Karl Meiler

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Karl Meiler Tennisspieler
Nation: DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag: 30. April 1949
Todestag: 17. April 2014
Größe: 182 cm
Gewicht: 75 kg
1. Profisaison: vela
Rücktritt: 1986
Spielhand: Rechts
Einzel
Karrierebilanz: 232:173
Karrieretitel: 4
Höchste Platzierung: 20 (23. August 1973)
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 188:122
Karrieretitel: 17
Höchste Platzierung: 12 (23. August 1977)
Grand-Slam-Bilanz
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Karl Meiler (* 30. April 1949 in Erlangen; † 17. April 2014 in Augsburg) war ein deutscher Tennisspieler und -trainer.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl Meiler führte zwischen 1974 und 1979 fünf Jahre die Deutsche Tennis-Rangliste als Nummer 1 an. In den 1970ern und Anfang der 1980er Jahre vertrat er zusammen mit Hans-Jürgen Pohmann und Jürgen Faßbender, später auch Uli Pinner das deutsche Tennis.[1] Karl Meiler gewann vier ATP-Titel im Einzel[2], u. a. gegen Jimmy Connors 1974 in Omaha und gegen Guillermo Vilas 1972 in Buenos Aires. Des Weiteren erreichte er 14 ATP-Finale im Einzel. Bei den German Open erreichte er 1973 das Finale, unterlag jedoch dem US-Amerikaner Eddie Dibbs. Noch erfolgreicher war Karl Meiler mit 17 Titeln im Doppel, insbesondere mit Jürgen Faßbender und Wojciech Fibak. Mit Fibak gewann er 1976 die ATP-Doppel-Weltmeisterschaft in Kansas City.Außerdem spielte er 13 Jahre (1967–1979) für die deutsche Davis-Cup-Mannschaft. Karl Meiler war 1971 Mitbegründer der Association of Tennis Professionals.

Von 1985 bis 1997 fungierte Karl Meiler als deutscher Nationaltrainer und war verantwortlich für den B-Kader. Dazu zählten unter anderem Michael Stich, Carl-Uwe Steeb, Bernd Karbacher, David Prinosil, Jens Knippschild und Rainer Schüttler. Anschließend war er als Privattrainer für deutsche und österreichische Tennis-Profis tätig.

Karl Meiler starb an den Folgen eines Sturzes, der sich bereits im November 2013 in seinem Haus ereignet hatte. Er lag seitdem im Koma.[3][4]

Erfolge im Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Titel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

No. Jahr Turnier Belag Finalgegner Endergebnis
1. 1972 ArgentinienArgentinien Buenos Aires Sand ArgentinienArgentinien Guillermo Vilas 6:7, 2:6, 6:4, 6:4, 6:4
2. 1974 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Omaha Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jimmy Connors 6:3, 1:6, 6:1
3. 1974 KanadaKanada Calgary Halle Sudafrika 1928Südafrikanische Union Byron Bertram 6:4, 3:6, 6:3
4. 1977 PhilippinenPhilippinen Manila Sand SpanienSpanien Manuel Orantes walkover

Finalteilnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

No. Jahr Turnier Belag Finalgegner Endergebnis
1. 1973 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Salisbury Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jimmy Connors 6:7, 6:7, 3:6
2. 1973 DeutschlandDeutschland Berlin Hartplatz DeutschlandDeutschland Hans-Jürgen Pohmann 3:6, 6:3, 3:6, 3:6
3. 1973 DeutschlandDeutschland Hamburg Sand Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Eddie Dibbs 1:6, 6:3, 6:7, 3:6
4. 1974 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Roanoke Teppich Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jimmy Connors 4:6, 3:6
5. 1974 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Little Rock Teppich Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jimmy Connors 2:6, 1:6
6. 1974 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jackson Teppich Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sandy Mayer 6:7, 5:7
7. 1974 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Washington, D.C. IndienIndien Vijay Amritraj 4:6, 3:6
8. 1974 NorwegenNorwegen Oslo Halle Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jeff Borowiak 3:6, 2:6
9. 1975 BahamasBahamas Nassau Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jimmy Connors 0:6, 2:6
10. 1975 DeutschlandDeutschland München Sand ArgentinienArgentinien Guillermo Vilas 6:2, 0:6, 2:6, 3:6
11. 1975 SchweizSchweiz Gstaad Sand AustralienAustralien Ken Rosewall 4:6, 4:6, 3:6
12. 1976 DeutschlandDeutschland München Sand SpanienSpanien Manuel Orantes 1:6, 4:6, 1:6
13. 1977 BelgienBelgien Brüssel Sand Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Harold Solomon 5:7, 6:3, 6:2, 3:6, 4:6
14. 1979 ItalienItalien Florenz Sand MexikoMexiko Raúl Ramírez 4:6, 6:1, 6:3, 5:7, 0:6

