James Arthur (Sänger)

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James Arthur bei den NRJ Music Awards 2014

James Andrew Arthur (* 2. März 1988 in Middlesbrough, England) ist ein britischer Sänger, Musiker und Rapper. 2012 gewann er die neunte Staffel der Castingshow The X Factor.[1]

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

James Arthur ist eines von fünf Kindern von Shirley Ashworth und Neil Arthur. Seine Eltern trennten sich, als er ein Jahr alt war. Ab dem neunten Lebensjahr lebte er für vier Jahre in Bahrain und besuchte dort die British School of Bahrain.[2] Nach seiner Rückkehr nach Großbritannien besuchte er die Ings Farm Primary School und die Rye Hills School.

Er spielte in Schulbands[3] und sammelte als Soloartist und Singer-Songwriter bei Kneipenauftritten Erfahrungen.[4] Seine ersten eigene Songs veröffentlichte Arthur auf Soundcloud und YouTube, darunter das Album Sins by the Sea.[5] Im August 2012 veröffentlichte er unter dem Projektnamen The James Arthur Project das Album Hold On, das in Zusammenarbeit mit John McGough entstanden war. Später erschien die EP Collection.

2011 nahm Arthur an der Castingshow The Voice UK teil und erreichte die Runde der besten 200 Kandidaten. Am 9. Dezember 2012 gewann Arthur mit einer Interpretation des Songs Impossible von Shontelle gegen Jahméne Douglas die Castingshow The X Factor. Die als Single erschienene Aufnahme erreichte nach einem Tag die Spitze der britischen iTunes-Charts und ist die drittmeist verkaufte Single in Großbritannien seit 2000. In Deutschland wurde der Song erst nach dem Auftritt von Ricardo Bielecki in der Castingshow Deutschland sucht den Superstar bekannt.[6] In der Schweiz erreichte das Lied Platz 2 der Charts.

Am 7. August 2013 gab Arthur via Twitter bekannt, dass seine zweite Single You’re Nobody ’Til Somebody Loves You heißen wird,[7] eine rockige Nummer mit Soul-Elementen, für die auch ein Video produziert wurde.[8]

Am 4. November 2013 erschien sein erstes kommerzielles Album James Arthur. Obwohl eine großen Anzahl von Mitarbeitern an der Produktion beteiligt waren, entsprach das Ergebnis nur bedingt seinen Vorstellungen.[9]

Mit zunehmendem Erfolg erhöhte sich der Druck der Medien und es stellten sich Versagensängste ein, die zum Missbrauch von Alkohol und Tabletten führten. In der Aufarbeitung dieser Krise erkannte Arthur, dass er seinen eigenen Stil finden und den Umgang mit öffentlicher Kritik erst erlernen musste.[10] Seine Panikattacken und Angstzustände beschreibt Arthur in seinem autobiografischen Buch Back to the boy.[11] Für seine Genesung und den Erhalt seiner Gesundheit erlernte Arthur, sich selbst zu lieben und positiv zu denken.[12]

Am 15. Mai 2014 veröffentlichte Arthur ein freies Rap-Mixtape mit dem Namen All the World’s a Stage via SoundCloud.[13] Seine Plattenfirma Syco löste daraufhin den Vertrag, da einige Textpassagen als Gewalt verherrlichend verstanden wurden.[14]

Am 28. Oktober 2016 wurde das zweite Album Back from the Edge veröffentlicht. Die erste Single-Auskopplung Say You Won’t Let Go erreichte für 3 Wochen Platz 1 der britischen Charts. Der Song The Truth, der als Titelmusik der amerikanischen Fernsehserie Family Therapy verwendet wurde, erschien auf der Deluxe-Version des Albums.

