Justin Trudeau

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Justin Trudeau (2015) Signature Justin Trudeau.jpg

Justin Pierre James Trudeau ([ʒystɛ̃ trydo], * 25. Dezember 1971 in Ottawa, Ontario) ist ein kanadischer Politiker. Er ist der älteste Sohn von Pierre Trudeau, der – mit kurzer Unterbrechung – von 1968 bis 1984 Premierminister Kanadas war.

Seit der Wahl 2008 vertritt er den in Montreal liegenden Wahlkreis Papineau im Kanadischen Unterhaus. Am 14. April 2013 wurde er zum Vorsitzenden der Liberalen Partei Kanadas gewählt. Im Schattenkabinett war er zuständig für Jugend und Multikulturalismus, Staatsbürgerschaft und Einwanderung, tertiäre Bildung sowie für Jugend- und Amateursport. Bei der Unterhauswahl 2015 führte Trudeau die Liberalen zum Wahlsieg.

Er ist seit 4. November 2015 der 23. Premierminister Kanadas. Sein Kabinett besetzte er paritätisch mit Männern und Frauen.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Familie und Studium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Justin Trudeau wurde am 25. Dezember 1971 in Ottawa als Sohn von Pierre (1919–2000) und Margaret Trudeau (* 1948), geborene Sinclair, im Ottawa Civic Hospital geboren und in der Kathedrale von Ottawa getauft.[1] Er hat zwei jüngere Brüder Alexandre („Sacha“, * 1973) und Michel (1975–1998). Michel kam im November 1998, rund zwei Wochen vor seinem 23. Geburtstag, bei einem Lawinenunglück während eines Skiausflugs ums Leben. Trudeaus Großvater mütterlicherseits war der in Schottland geborene Politiker James Sinclair, der von 1940 bis 1949 im Kabinett St. Laurent Minister für Fischerei war. Trudeaus Eltern trennten sich 1977. Die Scheidung wurde 1984, im Jahr, in dem sich Pierre Trudeau aus der Politik zurückzog, rechtsgültig. Justin und seine Brüder wuchsen danach bei ihrem Vater in Montreal auf.

Trudeau studierte an der McGill University in Montreal Literaturwissenschaft und schloss 1994 dieses Studium mit einem Bachelor of Arts ab. An der University of British Columbia erwarb er 1998 zudem einen Bachelor of Education. Nach seinen Studien unterrichtete er in Vancouver an den High Schools West Point Grey Academy und Sir Winston Churchill Secondary School Sozialkunde, Mathematik.[2] und Französisch. Von 2002 bis 2003 studierte er Ingenieurwesen an der Universität Montreal. Des Weiteren begann er 2005 einen Master-of-Arts-Studiengang in Umweltgeographie an der McGill University, den er 2006 abbrach, um in die Politik zu gehen.[3][4]

Im Oktober 2000 wurde Trudeau (damals 28 Jahre alt) durch seine Trauerrede beim Staatsbegräbnis für seinen Vater der breiten Öffentlichkeit bekannt.[5] Im Jahr 2007 spielte Trudeau eine Hauptrolle in der zweiteiligen CBC-Produktion The Great War über die Beteiligung Kanadas am Ersten Weltkrieg. Er porträtierte dort Major Talbot Mercer Papineau, der am 30. Oktober 1917 in der Schlacht von Passchendaele fiel.[6]

Trudeau mit Ehefrau Sophie Grégoire beim Toronto International Film Festival 2008

Trudeau ist seit dem 28. Mai 2005 mit Sophie Grégoire verheiratet.[7] Trudeau und Grégoire kannten sich schon seit ihrer Kindheit, als sie Klassenkameradin von Trudeaus Bruder Michel war, trafen sich aber erst 2003 wieder. Zusammen haben sie drei Kinder: zwei Söhne (* 2007, * 2014) und eine Tochter (* 2009).

Im Juni 2013, zwei Monate nachdem Trudeau Parteivorsitzender geworden war, verkauften er und seine Frau ihr Heim in Côte-des-Neiges, einem Stadtteil von Montreal, und zogen in seine frühere Heimatstadt Ottawa. Sie leben dort in Rockcliffe Park. Im benachbarten New Edinburgh hatte er bereits die ersten Jahre seiner Kindheit verbracht.[8]

Soziales und humanitäres Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trudeau verwendete seinen öffentlichen Status und berühmten Namen für vielerlei Zwecke. Zusammen mit seiner Familie war er im Jahr 2000, zwei Jahre, nachdem sein Bruder Michel bei einem Lawinenunglück ums Leben gekommen war, an der Gründung der Kokanee Glacier Alpine Campaign für Sicherheit im Wintersport beteiligt.[9] 2002 kritisierte Trudeau die Entscheidung der Regierung von British Columbia, die Finanzierung eines Lawinenwarnsystems einzustellen.[10]

Von 2002 bis 2006 war er Vorsitzender des Katimavik-Jugendprogramms, das während der Regierungszeit seines Vaters gegründet worden war.[11][12] Während der Haushaltsdebatte 2012 verteidigte er das Projekt, dessen finanzielle Unterstützung von der Regierung Harper gestrichen wurde.[13]

Im Jahr 2003 war er Diskussionsteilnehmer in der von der CBC ausgestrahlten Serie Kanada liest. Er vertrat dort das Buch Die Kolonie der unerfüllten Träume von Wayne Johnston.[14]

Trudeau und sein Bruder Alexandre eröffneten im April 2004 das Trudeau Centre for Peace and Conflict Studies an der University of Toronto. Heute gehört dieses Zentrum zur Munk School of Global Affairs.[15]

Im Jahr 2005 kämpfte Trudeau gegen eine Zink-Mine, die seiner Meinung nach den South Nahanni River, der zum UNESCO-Weltnaturerbe des Nahanni National Park Reserve gehört, vergiftete.[16][17]

Am 17. September 2006 war Trudeau der Conférencier einer von Roméo Dallaire organisierten Kundgebung, die die Beteiligung Kanadas an der Beilegung des Konflikts in Darfur forderte.[18]

Politische Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trudeau unterstützt die Liberale Partei seit seiner Jugend. So warb er z. B. siebzehnjährig bei der kanadischen Unterhauswahl von 1988 für den liberalen Kandidaten John Turner, der sich gegen Brian Mulroney allerdings nicht durchsetzen konnte.[19] Zwei Jahre später verteidigte er auf einer Studentenveranstaltung am Collège Jean-de-Brébeuf, einer angesehenen Jesuitenschule in Montreal, die schon sein Vater besuchte, den kanadischen Föderalismus.[20]

Trudeau auf dem Parteitag 2006

Nach dem Tod seines Vaters engagierte sich Trudeau mehr und mehr in der Liberalen Partei. Zusammen mit der olympischen Sportlerin Charmaine Crooks moderierte er auf dem Parteitag von 2003 eine Ehrung des scheidenden Premiers Jean Chrétien.[21] Nach der verlorenen Unterhauswahl 2006 wurde er zum Vorsitzenden einer Arbeitsgruppe ernannt, deren Aufgabe die Rückgewinnung jugendlicher Wähler war.[22]

Im Oktober 2006 kritisierte er den Québecer Nationalismus, indem er politischen Nationalismus generell als eine „alte Idee aus dem 19. Jahrhundert“ bezeichnete, die auf Kleingeistigkeit beruhe und für ein modernes Québec nicht relevant sei. Dieser Kommentar wurde als Kritik an Michael Ignatieff, der zu der Zeit für den Vorsitz der Liberalen kandidierte und Québec als Nation sehen wollte, gewertet.[23][24] Anschließend schrieb Trudeau einen offenen Brief, in dem er die Idee eines Staates Québec als „gegen alles, an das mein Vater jemals geglaubt hat“, bezeichnete.[25][26]

Kurz vor dem Parteitag 2006 gab Trudeau bekannt, dass er Gerard Kennedy bei dessen Bewerbung um den Parteivorsitz unterstützen werde.[27] Nachdem Kennedy nach dem zweiten Wahlgang ausgeschieden war, haben sich Trudeau und Kennedy hinter Stéphane Dion gestellt, der die Wahl schließlich gewann.[28][29]

Trudeau wurde am 29. April 2007 für die nächste Unterhauswahl im Wahlkreis Papineau in Montreal aufgestellt.

Abgeordneter des Unterhauses[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Justin Trudeau (2008)

Als Premierminister Stephen Harper eine Neuwahl für den 14. Oktober 2008 ansetzte, hatte Trudeau schon ein Jahr lang Wahlkampf in Papineau betrieben. In der Wahl gelang es Trudeau, eine knappe Mehrheit gegenüber der bisherigen Abgeordneten von Papineau, Vivian Barbot (Bloc Québécois), zu gewinnen.[30] Insgesamt hat die Konservative Partei Kanadas unter Harper eine Minderheitsregierung gewonnen, und die Liberalen wurden als zweitstärkste Partei zur Official Opposition.