Erfolge im Doppel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Titel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

No. Jahr Turnier Belag Partner Finalgegner Endergebnis
1. 1974 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Omaha Hartplatz DeutschlandDeutschland Jürgen Fassbender Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jim McManus
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jim Osborne
6:2, 6:4
2. 1974 Baltimore Teppich DeutschlandDeutschland Jürgen Fassbender AustralienAustralien Owen Davidson
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Clark Graebner
7:6, 7:5
3. 1974 Little Rock Teppich DeutschlandDeutschland Jürgen Fassbender Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vitas Gerulaitis
SudafrikaSüdafrika Bob Hewitt
6:0, 6:2
4. 1974 Calgary Halle DeutschlandDeutschland Jürgen Fassbender KolumbienKolumbien Iván Molina
KolumbienKolumbien Jairo Velasco, Sr.
6:4, 6:4
5. 1974 Tempe Hartplatz DeutschlandDeutschland Jürgen Fassbender AustralienAustralien Ian Fletcher
AustralienAustralien Kim Warwick
4:6, 6:4, 7:5
6. 1974 Oslo Halle PakistanPakistan Haroon Rahim Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jeff Borowiak
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vitas Gerulaitis
6:3, 6:2
7. 1975 Birmingham Teppich DeutschlandDeutschland Jürgen Fassbender RhodesienRhodesien Colin Dowdeswell
SudafrikaSüdafrika John Yuill
6:1, 3:6, 7:6
8. 1975 Paris Hartplatz PolenPolen Wojtek Fibak RumänienRumänien Ilie Năstase
NiederlandeNiederlande Tom Okker
6:4, 7:6
9. 1975 London Teppich PolenPolen Wojtek Fibak Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jimmy Connors
RumänienRumänien Ilie Năstase
6:1, 7:5
10. 1976 Nürnberg Teppich SudafrikaSüdafrika Frew McMillan RhodesienRhodesien Colin Dowdeswell
AustralienAustralien Paul Kronk
7:6, 6:4
11. 1976 Monte Carlo WCT Sand PolenPolen Wojtek Fibak SchwedenSchweden Björn Borg
ArgentinienArgentinien Guillermo Vilas
7:6, 6:1
12. 1976 World Doubles WCT Teppich PolenPolen Wojtek Fibak Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Robert Lutz
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Stan Smith
6:3, 2:6, 3:6, 6:3, 6:4
13. 1976 Düsseldorf Sand PolenPolen Wojtek Fibak AustralienAustralien Bob Carmichael
SudafrikaSüdafrika Raymond Moore
6:4, 4:6, 6:4
14. 1977 Hamburg Sand SudafrikaSüdafrika Südafrika Bob Hewitt AustralienAustralien Phil Dent
AustralienAustralien Kim Warwick
3:6, 6:3, 6:4, 6:4
15. 1977 Düsseldorf Sand DeutschlandDeutschland Jürgen Fassbender AustralienAustralien Paul Kronk
AustralienAustralien Cliff Letcher
6:3, 6:3
16. 1977 Gstaad Sand DeutschlandDeutschland Jürgen Fassbender SchweizSchweiz Colin Dowdeswell
Sudafrika 1928Südafrikanische Union Bob Hewitt
6:4, 7:6
17. 1979 Nancy Hartplatz DeutschlandDeutschland Klaus Eberhard Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Robin Drysdale
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Andrew Jarrett
4:6, 7:6, 6:3

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. spiegel.de 20. April 2014: Ex-Davis-Cup-Spieler Meiler ist tot
  2. tennisnet.com 10. Dezember 2013: Die zehn erfolgreichsten deutschen Spieler – Platz 6: Karl Meiler
  3. Ex-Davis-Cup-Spieler Meiler ist tot Der Spiegel, 20. April 2014
  4. Deutscher Tennis Bund trauert um Karl Meiler. Süddeutsche Zeitung. Abgerufen am 20. Februar 2016.