Groß St. Arnold (Arnoldsweiler)

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Groß St. Arnold in Arnoldsweiler
Westportal
Chor und Glockenturm
Innenraum

Groß St. Arnold ist eine römisch-katholische Pfarr- und Wallfahrtskirche in Arnoldsweiler, einem Stadtteil von Düren im Kreis Düren in Nordrhein-Westfalen. Wegen der Größe und der drei Türme wird das Gotteshaus im Volksmund auch Dom der Dürener Lande genannt. Sie wurde zwischen 1899 und 1902 nach Plänen von Theodor Roß erbaut.

Die Kirche ist unter Nummer 13/2 in die Liste der Baudenkmäler in Düren eingetragen und dem hl. Arnold von Arnoldsweiler geweiht.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kirchengebäude befindet sich in der Ortsmitte von Arnoldsweiler. Die Arnoldusstraße (L 257) führt als Achse direkt auf das Gotteshaus zu und weitet sich vor der Kirche zu einem Platz auf. An der Südseite führt die Rather Straße (L 257) vorbei und direkt im Norden steht die Alte Pfarrkirche sowie das Kriegerdenkmal.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arnoldsweiler ist eine alte Pfarrei. Eine Kirche wurde erstmals in einer Urkunde des Kölner Erzbischofs Hermann I. vom 11. August 922 genannt. Darin überlässt der Erzbischof dem St. Ursulastift in Köln die Kirche mit Fronhof (Salland) in Ginizwilere. Dabei handelt es sich um die Vorgängerkirche der heutigen Alten Pfarrkirche.[1][2]

Im Jahr 1159 wird Arnoldsweiler erstmals in einer Urkunde vom 23. Mai als eigenständige Pfarre bezeichnet.[3] Im Liber valoris aus dem Jahr 1308 wird die Pfarre im Dekanat Jülich im Erzbistum Köln aufgeführt. Schon damals war die Kirche dem Ortspatron Arnold von Arnoldsweiler geweiht.[4] Durch die Auflösung des Kölner Erzbistums in der Franzosenzeit kam die Pfarre 1802 an das neu gegründete Bistum Aachen. Dieses wurde 1825 wieder aufgelöst und Arnoldsweiler kam wieder an das Erzbistum Köln zurück. Seit 1930 gehört der Ort wieder zum wiedergegründeten Bistum Aachen.[5] Mit mehreren benachbarten Gemeinden bildet die Pfarre heute die Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) St. Franziskus Düren-Nord.

Baugeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da die Alte Pfarrkirche zu klein geworden war, sollte diese 1895 abgerissen werden. Bereits im Jahr 1893 war beschlossen worden, eine neue Kirche zu bauen. Das Kölner Generalvikariat und der Konservator der Rheinprovinz, Paul Clemen, setzten sich für einen Erhalt der alten Kirche ein. Um Platz für das neue Gotteshaus zu schaffen, wurde stattdessen das Pfarrhaus abgerissen.

Der Kölner Architekt Theodor Roß, der im Kreis Düren bereits die Kirchen in Eschweiler über Feld und Merzenich geplant hatte, bekam den Auftrag zur Planung einer neuen Pfarrkirche auf dem Platz von Pfarrhaus und Pfarrgarten südlich neben der Alten Pfarrkirche. Im Jahr 1899 begann man mit dem Bau der Neuen Pfarrkirche. Der Grundstein wurde am 8. Oktober 1899 durch den Dürener Dechanten und Oberpfarrer von St. Anna, Otto Josef Lohmann gelegt.[6] Mitte des Jahres 1902 war die neue Pfarrkirche fertiggestellt. Die feierliche Kirchweihe und Konsekration erfolgte am 15. Juni 1902 durch den damaligen Kölner Weihbischof und späteren Erzbischof Antonius Fischer.[7] Zu dieser Zeremonie konnte die große Kirche nicht alle Gläubigen fassen. Neben dem Ortspfarrer Engelbert Valder waren zudem verschiedene Priester aus den Nachbarpfarreien erschienen und Weihbischof Fischer wurde vom Kölner Domkapitular Ludger Pingsmann und Domvikar Arnold Steffens begleitet.[8]

