Landkreis Halberstadt

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Dieser Artikel behandelt den preußischen Landkreis Halberstadt (1825–1932) und den Landkreis Halberstadt im Land Sachsen-Anhalt (1990–2007). Für den Kreis Halberstadt im Bezirk Magdeburg (1952–1990) siehe Kreis Halberstadt.
Wappen Karte
Wappen des Landkreises Halberstadt Lage des Landkreises Halberstadt in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Verwaltungssitz: Halberstadt
Fläche: 664,92 km²
Einwohner: 74.886 (31. Dezember 2006)
Bevölkerungsdichte: 113 Einwohner je km²
Kreisschlüssel: 15 3 57
Kfz-Kennzeichen: HBS
Kreisgliederung: 21 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Friedrich-Ebert-Straße 42
38820 Halberstadt
Politik
Letzter Landrat: Henning Rühe (parteilos)
Karte
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Über dieses Bild
Kreistagswahl 2004[1][2]
Wahlbeteiligung: 38,4 % (1999: 48,9 %)
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Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 1999
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Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
d Wählergruppe BUKO e. V.
f Wählergruppe F.H.
i Sonstige:
2004:
Einzelbewerber Roland Vogel (0,1 %)
1999:
DVU (1,8 %)
PBC (0,1 %)

Der Landkreis Halberstadt war ein Landkreis im Westen des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Zum 1. Juli 2007 ging er im neuen Landkreis Harz auf. Nachbarkreise waren im Norden die niedersächsischen Landkreise Wolfenbüttel und Helmstedt sowie der Bördekreis, im Südosten der Landkreis Quedlinburg, im Süden der Landkreis Wernigerode und im Westen der niedersächsische Landkreis Goslar.

Geschichte[Bearbeiten]

Der preußische Landkreis Halberstadt[Bearbeiten]

Der erste Kreis Halberstadt existierte von 1825 bis 1932 im Regierungsbezirk Magdeburg der preußischen Provinz Sachsen. Der Kreis wurde zum 1. Januar 1825 aus einem Teil des aufgelösten Kreises Osterwieck, der Stadt Halberstadt und neun Gemeinden des Kreises Oschersleben gebildet. 1891 schied die Stadt Halberstadt als Stadtkreis aus dem Kreis aus. Der verbleibende Kreis hieß seitdem Landkreis Halberstadt. Er wurde bei der preußischen Kreisreform 1932 aufgelöst und in den Landkreis Wernigerode eingegliedert.[3]

Der Landkreis Halberstadt hatte am 1. Dezember 1910 39.392 Einwohner auf einer Fläche von 433 km².[4]

Der Kreis Halberstadt in der DDR[Bearbeiten]

Zum 25. Juli 1952 wurde in der DDR ein neuer Kreis Halberstadt aus dem Stadtkreis Halberstadt und aus Teilen der Landkreise Oschersleben und Wernigerode gebildet. Der Kreis wurde dem Bezirk Magdeburg zugeordnet.

Der Landkreis Halberstadt in Sachsen-Anhalt[Bearbeiten]

Nach der Wiedervereinigung gehörte der nun wieder als Landkreis Halberstadt bezeichnete Kreis zum Regierungsbezirk Magdeburg von Sachsen-Anhalt. Am 1. Juli 2007 ging er im Zuge der Kreisgebietsreform in Sachsen-Anhalt zusammen mit dem Landkreis Quedlinburg und dem Landkreis Wernigerode im Landkreis Harz auf.

Landräte[Bearbeiten]

1825–1831: Johann Heinrich Wilhelm Lehmann
1831–1844: Hermann Ferdinand Heinrich Leopold Graf Kleist von Nollendorf
1844–1859: Gustav von Gustedt (1804–1859)
1860–1864: Werner von Gustedt (1813–1864)
1864–1878: Wilhelm Rimpau (1814–1892)
1879–1890: Theodor Wilhelm Werner
1890–1918: Ludwig Stegemann
1918–1927: Ernst Wegner
1927–1932: Hermann Müller

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Gespalten von Silber und Rot“

Genehmigung: 20. Juli 1995

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

(Einwohner am 31. Dezember 2006)

Einheitsgemeinden

  1. Halberstadt, Stadt (39.318)
  2. Huy (8.592)

Verwaltungsgemeinschaften mit ihren Mitgliedsgemeinden

* Sitz der Verwaltungsgemeinschaft

  1. Groß Quenstedt (1.013)
  2. Harsleben (2.304)
  3. Nienhagen (449)
  4. Schwanebeck, Stadt (2.344)
  5. Wegeleben, Stadt * (3.053)
  1. Aspenstedt (547)
  2. Athenstedt (431)
  3. Danstedt (539)
  4. Langenstein (1.929)
  5. Sargstedt (734)
  6. Ströbeck, Schachdorf * (1.149)
  1. Aue-Fallstein (5.245)
  2. Berßel (736)
  3. Bühne (558)
  4. Lüttgenrode (728)
  5. Osterwieck, Stadt * (3.810)
  6. Rhoden (464)
  7. Schauen (501)
  8. Wülperode (549)

Gebietsveränderungen[Bearbeiten]

Seit 1995 fanden im Landkreis Halberstadt viele Gebietsveränderungen statt.

Von den ursprünglich 7 Verwaltungsgemeinschaften bestanden bei der Auflösung des Landkreises noch 3 Verwaltungsgemeinschaften. In der gleichen Zeit verringerte sich die Anzahl der Gemeinden von 43 auf 21.

Änderungen bei Verwaltungsgemeinschaften[Bearbeiten]

Änderungen auf Gemeindeebene[Bearbeiten]

Namensänderung[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.stala.sachsen-anhalt.de/wahlen/kw04/erg/kreis/kw.15357.ergtab.frame.html
  2. http://www.stala.sachsen-anhalt.de/wahlen/kw99/erg/kreis/kw.15357.ergtab.frametab.html
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatRolf Jehke: Territoriale Veränderungen in Deutschland. Abgerufen am 22. Mai 2009.
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatUli Schubert: Deutsches Gemeindeverzeichnis 1910. Abgerufen am 22. Mai 2009.