Luke Mockridge

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Luke Mockridge (2019)

Lucas Edward Britton „Luke“ Mockridge[1] (* 21. März 1989 in Bonn) ist ein in Deutschland tätiger Komiker, Produzent, Moderator[2] und Schauspieler. Er hat die italienische und die kanadische Staatsangehörigkeit.[3]

Leben und Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luke Mockridge wurde 1989 in Bonn als Sohn des kanadischen Schauspielers und Kabarettisten Bill Mockridge, der 1982 das Improvisationstheater Springmaus ins Leben rief, und der italienischen Schauspielerin und Kabarettistin Margie Kinsky geboren.[4] Er ist das Patenkind von Dirk Bach und Hella von Sinnen.[5][6][7] Mockridge wuchs in Bonn-Endenich auf und hat zwei ältere und drei jüngere Brüder:

  • Nicholas „Nick“ (* 1984): Film- und Fernsehregisseur
  • Matthew „Matt“ (* 1986): Unternehmer und Coach, ehemals bei der Boygroup Part Six
  • Leonardo „Lenny“ (* 1991): Musiker
  • Jeremy (* 1993): Schauspieler
  • Liam (* 1997): Schauspieler

Mit 16 Jahren wurde Luke Mockridge vom Fußballverein Bayer 04 Leverkusen zum Profi-Training eingeladen.[8] Er spielt Gitarre und Klavier.[4][5] Beides brachte er sich als Autodidakt bei.[4][8]

Mockridge erwarb das International Baccalaureate in Bonn.[8] Anschließend studierte er Medien- und Kommunikationswissenschaft in Kanada, England und Deutschland und schloss 2012 mit dem Bachelor in Köln ab.[5][9][10][11] Nach eigener Aussage ist er seit Frühjahr 2022 verlobt.[12]

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits während seines Studiums in Kanada trat er im Bühnenprogramm des High School Musicals in der Rolle des Chad auf.[6] Mit seinem Soloprogramm I’m Lucky, I’m Luke! tourte er zwischen 2012 und 2016 durch Deutschland. Im Fernsehen war er regelmäßig als Gast im Quatsch Comedy Club, bei NightWash, TV total, RTL Comedy Grand Prix und Fun(k)haus zu sehen. Außerdem war er Moderator der 1LIVE Hörsaal-Comedy und arbeitete als Autor für Switch reloaded.[13][6] Im September 2013 erschien im KiKA und im ZDF seine eigene Comedy-Show Occupy School.[14] Von September 2013 bis Mitte 2016 moderierte er die Sendung NightWash.[15] Zuvor war er dort als Praktikant und Autor tätig.[13]

2013 trat er beim YouTube-Kanal Ponk auf. Im selben Jahr kürte ihn die Zeitschrift Emma wegen Lästereien über seine Ex-Freundin und Witze über K.-o.-Tropfen zum „Pascha des Monats“.[16] Nach Mockridges Darstellung sind die entsprechenden Passagen von Emma aus dem Kontext gerissen worden.[13] Im Oktober 2013 nahm er an der 1LIVE Comedynacht XXL in der Lanxess Arena in Köln teil.

2014 eröffnete Mockridge zusammen mit Julian „Julez“ Weißbach und Joyce Ilg den YouTube-Kanal Snoozzze. Im Januar 2014 reiste er mit Stefan Raab und dessen Sendung TV total nach New York City und sendete sechs Tage lang live im Rahmen des Super Bowl XLVIII. Darüber hinaus war er einige Male als Comedian für TV total unterwegs und präsentiert Einspielfilme und Stand-up-Beiträge. Im März 2014 veröffentlichte er das Buch Mathe ist ein Arschloch: Wie (m)ich die Schule fertigmachte.[8] Durch sein Mitwirken bei NightWash ist er in Folge 65 Der Standup der Serie Pastewka zu sehen. Von 2014 bis 2016 trat er unregelmäßig in der Sat.1-Sendung Jetzt wird’s schräg auf.

Im März 2015 ging bei Sat.1 seine eigene Sendung mit dem Titel Luke! Die Woche und ich auf Sendung.[17] Ende 2016 moderierte er erstmals einen Jahresrückblick mit dem Titel Luke! Das Jahr und ich. 2017 sprach er in der deutschen Fassung des Animationsfilms The LEGO Batman Movie den Robin. Ebenfalls war er 2017 zusammen mit Hans Sarpei Kommentator der deutschen Ausgabe der Netflix-Gameshow Ultimate Beastmaster.[18] Von April 2017 bis September 2018 tourte Mockridge mit seinem zweiten Programm Lucky Man durch Deutschland. Seit Mai 2017 moderiert er bei Sat.1 die Quiz-Show Luke! Die Schule und ich. Es wurde auch am Carl-von-Ossietzky-Gymnasium in Bonn gedreht, das Mockridge bis 2007 als Schüler besucht hatte.[19] Ebenfalls 2017 war er wiederholt in der Improvisationscomedy-Sendung Genial daneben zu Gast.[20]

Außerdem nahm er wie 2015 und 2017 an der TV-Show Schlag den Star teil. Bei seiner ersten Teilnahme gelang es ihm, seinen Gegner Ross Antony zu schlagen.[21], in der zweiten verlor er knapp gegen den Kochbuchautor Attila Hildmann.[22] Zudem gehört er seit März 2018 zur Hauptbesetzung der Improvisations-Comedyshow Mord mit Ansage, die von seinem Vater moderiert wird. Seit 2018 moderiert Mockridge den Musikpreis 1 Live Krone.

