Lędziny

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Lędziny
Wappen von Lędziny
Lędziny (Polen)
Lędziny
Lędziny
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Schlesien
Powiat: Bieruń-Lędziny
Fläche: 31,04 km²
Geographische Lage: 50° 8′ N, 19° 7′ OKoordinaten: 50° 7′ 37″ N, 19° 6′ 44″ O
Einwohner: 16.754
(30. Jun. 2015)[1]
Postleitzahl: 43-140 bis 43-143
Telefonvorwahl: (+48) 32
Kfz-Kennzeichen: SBL
Wirtschaft und Verkehr
Straße: S1
Nächster int. Flughafen: Flughafen Katowice
Gmina
Gminatyp: Stadtgemeinde
Einwohner: 16.754
(30. Jun. 2015)[1]
Gemeindenummer (GUS): 2414031
Verwaltung (Stand: 2014)
Bürgermeister: Krystyna Wróbel
Adresse: Lędzińska 55
43-143 Lędziny
Webpräsenz: www.ledziny.pl



Plac Farski – Platz im Stadtzentrum

Lędziny (deutsch Lendzin) ist eine Stadt im Powiat Bieruńsko-Lędziński (Berun-Lendziner Distrikt) in der polnischen Woiwodschaft Schlesien.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt 16 km südlich von Kattowitz und 7 km nördlich der Kreisstadt Bieruń (Berun). Sie hat eine Flächenausdehnung von 31,04 km². 61 % des Gemeindegebiets werden landwirtschaftlich genutzt, 15 % sind mit Wald bedeckt.[2]

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt ist in 9 Verwaltungsbereiche gegliedert:

  • Hołdunów
  • Świniowy
  • Ratusz
  • Smardzowice
  • Zamoście
  • Blych
  • Rachowy
  • Górki
  • Goławiec

Nachbarstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Norden liegt Mysłowice (Myslowitz), östlich Imielin (Imielin), südöstlich Chełm Śląski (Groß Chelm), südlich Bieruń und etwas weiter im Westen Tychy (Tichau).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste schriftliche Erwähnung des Orts stammt aus dem zwölften Jahrhundert. Das Dorf bestand aus zwei Teilen, der eine gehörte zum Benediktinerkloster in Staniątki und der andere gehörte zum Fürstentum Ratibor. 1555 wurden die beiden Teile des Dorfes zusammengeführt.

Von der Habsburgermonarchie kam Lendzin 1742 an Preußen. In der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts begann hier die Kohleförderung.

Im Rahmen der Bestimmungen des Versailler Vertrags musste Lendzin 1922 an Polen abgetreten werden. Während des Zweiten Weltkrieges gab es in der Stadt mehrere Arbeitslager, die dem KZ Auschwitz unterstanden. Nachdem die Ortschaft am 27. Januar 1945 kurz vor Kriegsende von der Roten Armee eingenommen worden war, wurde sie im Sommer 1945 von der sowjetischen Besatzungsmacht unter polnische Verwaltung gestellt.

Im November 1945 wurde Lędziny Sitz der Gemeinde Lędziny, diese Bestand aus Lędziny, Hołdunów und Smardzowice. 1951 wurde die Gemeinde in Hołdunów umbenannt. 1966 erhielt Lędziny das Stadtrecht. Von 1975 bis 1998 gehörte sie zur Woiwodschaft Kattowitz.[3] Mit der Verwaltungsreform von 1975 wurde die Stadt ein Teil von Tychy, im April 1991 wurde Lędziny als kreisfreie Stadt wieder selbstständig. Seit dem 1. Januar 2002 gehört die Gemeinde zum Powiat Bieruńsko-Lędziński.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Rathaus der Stadt

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lędziny liegt unmittelbar an der S1 mit der Anschlussstelle Lędziny-Hołdunów.