Im Oktober 2009 wurde Trudeau zum Schattenminister für Jugend und Multikulturalismus ernannt und im September 2010 wurde ihm das Thema Staatsbürgerschaft und Einwanderung anvertraut.[31] In dieser Rolle kritisierte er die Regierung und deren Gesetzgebung zur Eindämmung des Menschenschmuggels, da seiner Meinung nach die Gesetze die Opfer des Schmuggels bestraften.[32]

Bei der Unterhauswahl am 2. Mai 2011 wurde Trudeau in seinem Wahlkreis wiedergewählt. Seine Partei verlor allerdings 43 Sitze und erreichte mit 34 verbleibenden Sitzen nur den Status der drittstärksten Partei. Der Vorsitzende Ignatieff zog die Konsequenzen und trat direkt nach der Wahl zurück. Einige Wochen später wurde Bob Rae, Abgeordneter aus Toronto, zum einstweiligen Parteivorsitzenden ernannt.[33] Rae ernannte Trudeau zum Schattenminister für Tertiäre Bildung sowie für Jugend- und Amateursport.[34]

Trudeau wurde als „Rock-Star“ seiner Partei gehandelt und ist seit seiner Wiederwahl bei vielen Fundraisern für Wohltätigkeitsorganisationen und für die Liberale Partei aufgetreten. Im März 2012 nahm Trudeau an einem Boxkampf gegen den konservativen Senator Patrick Brazeau teil. Der Kampf wurde als Benefizveranstaltung Fight for the Cure zugunsten der Krebsforschung organisiert. Trudeau gewann den Kampf überraschend in der dritten Runde.[35][36]

Vorsitzender der Liberalen Partei seit 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sowohl nach dem Rücktritt von Stéphane Dion als auch nach dem von Michael Ignatieff wurde Trudeau als potentieller Nachfolger im Amt des Parteivorsitzenden gehandelt.[37] Nachdem der zwischenzeitliche Vorsitzende Bob Rae angekündigt hatte, dass er an einem Parteivorsitz nicht interessiert sei, brach über Trudeau ein „Tsunami“ von Bitten her, sich der Wahl zu stellen.[38]

Am 2. Oktober 2012 gab Trudeau bekannt, für den Vorsitz der Partei zu kandidieren.[39]

Nachdem Konkurrent Marc Garneau solche Pläne aufgegeben hatte, stellten sich weitere liberale Politiker hinter Trudeau, der die Wahl am 14. April 2013 mit 80,09 % der möglichen Punkte gewann. Joyce Murray erreichte mit 10,16 % den zweiten Platz vor Martha Hall Findlay mit 5,71 %.[40]

Premierminister Kanadas seit Ende 2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trudeaus Treffen mit Barack Obama, März 2016

Unter Führung Trudeaus gewann die Liberale Partei bei der Unterhauswahl 2015 die absolute Mehrheit der Sitze, mit einem Zugewinn von 20 Prozentpunkten und 150 Sitzen gegenüber dem Ergebnis 2011. Am 4. November 2015 wurde Trudeau als Premierminister im 29. Kanadischen Kabinett vereidigt. In sein Kabinett nahm er ebenso viele Männer wie Frauen auf. Trudeau bezeichnet sich selbst als Feministen und forderte seine Landsleute z. B. im Juni 2016 auf, sich mit dem Feminismus auseinanderzusetzen.[41][42] Trudeau setzt sich für eine vollständige Legalisierung von Cannabis ein und hat angekündigt, diesen Schritt bis spätestens 2017 in ganz Kanada zu vollziehen.[43]

Im November 2016 wurde Trudeau wegen seiner Äußerungen über den verstorbenen kubanischen kommunistischen Regierungschef Fidel Castro zum Teil scharf kritisiert. In einem Statement hatte er Castro einen „bemerkenswerten Staatsführer“ sowie einen „legendären Revolutionär und Redner“ genannt, dessen Todesnachricht er mit „tiefer Trauer“ zur Kenntnis genommen habe. In den sozialen Medien, aber auch von Exilkubanern und der Opposition wurden die Äußerungen verurteilt.[44]

Im Unterhaus-Wahlkampf 2015 versprach Trudeau (auch angesichts der in der Bevölkerung breit rezipierten Bilder eines ertrunkenen Flüchtlingskinds), die bisherige restriktive Einwanderungspolitik des konservativen Premierministers Harper zu lockern und im Fall seines Siegs (nach Sicherheitsüberprüfungen) allein bis Februar 25000 Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien aufzunehmen, vorzugsweise alleinstehende Frauen, Familien oder Menschen, die wegen ihrer politischen Überzeugung oder sexuellen Identität verfolgt werden. Alleinstehende Männer sollten vorerst weniger berücksichtigt werden. Für die Aufnahme wurden auch Luftbrücken eingerichtet. Bis Ende 2016 sollten dann insgesamt 35000 bis 50000 Asylsuchende eine neue Heimat in Kanada gefunden haben. Nach offiziellen Angaben wurden bis Ende September 2016 bereits 31000 Flüchtlinge vorwiegend aus Syrien und Afghanistan aufgenommen. Sogenannte „Welcome Centers“ sollen den Einwanderern bei der wirtschaftlichen und sozialen Integration behilflich sein.[45][46][47] Allerdings kritisierte das Canadian Council for Refugees (CCR), dass nichtsyrische Flüchtlinge „vergessen“ worden seien (15000 im Jahr 2016) und mehr Verantwortung auf Einzelpersonen und Kommunen „abgewälzt“ werde. Für 2017 sollen nur noch 7500 Menschen über das staatliche Umsiedlungsprogramm aufgenommen werden, hingegen mehr als doppelt so viele über private Förderprogramme. Gründe sind laut dem CCR auf staatlicher Seite Kostengründe und Überforderung bei der Antragsbearbeitung. Zudem seien im Vergleich zum Regierungsprogramm die privat und länger geförderten Flüchtlinge „oft besser und schneller integriert“.[48]

Nach dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump im Nachbarland USA gehörte Trudeau Mitte Februar 2017 zu den ersten Staatsoberhäuptern, die ihren Antrittsbesuch in Washington machten. Trudeau, Trump und dessen Tochter Ivanka Trump gründeten eine Initiative zur Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen, insbesondere was die gleiche Bezahlung von berufstätigen Männern und Frauen in ähnlichen Positionen angeht.[49]

Am 16. Februar 2017 sprach Trudeau vor dem Europaparlament in Straßburg, insbesondere über den erfolgreichen Abschluss des Handelsabkommens CETA zwischen der Europäischen Union und Kanada. Trudeau traf am 17. Februar 2017 in Berlin bei einem Staatsbesuch mit Bundeskanzlerin Merkel zusammen. Beide betonten vor der internationalen Presse den Abschluss des CETA-Vertrags und die Bedeutung des Kampfes gegen den Klimawandel. Außerdem unterstrichen sie, die Zukunft der NATO habe im Mittelpunkt ihres Gesprächs gestanden. Weiterhin hoben sie die Gemeinsamkeiten zwischen Deutschland und Kanada in der Flüchtlingspolitik hervor. Trudeau und Merkel stellten die Bedeutung der neuen Regierung der Vereinigten Staaten unter Führung von Präsident Donald Trump als Kooperationspartner der EU und Kanadas heraus. „Offenheit, Mitgefühl (und) Demokratie“ seien ihre gemeinsamen Werte, so Merkel und Trudeau.[50][51]

Differenzen über den bilateralen Handel zwischen den USA und Kanada zeigten sich Ende April 2017. Trump kündigte an, 20 % Strafzoll auf Importe von Weichholz aus Kanada zu erheben, um die einheimische Bauindustrie zu schützen.[52]

Das deutsche „Handelsblatt“ befragte Trudeau im Juli 2017 in einem Interview zu Kanadas Verhältnis zu den USA und zu Deutschland.[53]

Im Dezember 2017 bemängelte die Ethikbeauftragte Kanadas Mary Dawson, dass Trudeau mit seiner Familie zu Weihnachten 2016 einen Urlaub auf einer privaten Insel von Karim Aga Khan IV., Milliardär und Oberhaupt der ismailitischen Nizariten, verbracht hatte. Der Premierminister sei dadurch in einen Interessenkonflikt geraten, weil die Aga-Khan-Stiftung staatlich gefördert werde. Trudeau bat öffentlich um Entschuldigung und sagte zu, sich künftig im Vorfeld mit der Ethikkommissarin abzustimmen. Er nannte bei dieser Gelegenheit Aga Khan einen Freund.[54][55]

Seit dem 1. Januar 2018 hat der kanadische Premierminister den jährlich wechselnden Vorsitz der G7-Staaten inne.[56]

Die Trans Mountain Pipeline im Westen Kanadas[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu einem innenpolitischen Problem entwickeln sich für Trudeaus Regierung seit 2017 die gegensätzliche Interessen der Provinzen Alberta und British Columbia bezüglich der Erweiterung der Trans Mountain Pipeline. Damit sollen größere Mengen verdünnten Bitumens aus der im Binnenland gelegenen Provinz Alberta an die Küste British Columbias geleitet werden, die von dort vor allem nach Asien exportiert werden sollen. Alberta wünscht eine Verdreifachung der Transportkapazität, doch würde dies eine Versiebenfachung der Großschiffstransporte ab Burnaby durch schwierige Gewässer und damit eine erhöhte Unfallgefahr vor der Küste British Columbias bedeuten. Trudeau hat sich für den Ausbau der Pipeline ausgesprochen, macht ihn aber von der Bedingung abhängig, dass die Schiffspassage zwischen den vielen Inseln British Columbias bis zum offenen Meer strikter kontrolliert und zur Verhinderung von Unfällen eine größere Vorsorge getroffen werden müsse, sowohl personell als auch technisch (Oceans Protection Plan).[57] Auch wären Verhandlungen mit US-Behörden nötig, da die Gefahrenpunkte bis in den Grenzbereich der USA reichen.[58]

Der Streit wirft verfassungsrechtliche Fragen im Hinblick auf die Machtverteilung, die Zuständigkeiten und Verantwortung der kanadischen Bundesregierung und der Provinzregierungen auf. Er gewann zusätzlich an Brisanz, als der Betreiber der Pipeline, der US-amerikanische Konzern Kinder Morgan, ein Ultimatum stellte: Bis zum 31. Mai 2018 sollten alle Genehmigungen erteilt worden sein.[59] Die gesetzte Frist war jedoch unrealistisch, da die Bundesregierung eine umfangreiche Neuregelung der Schifffahrt in den betroffenen Fjordgewässern plant, um die Wahrscheinlichkeit von Tankerunfällen zu verringern. Dazu benötigt sie die Zustimmung British Columbias und der USA. Auch die Ausbildung spezialisierter Lotsen erfordert einen längeren Vorlauf.

