Kreis Strasburg

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Dieser Artikel erläutert den Kreis Strasburg im DDR-Bezirk Neubrandenburg. Zum Kreis im Regierungsbezirk Marienwerder siehe Kreis Strasburg in Westpreußen; zum Kreis in Elsaß-Lothringen siehe Landkreis Straßburg.
Basisdaten[1]
Bezirk der DDR Neubrandenburg
Kreisstadt Strasburg
Fläche 621 km² (1989)
Einwohner 24.649 (1989)
Bevölkerungsdichte 40 Einwohner/km² (1989)
Kfz-Kennzeichen C (1953–1990)
CN (1974–1990)
SBG (1991–1994)
Kreis Strasburg im Bezirk Neubrandenburg.png
Der Kreis Strasburg im Bezirk Neubrandenburg

Der Kreis Strasburg war ein Kreis im Osten des Bezirks Neubrandenburg in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Ab dem 17. Mai 1990 bestand er als Landkreis Strasburg fort. Sein Gebiet gehört heute zu den Landkreisen Uckermark in Brandenburg und Vorpommern-Greifswald sowie Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern (Hauptteil). Der Sitz der Kreisverwaltung befand sich in Strasburg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kreis Strasburg lag östlich der Bezirkshauptstadt Neubrandenburg.

Nachbarkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kreis Strasburg grenzte im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Kreise Neubrandenburg-Land, Ueckermünde, Pasewalk, Prenzlau und Neustrelitz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehemalige uckermärkische Kreis Strasburg wurde am 25. Juli 1952 gegründet und gehörte bis 1990 zum Bezirk Neubrandenburg.[2]

Am 17. Mai 1990 wurde aus dem Kreis der Landkreis Strasburg.[3] Mit dem Ländereinführungsgesetz vom 22. Juli 1990 wurde der Landkreis Strasburg ein Teil des neu gegründeten Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern.

Durch den Staatsvertrag zwischen den Ländern Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern über die Änderung der gemeinsamen Landesgrenze vom 9. Mai 1992 wurden die Gemeinden Fahrenholz, Güterberg, Jagow, Lemmersdorf, Lübbenow, Milow, Trebenow, Wilsickow, Wismar und Wolfshagen aus dem Landkreis Strasburg ausgegliedert und fielen an das Land Brandenburg. Seit dem 6. Dezember 1993 gehören diese Gemeinden zum neu gegründeten Landkreis Uckermark.

Die Stadt Strasburg sowie Blumenhagen, Groß Luckow und Klein Luckow wurden am 12. Juni 1994 Teil des neuen Landkreises Uecker-Randow. Der größte Teil des Kreises (21 Gemeinden) ging im neugeschaffenen Landkreis Mecklenburg-Strelitz, heute Teil des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, auf.[2]

Städte und Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 3. Oktober 1990 gehörten folgende 37 Gemeinden zum Landkreis Strasburg:

Gemeinde-
schlüssel
Gemeindenamen Fläche
in km²
Bevölkerung am
03.10.1990 31.12.1990
13036030 Ballin 19,42 525 524
13036050 Blumenhagen 9,28 485 478
13036060 Bredenfelde 10,98 291 289
13036070 Fahrenholz 9,03 209 204
13036080 Gehren 10,95 188 187
13036090 Göhren 11,78 240 238
13036110 Grauenhagen 9,14 187 187
13036120 Groß Daberkow 9,90 132 131
13036130 Groß Luckow 8,84 370 363
13036140 Groß Miltzow 36,38 1.398 1.391
13036160 Güterberg 8,15 207 201
13036170 Helpt 11,17 292 291
13036190 Hinrichshagen 18,91 332 332
13036210 Jagow 28,93 625 622
13036220 Klein Luckow 19,40 315 315
13036230 Kreckow 12,14 226 220
13036240 Kublank 13,48 314 317
13036250 Lemmersdorf 24,24 704 689
13036260 Leppin 22,39 593 591
Gemeinde-
schlüssel
Gemeindenamen Fläche
in km²
Bevölkerung am
03.10.1990 31.12.1990
13036280 Lübbenow 8,90 408 405
13036300 Mildenitz 20,31 506 505
13036310 Milow 10,73 228 228
13036320 Neetzka 13,35 301 298
13036330 Neuensund 11,98 183 180
13036340 Neu Käbelich 6,21 127 122
13036350 Pasenow 10,35 216 215
13036360 Petersdorf 7,79 178 175
13036380 Rehberg 14,90 259 263
13036400 Schönbeck 24,33 567 568
13036410 Schönhausen 18,74 392 392
13036420 Strasburg, Stadt 63,90 7.592 7.561
13036430 Trebenow 32,04 850 824
13036450 Voigtsdorf 7,62 181 180
13036460 Wilsickow 11,13 255 254
13036470 Wismar 11,71 258 253
13036480 Woldegk, Stadt 37,97 3.719 3.681
13036490 Wolfshagen 14,22 344 336
13036 Kreis Strasburg 629,69 24.197 24.010

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Kraftfahrzeugen (mit Ausnahme der Motorräder) und Anhängern wurden von etwa 1974 bis Ende 1990 dreibuchstabige Unterscheidungszeichen, die mit dem Buchstabenpaar CN begannen, zugewiesen.[4] Die letzte für Motorräder genutzte Kennzeichenserie war CR 68-86 bis CR 74-20.[5]

Anfang 1991 erhielt der Landkreis das Unterscheidungszeichen SBG. Es wurde bis zum 11. Juni 1994 ausgegeben. Seit dem 10. Juli 2013 ist es im Landkreis Vorpommern-Greifswald erhältlich.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistische Jahrbücher der Deutschen Demokratischen Republik. In: DigiZeitschriften. Abgerufen am 6. Februar 2010.
  2. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  3. Gesetz über die Selbstverwaltung der Gemeinden und Landkreise in der DDR (Kommunalverfassung) vom 17. Mai 1990
  4. Andreas Herzfeld: Die Geschichte der deutschen Kennzeichen. 4. Auflage. Deutsche Gesellschaft für Flaggenkunde e. V., Berlin 2010, ISBN 978-3-935131-11-7, S. 301.
  5. Andreas Herzfeld: Die Geschichte der deutschen Kennzeichen. 4. Auflage. Deutsche Gesellschaft für Flaggenkunde e. V., Berlin 2010, ISBN 978-3-935131-11-7, S. 538.

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