Ivanka Trump

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Ivanka Trump mit ihrem Vater bei einem Wahlkampf-Auftritt im Februar 2016
Ivanka Trump während ihrer Rede auf der Republican National Convention 2016

Ivanka Marie Trump (seit 2009 auch Yael Kushner, * 30. Oktober 1981 in New York) ist eine amerikanische Geschäftsfrau, ehemaliges Model und war Erste Vizepräsidentin der Trump Organization.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ivanka Trump ist das zweite Kind aus der ersten Ehe des 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten Donald Trump mit Ivana Trump.[1] Am 25. Oktober 2009 heiratete Ivanka Trump den Geschäftsmann und Politikberater Jared Corey Kushner. Ihr Ehemann ist als Senior Advisor to the President of the U.S. einer der Chefberater von Donald Trump und gilt als „stille Schlüsselfigur“ im Stab des US-Präsidenten.[2] Vor ihrer Ehe konvertierte Trump durch Rabbi Haskel Lookstein vom Presbyterianismus ihrer Herkunftsfamilie zum Judentum und nahm dabei den neuen Vornamen Yael an.[3][4][5] Das orthodox-jüdisch lebende Paar wohnt in der Park Avenue an der Upper East Side in New York City, besucht die modern-orthodoxe Synagoge Kehilath Jeshurun und hält nach eigener Aussage die jüdischen Speisegesetze sowie die Vorschriften des Sabbats ein.[3] Das Ehepaar Kushner hat drei Kinder: Arabella Rose (* 2011), Joseph Frederick (* 2013) und Theodore James (* 2016).[6][7][8][5]

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ivanka Trump besuchte zunächst die als elitär geltende Chapin School in New York,[1] anschließend die Choate Rosemary Hall in Wallingford (Connecticut). Nach der Schule studierte sie Wirtschaftswissenschaften:[1] zunächst zwei Jahre an der Georgetown University in Washington, danach an der Wharton School der University of Pennsylvania, an der sie 2004 ihren Bachelor mit summa cum laude abschloss.[9][10][11]

Geschäftstätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits während ihres Studiums begann Ivanka Trumps Model-Karriere, 1997 hatte sie ihr erstes Titelblatt bei der amerikanischen Teenager-Zeitschrift Seventeen; es folgten Auftritte für prominente (Mode-)Marken wie Versace und Tommy Hilfiger.[1] Mit ihrem Namen werden Schmuck, Schuhe und eine „Lifestyle“-Website vermarktet.[1][12] Nach der Wahl ihres Vaters zum Präsidenten wurden ihre Produkte, deren Verkaufszahlen in den Wochen zuvor um 70 Prozent eingebrochen waren, von der Kaufhauskette Nordstrom aus dem Sortiment genommen, was von Donald Trump und dessen Sprecherin Kellyanne Conway kritisiert wurde. Auch das Unternehmen Neiman Marcus verkauft keinen Schmuck von Ivanka Trump mehr.[13]

Nach dem Studium arbeitete sie in einer Immobilienfirma, bis sie in die Trump Organization eintrat, den Konzern ihres Vaters. Dort ist sie mittlerweile als Vizepräsidentin der Abteilung für Immobilien tätig.[1] Im Sommer 2015 übernahm sie darüber hinaus mit ihren beiden Brüdern Don und Eric de facto die Leitung der operativen Geschäfte der Trump Organization, nachdem ihr Vater seine Kandidatur zur US-Präsidentschaftswahl 2016 angekündigt hatte. Am 11. Januar 2017 gab sie bekannt, die Trump Organization mit dem Amtsantritt ihres Vaters zu verlassen und ihrem Vater nach Washington zu folgen.[14] Seit dem 20. März 2017 hat sie ein eigenes Büro im Weißen Haus und arbeitet offiziell als Beraterin ihres Vaters, wird jedoch nicht als Beamte eingeschworen und erhält auch kein eigenes Gehalt.[15]

Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Präsidentschaftswahlkampf in den Vereinigten Staaten 2016 begleitete und unterstützte sie ihren Vater bei Wahlkampfauftritten. Dabei war sie vor allem darum bemüht, weibliche Wähler für ihren Vater zu gewinnen.[16] Sie unterhält eine enge Freundschaft zu Hillary Clintons Tochter Chelsea und vermied im Wahlkampf negative Äußerungen über die Clintons.[1]

Nach dem Wahlsieg ihres Vaters im November 2016 wurde sie im Übergangsteam tätig: Beobachter halten sie mit ihrem Einsatz für und mit ihrem Vater, ihrer Bildung, Erfahrung und weiteren Kompetenzen für die eigentliche „First Lady“ Amerikas, da die aktuelle Ehegattin Trumps, Melania, als öffentlichkeitsscheu gilt und noch mit der Erziehung ihres gemeinsamen Kindes Barron gebunden ist. Ursprünglich hieß es, Donald Trump wolle seiner Tochter im Fall eines Wahlsiegs große Teile seines Unternehmens anvertrauen.[1]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ivanka Trump – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Jens Schmitz: Intelligent, schön, einflussreich. In: Badische Zeitung. 29. Dezember 2016
  2. Jared Kushner – Die stille Schlüsselfigur. In: Handelsblatt. 19. November 2016
  3. a b Isabel Kershner: Who Is a Jew? Maybe Not Woman Converted by Esteemed New York Rabbi. In: New York Times. 23. Juni 2016
  4. Heike Buchter: Der Einflüsterer. In: Die Zeit. 22. November 2016
  5. a b Ivanka Trump Gives Birth to Third Jewish Baby. In: The Algemeiner, 28. März 2016 (englisch).
  6. Julie Zauzmer, Colby Itkowitz: Where will Ivanka Trump attend synagogue? Georgetown’s Kesher Israel close to White House is one option. In: The Washington Post, 19. Dezember 2016 (englisch).
  7. Josefin Dolsten: Meet the Jews in Donald Trump’s inner circle. In: Jewish Telegraphic Agency, 14. November 2014 (englisch).
  8. Gabriel Sherman: The Legacy. In: New York, 12. Juli 2009 (englisch).
  9. Ruth La Ferla: Introducing the Ivanka. In: The New York Times, 27. Dezember 2007 (englisch).
  10. George Gurley: Trump Power: Ivanka Trump. At 25, Ivanka the mogulette is making her move; an apprentice to Daddy no longer (Memento vom 25. Dezember 2008 im Internet Archive). In: Marie Claire, S. 4, (englisch).
  11. Lisa DePaulo: Ivanka Trump’s Plan For Total World Domination. Daddy was content with owning New York City. Ivanka has her eyes on bigger things (Memento vom 25. Dezember 2008 im Internet Archive). In: GQ – Gentlemen’s Quarterly. Juni 2007
  12. Website von Ivanka Trump
  13. Jenni Miller: Sears, Kmart Dump Trump Home Products From Online Stores. In: New York. 11. Februar 2017
  14. Ivanka Trump | Facebook. Abgerufen am 17. März 2017 (deutsch).
  15. Guardian staff: Ivanka Trump has West Wing office and will get access to classified information. In: The Guardian. 21. März 2017, abgerufen am 21. März 2017 (englisch).
  16. Trump vergleicht Hillary Clinton mit Hund. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. Januar 2016 (Video).