Anfang Juni 2018 erwarb die Bundesregierung die komplette, umstrittene alte Pipeline von Kinder Morgan infolge des Ultimatums. Damit kann die Regierung Trudeau bei der geplanten Erweiterung nach eigenen Kriterien vorgehen, oder theoretisch auch ganz auf sie verzichten, was angesichts ihrer bisherigen Festlegungen unwahrscheinlich ist. Sie kann in jedem Fall viel direkter die umfassenden Sozial-, Umwelt- und nautischen Standards für den Erweiterungsbetrieb setzen, welche Trudeau immer wieder versprochen hat.[60] Alberta begrüßte die Übernahme, da es auf einen direkten Draht zum neuen Besitzer hofft. BC-Vertreter sagten, der Besitzwechsel ändert nichts an der Kontroverse, die Provinz hofft vor allem auf Gerichtsentscheidungen gegen die Erweiterung. Das bezeichnet Alberta wiederum als "auf die lange Bank schieben", also einen Zeitgewinn verbuchen, und lehnt solche jahrelangen Prozesse ab.

Minderheitenpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kanada leidet bis heute unter Folgen, die mit der jahrhundertelangen Unterdrückung der Ureinwohner, der First Nations, zusammenhängen. Trudeau hatte schon im Wahlkampf versprochen und sofort nach dem Regierungsantritt Schritte unternommen, die historischen Ungerechtigkeiten zu mildern und langfristig zu beseitigen. Als erstes berief er eine materiell und personell gut ausgestattete Kommission, welche bis Ende 2018 zur kriminalistisch-juristischen Frage der verschwundenen Frauen und Mädchen aus den First Nations arbeitet. Sie soll die todbringenden Fehler der Vergangenheit erheben und Lösungen für die Zukunft vorschlagen, um diesem erheblichen sozialen Problem beizukommen. Zusätzlich zur Kommissionsarbeit, deren Zwischenbericht seit November 2017 vorliegt, stellte das Kabinett Trudeau erhebliche Geldmittel zur direkten Trauer- und Erinnerungsarbeit mit den Hinterbliebenen bereit.

Unter anderem als eine Konsequenz aus dem Zwischenbericht bat Trudeau die Autochthonen des Landes, den staatlichen Unterdrückern zu verzeihen. Er bezog sich in dieser Rede im November 2017 in Neufundland und Labrador auch auf die jahrzehntelange Knechtung von autochthonen Kindern in den Residential Schools, die bis 1996 existierten.

Im November 2017 hat Trudeau im Parlament von Kanada die jahrzehntelange berufliche und soziale Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen, also LGBT-Personen, durch den Staat kritisiert. Er war dabei sichtlich bewegt. Damit wandte er sich an kanadische Beamte, Soldaten und Mitarbeiter der Mounties, die zwischen den 1950er und 1990er Jahren wegen ihrer sexuellen Orientierung herabgesetzt, kriminalisiert und teilweise aus dem Dienst entlassen worden waren.

„Wir hatten unrecht. Wir entschuldigen uns. Es tut mir leid. Es tut uns leid… Ihr seid Fachkräfte. Ihr seid Patrioten. Und vor allem seid ihr unschuldig. Für all Euer Leid verdient ihr Gerechtigkeit und Frieden“

Trudeau: im Parlament, 28. November 2017

Als Entschädigung wird Kanada den Betroffenen 145 Millionen CAD zahlen, das sind 96 Millionen Euro. Bereits verabschiedet ist ein Gesetz, das es Betroffenen möglich macht, frühere Strafen etwa wegen homosexueller Handlungen aus dem staatlichen Strafregister entfernen zu lassen.[61][62]

Ein weiteres anstehendes Problem für Minderheiten Kanadas ist die unverhältnismäßig hohe Selbstmordrate unter Jugendlichen und älteren Kindern aus First Nations- oder Inuit-Familien, wiederum mehrheitlich Mädchen, insbesondere in den abgelegenen Gebieten des Nordens. Dieses Problem ist schwierig anzugehen, da auch innerfamiliäre Dynamiken mitwirken, die sich staatlich schwer beeinflussen lassen. Soweit die Schulen eine (Mit-)Ursache bilden, ist ferner das Schulwesen eine Sache der einzelnen Staaten oder der Selbstverwaltung der Indigenen, auf die das Bundeskabinett wenig Einfluss hat.

