Jan Philipp Gloger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Jan Philipp Gloger (2016)

Jan Philipp Gloger (* 1981 in Hagen[1]) ist ein deutscher Schauspiel- und Opernregisseur.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur studierte Jan Philipp Gloger Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen und Regie an der Zürcher Hochschule der Künste. Er war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Während der Ausbildung hospitierte er bei Johan Simons, assistierte bei der Gruppe Rimini Protokoll und arbeitete als Bühnenmusiker. Seine Inszenierung Tosca. Con scenica scienza io saprei la movenza war bei der Ruhrtriennale 2005 zu sehen, das Szenische Konzert Verve bei den Frankfurter Positionen 2006, Biedermann und die Brandstifter nach Max Frisch beim Regieschul-Festival „Körber Studio Junge Regie“ 2007 am Thalia Theater Hamburg.

Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2007 inszenierte Gloger Schauspiel unter anderem am Bayerischen Staatsschauspiel München, am Theater Augsburg, am Staatstheater Mainz, am Deutschen Theater Berlin, am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen, an der Schaubühne in Berlin, am Staatstheater Wiesbaden und am Staatsschauspiel Dresden. 2017 inszeniert er am Düsseldorfer Schauspielhaus die Uraufführung von Elfriede Jelineks Stück Das Licht im Kasten.[2]

Operninszenierungen entstanden seit 2010 am Theater Augsburg, an der Semperoper Dresden, an der Oper Frankfurt, am Opernhaus Zürich, Aalto-Theater Essen, an der Nederlandse Opera Amsterdam und am Royal Opera House in London.[3] 2012 eröffnete seine Neuinszenierung Der fliegende Holländer von Richard Wagner die Bayreuther Festspiele.[4] 2011–2013 war Jan Philipp Gloger Leitender Regisseur am Staatstheater Mainz.

Am 9. November 2016 wurde die Berufung Glogers zum Schauspieldirektor am Staatstheater Nürnberg zur Spielzeit 2018/2019 bekanntgegeben.[5]

Seine Inszenierungen wurden mit Preisen bei den Mülheimer Theatertagen, den Bayerischen Theatertagen und dem Heidelberger Stückemarkt ausgezeichnet. Außerdem gab es eine Nominierung für die engere Auswahl zum Berliner Theatertreffen sowie mehrere Nominierungen als bester Nachwuchsregisseur in der Kritikerumfrage der Zeitschrift Theater heute.

Jan Philipp Gloger hielt Vorträge in der Zürcher Hochschule der Künste, im Zentrum für Literaturforschung Berlin und in der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt. Er war an Publikationen zur Praxis des Regieführens[6] und Fragen des Urheberrechts in Inszenierungen[7] beteiligt und veröffentlichte Texte in Theater der Zeit[8] und im britischen Guardian[9].

Inszenierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Biografie auf der Website des Staatsschauspiels Dresden (Memento des Originals vom 2. April 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.staatsschauspiel-dresden.de, abgerufen am 11. August 2017.
  2. Das Licht im Kasten (Straße? Stadt? Nicht mit mir!) — von Elfriede Jelinek – Premiere/Uraufführung am 14. Januar 2017 am Düsseldorfer Schauspielhaus, abgerufen am 11. August 2017.
  3. Jan Philipp Gloger bei Operabase (Engagements und Termine).
  4. Biografie Glogers auf der Website der Bayreuther Festspiele (Memento vom 20. November 2016 im Internet Archive).
  5. Jan Philipp Gloger wird Schauspieldirektor in Nürnberg. In: nachtkritik.de vom 9. November 2016, abgerufen am 14. August 2017.
  6. Link zum Buch "Lektionen 2: Regie". Abgerufen am 31. August 2017.
  7. Link zum Verlag. Abgerufen am 31. August 2017.
  8. Beitrage Jan Philipp Glogers im Theater der Zeit Magazin. Abgerufen am 31. August 2017.
  9. Artikel Jan Philipp Glogers im britischen The Guradian. Abgerufen am 31. August 2017.
  10. 26. Bayerische Theatertage in Ingolstadt: Die Preisträger (Memento vom 5. Dezember 2014 im Internet Archive).
  11. Mülheimer Theatertage NWR – Stücke, abgerufen am 11. August 2017.
  12. Preisträger. auf theaterheidelberg.de, abgerufen am 11. August 2017.
  13. Saisonbilanz 2014/15. In: Die Deutsche Bühne vom 30. Juli 2015 (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive).