Lukas Graham

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Lukas Graham
Lukas Graham in Dresden (2013)
Lukas Graham in Dresden (2013)
Allgemeine Informationen
Herkunft Kopenhagen (Dänemark)
Genre(s) Pop
Gründung 2010
Website www.lukasgraham.dk
Aktuelle Besetzung
Lukas Graham Forchhammer
Mark Falgren
Magnus Larsson
Kasper Daugaard
Ehemalige Mitglieder
Anders Kirk
Morten Ristorp

Lukas Graham ist eine dänische Musikgruppe aus Kopenhagen. Sie kombiniert die Stilrichtungen Soul, Funk, Hip-Hop und Pop. Von den Bandmitgliedern wird die Stilrichtung zusammenfassend auch „Ghetto-Pop“ genannt.[1]

Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bandmitglieder kommen alle aus Kopenhagen und waren alle zu unterschiedlichen Zeitpunkten auf derselben Schule. Im Jahr 2009 nahmen sie ihre ersten Musikstücke auf. Benannt wurde die Band nach ihrem Frontmann Lukas Graham Forchhammer. Er verbrachte seine Kindheit in der alternativen Wohnsiedlung Christiania[2]. Außerdem war er Mitglied des Kopenhagener Knabenchors und betätigte sich in den 90er Jahren als Schauspieler und Synchronsprecher.[3] Die Karriere der Band startete 2011, als sie auf YouTube zwei in Forchhammers Haus aufgenommene Videos der Songs Criminal Mind und Drunk in the Morning veröffentlichte, die über Facebook weiterverbreitet wurden.[4][5] Der Sound der Band verbreitete sich im Kopenhagener Untergrund und die Plattenfirma Copenhagen Records, bei der bereits Mads Langer seine ersten Erfolge verbuchte, wurde auf die Gruppe aufmerksam. Im Oktober 2011 wurde die Debütsingle von Lukas Graham, Ordinary Things veröffentlicht, woraufhin 30.000 Konzertkarten für ihre erste Tour verkauft wurden, obwohl zu diesem Zeitpunkt noch kein Album der Band erschienen war.[6]

Das erste Album der Band, welches nach der Band selbst betitelt wurde, erschien in Dänemark im März 2012 und erreichte bereits in der ersten Woche nach Veröffentlichung Goldstatus.[7] Das Album erreichte insgesamt vier Mal Platin in Dänemark. Die Singles Ordinary Things, Drunk in the Morning und Criminal Mind erhielten ebenfalls Platinauszeichnungen. Die Songs des Albums wurden von Lukas Forchhammer, Stefan Forrest, Sebastian Fogh und Brandon Beal geschrieben.

Im November 2012 wurde die Band sieben Mal bei der dänischen Version des Echos, dem Danish Music Award nominiert[8] und erhielt den Preis als „Best Newcomer“.[9]

Musikstil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Musikstil der Band wird als umgänglich und bodenständig beschrieben. Forchhammer selbst gibt dazu an, dass er in der Schule klassische Musik erlernt habe, sowie die alten Platten seines Vaters gehört habe. Darunter befanden sich Tonträger von The Who, die Beatles sowie viel Rock ’n’ Roll, also Musik, die mit realen Instrumenten gespielt wurde und ihn musikalisch inspirierte.[3]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[10] Anmerkungen
DanemarkDänemark DK DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2012 Lukas Graham 1 4-fach-Platin
(… Wo.)
41
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. März 2012
2015 Lukas Graham (Blue Album) 1 4-fach-Platin
(… Wo.)
28
(… Wo.)
31
(9 Wo.)
34
(12 Wo.)
2 Silber
(… Wo.)
3
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. Juni 2015

