Karlsberg Brauerei

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Karlsberg Brauerei GmbH
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Rechtsform GmbH
Gründung 1878
Sitz Homburg, Saarland
Leitung Markus Meyer,
Hans-Georg Eils
Mitarbeiter 328[1]
Umsatz 174 Mio. €[1]
Branche Getränkeproduktion
Website www.karlsberg.de
Stand: 31. Dezember 2015 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2015
Blick auf ältere Teile der Brauerei in der Karlsbergstraße

Die Karlsberg Brauerei GmbH ist ein Unternehmen in Homburg. Die Brauerei ist neben der Produktion von Bier- und Biermischgetränken in den Bereichen des Getränkevertriebs sowie der Transport- und Eventdienstleistungen aktiv. Aus der Brauerei heraus entstand die Unternehmensgruppe Karlsberg-Verbund, die weitere Unternehmen umfasst.

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschäftsleitung der Karlsberg Brauerei GmbH besteht aus Markus Meyer (Geschäftsführer Gastronomie) und Hans-Georg Eils (Geschäftsführer Technik und Logistik). Der Firmenchef Richard Weber war bis Juli 2008 Präsident des Deutschen Brauer-Bundes. Sein Sohn Christian Weber ist im August 2010 als Business Development Manager (Leiter der Geschäftsfeldentwicklung) in die Karlsberg Holding eingestiegen.

Unternehmensstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Karlsberg Brauerei GmbH ist nur ein Unternehmen innerhalb der Karlsberg Holding GmbH Homburg[2] (vormals Karlsberg Brauerei KG Weber). Diese befindet sich seit der Gründung 1878 im Besitz der Gründerfamilie Weber.

Betriebsgröße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Karlsberg Brauerei GmbH in Homburg beschäftigt ca. 328 Mitarbeiter (Stand: 31. Dezember 2015).[1] Die Mitarbeiterzahlen der Karlsberg Holding liegen bei 500 Mitarbeitern in Homburg und 1750 insgesamt (Stand 2012).[3] Die Holding beschäftigte 2009 im Inland 1.100 Mitarbeiter (einschließlich der Beschäftigten der Vertriebstochter Vendis), davon etwa 700 am Stammsitz in Homburg.[4] Nach anderen Angaben lag die Gesamtzahl der Beschäftigten (vermutlich inklusive Ausland) 2009 bei 2.200.[5]

Der Umsatz ging im Jahr 2008 auf rund 296 Millionen Euro zurück, nach 310 Millionen Euro im Jahr 2007. Der Bierausstoß von Karlsberg lag 2008 bei 3,5 Millionen Hektolitern, davon fielen 450.000 Hektoliter auf Mixery.[4] Der Umsatz der Karlsberg Brauerei GmbH alleine lag 2015 bei 174 Mio. €.[1]

Biersegment Deutschland und Frankreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Karlsberg Brauerei GmbH betreut das Biersegment in Deutschland. Dazu gehören außerdem die Vendis Getränke GmbH & Co. KG und Vendis Gastro GmbH & Co. KG (beide in Neunkirchen), die GFGH Kooperations- und Handels GmbH (Homburg) sowie die Karlsberg Logistik Service GmbH (Homburg).

Für Frankreich ist die Brasserie Karlsberg Holding S.A. verantwortlich. Zu dieser gehört die Brasserie Licorne S.A.S. (in Saverne), die ihre Handelsmarken über die Karlsbräu CHR S.A.S. vertreibt.

Alkoholfreie Getränke und Non Beverage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu der Karlsberg Holding GmbH gehört das gesamte Segment der alkoholfreien Getränke einschließlich der 47%igen Beteiligungen an der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach (inklusive deren Tochtergesellschaft Tucano Holding, einem Fruchtsafthersteller), das Fruchtsaftsegment sowie der Dienstleistungs-, Convenience- und Wellnessbereich des Karlsberg-Verbunds: Erwin Dietz GmbH (Osterburken), Gesundbrunnen Bad Rilchingen GmbH & Co. KG (Rilchingen) sowie Karlsberg Institute of Bioscience GmbH & Co. KG (Homburg).

