-7630-2080-2
  • Willi Baumeister: Typographie und Reklamegestaltung. Stuttgart: Edition Cantz, 1989 ISBN 3-89322-145-X (mit Werkverzeichnis)
  • Jörg F. Zimmermann. Glass–Artist – Verre contemporain. (Zusammen mit Wolfgang Berger, Heike Heimann, Wolfgang Schneider, Peter Schmitt.) Stuttgart: Arnoldsche, 1993 ISBN 3-925369-28-7 (Text dt./engl./franz.)
  • Willi Baumeister als Typograph und Reklamegestalter für die DLW. In: Linoleum: Geschichte, Design, Architektur 1882–2000 / Gerhard Kaldewei (Hg.). Ostfildern-Ruit: Hatje Cantz, 2000, S. 210–223 ISBN 3-7757-0962-2
  • Die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart im Spiegel der Presse: 1970. Stuttgart, Privatdruck, 2008
  • Die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart im Spiegel der Presse: 1971. Stuttgart, Privatdruck, 2008
  • Fritz Arnold: Das grafische Werk 1917-1920. Mit einem Vorwort von Nicole Nix-Hauck und einem Beitrag von Nina Pirro. Herausgegeben von der Städtischen Galerie Neunkirchen aus Anlass der Schenkung und Ausstellung "Fritz Arnold: Das grafische Werk 1917-1920", Juni/August 2010. Saarbrücken: M & G · Medienagentur und Verlag, 2010 ISBN 978-3-941715-03-5

Herausgeberschaften und Redaktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm Weber: Licht im Dunkel: Zu Wolfgang Kermers Ausstellung im Graphischen Kabinett. In: Saarbrücker Zeitung, 31. August 1961
  • Georg W. Költzsch: Informelle Kunst: Ausstellung Wolfgang Kermer / Horst Linn. Galerie Elitzer, September 1964. In: Saarheimat, 8. Jg., Heft 10, Oktober 1964, S. 312/313
  • Kermer Rektor der Kunstakademie. In: Stuttgarter Zeitung, 18. November 1971
  • Ernst Peter Grimm: Der neue Rektor der Stuttgarter Kunstakademie: Dr. Wolfgang Kermer: Er kann nur vorwärts. In: Stuttgarter Nachrichten, 19. November 1971
  • Gerd Meiser: Ein lebendiges Kapitel Neunkircher Geschichte: "SZ"-Serie: Karrieren außerhalb der Kreisgrenzen - Heute: Kunsthistoriker Wolfgang Kermer. In: Saarbrücker Zeitung, Neunkircher Rundschau, 22. Februar 2002, S. B 1 /NK

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Robert Hahn: Die saarländische Bergmusik: die Bergkapellen. Saarbrücken: Minerva-Verlag Thinnes & Nolte, 1969, S. 30–31.
  2. Hans Staut: Wolfgang Kermer-Ausstellung im Lesesaal. In: Saarbrücker Zeitung, 7. Dezember 1954. - Hans Staut: Der junge Wolfgang Kermer stellt aus. In: Saarländische Volkszeitung, 8. Dezember 1954.
  3. Die Jungen im Lande: Saarländischer Künstlernachwuchs stellt sich vor. Museum der Stadt Homburg, 22. Januar bis 20. Februar 1955, Nr. 105-107 (Faltprospekt), sowie Die Jungen im Lande: Gemälde, Graphik, Plastiken, Keramik. Museum der Stadt Homburg, 7. bis 29. Juli 1956, Nr. 106−116 (Faltprospekt).
  4. a b Wolfgang Kermer: Saarreferendum 1955: Professor Dr. Wolfgang Kermer erinnert sich. In: Neunkircher Stadtnachrichten, 2. November 2005.
  5. Der Pfalzpreis für Graphik 1958. Ausst.-Kat. Pfälzische Landesgewerbeanstalt Kaiserslautern, 22. November bis 21. Dezember 1958, o. P.
  6. Ausstellung „Junge Künstler“: Karl Peter Blau, Heidi Foerster, Gottfried Gruner, Wolfgang Kermer, Gerd Neisser, Irmela Röck. Ausst.-Kat. Württ. Kunstverein Stuttgart, Schellingstraße 6, 3. bis 26. Juni 1960, Kat.–Nr. 56-70.
  7. GR: Bilder und Bronzen: Ausstellungen bei Franck und Appel in Frankfurt. In: Frankfurter Rundschau, 16. März 1961.
  8. Wilhelm Weber: Licht im Dunkel: Zu Wolfgang Kermers Ausstellung im Graphischen Kabinett. In: Saarbrücker Zeitung, 31. August 1961.
  9. W. M.: Plastische Graphik: Wolfgang Kermer bei Eggert. In: Stuttgarter Nachrichten, Nr. 57, 8. März 1961, S. 7; Das Kunstwerk, 9/XV, März 1962, Abb. S. 31.
  10. Deutscher Kunstpreis der Jugend 1962: Ölgemälde, Aquarelle, Gouachen. Ausst.-Kat. Württembergischer Kunstverein, Stuttgart 1962, Kat.- Nr. 76, 77.
  11. Neue Deutsche Graphik- Ausst.-Kat., hrsg. vom Arbeitskreis moderne Graphik, Frankenthal/Pfalz, 1962, S. 20–21.
  12. Georg W. Költzsch: Informelle Kunst: Ausstellung Wolfgang Kermer / Horst Linn. Galerie Elitzer, September 1964. In: Saarheimat, 8. Jg., Heft 10, Oktober 1964, S. 312–313.
  13. Künstlerbund Baden-Württemberg: 10. Jahresausstellung 5. Juli bis 6. September 1964: Malerei und Plastik. Württembergischer Kunstverein, Kunstgebäude am Schlossplatz, S. 64, Kat.-Nr. 99, 100.
  14. Saarländischer Künstlerbund: Jahresausstellung 1964. Ausst.-Kat., Saarbrücken 1964, Nr. 85 (lose beiliegendes Ausstellungsverzeichnis).
  15. „ [...] Au très important texte de l'ouvrage s'ajoute un catalogue raisonné contenant 166 notices suivies, chacune, d'une abondante bibliographie et de 296 illustrations qui se rapportent soit aux œuvres décrites, soit aux analogies. La matière s'y trouve distribuée en plusieurs groupes d'après divers types, leur origine et leur cheminement topographique et chronologique. Elle se divise en sept gros chapitres traitant du haut Moyen-Âge occidental, art byzantin du XIe au XIVe siècle, écoles d'Italie du XIIIe au XVe siècle, l'Allemagne du XIVe au début du XVIe siècle et l'Espagne avec une seule œuvre. Quant à la France, elle est représentée par le diptyque de Rabastens (Musée de Périgueux), les deux diptyques du legs Carrand au Bargello de Florence et celui de Simon Marmion du Musée de Strasbourg. [...] “ In: La Chronique des arts: supplément à la Gazette des Beaux-Arts, no. 1208, septembre 1969, p. 17.
  16. Zu den Aufgaben und der Stellung des von ihm an der Stuttgarter Akademie vertretenen Fachs Kunstgeschichte: Wolfgang Kermer: Kunstgeschichte. In: Die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart: eine Selbstdarstellung. Stuttgart: Edition Cantz, 1988 ISBN 3-89322-005-4, S. 243.
  17. Ernst Peter Grimm: Ein unbequemer Rektor: Akademie-Chef Wolfgang Kermer legt Rechenschaftsbericht 1972 vor: Er will vom Kultusministerium endlich Taten sehen. In: Stuttgarter Nachrichten, Nr. 37, 13. Februar 1973, S. 10.