Im August 2019 hatte er einen Auftritt im ZDF-Fernsehgarten, der von Moderatorin Andrea Kiewel abgebrochen wurde.[23][24] Angesprochen auf seinen umstrittenen Auftritt in der ZDF-Sendung sagte Mockridge in einem Interview mit Quotenmeter.de im April 2020, dass er „die Auflösung komplett überschätzt“ habe. „Naiver Weise dachte ich, die Presse würde meiner Dramaturgie folgen. Sehr naiv.“ Rückblickend sei er froh, dass es eine „selbstgemachte Delle“ war.[25]

Im Januar 2019 startete sein drittes Soloprogramm Welcome to Luckyland, im September Luke! Die Greatnightshow. Im März 2020 präsentierte er bei Sat.1 im Zuge der COVID-19-Pandemie wochentags die Live-Show Luke, allein zuhaus. 2020 war er Teil der Jury von FameMaker bei ProSieben. Von März bis August 2022 war er mit seinem Programm A Way Back to Luckyland auf Tournee.

Ende Oktober 2022 kündigte Mockridge auf der Social-Media-Plattform Instagram sein neues Tourprogramm Trippy für 2023 an.

Rechtsstreit mit dem Spiegel (2021/2022)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2021 wurden in den sozialen Medien Vorwürfe sexualisierter Gewalt gegen eine Exfreundin laut. Die Moderatorin Ines Anioli hatte schon seit geraumer Zeit über eine „toxische Beziehung“ gesprochen, allerdings ohne den Namen des Partners zu nennen. Internetaktivistinnen verdächtigten Mockridge und schufen den Hashtag #KonsequenzenFürLuke, der sich in einem Shitstorm entlud, der Mockridge im September 2021 veranlasste, sich bis März 2022 aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen.[26][27][28][29]

Ein auf eine Anzeige Aniolis eingeleitetes Ermittlungsverfahren wurde in zwei Instanzen von der Staatsanwaltschaft Köln eingestellt.[30] Dabei sah die Staatsanwältin unter anderem wegen Unstimmigkeiten in Aniolis Angaben keinen hinreichenden Tatverdacht.[30] Der Spiegel zitierte aus den Ermittlungsakten und machte anonyme Vorwürfe weiterer Personen einer breiten Öffentlichkeit bekannt.[31]

Vor dem Landgericht Köln erwirkte Mockridge im Dezember 2021 eine Streichung von Passagen aus dem Artikel,[32] vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht im Januar 2022 eine Streichung weiterer Passagen.[33] Im Februar 2022 bestätigte das Landgericht Hamburg die einstweilige Verfügung gegen den Spiegel. In der Urteilsbegründung wurde der umstrittene Artikel „unzulässige Verdachtsberichterstattung“ genannt.[34]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moderationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalig / Einmalig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Live-Programme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2012: I’m Lucky, I’m Luke (DE: Gold (Videoalbum)Gold (Videoalbum))[35]
  • 2017: Lucky Man
  • 2019: Welcome to Luckyland
  • 2022: A Way Back to Luckyland
  • 2023: Trippy

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luke Mockridge (2016)

