Ariana Grande

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Ariana Grande, 2017
Ariana Grande, 2013

Ariana Grande-Butera (* 26. Juni 1993 in Boca Raton, Florida)[1] ist eine US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin. Sie wurde erstmals durch ihre Rolle der Cat Valentine in den Nickelodeon-Serien Victorious und dessen Ableger Sam & Cat sowie durch ihr international erfolgreiches zweites Studioalbum My Everything bekannt.

Leben

Ariana Grande wurde 1993 als Tochter von Nachkommen italienischer Einwanderer in Boca Raton im US-Bundesstaat Florida geboren, wo sie auch aufwuchs. Die Vorfahren ihrer Eltern stammen aus Sizilien und den Abruzzen.[2] Sie hat einen älteren Halbbruder (* 1983), der als Schauspieler arbeitet. Grande studierte Gesang und engagierte Eric Vetro als Vocal Coach.[3] Als Kind begann sie im Boca Raton’s former Little Palm Theatre for Young People zu schauspielern. Einige Jahre später trat sie im Fort Lauderdale Children’s Theater (FLCT) auf. Wegen ihrer Schauspielaktivitäten brach sie die Schule ab, blieb aber weiterhin in der Highschool eingeschrieben und arbeitete mit einem Privatlehrer den Unterrichtsstoff nach.[4]

Zwischen Oktober 2014 und April 2015 war Grande mit dem Rapper Big Sean liiert.[5] Im September 2016 bestätigte Grande ihre Beziehung zu dem Rapper Mac Miller, mit dem sie bereits 2013 für ihre Debütsingle The Way zusammengearbeitet hatte.[6] Im Mai 2018 trennte sich das Paar.[7] Im Juni 2018 verlobte sie sich mit dem amerikanischen Komiker Pete Davidson.[8]

Schauspielkarriere

2008 spielte Grande am Broadway im Musical 13 die Rolle der Charlotte, für die sie den National Youth Theatre Association Award erhielt.[9] Am Broadway lernte sie die Schauspielerin Elizabeth Gillies kennen, die später ebenfalls eine Hauptrolle bei Victorious übernahm. Ferner spielte Grande die Rolle der Miriam in der ersten Lesung für das Musical Cuba Libre von Desmond Child.

2009 nahm sie an einem Casting für die Rolle der Cat Valentine in der Nickelodeon-Serie Victorious teil und färbte sich dafür ihre Haare rot; sie bekam die Rolle. Wie die anderen Hauptdarsteller von Victorious spielte sie in dem Crossover zwischen Victorious und iCarly mit. Beide Serien wurden von Dan Schneider produziert. Sie trat in den Musikvideos Freak the Freak Out, Beggin’ on Your Knees und All I Want Is Everything von Victoria Justice auf. 2009 und 2010 trat sie im Birdland Jazz Club in New York City zusammen mit Miranda Sings auf. Seit 2011 synchronisiert Grande die Prinzessin Diaspro in der Nickelodeon-Animations-Fernsehserie Winx Club.[10]

2012 spielte Grande mit Jennette McCurdy, Noah Munck und Ciara Bravo im Nickelodeon-Spielfilm Der große Schwindel mit.[11] Im Dezember 2012 spielte sie neben Charlene Tilton und Neil Patrick Harris die Protagonistin in einer Theaterproduktion von Schneewittchen im Pasadena Playhouse.[12]

2012 bestellte Nickelodeon einen Pilotfilm für einen Ableger der Serien Victorious und iCarly mit dem Titel Sam & Cat, der abermals von Schneider produziert wurde. Grande spielte die Victorious-Rolle der Cat Valentine neben Jennette McCurdy, die die iCarly-Rolle Sam Puckett erneut aufnahm.[13] Da es hinter den Kulissen zu Unstimmigkeiten zwischen den beiden Hauptdarstellerinnen kam, wurde die Serie im Juli 2014 nach der ersten Staffel beendet.[14] 2015 nahm sie ihre Schauspielkarriere für kurze Zeit wieder auf, als sie die Figur Chanel #2 in der Fox-Serie Scream Queens für vier Folgen verkörperte. Die Serie wurde 2017 nach zwei Staffeln eingestellt.[15]

Musikkarriere

Anfänge

Grande nahm diverse Coverversionen bekannter Lieder wie Grenade von Bruno Mars oder Born This Way von Lady Gaga auf, die sie auf YouTube veröffentlichte.[16][17] In der Victorious-Folge Das hässliche Entlein sang Grande mit Elizabeth Gillies das Lied Give It Up. Der Song wurde im August 2011 zusammen mit anderen Liedern der Fernsehserie auf dem Victorious-Soundtrack veröffentlicht. Zudem trat Grande 2011 in dem Musikvideo Unfriend You von Greyson Chance auf.

2011 unterschrieb sie einen Plattenvertrag mit dem Plattenlabel Universal Republic Records.[18] Ihre erste Single Put Your Hearts Up wurde am 12. Dezember 2011 veröffentlicht. Am 28. Dezember gab Grande im Irving Plaza in New York City vor ausverkauftem Haus ihr erstes Konzert.[19]

Am 25. März 2013 erschien Grandes erste Single aus dem Album The Way in den USA, das dazugehörige Musikvideo wurde drei Tage später veröffentlicht.[20] Am 30. August 2013 erschien ihr Debütalbum mit dem Titel Yours Truly. Es erreichte in der ersten Woche mit über 138.000 verkauften Exemplaren die Spitzenposition der Billboard 200.[21] Bei den American Music Awards im November 2013 gewann Grande in der Kategorie New Artist of the Year.

2014–2015: Zweites Studioalbum My Everything

Ariana Grande, 2015

Ihr zweites Studioalbum mit dem Titel My Everything wurde am 25. August 2014 veröffentlicht. Die erste Single Problem mit Iggy Azalea präsentierte sie am 27. April 2014 zum ersten Mal live bei den Radio Disney Music Awards 2014, die Single erschien einen Tag später. Problem stieg auf Platz 2 der Billboard Hot 100 Charts und erreichte Platz 1 der britischen Singlecharts. Insgesamt verkaufte sich die Single in den USA über vier Millionen Mal, wodurch Grande 4-fach mit Platin ausgezeichnet wurde.[22] In Deutschland erreichte Problem Goldstatus.[23] Am 29. Juli 2014 wurde die Single Bang Bang veröffentlicht, die in Zusammenarbeit mit Jessie J und Nicki Minaj entstand. Der Song erreichte in den USA Platz 3; Grande war zu diesem Zeitpunkt mit 3 Singles in den Top 10 der Billboard Hot 100 vertreten. Das Stück war ihr zweiter Nummer-eins-Hit in den britischen Singlecharts.

2014 gewann Grande bei den MTV Europe Music Awards den Preis für den besten Song für das Lied Problem und den Preis für den besten weiblichen Künstler.[24][25] Am 13. November 2014 erhielt Grande in der Kategorie Newcomer den Bambi des Verlags Hubert Burda Media. Des Weiteren war sie bei den Grammy Awards 2015 in zwei Kategorien nominiert. Am 10. Februar 2015 wurde mit One Last Time die letzte Single aus ihrem Studioalbum My Everything veröffentlicht. Zwischen Februar und Oktober 2015 ging Grande auf die The Honeymoon Tour, bei der sie insgesamt 88 Konzerte in Asien, Europa, Nord- und Südamerika gab.

2016–2018: Weitere Alben und Songs

Am 30. Oktober 2015 wurde das Stück Focus veröffentlicht, das die Top-10 der Billboard Hot 100 erreichte. Am 10. März 2016 wurde der Song Dangerous Woman veröffentlicht, der dort Platz 8 belegte. Die Single Into You erschien am 6. Mai und erreichte Platz 13. Das gleichnamige Album wurde am 20. Mai 2016 veröffentlicht. Bei den Radio Disney Music Awards 2016 wurde Grande für das Lied Focus ausgezeichnet, bei den American Music Awards 2015 gewann sie in der Kategorie Favorite Pop/Rock Female Artist. Die Promo-Singles Be Alright und Let Me Love You waren ebenfalls bereits vor dem Release des Albums veröffentlicht worden.