Der Song Say You Won´t Let Go ist mit über 8 Millionen Verkäufen weltweit bisher Arthurs erfolgreichster Song[15]. Der Song entstand, als eine Mitarbeiterin von Sony Columbia USA, Ina Jedlicka, ihn darauf hin wies, dass seinem Album noch eine Single-Auskopplung fehlte. Sie schlug ihm vor, dass der Song eine Geschichte im Sinne von Lukas Grahams 7 Years oder Justin Biebers Love Yourself erzählen sollte. Daraufhin schrieb Arthur das Lied innerhalb von 2 Stunden. Auf den Rat, diesen Song als Single zu veröffentlichen, reagierte Arthur zunächst verärgert, da die Komposition des Liedes im Vergleich zu anderen Songs des neuen Albums verhältnismäßig wenig Zeit in Anspruch genommen hatte.[16] Trotzdem stimmte er der Vorab-Veröffentlichung für September 2016 zu.

Arthurs Musikstil variiert zwischen Rock, Pop, Rhytm & Blues, Blues, Soul bis hin zu Rap oder in freieren Gesangs-Improvisationen sogar bis zum Jazz. Auffallend ist Arthurs Wunsch und Bereitschaft, jederzeit und überall live und unplugged zu spielen, wie er es in unzähligen Radioshows und bei anderen Anlässen tut. Bei seinen Konzerten bedient er sich gerne mehrerer Lead-, oder Rythm- Gitarristen, auch unplugged, die ihn unterstützen, so dass er sich mehr auf seinen Gesang konzentrieren kann. Außerdem tritt er gern mit Backgroundsängern oder -sängerinnen auf. Bei Live-Auftritten covert Arthur jederzeit gerne andere Songs, wie zum Beispiel von Ed Sheeran, Ariana Grande, Miley Cirus oder George Michael und vielen mehr.

James Arthur hat eine außergewöhnliche Stimme in Tenor-Tonlage, die er durch Kopfstimmen-Technik in große Höhen treiben kann. Bereits in tieferer, ruhiger Tonlage ist das Timbre sowie das leichte Vibrato seiner Stimme auffallend. Wie bei manch anderen Künstlern, z. B. Rod Stewart, scheinen seine Stimmbänder, wenn auch in viel leichterem Maß, angegriffen zu sein. Virtuos sind seine melodischen Umspielungen und Verzierungen der eigentlichen Melodie oder Songzeile, die er auch bei Live-Auftritten koloraturartig anbringt.

Seine Musik, teilweise selbst geschrieben, bringt im Allgemeinen große Empfindsamkeit, Trauer und innere Zerrissenheit zum Ausdruck, wie zum Beispiel in Recovery, Can I Be Him oder Naked. Oftmals handeln seine Lieder von Liebesbeziehungen oder inneren Krisen, mit Texten, die er hin und wieder aber auch mit einem Augenzwinkern vorträgt.[17] Einen weiteren gefühlvollen Touch bekommen seine professionell abgemixten Songs inzwischen auch zunehmend von den Musik-Videos (z. B. von Felix Urbauer: Say You Won`t Let Go und Can I Be Him).[18]

Im August 2016 führte ein Flirt zu einer erheblichen Kopfwunde des Stars, die genäht werden musste. Dabei schlug ein eifersüchtiger Mann James Arthur von hinten ein Glas auf den Kopf. Dies brachte dem Angreifer Anfang 2017 über 5 Jahre Gefängnis ein.[19] Ende 2017 unternahm Arthur eine England-Tournee.[20] Außerdem arbeitet er derzeit an seinem dritten Studioalbum.

Zu seinen Gesangspartnerinnen gehörten Jessica Grist, Rita Ora und andere.

James Arthur wohnt in London.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[21] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2013 James Arthur 25
(3 Wo.)
22
(2 Wo.)
6
(34 Wo.)
2 Platin
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. November 2013
Verkäufe: +127.500
2016 Back from the Edge 38
(4 Wo.)
38
(1 Wo.)
7
(12 Wo.)
1 Platin
(46 Wo.)
39
(61 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. Oktober 2016

Mixtapes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2014: All The World’s a Stage