Am 6. Oktober 2017 hat das Kabinett unter Trudeau einen Schadensersatz an die noch lebenden Opfer des „Sixties Scoop“,[63] die zwangsweise, meist gewaltsame Wegnahme von Kindern der Autochthonen in Höhe von 750 Mio Can$ rechtsgültig versprochen. Die Summe gilt für die ca. 20000 noch lebenden First Nation-Menschen, welche durch staatliche Anordnung ihrer Familie entrissen und in Pflege- oder Adoptivfamilien verbracht wurden, bisweilen ins Ausland. Für die noch lebenden ca. 150000 ehemaligen Heimkinder hat die Regierung Trudeau weitere, gesonderte Schadensersatzzahlungen zugesichert.[64]

Die Regierung Trudeau hat 2016, 74 Jahre nach der Enteignung, in einem konkreten Fall durchgesetzt, dass enteignetes Land in Ontario an eine First Nation zurückgegeben wird, eine Folge der Ipperwash-Krise von 1995. Insgesamt werden 95 Mio. Can$ geleistet; 20 Mio. sind direkt für die betroffenen 16 Familien bestimmt, der Rest dient der wirtschaftlichen Entwicklung des Areals. Die Bundesregierung säubert das Gelände von allen militärischen Hinterlassenschaften, insbes. von nicht explodierter Munition, und wird weitere Umweltbedingungen erfüllen. Der Vertrag, der im September 2015 von beiden Seiten ausgehandelt worden war, wurde am 14. April 2016 für die Bundesregierung von dem Verteidigungsminister Harjit Sajjan und der Ministerin für Angelegenheiten der Autochthonen und des Nordens, Carolyn Benett, und für die Betroffenen vom Chief des Stammes, Tom Bressette, öffentlich vor Ort unterzeichnet.

Null-Toleranz-Politik und Vorwurf des sexuellen Übergriffs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juli 2018 wurde bekannt, dass Trudeau, als er noch nicht in der Politik aktiv war, eine Journalistin sexuell belästigt haben soll. Obwohl er sich am nächsten Tag bei ihr entschuldigt hatte, verteidigte er sich später als Regierungschef, er habe nicht das Gefühl, dass er sich in irgendeiner Weise unangemessen verhalten habe, aber er respektiere die Tatsache, „dass jemand das anders aufgefasst haben mag.“ In solchen Fällen „zähle nicht nur eine Seite“.[65]