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Pfarrkirche stark beschädigt. Das Vierungsgewölbe stürzte ein und die Außenwände waren von Einschusslöchern gezeichnet. Der notdüftige Wiederaufbau erfolgte in den 1950er Jahren und wurde mit der Renovierung des Innenraums 1959 abgeschlossen. Von 1964 bis 1966 wurde das Äußere grundlegend saniert. Ein Großteil der Natursteineinfassungen wurde erneuert, das Mauerwerk restauriert und die Dächer wieder mit Schiefer belegt, man hatte nach dem Krieg einfache Dachziegel verlegt. Zudem wurden die vier Tympanons über den Eingängen durch neue aus Sandstein, von Erika Vonhoff gestaltet, ersetzt.[9]

Zwischen 1999 und 2000 wurde das Mauerwerk der beiden Westtürme und des Glockenturms ausgebessert und der Turmhelm saniert. Zusätzlich wurden neue Schallläden aus Holz in die Schalllöcher eingebaut sowie der Blitzschutz und die Schiefereindeckung überarbeitet.[10][11] Die letzte Renovierung des Innenraums mit Erneuerung des weißen Innenanstrichs erfolgte Anfang des Jahres 2002.[12]

Baubeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Groß St. Arnold ist eine dreischiffige Kreuzbasilika aus Backsteinen im Baustil der Neuromanik. Der Westbau bildet den Abschluss der Kirche nach Westen hin. Hierzu gehören zwei 27 Meter hohe Türme, die den Seitenschiffen vorgebaut sind. Die beiden unteren Geschosse sind quadratisch, im Obergeschoss gehen sie in ein Achteck über. Der südliche Turm dient lediglich als Treppenaufgang zur Orgelempore, im nördlichen ist eine Wandlungsglocke aufgehängt. Im Mittelteil befindet sich das Hauptportal, welches etwas vorgelagert ist. Darüber ist eine Rosette. Im Inneren nimmt der Westbau die Orgelempore mit der Orgel auf.

An den Westbau schließt sich östlich bis zum Querschiff das dreischiffige und vierjochige Langhaus an. Das Mittelschiff besitzt die doppelte Breite der Seitenschiffe. Während die Fenster im Obergaden halbkreisförmig sind, sind die Fensteröffnungen in den Seitenschiffen spitzbogig, wie auch die Arkaden die durch polierte Säulen aus Granit getragen werden.

Das rechteckige Querschiff springt deutlich vom Langhaus vor und misst 25 Meter und besitzt die gleiche Höhe wie das Mittelschiff. Die Joche sind im Gegensatz zum Langhaus quadratisch. Nur die Nord- und die Südwand besitzen Fensteröffnungen. Im unteren Bereich befinden sich je zwei Rosetten und im oberen Bereich eine Art Drillingsfenster, wovon die seitlichen niedriger sind als das mittlere.

Im Osten schließt sich der Hauptchor und die beiden Nebenchöre an. Die Nebenchöre der Seitenschiffe besitzen ein Joch und schließen mit einer halbrunden fensterlosen Apsis. Der Hauptchor ist ebenfalls einjochig und nimmt die ganze Breite des Mittelschiffs ein. Er schließt ebenfalls mit einer halbrunden Apsis, die im unteren Bereich durch drei Konchen gegliedert ist und außen durch eine Zwerggalerie. Über dem Chorjoch erhebt sich der mächtige 47 Meter hohe dreigeschossige Glockenturm. Als Vorbild diente der Glockenturm der Kölner Kirche Groß St. Martin. Der Turm besitzt vier achteckige Filialtürmchen und einen achtseitigen Turmhelm.

Die Pfarrkirche ist insgesamt 45 Meter lang. Der Innenraum wird von Kreuzrippengewölben überwölbt. Die Dächer sind komplett mit Schiefer eingedeckt. Den Gläubigen werden 600 Sitzplätze geboten.

