Isabell Herlovsen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Isabell Herlovsen
Isabell Herlovsen2.jpg
Isabell Herlovsen (2007)
Informationen über die Spielerin
Name Isabell Lehn Herlovsen
Geburtstag 23. Juni 1988
Geburtsort MönchengladbachBundesrepublik Deutschland
Position Sturm
Juniorinnen
Jahre Station
Kolbotn IL 2000-2003
Frauen
Jahre Station Spiele (Tore)1
2004–2008
2009–2011
2011–2016
2017-
Kolbotn IL
Olympique Lyon
Lillestrøm SK Kvinner
Jiangsu Suning
88 (54)
13 0(3)
108 (100)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2003–2004
2004–2007
2008
2006
2007
2005–
Norwegen U-17
Norwegen U-19
Norwegen U-20
Norwegen U-21
Norwegen U-23
Norwegen
12 0(1)
13 0(3)
4 0(2)
2 0(0)
2 0(0)
108 (45)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2016

2 Stand: 9. März 2016

Isabell Lehn Herlovsen (* 23. Juni 1988 in Mönchengladbach) ist eine norwegische Fußballspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Isabell Herlovsen ist die Tochter des ehemaligen Bundesliga-Profis Kai Erik Herlovsen, der zwischen 1982 und 1990 bei Borussia Mönchengladbach unter Vertrag stand.[1] Sie wuchs mit einem Bruder, dem Handballspieler Niklas (* 1992) und einer älteren Schwester in Fredrikstad auf.[2] Im Juli 2011 hatte Herlovsen ein öffentliches coming out als lesbisch[3], nachdem sie sich schon im Teenager-Alter, ihren Freunden und Familie gegenüber geoutet hatte.[4]

im Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stürmerin spielte zunächst für Kolbotn IL und später in Frankreich bei Olympique Lyon. Mit Lyon stand sie 2010 im Champions-League-Finale gegen Turbine Potsdam; beim dortigen Elfmeterschießen, nach dessen Abschluss Potsdam den Pokal erhielt, verschoss sie ihren Elfmeter. Auch im Europapokal der folgenden Saison wurde sie noch in zwei Spielen eingesetzt; als Olympique das Endspiel gewann, war sie allerdings bereits nach Norwegen zurückgekehrt, wo sie für Lillestrøm SK Kvinner spielte. Am 8. Februar 2017 verließ Herlovsen Norwegen und wechselte nach China, zum Jiangsu Suning.[5]

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herlovsen wurde bereits im Alter von 16 Jahren in die Frauen-Nationalmannschaft ihres Landes berufen. Der internationale Durchbruch gelang ihr bei der EM 2005 in England, als sie mit zwei Toren maßgeblichen Anteil daran hatte, dass sich Norwegen für das Finale des Turniers qualifizieren konnte. Mit einem Alter von 16 Jahren und 351 Tagen beim Spiel gegen Frankreich am 9. Juni 2005 ist sie die bisher jüngste Torschützin bei einer Europameisterschaft.[6]

Herlovsen gehörte als jüngste Spielerin auch dem Kader ihres Teams bei der WM 2007 in China an. Ihr gelang dabei jeweils ein Treffer im Vorrundenspiel gegen Ghana und im Viertelfinalspiel gegen China. Kein Tor erzielte sie beim Turnier der Olympischen Spiele 2008 in Peking. Bei der EM 2009 in Finnland absolvierte sie fünf Spiele und erreichte mit ihrer Mannschaft das Semifinale, in dem ihr gegen Deutschland der 1:0-Führungstreffer gelang. Das Spiel ging jedoch 1:3 verloren.

Sie gehörte auch zum norwegischen Aufgebot für die WM-Endrunde 2011 in Deutschland, wo sie, einen entsprechenden Turnierverlauf vorausgesetzt, im Halbfinale sogar in ihrer Geburtsstadt auf dem Rasen hätte stehen können. Dazu kam es aber nicht, da Norwegen erstmals bei einer WM in der Vorrunde ausschied. Herlovsen kam in allen drei Gruppenspielen zum Einsatz, konnte aber kein Tor erzielen.

Für die EM 2013 wurde sie nur als Reservespielerin benannt, wurde dann aber nicht berücksichtigt. Nach der EM wurde sie wieder für die WM-Qualifikationsspiele nominiert und in den Spielen gegen Belgien und Albanien jeweils eingewechselt.

Am 23. Mai 2015 machte sie beim 2:3 im WM-Vorbereitungsspiel gegen Belgien ihr 100. Länderspiel. Bei der WM kam sie in drei Spielen zum Einsatz. Ihre beiden einzigen Tore während des Turniers erzielte sie gleich im ersten Gruppenspiel gegen WM-Neuling Thailand, in dem sie auch als „Spielerin des Spiels“ ausgezeichnet wurde. Ihre Mannschaft schied aber im Achtelfinale gegen England aus und konnte sich damit auch nicht direkt für die Olympischen Spiele 2016 qualifizieren. Dies gelang dann auch beim Olympia-Qualifikationsturnier im März 2016 nicht, bei dem sie ebenfalls zum Einsatz kam.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. In Vaters Fußstapfen
  2. Testes av Arsenal Isabell (16) vil bli proff som pappa
  3. Ingrid Marie Treborg: Isabell Herlovsen står fram som lesbisk (Norwegian), TV2.no. 5. Juli 2011. Abgerufen am 14. September 2011. 
  4. Arild Sandven: De respekterer meg som jeg er (Norwegian), Afternposten. 19. September 2012. 
  5. Isabell Lehn Herlovsen: Looking forward to play for my new club Jiangsu Suning 🇨🇳
  6. uefa.com: Facts and figures
  7. NORGESMESTERE KVINNER 1978-2010