Trudeaus Regierung verfolgt eine Null-Toleranz-Politik hinsichtlich sexueller Übergriffe, und beim Weltwirtschaftsforum in Davos betonte er, sexuelle Belästigung sei inakzeptabel. Trudeau bezeichnet sich selbst als Feministen, fordert eine geschlechtsneutrale Sprache und besetzte sein Kabinett paritätisch mit Männern und Frauen.[66] Aufsehen erregte 2018, dass Trudeau bei einer Diskussionsveranstaltung eine junge Teilnehmerin unterbrach, die das Wort „mankind“ verwendete: „Wir sagen lieber ,peoplekind‘, das ist integrativer.“ Trudeau erntete für diese Belehrung Kritik und Spott. Der Journalist Piers Morgan etwa meinte, Trudeauhabe sich als übler, einschüchternder, pseudofeministischer Besserwisser ohne eigenes Rückgrat geoutet.[67]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Justin Trudeau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jim Coyle: Justin Trudeau’s childhood marked by privilege and upheaval. Toronto Star, 18. Oktober 2015, abgerufen am 20. Oktober 2015.
  2. Justin Trudeau: Meet Justin Trudeau. liberal.ca, abgerufen am 20. Oktober 2015.
  3. Justin Trudeau. www.thecanadianencyclopedia.ca, abgerufen am 3. Mai 2014 (englisch).
  4. Justin Trudeau on his own terms. McLean’s, abgerufen am 3. Mai 2014 (englisch).
  5. Justin Trudeau’s eulogy. Youtube, abgerufen am 14. November 2016 (englisch).
  6. Justin Trudeau pleased to play war hero. Canwest News Service, 6. April 2007, archiviert vom Original am 12. Mai 2014; abgerufen am 3. Mai 2014 (englisch). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.canada.com
  7. Justin Trudeau weds. CBC, abgerufen am 3. Mai 2014 (englisch).
  8. Glen McGregor: Trudeau rents Ottawa home in Rockcliffe, returning to his childhood stomping grounds Sold Montreal residence for logistical reasons. Postmedia News, abgerufen am 3. Mai 2014 (englisch).
  9. The Kokanee Glacier Alpine Campaign. Visions BC Parks Newsletter, April 2001, abgerufen am 3. Mai 2014 (englisch).
  10. Carol Harrington, „Trudeau takes on B.C. --- Son of late PM decries cuts to public avalanche bulletins,“ Toronto Star, Januar 12, 2002, A24.
  11. Kate Jaimet: Trudeau retains '60s ideals: Lauds Katimavik’s promotion of social causes, in Calgary Herald, 3. November 2002, A6.
  12. Jen Gerson: Captain Katimavik; Justin Trudeau comes to town to promote youth volunteer program, look cool in Toronto Star, 21. März 2006, C04.
  13. Katimavik killed for 'ideological' reasons, Trudeau says. CBC, 5. April 2012, abgerufen am 3. Mai 2014 (englisch).
  14. Previous Canada Reads. CBC, abgerufen am 3. Mai 2014 (englisch).
  15. Peace and Conflict Studies Centre Named for Trudeau. University of Toronto Magazine, 2004, abgerufen am 3. Mai 2014 (englisch).
  16. Dennis Bueckert: Justin Trudeau denounces mine near park his father created: Vancouver company wants to build massive mine with access through Nahanni watershed. In: Vancouver Sun, 16. Mai 2005, S. D10. 
  17. Justin Trudeau: We hold the Nahanni in trust for the world. Let’s protect it. The Globe and Mail, 9. Dezember 2011, abgerufen am 3. Mai 2014 (englisch).
  18. Dallaire says Canada should take leadership role in Darfur. CNEWS, 18. September 2006, archiviert vom Original am 4. Mai 2014; abgerufen am 3. Mai 2014 (englisch). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/cnews.canoe.ca
  19. Patricia Poirier: Trudeau’s son offers his support to Turner in Globe and Mail vom 16. September 1988, A8. (englisch).
  20. Jane Taber, „A teacher of drama, a riveting moment,“ National Post, Oktober 4, 2000, A03. (englisch).
  21. Chrétien bids adieu to a lifetime in politics. CBC, 14. November 2003, abgerufen am 3. Mai 2014 (englisch).
  22. Juliet O’Neill, „Justin Trudeau to spearhead youth renewal of Liberal party: Task force,“ National Post, April 7, 2006, A1.
  23. Sean Gordon: Sounding like his father, Justin Trudeau takes aim at Michael Ignatieff’s idea of Quebec as a 'nation'. In: Toronto Star, 27. Oktober 2006, S. A01. 
  24. Les Perreaux: Eldest Trudeau son takes poke at Ignatieff stand, nationalism: 'Unfortunately, some people these days are wrapped up in this idea of nation for Quebec'. In: Montreal Gazette, 27. Oktober 2006, S. A12. 
  25. Son Macpherson: Pass the peanut butter, it looks like Ignatieff is toast: His 'nationhood' proposal has stirred political heavies to line up against him. In: Montreal Gazette, 2. November 2006, S. A23. 
  26. Elizabeth Thompson: Ignatieff lacks 'wisdom' to lead: Justin Trudeau: Says Gerard Kennedy deserves closer look. In: Montreal Gazette, 15. November 2006, S. A14. 
  27. Kennedy’s message is bold, but risky. National Post, 2. Dezember 2006, archiviert vom Original am 14. Juni 2014; abgerufen am 3. Mai 2014 (englisch). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.canada.com
  28. Robert Benzie: All the right moves for Kennedy; ‚Kingmaker‘ becomes Dion’s heir apparent, Toronto Star, 3. Dezember 2006, A07. (englisch).