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Innenraum malte der Düsseldorfer Kirchenmaler Heinrich Nüttgens 1911 und 1913 im Nazarenerstil aus.[13] Diese Bemalung wurde jedoch 1959 überstrichen[14] und bis heute nicht wieder freigelegt. Nur das Porträt von Pfarrer Heinrich Sassen wurde nicht übertüncht. Weiterhin sind zwei Mosaiken von Friedrich Stummel aus Kevelaer von 1918 und 1919 erhalten. Den 1907 aufgestellten Hochaltar entwarf der Raerener Künstler Leonhard Mennicken.

Der Zelebrationsaltar wurde von der Aachener Bildhauerin Erika Vonhoff aus Anröchter Dolomit geschaffen und zur Eröffnung der Arnoldusoktav am 10. Juli 1971 durch den Aachener Weihbischof Gerd Dicke geweiht. In den Altar wurden Reliquien des hl. Arnold und des hl. Papst Urban I. gelegt. Vonhoff schuf zugleich das neue Ambo, ein Vortragekreuz und einen passenden Kerzenständer sowie die Priestersitze.[15][16] Die Tympana über den vier Eingängen schuf ebenfalls Erika Vonhoff. Die Buntglasfenster entwarf in den 1960er Jahren Johannes Beeck aus Hinsbeck und wurden von der Firma Rudolf Maur in Ahrweiler angefertigt und eingesetzt. Die Fenster stehen unter dem Thema: Der Kampf des Lichtes gegen die Finsternis und der Sieg über die Nacht.[17] Die acht Apostel-Leuchter in den beiden Seitenschiffen stammen aus der Kirche St. Pankratius in Altdorf, welche in den 1990er Jahren dem Braunkohlentagebau Inden zum Opfer fiel.[18]

Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klais-Orgel

Die elektro-pneumatische Orgel von Johannes Klais wurde 1914 als Teil einer größeren Orgel auf der Kölner Werkbundausstellung ausgestellt. 1915/16 wurde die Orgel in Groß St. Arnold aufgestellt. Den Orgelprospekt entwarf Heinrich Renard. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche und auch die Klais-Orgel beschädigt. Am 2. Mai 1954 konnte die Orgel nach Reparatur und Umbau wieder eingeweiht werden. Bei diesem Umbau wurde der Mittelteil des Prospektes entfernt, um mehr Platz für den Chor auf der Orgelempore zu gewinnen. Außerdem wurden einige Register ausgetauscht. Aus Quinte 223′ wurde Sifflöte 113′, aus Terz 135′ wurde Sesquialter 2f, aus Concertflöte 8′ wurde Scharff 3-4f und aus Horn 8′ wurde Schalmey 8′. Neben diesen Veränderungen in den Registern beider Manuale nahm man auch Änderungen der Register im Pedal vor. Diese Umbaumaßnahmen wurden durch die Orgelbaufirma Johannes Klais in Bonn durchgeführt.

In den 1990er Jahren wurde das Instrument desolat und man zog in Erwägung, eine ganz neue Orgel anzuschaffen. Jedoch sah man schnell die historische Bedeutung dieser Orgel und aufgrund der original Magneten von 1914 wurde die Orgel unter Denkmalschutz gestellt. Das Instrument wurde weitestgehend wieder in seinen Ursprungszustand zurückversetzt. Die Register, die 1954 ausgetauscht worden waren, wurden von der Firma Klais rekonstruiert, lediglich die Veränderungen im Pedal behielt man bei. Der Großteil der Register ist nach wie vor original von 1914 erhalten. Der 1954 entfernte Mittelteil des Prospektes wurde durch Karl-Heinz Müller rekonstruiert. Am 21. Dezember 1997 wurde die Orgel nach erfolgreicher Restaurierung erneut eingeweiht.[19] Im Jahr 2019 wurde durch die Orgelbaufirma Klais das Register Untersatz 32' ergänzt. Für das Register mussten keine neue Pfeifen eingebaut werden, die tiefen Töne werden durch Kombinationstöne aus bestehenden Registern erzeugt.[20] Das Instrument hat nachfolgende Disposition:

I Hauptwerk C–g3
1. Bordun 16′
2. Principal 8′
3. Doppel-Gedackt 8′
4. Flauto amabile 8′
5. Dulciana 8′
6. Fugara 8′
7. Octave 4′
8. Rohrflöte 4′
9. Superoctave 2′
10. Mixtur IV
11. Cornett IV
12. Trompete 8′
II Schwellwerk C–g4
13. Lieblich-Gedackt 16′
14. Flöten-Principal 8′
15. Quintatön 8′
16. Concertflöte 8′
17. Solo-Gamba 8′
18. Aeoline 8′
19. Vox coelestis 8′
20. Praestant 4′
21. Flauto traverso 4′
22. Quintflöte 223
23. Flautino 2′
24. Terz 135
25. Horn 8
Pedal C–f'

26. Violon 16′
27. Subbass 16′
28. Zartbass 16′
29. Principalbass 8′
30. Flötenbass 8′
31. Gedacktbass 8′
32. Choralbass 4′
33. Posaune 16′
34. Basstrompete 8′
35. Untersatz 32′
  • Koppeln: II-I I-II Sub, II-I Super, I-P, II-P, II-P Super
  • Spielhilfen: Auslöser, Handregistratur, Freie Kombination, Piano, Mezzoforte, Forte, Tutti, Walze an, Zungen ab, Pedal I, Pedal II, Registerschweller, Jalousieschweller[21]

Glocken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Glockenturm befinden sich vier Glocken aus Bronze von drei unterschiedlichen Gießern. Die fünf Vorgängerglocken mussten im Zweiten Weltkrieg für Rüstungszwecke abgegeben werden und wurden anschließend eingeschmolzen. Sie waren erst 1927 angeschafft worden und wurden von Werner Hüesker, Fa. Petit & Gebr. Edelbrock, in Gescher gegossen. Die Te Deum Glocke ist die älteste Glocke im Turm. Sie ist eine Leihgglocke aus der Pfarrkirche St. Nikolaus im ostpreußischen Sturmhübel (polnisch: Grzęda) und wurde 1805 umgegossen. Im Nordturm des Westbaus befindet sich noch eine kleinere Glocke aus 1903, sie dient als Wandlungsglocke und kann nur von Hand geläutet werden.

Nr. Name Gussjahr Gießer Durchmesser
(mm)
Gewicht
(kg, ca.)
Schlagton
(HT-1/16)
Inschrift
1 Arnoldus 1958 Josef Feldmann, Georg Marschel, Feldmann & Marschel, Münster 1380 2000 d′ +8 HEILIGER ARNOLDUS, DURCH DEINEN TOD GNAD UNS GOTT IN LETZTER NOT. DER KRIEG 1939-1945 TÖTETE MICH, CHRISTL. GLAUBE UND CHRISTL. HOFFNUNG ERWECKTEN MICH, CHRISTL. LIEBE KÜNDE ICH, FELDMANN UND MARSCHEL GOSSEN MICH. 1958
2 Maria Margarethe 1953 Hans Hüesker, Petit & Gebr. Edelbrock, Gescher 1200 1000 e′ +4 + MARIA MARGARETHE BIN ICH GENANNT. MARGARETHA CANZLER – FRIESDORF SCHENKTE MICH AN IHRE TAUFKIRCHE. 1953
3 Te Deum 1681/1805 Jakobus Sass, Königsberg 975 600 fis′ −1 TE DEUM LAUDAMUS. TE DEUM CONFITEMUR. R.D. CASPAR. KORSCH. PAR. STORMHUBL. IACOBUS SASS REGIOM.UM FUDIT ANO 1681. H. KIRCHEN VÄTER ANDREAS SCHIMAN, AUGUSTINUS SCHLEGEL, MARTINUS LENTZ, BARTHOLOM.US CINCK
4 Johannes 1953 Hans Hüesker, Petit & Gebr. Edelbrock, Gescher 990 500 a′ +6 + JOHANNES IST MEIN NAME. BIN DIE STIMME EINES RUFERS IN DER WÜSTE. BEREITET DEN WEG DES HERRN. EBEN MACHET SEINE PFADE. MARC. I. 3 1953
5 Maria 1903 Franz Schilling, Apolda SANCTA MARIA ORA PRO NOBIS – APOLDA 1903

Motiv: Freu dich, du Himmelskönigin[22]

