Roklum

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Roklum
Roklum
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Roklum hervorgehoben

Koordinaten: 52° 4′ N, 10° 44′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Wolfenbüttel
Samtgemeinde: Elm-Asse
Höhe: 106 m ü. NHN
Fläche: 8,35 km2
Einwohner: 433 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 52 Einwohner je km2
Postleitzahl: 38325
Vorwahl: 05336
Kfz-Kennzeichen: WF
Gemeindeschlüssel: 03 1 58 025
Adresse der Verbandsverwaltung: Markt 3
38170 Schöppenstedt
Bürgermeister: Karl-Heinz Müller (CDU)
Lage der Gemeinde Roklum im Landkreis Wolfenbüttel
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Über dieses Bild

Roklum ist eine Gemeinde im Landkreis Wolfenbüttel in Niedersachsen. Sie gehört der Samtgemeinde Elm-Asse an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Schöppenstedt hat.

BW

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roklum liegt im Südosten des Kreisgebietes am Nordrand des Großen Bruchs, das die Gemeinde entlang dem Schiffgraben nach Süden in Richtung Großen Fallstein abgrenzt. Mehrere Gräben, insbesondere der Triftgraben und Nördliche Randgraben verlaufen in der südlichen Übergangszone zum Bruch. Der Winnigstedter Tiefenbach durchfließt den Norden des Gemeindegebiets und mündet im Großen Bruch, sodass sich Roklum östlich des Großen Fallsteins im Einzugsgebiet der Bode bzw. der Elbe befindet.

Geschichte und Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals wurde die Gemeinde im Jahr 1159 urkundlich als Rokele erwähnt. Diese Form blieb mit leichten Abwandlungen bis 1542 erhalten, wo der Ort als Rockel erwähnt wird. Der Zusatz -um zeigte sich erst ab dem 18. Jahrhundert (Rocklum 1754), mit Vorstufen im 17. Jahrhundert (Rockelm, 1630). Zur Deutung des Bestimmungsworts gibt es zwei Ansätze: Einer geht von einer altgermanischen Wurzel *hrauk- aus, die soviel wie 'kegelförmiger Haufen' bedeutet und in Kombination mit dem Diminutiv -el 'kleiner Hügel' bedeutet. Eine Alternative geht von einer Zusammensetzung aus hrok für 'Saatkrähe' und -loh für 'Wald' aus.[2]

Roklum wurde am 1. August 1941 im Zuge der Neuordnung des Salzgitter-Gebiets zusammen mit Hornburg und Isingerode (beide jetzt Ortsteile der Gemeinde Schladen-Werla) aus dem Landkreis Wernigerode (Provinz Sachsen) aus- und in den Kreis Wolfenbüttel eingegliedert.

Im Jahr 2015 scheiterte eine Fusion zwischen Roklum und der Nachbargemeinde Winnigstedt, weil sich die Einwohner beider Dörfer und beide Gemeinderäte nicht auf einen gemeinsamen Namen einigen konnten. Zur Debatte standen unter anderem die Namen Winnigstedt-Roklum, Tiefenbach (Elm-Asse), Großes Bruch und Mattierzoll.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In jüngerer Vergangenheit zeigte sich in Roklum seit Mitte der 1990er-Jahre ein demografischer Abwärtstrend, in dem die Einwohnerzahl zwischen 1991 und 2010 um etwa einen Viertel schrumpfte. Die Tendenz verlangsamt sich seit Ende der 2000er-Jahre jedoch.

Entwicklung
Jahr Einwohner
1987 535
1988 560
1989 579
1990 577
1991 586
1992 576
1993 568
1994 581
1995 558
1996 541
Jahr Einwohner
1997 551
1998 541
1999 539
2000 538
2001 537
2002 538
2003 524
2004 508
2005 493
2006 488
Jahr Einwohner
2007 471
2008 469
2009 463
2010 464
2011 461
2012 446
2013 449
2014 461
2015 444
2016 443
Jahr Einwohner
2017 435

Die Daten entstammen den Angaben des Statistischen Landesamtes Niedersachsen. Sie beziehen sich auf den 31. Dezember eines jeden Jahres.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat aus Roklum setzt sich aus 7 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen

  • SPD 3 Sitze (Donja Grund, René Rabanus, Dagmar Scherber)
  • CDU 4 Sitze (Andreas Lüttge, Horst Hake, Harry Wäterling, Karl-Heinz Müller)

(Stand: Kommunalwahl 2016)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Karl-Heinz Müller (CDU).[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 23. Mai 1939 durch den Oberpräsidenten der Provinz Sachsen verliehen.

Blasonierung: „In Silber ein wachsender Harzer Fuhrmann mit schwarzen Hosen, blauem silbern besticktem Hemd und schwarzer, bestickter Mütze, in den Händen eine Peitsche nach schräglinks haltend.“

Das Wappen wurde von dem in Osterweddingen lebenden Grafiker Willy Kluge gestaltet.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesstraße 79 WolfenbüttelHalberstadt verläuft direkt durch den Ort.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1828 bis 1835 war der Schriftsteller und Theologe Heinrich Andreas Pröhle (1797–1875) Pfarrer in Roklum.

1890 wurde hier Reinhold Eggers geboren, der als Sicherheitsoffizier des Offizierslagers Oflag IV-C auf Schloss Colditz bekannt wurde.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2018 (Hilfe dazu).
  2. Kirstin Casemir: Die Ortsnamen des Landkreises Wolfenbüttel und der Stadt Salzgitter. 2003, S. 273 f. (google.de).
  3. Bericht über die gescheiterte Namensfindung (PDF)
  4. Mandatsträger der Samtgemeinde Elm-Asse (Memento des Originals vom 16. August 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/elmasse.ris.itebo.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Roklum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien