Eschweiler über Feld

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Eschweiler über Feld
Gemeinde Nörvenich
Koordinaten: 50° 48′ 46″ N, 6° 35′ 18″ O
Höhe: 127 m ü. NHN
Fläche: 9,62 km²
Einwohner: 1108 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 115 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1969
Postleitzahl: 52388
Vorwahl: 02426
Karte
Ortsplan
Das Ortszentrum
Katholische Pfarrkirche St. Heribert in Eschweiler über Feld

Eschweiler über Feld ist der zweitgrößte Ort der Gemeinde Nörvenich, im Kreis Düren, NRW gelegen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von dem altdeutschen Wort Eska = fruchtbares Land und Weiler, das sich aus dem römischen villare und dem wilre der Franken entwickelt haben soll, leitet die Ortsnamenforschung den Ortsnamen Eschweiler ab. Seinem Anhängsel über Feld macht das Dorf inmitten der Bördenlandschaft am Übergang der Erper zur Merzenicher Lößplatte alle Ehre.

Frühzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon die Menschen der Jungsteinzeit und Bronzezeit haben in und um Eschweiler gelebt, wie Bodenfunde beweisen. Die Römer hatten nördlich und nordöstlich des Dorfes Ansiedlungen, von denen elf nachgewiesen sind.

Urkundlich wird der Ort erstmals im Jahre 1003 genannt. Damals wurden die Kirche (St. Heribert) und ein Hof der Abtei Deutz geschenkt, siehe Pfarrkirche Eschweiler über Feld.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nikolaus Keuschgens aus Eschweiler über Feld berichtete im 18. Jahrhundert über das erste Erscheinen der französischen Revolutionstruppen, die auch durch das hiesige Gebiet zogen: ...und am 3. Oktober 1794 morgens halb zehn Uhr haben wir zu Eschweiler die ersten Franzosen gesehen. Die Vorposten nahten in Parteien von ungefähr fünf Mann. Sie forderten 100 Kronentaler; gleich zu zahlen, sonst sollte das ganze Dorf in Brand geschossen werden. Dieses war der Willkomm, den sie uns geschenkt haben. [2]

Am 1. Januar 1969 wurde Eschweiler über Feld nach Nörvenich eingemeindet.[3]

Am nördlichen Ortsrand befindet sich die Niederlassung Düren der STRABAG SE, eines österreichischen Baukonzerns.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohnerzahl   Jahr Einwohnerzahl   Jahr Einwohnerzahl
1885 647   1905 727   1925 890
1945 730   1955 1.005   1965 984
1975 1.016   1985 1.073   1995 1.096
2005 1.135   2010 1.145   2015 1.117

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drei römische Siedlungsstellen in der Feldgemarkung, römisches Landgut (villa rustica), römischer Burgus, eingetragen in die Liste der Bodendenkmäler unter den Nummern 7 bis 9.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.noervenich.de/gemeinde/downloads/20170106-Einwohnerzahlen_201612.pdf
  2. Düren - Die Stadt im Wechsel der Staats- und Herrschaftsformen ihrer jüngeren Geschichte, Karl-Wilhelm Nellessen, 2015, ISSN 0343-2971, Seite 10
  3. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 77.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]