Bei den MTV Video Music Awards 2016 präsentierte Grande zusammen mit Nicki Minaj ihre Single Side to Side. Der Song erreichte Rang 4 der in den US-amerikanischen und Platz 24 der deutschen Singlecharts. 2016 war Grande außerdem beim Soundtrack des DreamWorks Films Trolls mit dem Song They Don’t Know vertreten. Für den Soundtrack des Films Sing nahm Grande als Gastmusikerin mit Stevie Wonder den Song Faith auf. Bei den American Music Awards 2016 gewann sie die Trophäe in der Kategorie Artist of the Year. Am 10. Januar 2017 erschien die Single Everyday mit dem Rapper Future. Am 20. April 2018 erschien die Single No Tears Left To Cry, die den ersten Platz der iTunes-Charts erreichte. Im Mai trat Grande in der Tonight Show auf und gab den Titel ihres kommenden Albums, Sweetener bekannt, das am 17. August 2018 erscheinen soll. Ebenfalls im Mai trat sie bei den Billboard Music Awards auf. Ariana Grande veröffentlichte am 20. Juni 2018 den Song The Light is coming in Zusammenarbeit mit Nicki Minaj und Pharrell Williams. Grande trat eine Woche zuvor bei dem Musikfestival Wango Tango auf und sang den Song dort. Dann folgte am 13. Juli 2018 die Single God Is a Woman, die auf Position 11 der Billboard Hot 100 startete.

Terroranschlag in Manchester am 22. Mai 2017

Am 22. Mai 2017 sprengte sich kurz nach Ende eines Konzertes ihrer Dangerous Woman Tour in der Manchester Arena ein Selbstmordattentäter im Foyer der Arena in die Luft. 23 Menschen einschließlich des Attentäters starben, 512 wurden verletzt. Grande selbst blieb unverletzt. Sie verschob die weiteren europäischen Tourtermine nach dem Anschlag auf den 5. Juni 2017. Am 4. Juni 2017 fand ein von ihr initiiertes Benefizkonzert namens One Love Manchester statt.

Soziales Engagement

Im Alter von zehn Jahren war Grande eine der Gründerinnen der Charity-Gesangsgruppe Kids Who Care.[9] Seit 2009 unterrichtet sie jedes Jahr als Mitglied des „Broadway in Südafrika“ Kinder in Südafrika in Musik und Tanz.[26] Sie unterstützt außerdem die Aktion Shield Sneeze Swish des Unternehmens Kimberly-Clark.[27]

Filmografie

Musicals

  • 2008: 13
  • 2012: Cuba Libre
  • 2012: A Snow White Christmas
  • 2016: Hairspray! Live

Diskografie

Hauptartikel: Ariana Grande/Diskografie

Studioalben

Jahr Titel Chartplatzierungen Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2013 Yours Truly
300! 53
(1 Wo.)
57
(1 Wo.)
7 Silber
(4 Wo.)
1 Platin
(53 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. August 2013
Verkäufe: + 1.160.000
2014 My Everything
5
(6 Wo.)
3 Platin
(5 Wo.)
2
(25 Wo.)
3 Platin
(89 Wo.)
1 Doppelplatin
(88 Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. August 2014
Verkäufe: + 2.890.000
2016 Dangerous Woman
6
(10 Wo.)
5 Platin
(4 Wo.)
3
(10 Wo.)
1 Gold
(… Wo.)
2 Platin
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. Mai 2016
Verkäufe: + 1.565.000
2018 Sweetener
300! 300! 300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 17. August 2018

Auszeichnungen

Auszeichnungen für Musikverkäufe

Künstlerauszeichnungen

  • American Music Awards:
    • 2013: New Artist of the Year
    • 2015: Favorite Pop/Rock Female Artist
    • 2016: Artist of the year
  • Radio Disney Music Awards
    • 2015: Best Female Artist
    • 2015: Song of the Year für die Single „Problem“
    • 2015: Radio Disney’s Most Talked About Artist
    • 2016: Best Song To Dance To für die Single „Focus“
  • Teen Choice Awards:
    • 2014: Choice Music: Female Artist
    • 2014: Choice Music: Single Female Artist für die Single „Problem
    • 2015: Choice Music: Single Female Artist für die Single „One Last Time“