Buch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Luke Mockridge – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lucas Mockridge, bei moneyhouse.de
  2. Luke Mockridge gründet Produktionsfirma mit Brainpool auf DWDL.de, abgerufen am 10. April 2019
  3. Michaela Boland triff Kabarett-Star Margie Kinsky: Mit dem Herz auf der Zunge – Margie Kinsky ist herrlich offen, ehrlich und direkt, Gesellschaft Freunde der Künste
  4. a b c Westfälische Nachrichten: Der blaublütige Comedian: Lucke Mockridge hat adelige Vorfahren, Münster, Münster, Martin Kalitschke, 4. März 2014
  5. a b c General-Anzeiger Bonn: Bonner Comedian kommt mit seinem Programm in die Springmaus: Interview mit Luke Mockridge, Bonn, Kathrin-Alessa Weber, Nadja Berghahn
  6. a b c Einsfestival: Die allerbeste Sebastian Winkler Show, 21. November 2013
  7. WDR Print – Das Magazin des WDR, Ausgabe September 2015, S. 27.
  8. a b c d e Simone Zettier: Luke Mockridge: Mathe ist ein Arschloch! (Interview) auf abi.unicum.de. 27. Mai 2014. Abgerufen am 16. Mai 2020.
  9. Luke Mockridge – Was macht dich wirklich glücklich? – Hotel Matze. Abgerufen am 24. Januar 2021 (ab Minute 14).
  10. FOCUS Online: Luke Mockridge: „Ich war immer der Loser in der Familie“. Abgerufen am 24. Januar 2021.
  11. Luke Mockridge: I‘M LUCKY, I‘M LUKE! Abgerufen am 23. November 2022.
  12. Luke Mockridge überrascht mit Aussage zu Beziehungsstatus. Abgerufen am 8. Mai 2022.
  13. a b c Andreas Jankowiak: Interview mit Luke Mockridge: „Meine Mutter sagt, ich sei eine männliche Schlampe“ (Memento vom 11. März 2014 im Internet Archive), Münster-Kinderhaus, Münstersche Zeitung, 5. März 2014.
  14. Uwe Mantel: Neues Kinder-Format: ZDF lässt Nachwuchs-Comedians Schulen besetzen, DWDL.de, 8. April 2013.
  15. Alexander Krei: Generationswechsel bei „NightWash“: Deusers Nachfolger übernimmt Ende September, DWDL.de, 3. September 2013.
  16. Pascha des Monats – Luke Mockridge. In: Emma. Emma Frauenverlags GmbH, abgerufen am 3. Januar 2018.
  17. LUKE! Die Woche und ich auf sat1.de. Abgerufen am 28. April 2017.
  18. Netflix-Gameshow: Hans Sarpei und Luke Mockridge moderieren. (Memento vom 27. Februar 2017 im Internet Archive) teleschau.de. Abgerufen am 28. April 2017.
  19. Dreharbeiten in Bonn Neue Quizshow: Luke Mockridge zurück in seiner alten Schule, express.de, 27. Juni 2017
  20. Genial daneben auf fernsehserien.de, abgerufen am 22. Januar 2018
  21. Schlag den Star: Luke Mockridge schlägt Ross Antony. 16. August 2015, abgerufen am 21. Juni 2020.
  22. „Schlag den Star“ Sieger Hildmann auf focus.de
  23. Eklat im ZDF-Fernsehgarten: „Ich halte das für das mieseste Verhalten“. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 23. August 2019]).
  24. Comedian Mockridge klärt "Fernsehgarten"-Skandalauftritt auf. derstandard.at, 15. September 2019, abgerufen am 1. Dezember 2022.
  25. David Grzeschik: Luke über seine „Fernsehgarten“-Nummer: ,Wir haben die Auflösung komplett überschätzt'. In: Quotenmeter.de. 17. April 2020, abgerufen am 8. April 2021.
  26. Joachim Huber: „Aggressiv“ und „rücksichtslos“. In: Der Tagesspiegel. 24. September 2021, abgerufen am 25. September 2021.
  27. „Brauche Zeit, Ruhe und Abstand“: Luke Mockridge sagt TV-Shows für 2022 ab. In: Stern.de. Abgerufen am 25. September 2021.
  28. Seine Dramedy ÜberWeihnachten wurde in Absprache mit Mockridge von der Nominiertenliste des Deutschen Comedypreises 2021 gestrichen.
  29. Wegen Mockridge: Serie „ÜberWeihnachten“ nicht mehr für Comedypreis nominiert. 30. September 2021, abgerufen am 30. September 2021.
  30. a b Gericht beanstandet "Spiegel"-Bericht. SZ.de, 9. Dezember 2021, abgerufen am 1. Dezember 2022.
  31. Ann-Katrin Müller, Laura Backes: Bisher unbekannte Details zu Vergewaltigungsvorwürfen: Die Akte Mockridge (S+). In: Der Spiegel. 26. Dezember 2021, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 29. Dezember 2021]).
  32. Gericht untersagt Teile des „Spiegel“-Berichts über Mockridge. In: DWDL.de. Abgerufen am 29. Dezember 2021.
  33. Torben Heine: Fall Mockridge – so äußert sich der „Spiegel“ zur OLG-Entscheidung. In: MEEDIA. 20. Januar 2022, abgerufen am 20. Januar 2022.
  34. Entscheidung im Fall Mockridge, sueddeutsche.de, 22. Februar 2022.
  35. Auszeichnungen für Musikverkäufe: DE
  36. „Der Deutsche Comedypreis 2017“– die Preisträger, rtl.de, abgerufen am 28. Oktober 2017
  37. Jerks, Kerkeling und Junior: Die ersten Gewinner des Deutschen Comedypreises auf neuepresse.de
  38. Luke Mockridge erhält den Deutschen Comedypreis 2022 für sein erfolgreiches Live-Programm, BRAINPOOL TV GmbH, Pressemitteilung - lifePR. Abgerufen am 6. Dezember 2022.
  39. Die Comedy-Krone geht an Luke Mockridge. WDR, abgerufen am 6. Dezember 2016.