Zum Bereich Non Beverage gehören neben den konzernzugehörigen Immobilienverwaltungen auch die Fascination Food Tiefkühlkost-Zentrale GmbH in St. Ingbert.

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Produktinnovationen der Brauerei zählt das 1996[6] eingeführte Karlsberg MiXery. Es war das erste Biermischgetränk aus Cola und Bier auf dem deutschen Markt und Karlsberg ist damit bis heute Marktführer.[7] Ebenfalls 1996 führte Karlsberg Desperados (Bier mit Tequila-Aroma) im deutschen Markt ein. Der Vertrieb ging im Januar 2010 an Heineken Deutschland.

Die Karlsberg Brauerei KG Weber erzielte im Geschäftsjahr 2004/2005 nur noch etwa 50 % ihrer Umsätze mit Bier, ihrem ursprünglichen Kerngeschäft. Diese Entwicklung entspricht dem seit 1994 angestrebten Vorhaben, neben dem reinen Biergeschäft ein Standbein im Markt der alkoholfreien Getränke aufzubauen.

Biere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben Karlsberg UrPils (Pils), welches von der Brauerei als Premiummarke beworben wird, stellt Karlsberg etwa 20 weitere Biere her: vom Lagerbier über Export und Pils bis hin zum Kellerbier (Zischke) und dem Starkbier (Karlsberg Bock). Darüber hinaus bietet Karlsberg fünf Weizenbier-Varianten an. Auch werden Biere unter anderen Markennamen hergestellt wie beispielsweise Becker’s Pils, Trierer Löwenbräu, Ottweiler Pils, Brauburger Pils (Frankreich), St. Wendeler Pils und das AC/DC Bier.

Biermischgetränke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karlsberg stellt ein breites Sortiment von Biermischgetränken her. Es werden beispielsweise Mischgetränke mit den Geschmacksrichtungen Cola, Lemon, Cherry, Apfel und Iced Flavour angeboten, ebenso ein Radler.

Den nationalen Durchbruch schaffte die Brauerei mit dem Trendgetränk MiXery, einem Gemisch aus Bier und Cola und einem geheim gehaltenen weiteren Zusatzstoff, genannt „X“, der wohl eher als Marketing-Gag zu verstehen ist. MiXery war das erste Biermischgetränk dieser Art am nationalen und internationalen Markt und ist immer noch Marktführer.

Malzbier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karlsberg stellt die beiden Malzbiere Vitamalz und Fitmalz selbst her. Genau genommen handelt es sich bei beiden um einen Malztrunk, da ein Zuckerzusatz verwendet wird.

Fruchtsäfte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2004 festigte Karlsberg seine Stellung im Saftmarkt durch den Zusammenschluss mehrerer im Konzernbesitz befindlicher und vormals getrennt voneinander operierender Fruchtsafthersteller zur Tucano Vertriebs GmbH & Co. KG. An der Tucano-Holding, zu deren Marken auch Merziger zählt, waren bis zum 31. Dezember 2007 die Karlsberg Brauerei KG Weber mit 75 % und Friedrich Niehoff mit 25 % beteiligt. Mit Wirkung vom 1. Januar 2008 wurden 100 % der Anteile an die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG verkauft. Diese gehört knapp zur Hälfte zum Karlsberg-Konzern. Zudem zählt außerhalb der Tucano-Gruppe der Fruchtsafthersteller Erwin Dietz GmbH in Osterburken zur Karlsberg-Gruppe.

Mineralwasser und Limonaden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karlsberg hat einen Geschäftsanteil von 43,32 % an der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG in Bad Überkingen. Diese stellt Mineralwasser, stilles Wasser, Heilwasser und andere alkoholfreie Getränke auf Wasserbasis her. Zu Karlsberg gehört auch die Gesundbrunnen Bad Rilchingen GmbH in Rilchingen-Hanweiler, die Mineralwasser herstellt.

