Hochschule für evangelische Kirchenmusik Bayreuth

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Hochschule für evangelische Kirchenmusik Bayreuth
Gründung 1948
Trägerschaft kirchlich
Ort Bayreuth
Bundesland BayernBayern Bayern
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Studierende 28 WS 2018/19[1]
Mitarbeiter 18
davon Professoren 6
Website www.hfk-bayreuth.de
Wilhelminenstr 9

Die Hochschule für evangelische Kirchenmusik der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern ist eine staatlich anerkannte kirchliche Hochschule in Bayreuth in Bayern. Der Rektor der Hochschule ist seit dem 1. Oktober 2019 Wolfgang Döberlein, Prorektoren sind Thomas Albus und Marko Zdralek

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1948 gegründete Kirchenmusikschule war zunächst in Erlangen provisorisch untergebracht und zog 1953 nach Bayreuth um. Das Vorgängerinstitut war die im Jahr 1921 von Heinrich Schmidt in Bayreuth gegründete „Privatorganistenschule“. In Bayreuth errichtete die Landeskirche 1953 ein speziell für die Zwecke der Kirchenmusikschule konzipiertes Gebäude, das gezielt für die Ausbildung von hauptberuflichen Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern und die damit verbundenen räumlichen Anforderungen erbaut wurde. Im Jahr 2009 wurde ein neuer Erweiterungsbau eingeweiht.

Aus der ehemaligen Kirchenmusikschule wurde zunächst 1973 eine staatlich anerkannte Fachakademie. Im Jahr 2000 wurde durch die Landessynode die staatlich anerkannte Hochschule für Kirchenmusik als Nachfolgeinstitut der Fachakademie neu gegründet, zum Gründungsrektor wurde Kirchenmusikdirektor Karl Rathgeber berufen. Dieser verantwortete den Aufbau der Hochschule und leitete diese als mehrfach wiedergewählter Rektor bis zum 30. September 2011.

Studiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Sommersemester 2013 wurden alle Studiengänge systematisch auf Bachelor und Master umgestellt. Es werden folgende Studiengänge angeboten:

grundständig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bachelor of music, Evangelische Kirchenmusik
  • Bachelor of music, Klavierpädagogik
  • Bachelor of music, Orgel
  • Bachelor of music, Dirigieren (Schwerpunkt Chorleitung)

postgradual[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Master of music, Evangelische Kirchenmusik
  • Master of music, Instrumental-/Vokalpädagogik in den Studienrichtungen:
    • Klavier
    • Orgel
    • Stimmbildung
  • Master of music, Musikleitung instrumental/vokal in den Studienrichtungen:
    • Chorleitung
    • Kinder- und Jugendchorleitung
    • Bläserchorleitung
    • Ensembleleitung/Popularmusik

außerdem[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Möglichkeit zum Ablegen der kirchenmusikalischen C-Prüfung.

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Instrumente: acht Orgeln, 28 Klaviere und Flügel, fünf Cembali, ein Clavichord, Orff-Instrumentarium, Instrumente für die Popularmusik, Leihinstrumente
    Goll-Orgel
  • Wohnen: Studierendenwohnheim auf dem Hochschulgelände, 19 Einzelzimmer mit Verpflegung und Küchen für Selbstversorgung, Garten und Dachterrasse
    Rohlf-Orgel
  • Bibliothek, Computer-Arbeitsplätze, neun Übungsräume mit Orgeln oder Klavier, 14 Unterrichtsräume, drei Aufenthaltsräume, zwei Studierzimmer und eine Kapelle.
    Verschueren-Orgel

Lehrkräfte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Profil der Hochschule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Praxisnahes Studium mit besonderer pädagogischer Komponente.
  • Regelmäßige Gottesdienstgestaltung unter studentischer Leitung.
  • Eigener Hochschul-Kinderchor (2009 Kulturpreis der IHK Bayreuth).
  • Regelmäßige Studientage und Sonderseminare mit auswärtigen Dozenten und Professoren.
  • Studium der kurzen Wege und Übemöglichkeiten in der Hochschule und in drei Bayreuther Kirchen.
  • Konzerte und Konzertreisen mit dem Hochschulchor.

Finanzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hochschule wird finanziert von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, vom Freistaat Bayern und der „Förderstiftung für die Hochschule für evangelische Kirchenmusik“.