  29. Ed Corrigan: Liberals Elect Stephan Dion. The Canadian, abgerufen am 3. Mai 2014 (englisch).
  30. Trudeau pledges loyalty to constituents after Papineau win. CBC, 14. Oktober 2008, abgerufen am 3. Mai 2014 (englisch).
  31. Liberal leadership: A Justin Trudeau timeline. Postmedia, 12. April 2013, abgerufen am 3. Mai 2014 (englisch).
  32. Conservatives take heat on human smuggling. The Globe and Mail, 31. Mai 2011, abgerufen am 3. Mai 2014 (englisch).
  33. Liberals choose Rae as interim leader. CBC, 25. Mai 2011, abgerufen am 3. Mai 2014 (englisch).
  34. Trudeau — again? The Hamilton Spectator, 17. Juli 2011, abgerufen am 3. Mai 2014 (englisch).
  35. Justin Trudeau scores major upset in Fight for the Cure boxing match over Conservative Senator Patrick Brazeau. National Post, 31. März 2012, abgerufen am 3. Mai 2014 (englisch).
  36. Promi-Boxen: Kanadische Spitzenpolitiker prügeln sich im Ring. Der Spiegel, 30. März 2012, abgerufen am 3. Mai 2014.
  37. Canadians want Trudeau as next Liberal leader. Calgary Herald, 29. Oktober 2008, archiviert vom Original am 26. April 2014; abgerufen am 3. Mai 2014.
  38. Justin Trudeau hit with ‘tsunami’ of calls to run for Liberals since Bob Rae’s withdrawal. National Post, 15. Juni 2012, abgerufen am 3. Mai 2014 (englisch).
  39. Paul Vieira: Justin Trudeau Poised to Step into Liberal Race in Canada. The Wall Street Journal, 2. Oktober 2012, abgerufen am 3. Mai 2014 (englisch).
  40. Justin Trudeau elected Liberal leader in a landslide. The Globe and Mail, 14. April 2013, abgerufen am 3. Mai 2014 (englisch).
  41. Jörg Michel: Kanadas Angst nach der US-Wahl. Der Schöne und der Trump. In: Taz online, 11. Juni 2016.
  42. Hannah Knut: Justin Trudeau. Hurra, es ist ein Skandal. In: Die Zeit online, 9. Juni 2016, editiert am 11. Juni 2016.
  43. Marihuana wird in Kanada legal. tagesschau, 5. Dezember 2015, abgerufen am 5. Dezember 2015 (ger).
  44. „Justin Trudeau Criticized for Praising Fidel Castro as ‘Remarkable Leader’“, abgerufen am 12. Februar 2017.
  45. Jörg Michel: Flucht und Zuwanderung: Umdenken in Kanada. Frankfurter Rundschau, 25. November 2015.
  46. Kanada will Aufnahmezahl syrischer Flüchtlinge verdoppeln. Die Zeit, 21. Dezember 2015.
  47. Royals treffen Flüchtlinge in Kanada. Frankfurter Neue Presse, 26. September 2016.
  48. Mareike Kürschner: Flüchtlingsorganisation enttäuscht von Kanadas Willkommens-Premier. www.welt.de, 17. Februar 2017.
  49. Justin Trudeau zu Besuch bei Donald Trump. Der nette Nachbar aus Kanada. In: Spiegel online, 13. Februar 2017.
  50. Klaus Geiger, Mareike Kürschner: Deutschland. Staatsbesuch. Warum weder Merkel noch Trudeau der Anti-Trump ist, Die Welt, 17. Februar 2017.
  51. Fabian Federl: Justin Trudeau bei Angela Merkel. Ein interessantes Paar. In: Die Zeit, 17. Februar 2017.
  52. USA und Kanada: Handelsstreit zwischen den USA und Kanada verschärft sich. Die Zeit, 28. April 2017.
  53. „Vielfalt ist Stärke, nicht Schwäche“. Mit der Wahl von Trump ist Kanadas Premier Trudeau stärker in den Fokus gerückt. Handelsblatt, 20. Juli 2017, Gerd Braune.
  54. Andreas Ross: Staatliche Unterdrückung: Kanadas Schuld und Trudeaus Sühne. In: FAZ online, aktuelle Fassung 22. Dezember 2017.
  55. Jörg Michel: Glanz bröckelt. NZZ, 22. Dezember 2017.
  56. Gerd Braune (Ottawa): Balanceakt für Kanadas Premierminister Justin Trudeau. Luzerner Zeitung, 4. Januar 2018.
  57. 2. Februar 2018, Vancouver Sun.
  58. Eine Seefahrt durch die verschiedenen Sunde mit einem Tankschiff zeigt The Globe and Mail in diesem Film mit Erläuterungen, wann derzeit die pflichtmäßig nötigen Schleppschiffe (zunächst zwei) sukzessiv ihren Dienst beenden und wann die (zuerst zwei) staatlichen Lotsen von Bord gehen, beides weit vor dem offenen Meer, das erst nach zehnstündiger Fahrt (148 km) erreicht wird.
  59. Milliardenprojekt: Streit um Ölpipeline stürzt Trudeau in eine Regierungskrise, Handelsblatt, 15. April 2018, von Gerd Braune.
  60. Canadian Government Nationalises Pipeline, Fuelling Debate on Fossil Fuel Subsidies and Trade, Zeitschrift "Bridges" des International Centre for Trade and Sustainable Development, Jg. 22, H. 20, Genf 7. Juni 2018
  61. Jörg Michel: Kanada entschuldigt sich für seine Vergangenheit. NZZ, 29. November 2017.
  62. Andreas Ross: Staatliche Unterdrückung: Kanadas Schuld und Trudeaus Sühne. FAZ, 22. Dezember 2017.
  63. deutsch etwa: „die Schüblinge der 60er Jahre“; das Verfahren lief bis in die 1980er Jahre.
  64. in Englisch, nach Wikinews.
  65. Frühere Journalistin bekräftigt Vorwurf gegen Trudeau faz.net, abgerufen am 16. Juli 2018
  66. Justin Trudeau interrupts a woman to mansplain 'mankind' independent.co.uk, abgerufen am 16. Juli 2018
  67. Justin Trudeau erntet Hohn und Spott für genderneutrale Sprache welt.de, abgerufen am 16. Juli 2018