Sonstige Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Getränkesegment bedient der Karlsberg Unternehmensverbund auch die Bereiche Logistik (u. a. mit Saverne Transports S.A.R.L. und Karlsberg Logistik Service GmbH sowie Getränke- und Nahrungsmittelgroß- und Einzelhandel, darunter Vendis Getränke GmbH & Co. KG und Fascination Food Tiefkühlkost-Zentrale GmbH).

Firmengeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Quelle der nachfolgenden Geschichtsangaben diente, falls nicht anders angegeben, die Website der Karlsberg Brauerei.[8]

1878 bis 1899[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet wurde die Karlsberg Brauerei 1878 unter dem Namen Bayerische Bierbrauerei zum Karlsberg von dem einheimischen Kaufmann und Kolonialwarenhändler Christian Weber. Zu dieser Zeit gehörte die Saarpfalz als Teil des Rheinkreises zum Königreich Bayern. Namensgeber der Brauerei war die ehemalige Schlossanlage Schloss Karlsberg in der Nähe der heutigen Braustätte. Die Brauanlagen, Brunnen und Immobilien erwarb der Kaufmann aus der Versteigerung der bankrotten Brauerei Jacoby.

Hinsichtlich des starken Wachstums der Brauerei wurde 1884 der Umzug an den Homburger Stadtrand notwendig. Ein neues Brauhaus sowie weitere Neu- und Umbauten ermöglichten höherer Produktionsmengen. Mit dem Bau einer Eismaschine im Jahre 1896 wurde die ganzjährige Kühlung der Biererzeugnisse möglich. 1897 wurde die Bayerische Bierbrauerei zum Karlsberg in eine Aktiengesellschaft mit einem Grundkapital von 1,1 Millionen Mark umgewandelt. Christian Weber hielt 98 Prozent der Aktien. Eine Inventur des Vorjahres zeigt: Innerhalb von nur 18 Jahren seit der Gründung vervielfachte Christian Weber durch Investitionen in Anlagen, Inventar und Immobilien den Wert der Brauerei. 1898 betrug die Kapazität der Brauerei bereits 90.000 Hektoliter pro Jahr.

1900 bis 1929[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Kapazitätserweiterung wuchs das Vertriebsgebiet der Brauerei deutlich: Neben Kohlerevieren und Industrieregionen im Saarland fand Karlsbräu auch in der Pfalz, in Lothringen und in Luxemburg regelmäßige Abnehmer. Die Brauerei erwarb eigene Eisenbahnwaggons, um den Transport zu bewerkstelligen. Das erste motorisierte Lastauto erhöhte 1910 den Vertriebsradius. Im gleichen Jahr übernahm Richard Weber (1897–1946), Sohn des Firmengründers, die Leitung der Brauerei. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Karlsberg unter den 180 größten deutschen Brauereien.

Trotz ungünstiger Absatzbedingungen – unter anderem durch den Friedensvertrag von Versailles im Jahre 1918, der zur Folge hatte, dass Märkte in Lothringen, Luxemburg und der Pfalz wegbrachen – blieb die Brauerei auf Wachstumskurs. Zum 50. Firmenjubiläum im Jahre 1928 wurde die Christian-Weber-Stiftung ins Leben gerufen, die Mitarbeitern in sozialen Notlagen hilft.

1930 bis 1949[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Erwerb weiterer Immobilien und umfassenden Investitionen in die Produktion, darunter der Neubau eines Sudhochhauses in der Karlsbergstraße, erzielte die Brauerei einen stetig wachsenden Bierausstoß. 1937 wurde die Aktiengesellschaft in eine Kommanditgesellschaft mit persönlich haftendem Gesellschafter umgewandelt. Richard Weber wurde alleiniger geschäftsführender Gesellschafter, 1942 trat Paul Weber als Prokurist in die Karlsberg Brauerei ein. Der Zweite Weltkrieg endete mit dem Verlust zahlreicher Mitarbeiter und der vollständigen Zerstörung der Brauerei.