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[21][22] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2012 Impossible
James Arthur
5 3-fach-Gold
(52 Wo.)
4 Gold
(35 Wo.)
2 Doppelplatin
(63 Wo.)
1 Doppelplatin
(24 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. Dezember 2012
Verkäufe: +2.210.000
2013 You’re Nobody ’til Somebody Loves You
James Arthur
54
(4 Wo.)
55
(1 Wo.)
38
(4 Wo.)
2 Silber
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. Oktober 2013
Recovery
James Arthur
19
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. Dezember 2013
2014 Get Down
James Arthur
28
(7 Wo.)
96
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. März 2014
2016 Say You Won’t Let Go
Back from the Edge
6
(28 Wo.)
5 Gold
(27 Wo.)
4 Platin
(35 Wo.)
1 Doppelplatin
(42 Wo.)
11 Doppelplatin
(52 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. September 2016
2017 Safe Inside
Back from the Edge
31 Silber
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. Februar 2017
Can I Be Him
Back from the Edge
69 Silber
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. April 2017
Naked 23
(19 Wo.)
26
(15 Wo.)
8
(22 Wo.)
11 Silber
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. November 2017
2018 You Deserve Better 72
(1 Wo.)
54
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. Juni 2018

Als Gastmusiker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[21] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2013 Wrecking Ball
The Second Chapter (YouTube Covers)
97
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 2013
(mit Alonzo Holt)
2017 Sun Comes Up 76
(5 Wo.)
50
(5 Wo.)
48
(13 Wo.)
6 Platin
(22 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. Juni 2017
(mit Rudimental)

weitere Veröffentlichungen

  • 2014: Kryptonite (mit Rymez)
  • 2015: Otherwise (mit MOKS)
  • 2016: The Truth
  • 2016: Sermon (mit Shotty Horroh)
  • 2016: Remember Who I Was
  • 2016: Let Me Love the Lonely (mit Marina)[23]
  • 2017: Go for Broke (mit Machine Gun Kelly)
  • 2018: You Can Cry (mit Marshmello & Juicy J)
  • 2018: At My Weakest

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldene Schallplatte

  • AustralienAustralien Australien
    • 2017: für die Single „Sun Comes Up“
    • 2018: für die Single „Naked“
  • DanemarkDänemark Dänemark
    • 2017: für das Album „Back from the Edge“
  • FrankreichFrankreich Frankreich
    • 2013: für die Single „Impossible“
  • PolenPolen Polen
    • 2016: für die Single „Let Me Love the Lonely“
  • SchwedenSchweden Schweden
    • 2017: für das Album „Back from the Edge“

Platin-Schallplatte

  • BelgienBelgien Belgien
    • 2014: für die Single „Impossible“
    • 2017: für die Single „Say You Won’t Let Go“
  • FrankreichFrankreich Frankreich
    • 2017: für die Single „Say You Won’t Let Go“
  • ItalienItalien Italien
    • 2014: für die Single „Impossible“
  • PolenPolen Polen
    • 2014: für das Album „James Arthur“
  • SchwedenSchweden Schweden
    • 2013: für die Single „Impossible“
  • SpanienSpanien Spanien
    • 2017: für die Single „Say You Won’t Let Go“[24]

2× Platin-Schallplatte

  • DanemarkDänemark Dänemark
    • 2018: für die Single „Say You Won’t Let Go“
  • NeuseelandNeuseeland Neuseeland
    • 2017: für die Single „Say You Won’t Let Go“
  • PolenPolen Polen
    • 2017: für die Single „Say You Won’t Let Go“

3× Platin-Schallplatte

  • NeuseelandNeuseeland Neuseeland
    • 2013: für die Single „Impossible“
  • ItalienItalien Italien
    • 2018: für die Single „Say You Won’t Let Go“
  • KanadaKanada Kanada
    • 2017: für die Single „Say You Won’t Let Go“