Weblinks

 Commons: Ariana Grande – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

  1. Ariana Grande: Ariana Grande’s School ID (Englisch) In: twitter.com. Twitter. 4. Februar 2012. Abgerufen am 31. März 2012.
  2. Ariana Grande: I am Italian American (Englisch) In: twitter.com. Twitter. 22. Februar 2011. Abgerufen am 28. April 2011.
  3. Laracy: Ariana Grande: A „Back Stage“ Exclusive (Englisch) In: backstage.com. Back Stage. 6. Mai 2010. Abgerufen am 20. September 2010.
  4. From Boca To Broadway (Englisch) In: girl2watch.com. Girl2Watch. Archiviert vom Original am 11. Juli 2011. Abgerufen am 13. Februar 2011.
  5. Ariana Grande und Big Sean haben sich getrennt. In: Focus. Hubert Burda Media, 21. April 2015, abgerufen am 22. April 2015.
  6. Süßes Liebes-Outing auf Instagram. ProSieben, 7. September 2016, abgerufen am 8. September 2016.
  7. Aus und vorbei: Ariana Grande ist wieder Single. In: N-TV. 10. Mai 2018, abgerufen am 11. Mai 2018.
  8. VIP News. Focus Online, 12. Juni 2018, abgerufen am 11. Juli 2018.
  9. a b About Ariana (Englisch) In: arianagrande.info. Ariana Grande. Abgerufen am 16. März 2011.@1@2Vorlage:Toter Link/arianagrande.info (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  10. Keke Palmer & Ariana Grande: „Winx Club“ Fairies (Englisch) In: justjaredjr.buzznet.com. Buzznet. 17. Juni 2011. Archiviert vom Original am 5. September 2011. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/justjaredjr.buzznet.com Abgerufen am 4. September 2011.
  11. Jennette McCurdy, Noah Munck And Ariana Grande Are Filming „Swindle“ In Vancouver, Canada (Memento vom 25. Oktober 2012 im Internet Archive)
  12. Ariana Grande, Charlene Tilton and Neil Patrick Harris Headline A SNOW WHITE CHRISTMAS at Pasadena Playhouse, 12/13-23 – BroadwayWorld.com (Englisch) In: pasadenaplayhouse.org. Pasadena Playhouse. 7. September 2012. Abgerufen am 15. Dezember 2012.
  13. Dan Snierson: Nickelodeon greenlights spin-off pilots for ‚iCarly‘, ‚Victorious‘ from creator Dan Schneider (Englisch) In: insidetv.ew.com. Entertainment Weekly. 2. August 2012. Abgerufen am 4. August 2012.
  14. Nellie Andreeva: Nickelodeon’s ‘Sam & Cat’ To End Run After One Season. In: Deadline.com. 13. Juli 2014. Abgerufen am 20. Juli 2014.
  15. Scream Queens - FOX sorgt für finalen Schock & setzt die Anthologieserie ab. In: moviepilot.de. 15. Mai 2017 (moviepilot.de [abgerufen am 6. April 2018]).
  16. Ariana Grande: Recording the final vocal for my mash up (Englisch) In: twitter.com. Twitter. 19. Februar 2011. Abgerufen am 21. Februar 2011.
  17. Grandes offizieller YouTube-Kanal (Englisch) In: youtube.com. YouTube. Abgerufen am 21. Februar 2011.
  18. Ariana Grande: I’m officially a Universal Republic recording artist (Englisch) In: twitter.com. Twitter. 11. August 2011. Abgerufen am 4. September 2011.
  19. Ariana Grande’s 1st Concert (Englisch) In: popstaronline.com. Popstar. 28. Dezember 2011. Archiviert vom Original am 10. Januar 2012. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.popstaronline.com Abgerufen am 24. Januar 2012.
  20. Jocelyn Vena: Mac Miller Gives Ariana Grande ‚Butterflies‘ On ‚The Way‘ (Englisch) In: mtv.com. MTV. 27. März 2013. Abgerufen am 27. März 2013.
  21. Ariana Grande Debuts At No. 1 On Billboard 200 (Englisch) Billboard. Abgerufen am 11. September 2013.
  22. Gold and Platinum. Recording Industry Association of America, abgerufen am 15. Oktober 2014 (englisch).
  23. Gold & Platindatenbank BVMI. Bundesverband Musikindustrie, abgerufen am 15. Oktober 2014.
  24. Ariana Grande auf mtvema.com
  25. MTV Europe Music Awards EMA’s: Ariana Grande räumt bei Jubiläumsshow ab; dpa, 10. November 2014, Abendzeitung, 10. November 2014
  26. Hollie McKay: Meet Ariana Grande: Is Hollywood’s hottest tween sensation the anti-Cyrus? (Englisch) Fox. 17. September 2013. Abgerufen am 24. November 2013.
  27. Lauren Joskowitz: Ariana Grande on debut album: ‚It used to be pages from my diary‘ (Englisch) In: sheknows.com. Sheknows. 8. August 2012. Abgerufen am 6. Januar 2013.