1950 bis 1960[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Saarland wurde nach dem Krieg wirtschaftlich an Frankreich angeschlossen. Die Brauerei erschloss zügig neue Vertriebswege ins Nachbarland. Beim Export profitierte Karlsberg durch die politische Sonderstellung des Saarlandes: Die Markenvielfalt wurde erweitert. Unter anderem durch den Erwerb des in Frankreich bekannten Markennamens Walsheim. Zusätzlich begann Karlsberg 1953 als erste Brauerei mit deutsch-französischem Einzugsgebiet die Produktion von Bier in Getränkedosen (0,35 Liter). Die Absatzmenge stieg daraufhin von rund 70.000 hl im Vorjahr auf 250.000 hl an.

Nach einem gerichtlichen Vergleich mit der dänischen Carlsberg Brauerei verpflichtete sich Karlsberg 1956, um Verwechslungen zu vermeiden, für das Exportgeschäft den Namen Karlsbräu zu verwenden. In den folgenden Jahren wurde der Name Walsheim durch Karlsbräu in Frankreich und in weiteren Exportländern ersetzt. Investitionen in die Produktion verdoppelten die Kapazität der Brauerei zeitgleich auf eine Gesamtproduktionsmenge von mehr als 500.000 hl. Bei der zweiten Volksabstimmung im Jahre 1955 entschieden sich die Saarländer für den Anschluss an die Bundesrepublik Deutschland. Parallel verstärkte Karlsberg die Vertriebsaktivitäten im Direktverkauf: Als „Saarlands guter Stern“ erschloss das Unternehmen eine Vormachtstellung auf dem heimischen Markt. 1957 braute das Unternehmen erstmals Karlsberg Feingold, ein feingehopftes Pils.

1961 bis 1980[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1962 führte Paul Weber als geschäftsführender Gesellschafter die Brauerei. Mit der Erweiterung des Sortiments um Softdrinks wie Sinalco Cola und Rilchinger Mineralwasser stärkte Karlsberg seine Position. Mit mehreren Fachverkaufsniederlassungen wurden neben dem Saarland und der Pfalz Teile Hessens, Bayerns und Nordrhein-Westfalens mit einem Tourensystem flächendeckend versorgt. Als eine der ersten Brauereien überhaupt führte Karlsberg 1968 die EDV-Verwaltung ein.

1970 brachte Karlsberg mit Karlsberg UrPils ein neues Pils mit einer herb-frischen Note auf den Markt. Nach weiteren Kapazitätserhöhungen stieg die Produktionsmenge 1974 über 1.000.000 hl pro Jahr. Unter großer öffentlicher Anteilnahme feierte die Karlsberg Brauerei 1978 ihren einhundertsten Geburtstag. 1980 führt Karlsberg als erste deutsche Brauerei die Deckungsbeitragsrechnung als Steuerungsinstrument des Vertriebserfolges ein.

1983 bis 1999[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Richard Weber löste 1983 seinen Vater ab und wurde geschäftsführender Gesellschafter. Zuvor leitete er viele Jahre die Exportabteilung der Brauerei. Er war unter anderem dafür verantwortlich, eigene Vertriebsorganisationen in Frankreich und Italien zu etablieren. Mit dem Coca-Cola-Konzessionär OKKO Getränke GmbH sowie der mehrheitlichen Beteiligung an der Saarfürst Brauerei GmbH in Merzig festigte Karlsberg Anfang der 80er seine Position im Heimatmarkt. Zur immer größer werdenden Karlsberg Unternehmensgruppe stießen auch die Marken Schloss, Löwen und Becker in Deutschland sowie die Brasserie Saverne und die Amos Brauerei in Frankreich. In der Zwischenzeit wuchs Karlsberg zur fünftgrößten Exportbrauerei Deutschlands an.

