Jonathan de Guzmán

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Jonathan de Guzmán
Jonathan de Guzman 004 (cropped).jpg
Jonathan de Guzmán (2008)
Personalia
Name Jonathan Alexander de Guzmán
Geburtstag 13. September 1987
Geburtsort TorontoKanada
Größe 173 cm
Position Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
1999–2005 Feyenoord Rotterdam
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2005–2010 Feyenoord Rotterdam 109 (23)
2010–2011 RCD Mallorca 34 0(5)
2011–2014 FC Villarreal 19 0(0)
2012–2014 → Swansea City (Leihe) 71 0(9)
2014–2017 SSC Neapel 23 0(3)
2016 → FC Carpi (Leihe) 5 0(1)
2016–2017 → Chievo Verona (Leihe) 27 0(2)
2017–2020 Eintracht Frankfurt 52 0(3)
2020– OFI Kreta 0 0(0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2008 Niederlande U21 15 0(6)
2013–2015 Niederlande 14 0(0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 19. Oktober 2020

Jonathan Alexander „Johnny“ de Guzmán (* 13. September 1987 in Toronto, Ontario) ist ein kanadisch-niederländischer Fußballspieler. Der Mittelfeldspieler und 14-malige niederländische A-Nationalspieler steht bei OFI Kreta unter Vertrag.

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

De Guzmán wurde als Sohn eines philippinischen Vaters und einer jamaikanischen Mutter in der kanadischen Provinz Ontario geboren. Im Jahr 2008 erhielt er zusätzlich zu seiner kanadischen die niederländische Staatsbürgerschaft.[1] Sein älterer Bruder Julian de Guzmán war ebenfalls Profifußballer und war für die kanadische Nationalmannschaft aktiv, deren Rekordspieler er ist.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Alter von zwölf Jahren verließ de Guzmán Kanada in Richtung der Niederlande, wo er fortan für die Jugend von Feyenoord Rotterdam spielte.[2] Sein Debüt im A-Team gab er im Jahr 2005 an seinem 18. Geburtstag im Ligaspiel gegen den SC Heerenveen. Sein erstes Tor in der Eredivisie erzielte de Guzmán am 30. September 2005 im Spiel gegen Willem II Tilburg. Nach elf Jahren bei Feyenoord wechselte er im Juli 2010 zum von Michael Laudrup trainierten RCD Mallorca. Ende August 2011 wechselte de Guzmán zum FC Villarreal.[3] 2014 wechselte de Guzmán zum italienischen Serie-A-Klub SSC Neapel. Im Januar 2016 wurde er bis Saisonende an den Ligakonkurrenten FC Carpi ausgeliehen. Die Saison 2016/17 spielte de Guzmán bei Chievo Verona.

Zur Spielzeit 2017/18 wechselte de Guzmán zum Bundesligisten Eintracht Frankfurt, bei dem er einen Dreijahresvertrag unterschrieb.[4] In seiner ersten Saison wurde er schnell eine feste Größe in der Mannschaft, musste jedoch aufgrund einer im November 2017 erlittenen Schultereckgelenkssprengung mehrere Monate pausieren.[5] Im Mai 2018 gewann er mit der Eintracht nach einem 3:1-Finalsieg gegen den FC Bayern München den DFB-Pokal; de Guzmán stand in diesem Spiel in der Startelf.[6] In der folgenden Spielzeit erzielte er beim 4:1-Heimsieg gegen Hannover 96 am 30. September 2018 seinen ersten Bundesligatreffer und traf bis zum Saisonende zwei weitere Male bei insgesamt 28 Ligaeinsätzen.[7] In der Europa League wurde er in der Spielzeit neunmal aufgeboten und erreichte mit den Frankfurtern das Halbfinale, in dem sie im Elfmeterschießen am FC Chelsea scheiterten. In der Saison 2019/20 spielte de Guzmán zunächst kaum eine Rolle in Frankfurts Kader und brachte es bis zu einer durch die COVID-19-Pandemie erzwungenen Saisonunterbrechung im März 2020 auf lediglich drei Pflichtspieleinsätze. Anschließend kam er bis Saisonende fünf weitere Male zum Einsatz.[8] Nach Saisonende 2019/20 verließ de Guzmán die Eintracht, da sein auslaufender Vertrag nicht verlängert wurde.[9]

Nach rund dreimonatiger Vereinslosigkeit schloss sich de Guzmán Mitte Oktober 2020 dem griechischen Erstligisten OFI Kreta an.[10]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem er im Februar 2008 die niederländische Staatsbürgerschaft erhalten hatte, entschied sich de Guzmán, für den niederländischen Verband zu spielen und nahm mit der niederländischen U21 an den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking teil. Im Turnier kam er dreimal zum Einsatz und erreichte mit seiner Mannschaft das Viertelfinale. Insgesamt spielte de Guzmán 15-mal für die U21 und erzielte 6 Tore.

Am 6. Februar 2013 debütierte er beim 1:1 im Freundschaftsspiel gegen Italien unter Bondscoach Louis van Gaal in der A-Nationalmannschaft. Letzterer nominierte de Guzmán in den niederländischen Kader für die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Dort wurde er dreimal eingesetzt und belegte mit seinem Team den dritten Platz. Bis 2015 absolvierte de Guzmán 14 Nationalspiele, anschließend wurde er nicht mehr berücksichtigt.[11]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Feyenoord Rotterdam

Swansea City

SSC Neapel

Eintracht Frankfurt

Nationalmannschaft

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Jonathan de Guzmán – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. WM 2014: Internationale Wurzeln der Fußballer. In: medienservicestelle.at. 6. Juni 2014, abgerufen am 20. August 2017.
  2. Stefan Krieger: Jonathan de Guzman kommt zur Eintracht. In: fr.de. 6. Juli 2017, abgerufen am 20. August 2017.
  3. De Guzmán jugará en el Villarreal los próximos 5 años (Memento vom 7. September 2011 im Internet Archive), abgerufen am 22. Dezember 2018 (spanisch).
  4. Transfer von de Guzman ist perfekt auf der Website von Eintracht Frankfurt vom 10. Juli 2017, abgerufen am 10. Juli 2017.
  5. Jonathan De Guzman verletzt sich schwer, eintracht.de vom 11. November 2017, abgerufen am 6. Mai 2020.
  6. Frankfurt gelingt Sensation gegen FC Bayern auf spiegel.de vom 19. Mai 2018, abgerufen am 6. Mai 2020.
  7. Frankfurter Befreiungsschlag: Jovic hat das letzte Wort, Spielbericht auf kicker.de, abgerufen am 16. Oktober 2018.
  8. Jonathan de Guzmán » Vereinsspiele in der Datenbank von weltfussball.de, abgerufen am 6. Mai 2020.
  9. Jonathan de Guzman verlässt die Eintracht, eintracht.de vom 26. Juni 2020, abgerufen am 26. Juni 2020.
  10. De Guzman: Πήρα σωστή απόφαση. “Θεός” ο Γκέραρντ στην Κρήτη, oficretefc.com, abgerufen am 19. Oktober 2020 (griechisch).
  11. Jonathan de Guzmán in der Datenbank von National-Football-Teams.com, abgerufen am 6. Mai 2020 (englisch).