Bekannte Absolventen seit 1950[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Abkürzungen: B = B-Prüfung bzw. -Diplom, A = A-Prüfung, DML = Diplommusiklehrer/in, DM = Diplommusiker/in, FA = Fachakademie, KMS = Kirchenmusikschule)

  • KMD Thomas Albus (B 1988), Komponist, Professor für Musiktheorie und Gehörbildung, seit 2011 Rektor der Hochschule für evangelische Kirchenmusik Bayreuth
  • Frank Bettenhausen (B 1990), Stadtkantor in Rudolstadt (Thür.)
  • Martin Blaufelder (B 2008, A 2010), Stadtkantor in Kitzingen
  • Bernd Dietrich (B 1969), langjähriger Dozent am Meistersinger-Konservatorium Nürnberg
  • KMD Helmut Duffe (B 1970), Komponist, langjähriger Musiklehrer beim Windsbacher Knabenchor († 2016)
  • KMD Ruth Engelhard (B 1950), langjährige Schriftleiterin von Gottesdienst und Kirche (G&K)
  • KMD Andrea Eißele (B 1989), Stadtkantorin in Schweinfurt
  • Friedrich Kalb (B 1950), Kirchenmusiker, Theologe, 1965–1972 Direktor der KMS
  • Reiner Gaar (B 1981), Autor, Dozent für Orgelimprovisation an den Musikhochschulen Bayreuth und Würzburg
  • Daniel Gárdonyi (B 2007), freischaffender Musiker
  • Christoph Georgii, (B 2002, DML 2004), Beauftragter für Popularmusik Badische Landeskirche
  • KMD Volker Gloßner (B 1991), Stadtkantor in Landshut
  • Matthias Grünert (B 1997), Kantor an der Frauenkirche Dresden
  • Michael Haag (B 1985), Stadtkantor in Weißenburg/By.
  • Monika Hofmann (B 1991), Professorin für Bäserarbeit an der Hochschule für Kirchenmusik Herford
  • Waldram Hollfelder (B 1950), Komponist († 2017)
  • Jens Korndörfer (B 2004), Director of Worship and the Arts and Organist der First Presbyterian Church in Atlanta (USA), Artist Affiliate (Orgel) and der Georgia State University (USA)
  • Frank Hallmann (2000), Geschäftsführer des Plattenlabels Rondeau
  • Peter Maus (B 1970), langjähriger Solist bei den Bayreuther Festspielen und Professor für Gesang an der Universität der Künste Berlin
  • Arnold Mehl (B 1971), Gründer und Leiter des Bach-Trompetenensemble München
  • Michael Merkel (B 1999, DML 2001), Kantor am Kloster Loccum
  • Carl-Friedrich Meyer (B 1995, A 1998), Stadtkantor in Ansbach
  • Jasmin Neubauer (B 2006, A 2008), Stadt- und Dekanatskantorin in Rothenburg o.d.T.
  • Matthias Querbach (B 1997, A 2000), Kantor an der St.-Johanniskirche (Würzburg)
  • Elisabeth Polster (B 2007), Kantorin St. Markus, Hamburg-Hohenluft
  • Alexander Ploß (B 2001, A 2003), Kantor am „Bergmannsdom“ St.-Wolfgangs-Kirche (Schneeberg)
  • Hans-Martin Rauch (B 1966), späterer Landeskirchenmusikdirektor
  • Stefanie Richtscheid (B 2010, DM 2002), Kantorin an der Marienkirche (Großenhain)
  • Helmut Scheller (B 1950), 1973/74 Direktor der FA, späterer Orgeldozent am Meistersinger-Konservatorium Nürnberg
  • Jürgen-Peter Schindler (B 1955), Gründer des Orgelmuseums Ostheim/Rhö
  • KMD Andreas Schmidt (B 1995, A 2002), Mitarbeiter beim Gottesdienstinstitut in Nürnberg und Kantor an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau
  • Hans Schott (B 1980), derzeitiger Schriftleiter von G&K
  • KMD Georg Stanek (B 1996), Stadtkantor in Hof/By.
  • KMD Peter Stenglein (B 1884), Stadtkantor in Coburg und Dozent für liturgisches Orgelspiel an der Hochschule für evangelische Kirchenmusik
  • KMD Emanuel Vogt (B 1959), Komponist († 2007)
  • KMD Klaus Wedel (B 1977), Präsident des Verbandes evangelischer Kirchenmusiker und Kirchenmusikerinnen in Bayern

Ehrensenatoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dieter Mronz, Oberbürgermeister a. D. der Stadt Bayreuth
  • Friedrich Schmidt, Notar a. D. (†), Ehrenvorsitzender des Arbeitskreises für Evangelische Kirchenmusik (AEK)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hochschule für evangelische Kirchenmusik Bayreuth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt: Studierende an Hochschulen. Wintersemester 2018/2019 (= Fachserie 11, Reihe 4.1), 18. Oktober 2019, S. 72.

Koordinaten: 49° 56′ 22,6″ N, 11° 34′ 21″ O