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[10] Anmerkungen
DanemarkDänemark DK DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2011 Ordinary Things
Lukas Graham
2 3-fach-Platin
(32 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. Oktober 2011
2012 Drunk in the Morning
Lukas Graham
1 3-fach-Platin
(22 Wo.)
30
(14 Wo.)
42
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 13. Februar 2012
Criminal Mind
Lukas Graham
4 Doppelplatin
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. März 2012
Better Than Yourself (Criminal Mind Pt. 2)
Lukas Graham
1 3-fach-Platin
(23 Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. Oktober 2012
2014 Mama Said
Lukas Graham (Blue Album)
1 Doppelplatin
(26 Wo.)
48
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. Juni 2014
2015 Strip No More
Lukas Graham (Blue Album)
1 Doppelplatin
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 16. Juni 2015
7 Years
Lukas Graham (Blue Album)
1 3-fach-Platin
(… Wo.)
6 Platin
(… Wo.)
1 Gold
(… Wo.)
3 Gold
(… Wo.)
1 Platin
(… Wo.)
2 Platin
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. September 2015
Folgende Lieder erschienen nicht als Single, wurden aber durch das Album zum Download bereitgestellt und konnten somit eine Platzierung erlangen:
2015 Take the World by Storm
Lukas Graham (Blue Album)
10
(10 Wo.)
What Happened to Perfect
Lukas Graham (Blue Album)
14
(11 Wo.)
Hayo
Lukas Graham (Blue Album)
17
(4 Wo.)
Don’t You Worry ’Bout Me
Lukas Graham (Blue Album)
24
(3 Wo.)
You’re Not There
Lukas Graham (Blue Album)
25
(4 Wo.)
Funeral
Lukas Graham (Blue Album)
29
(2 Wo.)
When I Woke Up …
Lukas Graham (Blue Album)
30
(2 Wo.)
Playtime
Lukas Graham (Blue Album)
33
(2 Wo.)
Happy Home
Lukas Graham (Blue Album)
31
(2 Wo.)

Als Gastmusiker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[10] Anmerkungen
DanemarkDänemark DK DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2014 Happy Home 1 3-fach-Platin
(23 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. März 2014
Hedegaard featuring Lukas Graham
2015 Søndagsbarn 3 Platin
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. Mai 2015
Suspekt featuring Lukas Graham
2016 Golden 1
(… Wo.)
46
(10 Wo.)
64
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 5. Februar 2016
Brandon Beal featuring Lukas Graham

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Silberne Schallplatte[11]

Goldene Schallplatte[11]

  • OsterreichÖsterreich Österreich
    • 2016: für die Single „7 Years“
  • SchweizSchweiz Schweiz
    • 2016: für die Single „7 Years“

Platin-Schallplatte[11]

2x Platin-Schallplatte[11]

  • DanemarkDänemark Dänemark
    • 2013: für die Single „Criminal Mind“
    • 2014: für die Single „Mama Said“
    • 2016: für die Single „Strip No More“

3x Platin-Schallplatte[11]

  • DanemarkDänemark Dänemark
    • 2013: für die Single „Ordinary Things“
    • 2013: für die Single „Drunk in the Morning“
    • 2013: für die Single „Better than Yourself (Criminal Mind Pt. 2)“
    • 2014: für die Single „Happy Home“
    • 2016: für die Single „7 Years“

4x Platin-Schallplatte[11]

  • DanemarkDänemark Dänemark
    • 2013: für das Album „Lukas Graham“
    • 2016: für das Album „Lukas Graham (Blue Album)“
Land Silver record icon.svg Silber Gold record icon.svg Gold Platinum disc icon.png Platin
DanemarkDänemark Dänemark 0 0 30
DeutschlandDeutschland Deutschland 0 0 1
OsterreichÖsterreich Österreich 0 1 0
SchweizSchweiz Schweiz 0 1 0
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 0 0 1
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 1 0 1
Insgesamt 1 2 33

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lukas Graham – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lukas Graham: Ghetto-pop, gutterne og Gammel Strand (dänisch)
  2. Shootingstar aus Christiania - Musikentdeckung Lukas Graham. 3sat.de. 7. September 2012. Abgerufen am 10. April 2016.
  3. a b laut.de-Biografie. In: laut.de. Abgerufen am 18. November 2012.
  4. Ditte Giese: Christianias første popstjerne vil have sex tilbage i soulmusikken (dänisch). In: ibyen.dk. Politiken, 26. Dezember 2011, abgerufen am 22. Juli 2012.
  5. Emil Winther: I aften spiller Graham gratis på hjemmebane (dänisch). In: ekstrabladet.dk. Ekstra Bladet, 10. Juni 2012, abgerufen am 22. Juli 2012.
  6. Randi Pallesen: Lukas Graham udgiver album i hele Europa (dänisch). In: Gaffa. Gaffa, 10. Juli 2012, abgerufen am 22. Juli 2012.
  7. Thomas Treo: Lukas Graham gennembanker Madonna (dänisch). In: ekstrabladet.dk. Ekstra Bladet, 6. April 2012, abgerufen am 6. April 2012.
  8. Lukas Graham wurde für sieben Danish Music Awards nominiert. In: Universal. universal.de, 27. Oktober 2012, abgerufen am 19. November 2012.
  9. Lukas Graham haben einen Danish Music Award erhalten. In: Universal. universal.de, 13. November 2012, abgerufen am 19. November 2012.
  10. a b c Chartquellen: DK DE AT CH UK US
  11. a b c d e f Auszeichnungen für Musikverkäufe: DK DE AT CH UK US