Lędziny wird durch den kommunalen Verkehrsverbund KZK GOP aus Katowice und den Verbund MZK Tychy bedient. Es bestehen unter anderem Verbindungen nach Bieruń, Katowice, Imielin, Chełm Śląski, Mysłowice und Tychy. [4]

Die nächstgelegenen internationalen Flughäfen sind der Flughafen Katowice bei Pyrzowice (ca. 50 km vom Ortskern Lędziny) und der Flughafen Krakau-Balice (ca. 60 km vom Ortskern Lędziny).

Der größte nächstgelegene Bahnhof ist der Bahnhof Katowice, er ist der größte Eisenbahnknotenpunkt Polens.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • KWK Ziemowit

Die KWK Ziemowit ist die aktive Zeche und der größte Arbeitgeber der Stadt. Sie unterhält ungefähr 4400 Mitarbeiter und fördert jährlich etwa 4 Mio. Tonnen Kohle. Die Schächte verteilen sich auf ein Gebiet von rund 64 km². [5]

  • Fiat Auto Poland

Bei Lędziny liegt das Gelände der Produktion von Fiat in Polen. Es wird gestritten, ob die Fabrik auf dem Gelände von Bieruń oder von Tychy liegt. Meistens ist aber von Tychy die Rede. [6]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Lędziny existieren drei Gymnasien, drei Grundschulen, zwei Kindergärten und Powiatowy Zespół Szkół (deutsch: Bezirksschulen), das enthält Technikum, Liceum und Berufsschule.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lędziny teraz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Lędziny teraz (deutsch: Lędziny jetzt) ist die Zeitung der Stadt. Sie wird täglich von der Stadtverwaltung herausgegeben. In ihr stehen Beschlüsse der Stadtverwaltung oder lokale Nachrichten. Oft stehen dort auch kurze Berichte über die Arbeit der Schulen oder über die Arbeit in der Zeche.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kościół św. Klemensa
Kirche des heiligen Clemens

In Lędziny befinden sich folgende Kirchen:

  • Kościół św. Klemensa (deutsch: Kirche Heiliger Clemens) ist die bekannteste Kirche und das bekannteste Wahrzeichen von Lędziny. Sie liegt auf dem Hügel Klimont und ist auch im Wappen der Stadt zu sehen.
  • Kościół Chrystusa Króla (deutsch: Kirche Christus König) ist die größte Kirche in Lędziny. Sie liegt im Stadtteil Hołdunów.
  • Kościół św. Anny (deutsch: Kirche Heilige Anna) im Stadtzentrum.
  • Kościół Matki Bożej Różańcowej (deutsch: Kirche des Rosenkranzfestes) ebenfalls im Stadtzentrum, in der Nähe des Rathauses.
  • Kościół Wniebowzięcia Najświętszej Maryi Panny (deutsch: Kirche Mariä Aufnahme in den Himmel) im Stadtteil Goławiec.
  • Kościół św. Apostołów Piotra i Pawła (deutsch: Kirche Apostel St. Peter und Paul) im Stadtteil Górki.

Freizeit und Erholung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Lędziny gibt es ein Freizeit- und Sportzentrum. Dort befindet sich ein Fitnessraum, eine Sporthalle und ein modernes Hallenbad. Der örtliche Fußballclub MKS Lędziny (deutsch: Örtlicher Sportclub Lędziny) der schlesischen Liga betreibt auch ein Stadion in der Stadt. [7]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lędziny Zarys Dziejów, Franciszka Serafina/Urząd Miasta Lędziny, Lędziny 1998, ISBN 83-87878-00-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lędziny – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2015. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (ZIP-Ordner mit XLS-Dateien; 7,82 MiB), abgerufen am 28. Mai 2016.
  2. regioset.pl (pl/en)
  3. Dz.U. 1975 nr 17 poz. 92 (polnisch) (PDF; 802 kB)
  4. Trasa linii, linia nr 931, KZK GOP
  5. Oddział KWK "Ziemowit" - Informacje ogólne - Kompania Węglowa S.A
  6. Fiat Auto Poland baut in Tychy seit Sommer den Ford Ka - WKO.at
  7. Urząd Miasta Lędziny - Freizeit- und Sportzentrum