  18. Organe und Lehrkörper, in: Akademie-Mitteilungen 3: Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart: für die Zeit vom 1. Oktober 1972 bis 31. März 1973. Hrsg. von Wolfgang Kermer. Stuttgart: Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, April 1973, S. 1.
  19. Günther Petzold: Künftig Diplom-Prüfungen an der Stuttgarter Akademie; Kunst strebt nach Akademischem: Zuerst Bestimmungen für Innenarchitekten und Restauratoren - Modell für die Bundesrepublik. In: Stuttgarter Zeitung, Nr. 239, 14. Oktober 1976, S. 21.
  20. Günther Petzold: Die Kunstakademie sucht mehr Kontakt. In: Stuttgarter Leben, 50. Jg., März 1975, Heft 3, S. 20–21.
  21. Karl Diemer: Von der Einsamkeit des Rektors: die Kunstsammlung der Kunstakademie hat im Mittnachtbau Premiere. In: Stuttgarter Nachrichten, Nr. 31, 6. Februar 1985, S. 11.
  22. Karl Rössing zum 80. Geburtstag: Ausstellung von ehemaligen Schülern: Robert Förch... 28. Oktober bis 30. November 1977 / Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. [Ausstellung und Katalog: Wolfgang Kermer]
  23. Eine Übersicht in: Wolfgang Kermer: "1968" und Akademiereform: Von den Studentenunruhen zur Neuorganisation der Stuttgarter Akademie in den siebziger Jahren. Ostfildern-Ruit: Cantz Verlag, 1998 (= Beiträge zur Geschichte der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, hg. von Wolfgang Kermer; 9) ISBN 3-89322-446-7, S. 247–249.
  24. Interview mit Wolfgang Kermer in der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. In: 100 Jahre Willi Baumeister, Zyma, Sindelfingen, Verlag Art-Publishing, 8.1990, Heft 1-2, S. 21.
  25. Karl Diemer: Der Schlaf der großen Maschine: Anton Koligs Männer-Zeichnungen in der Stuttgarter Kunstakademie. In: Stuttgarter Nachrichten, Nr. 144, 26. Juni 1985, S. 12.
  26. Werner P. Heyd: Gottfried Graf und die „entartete Kunst“ in Stuttgart. Mit einer Vorbemerkung von Wolfgang Kermer. Stuttgart: Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, 1987 (= Beiträge zur Geschichte der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, hrsg. von Wolfgang Kermer; 6).
  27. Karl Diemer: Die Stuttgarter Kunstakademie beginnt, ihre Vergangenheit zu bewältigen: der Leidensweg des Holzschneiders Graf. In: Stuttgarter Nachrichten, Nr. 162, 18. Juli 1987, S. 16.
  28. (hp): Zwischen Buch-Kunst und Buch-Design. In: Druckspiegel, Zeitung für Druck und Kommunikation, Ausgabe 29/1996, S. 3.
  29. Artis, Zeitschrift für neue Kunst, Bd. 32, 1980, S. 7.
  30. Wolfgang Kermer: Daten und Bilder zur Geschichte der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Stuttgart: Ed. Cantz, 1988 (= Verb. Sonderdruck aus: Die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart: eine Selbstdarstellung. Stuttgart: Ed. Cantz, 1988), o. P. [15, 16].
  31. Wolfgang Kermer: Ein unkonventioneller Beitrag zur Nachwuchsförderung. In: Ausst.-Kat. Johannes Hewel: Malerei, Grafik, Glasbild. Stuttgart: Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, 1978, o. P.
  32. petz: Die Kunstakademie erstattet Bericht: Raumnot und wachsendes Ansehen: Prof. Dr. Kermer für weitere vier Jahre zum Rektor gewählt. In: Stuttgarter Zeitung, 10. Juli 1980, S. 23. - Wolfgang Kermer: Räumliche Situation. In: Zusammenfassender Bericht des Rektors für die Zeit vom 1. Juli 1980 bis 31. Dezember 1982 vor dem Senat der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart am 25. Januar 1983. Stuttgart 1983, vervielfältigtes Typoskript, S. 55–57.
  33. Karl Diemer: Kermer kandidiert nicht mehr – Akademie muß neuen Rektor wählen: Zwölfeinhalb Amtsjahre auf dem Buckel. In: Stuttgarter Nachrichten, Nr. 35, 11. Februar 1984, S. 16.
  34. Wolfgang Kermer: „1968“ und Akademiereform: von den Studentenunruhen zur Neuorganisation der Stuuttgarter Akademie in den siebziger Jahren. Ostfildern-Ruit: Cantz, 1998 (= Beiträge zur Geschichte der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, hrsg. von Wolfgang Kermer; 9), ISBN 3-89322-446-7, S. 7.
  35. Die Verhältnisse zu Zeiten Adolf Hölzels, aber auch Willi Baumeisters von ihm selbst als „marginal“ empfundene Situation ließen sich als Beispiel nehmen, siehe: Wolfgang Kermer: Der schöpferische Winkel: Willi Baumeisters pädagogische Tätigkeit. Ostfildern-Ruit: Edition Cantz, 1992 (= Beiträge zur Geschichte der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, hrsg. von Wolfgang Kermer; 7), ISBN 3-89322-420-3.
  36. Armin Knauer: Das Licht über den Dächern. In: Reutlinger General-Anzeiger, Nr. 268, 18. November 2016, S. 34.
  37. Christina Hackl: Wolfgang Kermer: Ein großer Freund des Glasmuseums: seine Schenkung von über 350 Glasobjekten bildet den Grundstock der Modernen Sammlung - Neue Ausstellungsstücke überreicht. In: Der Bayerwald-Bote, 25. Juni 2005, S. 36.
  38. Cathrin Elss-Seringhaus: Neunkircher Ehrgeiz: Industriegeschichte und moderne Kunst: Heute eröffnet das Kulturzentrum „Kult“. In: Saarbrücker Zeitung, Nr. 289, 12./13. Dezember 2015, S. B 4.
  39. Keramische Welten auf Französisch: Ausstellungseröffnung „Moderne Keramik aus Frankreich – Sammlung Kermer“ im Glasmuseum. In: Der Bayerwald-Bote, 2. Juli 2008, S. 29.
  40. Moderne Keramik aus Frankreich 1970 bis 2000: aus der Sammlung Kermer. Ausst.-Kat. Theodor-Zink-Museum / Wadgasserhof, Kaiserslautern, 11. Oktober 2014 bis 15. Februar 2015. Schriftenreihe des Theodor-Zink-Museums, hrsg. im Auftrag des Referats Kultur der Stadt Kaiserslautern von Jens Stöcker, Heft 29 [Texte: Jens Stöcker; Marlene Jochem; France Kermer; Wolfgang Kermer] Kaiserslautern 2014 ISBN 978-3-936036-38-1
  41. Schenkung Wolfgang Kermer: Bestandskatalog, hrsg. von der Städtischen Galerie Neunkirchen, Neunkirchen 2011 ISBN 978-3-941715-07-3, S. 86−88, 90−92 sowie 94−97 mit Abb.
  42. hk [Hans Kinkel]: In den Galerien: Kunst in der Vitrine. In: Stuttgarter Zeitung, Nr. 280, 5. Dezember 1961, S. 10. − Kleines Kulturtagebuch: Kermer stellt in Stuttgart aus. In: Saarbrücker Zeitung, Nr. 294, 21. Dezember 1961, S. 5.
  43. Bundesverdienstkreuz für Professor Dr. Wolfgang Kermer. Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg, Pressemitteilung, Nr. L 16/1984, Stuttgart, 10. Juli 1984.
  44. mir: Wegweiser, Feldforscher und Förderer: Stuttgarts Kunstakademie ernennt Ehrensenatoren und setzt auf die Kraft der Geschichte. In: Stuttgarter Nachrichten, Nr. 116, 21. Mai 1984, S. 18