Ines Anioli

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Ines Anioli (* 1. September 1986) ist eine deutsche Hörfunkjournalistin, Podcasterin und Komikerin.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anioli wuchs in Duisburg auf, wo sie das katholische St. Hildegardis-Gymnasium besuchte. Als Hörfunkmoderatorin arbeitete sie für Kiss FM und moderierte ab 2013 die Sendung Nachtleben bei RPR1.[1] 2014 startete sie den YouTube-Kanal Olga says, mit dem es ihr gelang, eine große Zahl von Fans an sich zu binden. Gemeinsam mit Leila Lowfire startete Anioli 2016 das Podcast-Format Sexvergnügen.[2] Darin sprachen die beiden Frauen ungehemmt über sexuelle Erfahrungen und den weiblichen Körper.[3]

Im Sommer 2017 bekam sie ihre eigene TV-Sendung auf Tele 5. Zusammen mit Lowfire war sie Hauptakteurin in allen sechs Episoden der Sendung Vendetta Lametta. Gemeinsam betrieben sie zudem von 2018 bis August 2019 den Podcast Besser als Sex, der als einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Podcasts gilt.[4][5] 2019 ging sie als Komikerin mit dem Bühnenprogramm Cumedy – deeper wird’s nicht auf Tour.[6][7]

Am 9. Oktober 2020 startete sie den Podcast me-time mit Ines Anioli. In dem Podcast möchte sie nach eigenen Angaben eine frühere „toxische Beziehung“ aufarbeiten, in der sie psychisch und physisch misshandelt wurde und sexualisierten Übergriffen ausgesetzt war.[8] Sie stellt ihre Selbsterfahrungen mit angeblich positiv wirkenden Betätigungen wie Schamanismus, Meditation, Darmreinigung oder Töpfern vor.[9][10]

Anioli lebt in Berlin.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hektor Haarkötter nannte den Podcast Sexvergnügen als sehr erfolgreiches Beispiel für Online-Journalismus.[11]

Stephan Schreyer wählte in seinem Buch über Podcasts als Unternehmenskommunikation das Format Besser als Sex exemplarisch für den Punkt „Themen-Podcasts“.[12]

„Ines Anioli ist der Beweis dafür, dass Feminimus Spaß machen kann. Mit ihrer lockeren und frechen Art bricht sie Tabus und das so, dass es kaum einem weh tut“, so die Bunte in einem Porträt.[13]

„‚Sexvergnügen‘ ist die richtige Sendung für die Generation Youporn, sie gehört in diese Zeit und spiegelt sie, wenn auch manchmal verzerrt. Aber eben: nie langweilig. Und das ist doch schon mal was“ schrieb Hendrik Steinkuhl auf Meedia.de.[14]

Ein Kritiker des Westfälischen Anzeigers beurteilte einen Auftritt Aniolis negativ: „Auf unterstem Niveau bewegt sich Ines Anioli, Youtube- und Instagram-Star, mit ihrer betont schamlosen, tabulosen Sexualität – das ist verbale Pornografie. Mit größtmöglicher Obszönität geht sie auf Praktiken diverser Gruppen mit ‚speziellen‘ Vorlieben ein, zu denen Ausführungen an dieser Stelle nichts zu suchen haben.“[15]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. RPR1.NACHTLEBEN – DER LATE NIGHT TALK, Radiozentrale.de, 13. März 2013
  2. Hendrik Steinkuhl: Podcast „Sexvergnügen“: peinlich, eklig, affektiert – und ziemlich gutes Entertainment. In: meedia.de. 17. März 2017, abgerufen am 6. Januar 2019.
  3. Die Mädels von "Sexvergnügen" über erfolglose Befriedigungsversuche und Emojis beim Sexting. In: Stern. Abgerufen am 9. Dezember 2020.
  4. Matthias Schwarzer: “Besser als Sex”: Deutschlands erfolgreichster Sex-Podcast macht Schluss, Redaktionsnetzwerk Deutschland (RDN), 30. August 2019
  5. Sophia Zessnik: „Besser als Sex“: Beim erfolgreichen Sex-Podcast hat es sich ausgebumst, ze.tt, 13. August 2019
  6. Sex-Podcasting-Star Ines Anioli: Deeper wird’s echt nicht. In: Stuttgarter Zeitung. 15. März 2019, abgerufen am 9. Dezember 2020.
  7. "Wenn Corona letztes Jahr passiert wäre, hätte ich mich komplett verloren". In: Gala. Abgerufen am 9. Dezember 2020.
  8. "Ich habe die Grenzen meines Körpers ignoriert". In: Deutschlandfunk Nova. 9. September 2020, abgerufen am 9. Dezember 2020.
  9. Sexuelle Gewalt: Podcasterin Ines Anioli spricht über ihr schlimmstes Erlebnis. In: Redaktionsnetzwerk Deutschland. 12. Oktober 2020, abgerufen am 9. Dezember 2020 (deutsch).
  10. "Me-Time mit Ines Anioli" auf Spotify zeigt dir den Weg zu Achtsamkeit. In: Noizz.de. 24. Oktober 2020, abgerufen am 9. Dezember 2020.
  11. Journalismus.online: Das Handbuch zum Online-Journalismus. Herbert von Halem Verlag, 2019 (S. 332)
  12. Podcasts in der Unternehmenskommunikation: Wie Sie mit strategischen Audioformaten Ihre Zielgruppen erreichen. Springer-Verlag, 2019 (S. 3)
  13. Ines Anioli: Wow! Die Kollegin von Leila Lowfire ist nicht nur super-sexy! In: Bunte.de. 8. März 2019, abgerufen am 9. Dezember 2020.
  14. Podcast "Sexvergnügen": peinlich, eklig, affektiert – und ziemlich gutes Entertainment. In: Media.de. 17. März 2017, abgerufen am 9. Dezember 2020 (deutsch).
  15. Pornografie, Naziwitze, Judenwitze: Harte Provokationen im Maxipark. In: Westfälischer Anzeiger. 8. Januar 2020, abgerufen am 9. Dezember 2020.