Mit Gründel's alkoholfrei entwickelte die Brauerei Anfang der 1990er Jahre ein Pils-Bier, dem auf schonende Art der Alkohol nach dem Brauprozess entzogen wurde. Die Innovation auf dem Biermarkt trug zum Wachstumsschub der Brauerei zwischen den 80er und 90er Jahren bei. 1992 erwarb Karlsberg die Königsbacher Brauerei bei Koblenz, eine regionale Marke mit mehr als 300-jähriger Tradition. Mit dem französischen Logistikunternehmen Saverne Transports und Automatendienstleister ServiPlus erhöhte die Karlsberg Brauerei ihre Kundennähe: Karlsberg unterstützte die Geschäftsidee ehemaliger OKKO-Mitarbeiter von Beginn an. Innerhalb weniger Jahre wurden so das Getränke- und Snackautomatengeschäft in Deutschland, Frankreich und den Benelux-Staaten ausgedehnt.

2000 bis heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2002 betrug der Bierausstoß der Brauerei etwa vier Millionen Hektoliter. Im darauffolgenden Jahr wurden alleine in Deutschland 3,7 Millionen Hektoliter von Karlsberg gebraut. Im Jahre 2003 feierte das Traditions-Unternehmen 125-jähriges Bestehen.

2003 beteiligte sich die Brau Holding International (BHI), ein Joint-Venture aus dem niederländischen Braukonzern Heineken und der deutschen Schörghuber-Gruppe, zu 45 Prozent an der Karlsberg International Brand GmbH, einer Tochter der Karlsberg Brauerei KG Weber.

Am 25. Juni 2009 wurde vereinbart, dass die Karlsberg Holding den 45%igen Anteil der BHI wieder selbst übernehmen sollte. Beim Vertrieb der Marken Pschorr-Bräu und Heineken blieb eine Partnerschaft bestehen. Seitdem ist Karlsberg wieder komplett im Familienbesitz.[9][10]

Im Januar 2013 nahm das Unternehmen im Ranking der 500 größten Familienunternehmen der Zeitschrift Wirtschaftsblatt Platz 399 ein.[11]

Seit 2014 vertreibt Karlsberg die Biere der Privatbrauerei Bischoff aus Winnweiler.[12]

Liste der Übernahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Vergangenheit wurden diverse selbständige Brauereien aufgekauft und in die Karlsberg-Gruppe integriert, so z. B.:

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1989: Brauerei Becker in St. Ingbert, Produktion in St. Ingbert von 1877 bis 1997.[13] Becker’s Pils wird weiterhin produziert.[14]
    Zu Brauerei Becker gehörte auch die in Saarlouis ansässige Donnerbräu GmbH, identisch mit Donnerbrauerei, 1898 bis 1978.
  • Privatbrauerei Emrich in Kusel – bis 1998 – Produktion eingestellt.
  • Brauerei Gross in Riegelsberg – 1882 bis 1997 – Produktion eingestellt.
  • Königsbacher Brauerei in Koblenz – seit 1689
    Im Jahr 1992 wurde die Königsbacher Brauerei in den Unternehmensverband der Karlsberger Brauereien eingegliedert. Die Markenrechte von Königsbacher und Nette Pils wurden zum 1. Januar 2010 an die Bitburger Brauerei verkauft. Die Koblenzer Braustätte verblieb jedoch bei Karlsberg. Als Kompensation für die wegfallende Eigenmarke sollten dort zwischenzeitliche Biere gebraut und abgefüllt werden, die bislang in der Karlsberg Brauerei in Saverne produziert wurden.[15] Zum 1. Januar 2012 verkaufte Karlsberg das Brauhaus an Privatinvestoren aus Koblenz.
  • Löwenbrauerei in Trier – Produktion eingestellt. Löwenbräu wird weiterhin produziert.
  • Ottweiler Brauerei in Ottweiler – Produktion eingestellt.
  • Brauerei Paqué in St. Wendel – Produktion eingestellt.
  • Brauerei Saarfürst (frühere Actienbrauerei Merzig) in Merzig – 1864 bis 1987 – Produktion eingestellt.
  • Schloss-Brauerei in Neunkirchen – 1838 bis 1997 – Produktion eingestellt.
  • Walsheim-Brauerei in Walsheim (keine komplette Übernahme der Brauerei, nur Übernahme der Markenrechte)

Frankreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Marken dieser Brauereien werden teilweise mit einzelnen Spezialitäten-Bieren weitergeführt (z. B. Becker’s Extra, Saarfürst Biereiche), der lokale Braubetrieb wurde allerdings – mit Ausnahme von Koblenz und Saverne − zumeist eingestellt. Einige der übernommenen Biermarken werden im Angebot diverser Discounter als Billigmarken vertrieben.