Pfarrer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Priester waren bislang Pfarrer der Pfarrei St. Arnold / Arnoldsweiler:[23][24][25]

von – bis Name
um 1168 Godefrid
1339– ? Friedrich
? –1375 Theodor von Ubach † 1418
1375– ? Heinrich Peghe
? –1445 Wilhelm von Urbach † 1445
1445–1464 Johannes Sack † 1464
1464–1482 Johannes Tzep de Lechenich † 1482
1482–1483 Martin Gerlitz † 1483
1483–1504 Wilhelm Hyntzen † 1504
1533–1545 Tilman van Fleytien † 1545
1545–1554 Eberhard Gesellschaft † 1564
1554–1578 Wilhelm Gesellschaft † 1578
1578–1580 Stefan Isaak † 1594
1580–1583 Bertram Geich
1605–1610 Heinrich Stephani
1623–1631 Johannes Baumeister † 1631
1631–1673 Wilhelm Rinius † 1673
1673–1706 Arnold Weiler † 25.06.1706
1706–1728 Peter Naas † 1728
von – bis Name
1728–1738 Wilhelm Otto Brinkman † 1738
1738–1781 Johann Theodor Mocken † 1781
1781–1809 Johann Matthias Joseph Eicks † 1809
1809–1814 Johann Theodor Pingen † 1840
1814–1824 Johann Gerhard Pohl † 1824
1825–1848 Peter Wilhelm Klein † 13.04.1848
1848–1863 Karl Theodor Sommer † 18.07.1863
1863–1868 Peter Joseph Ditscheid † 11.01.1868
1868–1880 Simon Joseph Hessel † 13.01.1880
1880–1887 Friedrich Schulte (Pfarrverwalter) † 09.05.1933
1887–1898 Peter Gerhard Kleeff † 27.12.1906
1898–1904 Engelbert Valder † 13.11.1905
1904–1930 Heinrich Sassen † 28.12.1930
1931–1962 Johannes Dautzenberg † 10.10.1971
1962–1974 Josef Wolff † 01.06.1983
1974–1984 Rudolf Wyrsch
1985–1987 Pater Josef Lieth † 03.12.2012
1988–2011 Bernd Naphausen
Seit 2011 Norbert Glasmacher