5× Platin-Schallplatte

  • AustralienAustralien Australien
    • 2014: für die Single „Impossible“

7× Platin-Schallplatte

  • SchwedenSchweden Schweden
    • 2017: für die Single „Say You Won’t Let Go“

8× Platin-Schallplatte

  • AustralienAustralien Australien
    • 2018: für die Single „Say You Won’t Let Go“
Land/Region Silver record icon.svg Silber Gold record icon.svg Gold Platinum record icon.svg Platin Verkäufe Quellen
AustralienAustralien Australien (ARIA) 0! 2 13 980.000 aria.com.au
BelgienBelgien Belgien (BEA) 0! 0! 2 60.000 ultratop.be
DanemarkDänemark Dänemark (IFPI) 0! 1 2 130.000 ifpi.dk
DeutschlandDeutschland Deutschland (BVMI) 0! 1 1 450.000 musikindustrie.de
FrankreichFrankreich Frankreich (SNEP) 0! 1 1 225.000 snepmusique.com
ItalienItalien Italien (FIMI) 0! 0! 4 180.000 fimi.it
KanadaKanada Kanada (MC) 0! 0! 3 240.000 musiccanada.com
NeuseelandNeuseeland Neuseeland (RMNZ) 0! 0! 5 105.000 nztop40.co.nz
OsterreichÖsterreich Österreich (IFPI) 0! 2 0! 30.000 ifpi.at
PolenPolen Polen (ZPAV) 0! 1 3 70.000 bestsellery.zpav.pl
SchwedenSchweden Schweden (IFPI) 0! 1 8 340.000 sverigetopplistan.se
SchweizSchweiz Schweiz (IFPI) 0! 0! 3 80.000 hitparade.ch
SpanienSpanien Spanien (PROMUSICAE) 0! 0! 1 40.000 elportaldemusica.es
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten (RIAA) 0! 0! 2 2.000.000 riaa.com
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich (BPI) 4 0! 7 4.400.000 bpi.co.uk
Insgesamt 4 9 55

Awards und Nominierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Organisation Award Arbeit Entscheidung
2013 BRIT Awards British Single of the Year[25] Impossible Nominiert
2017 British Single Say You Won’t Let Go Nominiert
British Artist Video Nominiert
Teen Choice Award Choice Breakout Artist Nominiert
American Music Awards New Artist of the Year Nominiert

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. He’s achieved the Impossible! James Arthur is crowned winner of the X Factor 2012. Abgerufen am 10. Dezember 2012.
  2. Wikipedia contributors: 100 Most Popular English Songwriters. In: Wikipedia (Hrsg.): Focus on.
  3. wikipedia contributors: 100 Most Popular English Songwriters. In: wikipedia (Hrsg.): Focus on.
  4. James Arthur: Auftritt am 28.10.2010 im "The Victoria Pub", Saltburn-by-the-Sea, (youtube)
  5. Sins by the Sea - James Arthur - Music - myopenmp3.com Free MP3 Download. Abgerufen am 26. Februar 2018.
  6. germanchartblog.blogspot.de; abgerufen am 12. April 2013
  7. twitter.com; abgerufen am 29. August 2013
  8. vevo.com
  9. Interview mit "interia.tv", Warschau 06.03.2014 (youtube)
  10. interview von Mike Pelzer, joiz.tv, Zürich, 25.09.2013 (youtube)
  11. James Arthur: Back to the boy. Hodder & Stoughton, London 2017.
  12. Anmoderation zu Train Wreck, Konzert Birmingham, 21.12.2016 (YouTube)
  13. twitter.com; abgerufen am 15. Mai 2014; (Ist auch ein Shakespeare-Zitat)
  14. Wikipedia contributors: 100 Most Popular English Songwriters. In: wikipedia (Hrsg.): Focus on.
  15. Facebook: James Arthur, Fotos, Foto mit J.A. und Nicole Scherzinger
  16. James Arthur: Back to the boy. Hodder & Stoughton, London 2017, S. 228.
  17. Anmoderation zu Recovery, Konzert Amsterdam,14.04.2014 (youtube)
  18. [1] [2]
  19. "The sun", 15.02.2017, England
  20. 'Back From The Edge' UK-Arena-Tour, November 2017
  21. a b c Chartquellen: DE AT CH UK US
  22. Auszeichnungen für Musikverkäufe: DE AT CH UK US
  23. In Polen exklusiv eine Woche früher veröffentlicht
  24. Platin in Spanien für "Say You Won’t Let Go"
  25. BRIT Awards 2013: Best British Single. Capital FM. 10. Januar 2013. Abgerufen am 11. Januar 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]