Marketing[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Karlsberg Westtribüne im Kaiserslauterer Fritz-Walter-Stadion

Für ihre Marketingstrategie mit Bezug zu regionalen Eigenheiten und der Einbeziehung regionaler Sprachbesonderheiten (Beispiel: Hansi UrPils?) wurde die Brauerei 2012 vom Verein Deutsche Sprache für ihre sprachlich gelungene Werbung ausgezeichnet.[16]

Karlsberg sponsert zahlreiche Vereine sowie zahlreiche kulturelle Veranstaltungen, Feste und Konzerte in der Region. Dabei setzt die Brauerei seit den frühen sechziger Jahren besonders auf Sportsponsoring, unter anderem durch eine Zusammenarbeit mit dem Saarländischen Fußballverband, dem Sponsoring der Karlsberg-Liga Saarland (vorher Saarlandliga) und dem Sponsoring der Fußballvereine 1. FC Kaiserslautern (seit 1979, Hauptsponsor 1984–1987), dem 1. FC Saarbrücken (bis 2010) und dem FC 08 Homburg (seit Anfang der 1970er Jahre).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Jahresabschluss 2015 der Karlsberg Brauerei (PDF, 3,5 MB), abgerufen am 14. November 2016
  2. Die Segmente des Karlsberg-Verbunds (JPG), Informationsgraphik auf karlsberg-verbund.de, abgerufen am 11. Oktober 2012
  3. Die Karlsberg Brauerei – eine Innovationsbrauerei mit Tradition In: Just P&I, Das Magazin der P&I AG für HR-Experten, Ausgabe 2-2012
  4. a b HOMBURG: Karlsberg-Brauerei kauft Firmenanteile von BHI zurück (Memento vom 12. Juli 2009 im Internet Archive) Bericht vom 24. Juni 2009 auf globalmalt.de
  5. Homburger Karlsberg-Brauerei will Stellen abbauen (Memento vom 26. Oktober 2009 im Internet Archive), Presseveröffentlichung der Karlsbergbrauerei vom 22. Oktober 2009 auf dem Saarpresseportal
  6. Neue Sorten von KARLSBERG MiXery mit BESTSELLER Award ausgezeichnet, abgerufen am 2. Januar 2017
  7. Pole Position: MiXery Nummer Eins im Biermischmarkt, Pressebeitrag der Karlsberg Brauerei vom 10. Februar 2015
  8. Karlsberg Historie, Website der Karlsberg Brauerei, abgerufen am 11. Oktober 2012
  9. Karlsberg ist wieder Herr im Haus, Pfälzischer Merkur vom 26. Juni 2009
  10. BHI: Gibt Anteil an Karlsberg zurück, LebensmittelZeitung.net vom 26. Juni 2009
  11. Top 500 – Die größten Familienunternehmen in Deutschland (PDF; 307 kB). In: Wirtschaftsblatt 1/13
  12. Karlsberg übernimmt Vertrieb und Marketing für die Pfälzer Privatbrauerei Bischoff, Saarbrücker Zeitung vom 3. August 2013
  13. Infoseite zur Becker Brauerei, bier-der-saar.de, abgerufen am 11. Oktober 2012
  14. Testberichte zu Becker Bier, biertest-online.de, abgerufen am 11. Oktober 2012
  15. Karlsberg: Bitburger bekommt jetzt Königsbacher, Saarbrücker Zeitung vom 21. Januar 2010
  16. Auszeichnung für sprachlich gelungene Werbung, karlsberg.de, News-Beitrag vom 25. April 2012, abgerufen am 11. Oktober 2012

Koordinaten: 49° 19′ 28″ N, 7° 20′ 44″ O