Arnolduswoche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1891 findet jedes Jahr in der Woche des 18. Juli die Arnolduswoche statt. Die Oktav wurde vom damaligen Arnoldsweiler Pfarrer Peter Gerhard Kleeff ins Leben gerufen. Zuvor wurde nur der 18. Juli, der Gedenktag des hl. Arnold, feierlich begangen und am Sonntag danach eine Sakramentale Prozession gehalten. Die Woche steht immer unter einem bestimmten Leitgedanken. Jährlich kommen auch Pilger aus der näheren Umgebung zum hl. Arnold nach Arnoldsweiler. Die Verehrung des hl. Arnold in Arnoldsweiler ist wesentlich älter als die Arnolduswoche. Urkundlich belegt ist sie bereits für das Jahr 1168.[26]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Josef Wolff (Hrsg.): Arnoldsweiler. Libertas Verlag Hubert Baum, Wiesbaden 1968.
  • Marcel Keller: Moderne Kunst in Düren. Kirchliche Kunst. Verlag des Museumsvereins Düren, Düren 1977.
  • Rudolf A.H. Wyrsch: Der heilige Arnold von Arnoldsweiler. Legende und Geschichte der Verehrung eines rheinischen Heiligen. In: Forum Jülicher Geschichte. Heft 9, Verlag der Joseph-Kuhl-Gesellschaft, Jülich 1994. ISBN 3-9802601-9-4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Groß St. Arnold – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans J. Domsta, Helmut Krebs und Anton Krobb: Zeittafel zur Geschichte Dürens 747–1997, Düren 1998, S. 19.
  2. Friedrich Wilhelm Oedinger (Bearb.): Die Regesten der Erzbischöfe von Köln im Mittelalter. 1. Band, 313–1099, Bonn 1954, S. 101 f.
  3. Theodor Joseph Lacomblet: Urkundenbuch für die Geschichte des Niederrheins oder des Erzstifts Cöln, der Fürstenthümer Jülich und Berg, Geldern, Meurs, Cleve und Mark, und der Reichsstifte Elten, Essen und Werden. 4. Band, Düsseldorf 1858, S. 777.
  4. Anton Joseph Binterim und Joseph Hubert Mooren: Die alte und neue Erzdiözese Köln in Dekanate eingetheilt oder das Erzbisthum Köln mit den Stiften, Dekanaten, Pfarreien und Vikarien, sammt deren Einkommen und Collatoren wie es war. Band 1, Mainz 1828, S. 184 f.
  5. Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen 3. Ausgabe, Aachen 1994, S. 302.
  6. Dürener Zeitung Nr. 153 – Montag, 9. Oktober 1899 Artikel: „Stadt- und Kreisnachrichten“.
  7. Dürener Zeitung Nr. 135 – Montag, 16. Juni 1902 Artikel: „Firmungsreise des hochw. Herrn Weihbischofs Dr. Fischer“.
  8. Dürener Volkszeitung – Samstag, 14. Juni 1902, Artikel: Kreisnachrichten.
  9. Josef Wolff (Hrsg.): Arnoldsweiler, Libertas Verlag Hubert Baum, Wiesbaden, 1968, S. 15 f.
  10. Dürener Zeitung, Samstag, 2. September 2000 Artikel: „Dom des Dürener Landes wird saniert – 750 000 Mark für Arbeiten in Arnoldsweiler“.
  11. Die Katholische Pfarrgemeinde St. Arnoldus informiert Ausgabe II/2000, Artikel: „Außensanierung der Pfarrkirche“.
  12. Pfarrbrief des Kirchengemeindeverbandes Düren-Nord Pfarre St. Arnold Nr. 49/50, 8. Dezember bis 22. Dezember 2001, Artikel: „Innenrenovierung der Pfarrkirche“.
  13. Kirchenrundgang. In: Internetseite GdG St. Franziskus. Abgerufen am 20. November 2017.
  14. Dürener Zeitung Nr. 167 – Donnerstag, 23. Juli 1959 Artikel: Kirche wird renoviert – Neuer Innenanstrich – Aus Spenden der Bevölkerung. (Stadt- und Kreisarchiv Düren)
  15. Dürener Zeitung, Freitag, 9. Juli 1971, Artikel: Bischof Dr. Dicke weiht neuen Alter – Zu Beginn der Arnoldus-Oktav – Von Aachener Künstlerin gestaltet.
  16. Dürener Zeitung, Dienstag, 13. Juli 1971, Artikel: Der Bischof weihte den neuen Altar – Arnoldus-Oktav festlich eröffnet – Mittelpunkt der Kirche.
  17. Düren-Arnoldsweiler, Kath. Kirche St. Arnold. In: Internetseite Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jahrhunderts e.V. Abgerufen am 20. November 2017.
  18. Rudolf A. H. Wyrsch, Kilian Inden: Kirchenführer durch Klein und Groß St. Arnold. Arnoldsweiler 2012 (unveröffentlicht).
  19. Jörg Schreiner, Peter J.C. Eich, Horst Hodick: Pfarre Sankt Arnoldus, Arnoldsweiler – Einweihung der restaurierten Klais-Orgel (1914) am 4. Advent 1997. Arnoldsweiler 1997.
  20. Pfarrbrief der Gemeinschaft der Gemeinden St. Franziskus Düren Nord, Nr. 11/2019, S. 8
  21. St. Arnold Arnoldsweiler. In: Internetseite Kirchenmusik in der Region Düren. Abgerufen am 20. November 2017.
  22. Norbert Jachtmann: Glockenmusik in der Region Düren, S. 63 f.
  23. Bischöfliches Generalvikariat: Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausgabe, Aachen 1994, S. 302.
  24. Pfarrarchiv Arnoldsweiler: Liste der Pfarrer von Arnoldsweiler von Arnold Steffens.
  25. Handbuch der Erzdiözese Köln, Bände 2-21.
  26. Rudolf A.H. Wyrsch: Der heilige Arnold von Arnoldsweiler. Legende und Geschichte der Verehrung eines rheinischen Heiligen. In: Forum Jülicher Geschichte. Heft 9, Jülich 1994, S. 25 f.

Koordinaten: 50° 50′ 18,6″ N, 6° 29′ 37,7″ O